Namen-Register.

FUSSNOTEN:

[1] „Genesis“. Das Gesetz der Zeugung Bd. III. Leipzig 1899. S. 10.

[2] G. Herman a. a. O. S. 8.

[3] Ernst Haeckel „Anthropogenie“ Bd. II, Leipzig 1891. S. 793.

[4] Ueber „Hermaphroditismus“ und „Gonochorismus“ handelt Haeckel ausführlich in seiner „Generellen Morphologie“ Leipzig 1866. Bd. II. S. 58–71.

[5] G. L. Kobelt „Die männlichen und weiblichen Wollustorgane des Menschen und einiger Säugetiere“. Freiburg 1844.

[6] Bisher erschienen Bd. VII Abt. 1 Teil 2: „Die weiblichen Geschlechtsorgane“ von Dr. W. Nagel.

[7] „Die Abstammung des Menschen u. die geschlechtl. Zuchtwahl“ übersetzt von J. V. Carus. 5. Auflage. Stuttgart 1890.

[8] Victor Hensen „Physiologie der Zeugung“ in Hermann’s „Handbuch der Physiologie.“ Bd. VI. Leipzig 1880.

[9] „Anthropogenie“ Bd. II. S. 793.

[10] Eine allgemeine, übersichtliche Darstellung des Geschlechtstriebes nach seiner physischen Erscheinungsweise giebt H. Rohleder in seinen „Vorlesungen über Sexualtrieb und Sexualleben des Menschen“. Berlin 1901.

[11] Albert Moll „Untersuchungen über die Libido sexualis.“ Bd. I. Berlin 1897. S. 1–95.

[12] M. a. a. O. S. 96–310.

[13] Karl Neisser „Die Entstehung der Liebe“. Wien 1897.

[14] „Die Suggestions-Therapie bei krankhaften Erscheinungen des Geschlechtssinnes“. Stuttgart 1892.

[15] H. Rohleder „Die Masturbation.“ Berlin 1899.

[16] Eine zusammenfassende Behandlung dieser drei Faktoren giebt Havelock Ellis „Mann u. Weib.“ Leipzig 1894.

[17] Sappho hat in einer ihrer berühmten Oden eine Psychophysik der Liebe gegeben. Vergl. F. G. Lipps „Grundriss der Psychophysik.“ Leipzig 1899. S. 143.

[18] „Das Weib in der Natur- und Völkerkunde.“ 6. Auflage, Leipzig 1899.

[19] Vergl. hierüber: L. Stein „Wesen und Aufgabe der Soziologie“ 1898. — Th. Achelis „Soziologie“ Leipzig 1899.

[20] E. Westermarck „Geschichte der menschlichen Ehe“. A. d. Engl. von L. Katscher und R. Grazer. 2. Auflage. Berlin 1902.

[21] P. Dufour „Histoire de la prostitution“ 8 Bde. Brüssel. 1851–54. — Eine recht gute Arbeit über die Prostitution im 19. Jahrhundert ist das Werk von Dr. Jul. Kühn „Die Prostitution im 19. Jahrhundert“. 4. Aufl. Leipzig 1897. — Rabutaux’ besonders durch eine vorzügliche Bibliographie (von Paul Lacroix) sich auszeichnende „Prostitution en Europe“ Paris 1851 reicht nur bis zum 16. Jahrhundert.

[22] In „Eulenburg’s Real-Encyclopaedie der gesamten Heilkunde“ 3. Auflage, Berlin u. Wien 1898 Bd. 19. S. 436–450.

[23] Tarnowsky „Prostitution u. Abolitionismus“ Hamburg 1890.

[24] A. Hegar „Der Geschlechtstrieb“ Stuttgart 1894.

[25] C. Lombroso „Das Weib als Verbrecherin und Prostituirte“ Hamburg 1894.

[26] W. Rudeck „Geschichte der öffentlichen Sittlichkeit in Deutschland“. 2. Aufl. m. 58 Illustr. Berlin 1905.

[27] Fr. Nietzsche „Jenseits von Gut und Böse.“ 4. Auflage. Leipzig 1895 S. 111. — L. Feuerbach hat in seinem Aufsatze „Ueber die Glorie der heiligen Jungfrau Maria“ (Werke Bd. I Leipzig 1845) das Verhältnis zwischen Religion und Liebe sehr deutlich gemacht. Vgl. auch das interessante Werk von Laurent-Nagour, „Okkultismus und Liebe“ Berlin 1903.

[28] C. Abel „Ueber den Begriff der Liebe in einigen alten und neuen Sprachen“ Berlin 1872. Samml. gemeinverständlicher wissenschaftlicher Vorträge von Virchow u. Holtzendorf No. 158/159.

[29] „Die Welt als Wille u. Vorstellung“ ed. E. Griesebach Bd. 2. Leipzig 1891. „Metaphysik der Geschlechtstriebe“ S. 623–668.

[30] E. v. Hartmann „Philosophie des Unbewussten.“ 6. Auflage. Berlin 1874. S. 671–681.

[31] W. Wigand „Die wahre Bedeutung der platonischen Liebe.“ Berlin 1877. S. 27.

[32] „Neben der physischen Zeugung wandelt die geistige in der Welt“, sagt Ph. Mainländer. („Die Philosophie der Erlösung“ Leipzig 1894 Bd. II S. 489.)

[33] Hegel’s Ideen hat am klarsten und überzeugendsten entwickelt Kuno Fischer „System der Logik und Metaphysik oder Wissenschaftslehre.“ 2. Auflage. Heidelberg 1865. S. 527–530. Vgl. jetzt auch K. Fischer „Geschichte der neuern Philosophie“, Jubiliäumsausgabe, Heidelberg 1899. Bd. VIII (Hegel) S. 556–561.

[34] Diese Einleitung enthält die Grundzüge einer „Philosophie der Liebe nach dialektischer Methode“, die wir später in weiterer Ausführung darzustellen die Absicht haben.

[35] Th. Achelis „Soziologie“ Leipzig 1899. S. 37.

[36] Achelis a. a. O. S. 73–74.

[37] M. Schasler, „Populäre Gedanken aus Hegels Werken“ Berlin 1870 S. 213.

[38] K. Fischer „Diotima. Die Idee des Schönen“. Stuttgart 1852. S. 67 ff.

[39] a. a. O.: „Les voilà, les voilà, ces monstres de l’ancien régime? Nous ne les avons pas promis beaux, mais vrais, nous tenons parole“.

[40] Adolf Schmidt „Pariser Zustände während der Revolutionszeit 1789–1800.“ Bd. I. Jena 1874 S. 19.

[41] L. S. Mercier „Le nouveau Paris“. Band IV. Paris 1800. S. 190.

[42] Paul Moreau (de Tours) „Des aberrations du sens génésique“ 4. éd. Paris 1887. S. 13.

[43] Edmond et Jules de Goncourt „La femme au dix-huitième siècle“. Paris 1898. S. 151.

[44] „Histoire du clergé pendant la révolution française“ par l’Abbé Barruel, London 1793 S. 2–3.

[45] Nach Barruel a. a. O. S. 4 hatte sogar Cérutti, der eine Apologie des Jesuitismus schrieb, sterbend geäussert: Le seul regret que j’emporte en mourant, c’est de laisser encore une religion sur la terre.

[46] A. Schmidt a. a. O. Bd. III 1876 S. 229.

[47] Schmidt a. a. O. III S. 236.

[48] a. a. O. S. 58.

[49] E. u. J. Goncourt „Les maîtresses de Louis XV“. Paris 1860. 2 Bde. — „La duchesse de Châteauxroux et ses sœurs“. Paris 1878. — Neuerdings erschien Comte Fleury „Louis XV intime et ses petites maîtresses.“ Paris 1899.

[50] „Le Parc au Cerf, ou l’Origine de l’affreux Deficit.“ Paris 1798 (von François Mayeur de Saint Paul). Vgl. ferner Faverolle „Le Parc aux cerfs, Histoire secrète des jeunes demoiselles qui y ont été renfermées.“ Paris 1808, 4 Bde.

[51] J. A. Dulaure, Histoire physique, civile et morale de Paris. Bd. V. Paris 1821. S. 367–369.

[52] „Geschichte des Privatlebens Ludwig’s XV.“ Teil III. Berlin 1781. S. 17–18.

[53] Casanova erzählt in seinen Memoiren (ed. Alvensleben-Schmidt, Bd. V, S. 126), dass der Hirschpark von Niemandem besucht werden durfte, ausser von den bei Hofe vorgestellten Damen.

[54] „Justine und Juliette oder die Gefahren der Tugend und die Wonne des Lasters“. Leipzig 1874. S. 31 ff.

[55] In neuerer Zeit hat Louis Lacour, zuerst in der „Revue française“ Jahrg. 1858, Bd. XIV S. 546 ff., später in einer selbständigen Schrift „Le Parc-aux-cerfs du roi Louis XV“ (Paris 1859) sehr interessante kritische Untersuchungen über den Hirschpark veröffentlicht, aus denen hervorgeht, dass die Ausgaben über den kolossalen Luxus in diesem königlichen Bordelle sehr übertrieben waren. In Wirklichkeit war der „Hirschpark“ nach Lacour ein sehr versteckt gelegenes Haus in der Rue Saint-Méderic, welches höchst einfach, ohne jeden Luxus eingerichtet war. — Der Inhalt eines ein Jahr später veröffentlichten Werkes von Albert Blanquet „Le Parc-aux-cerfs“ (Paris, 1860, 5 Bände) ist mir nicht bekannt. Nach dem Umfange vermute ich in demselben einen Roman. — Ein sehr merkwürdiges, den verschiedensten Quellen entnommenes Kapitel über den Hirschpark findet sich bei Th. F. Debray „Histoire de la prostitution et de la débauche“ Paris o. J. S. 686–698.

[56] Moreau a. a. O. S. 59–60.

[57] Aehnliche fromme Ausrufe bei gleicher Gelegenheit in Mirabeau, „Ma conversion“. London 1783 S. 12.

[58] „Chronique sécrète de Paris sous le règne de Louis XVI. (1774)“ in „Revue rétrospective.“ Bd. III. Paris 1834. S. 46.

[59] P. Manuel „La police de Paris dévoilée“. Bd. II. Paris L’an II. S. 86 u. 200.

[60] P. Lacroix, „XVIIIme Siècle. Institutions, Usages et Costumes“ Paris 1875. S. 35.

[61] „Les amours de Charlot et Toinete“. Paris (Londres) 1779.

[62] „L’espion Anglais ou Correspondance secrète entre Milord All’ eye et Milord All’ ear.“ London 1784. Bd. II, S. 82 (von M. Fr. Pidanzat de Mairobert; das wertvollste, durchweg authentische Werk über die Sittenlosigkeit Frankreichs im 18. Jahrhundert).

[63] „Bibliographie et Iconographie de tous les ouvrages de Réstif de la Bretonne“ par P. L. Jacob Bibliophile. Paris 1875. S. 422.

[64] L’espion anglais II. S. 117.

[65] P. Lacroix „XVIIIme siècle etc.“ S. 45.

[66] P. Lacroix „XVIIIme siècle etc.“ S. 45.

[67] Dulaure a. a. O. Bd. V. S. 435.

[68] L. S. Mercier „Tableau de Paris“. Bd. I. Hamburg 1781. S. 180.

[69] Brillat-Savarin „Physiologie des Geschmackes.“ 2. Aufl. Braunschweig. 1866. S. 363.

[70] Brillat-Savarin a. a. O. S. 362.

[71] A. Schmidt „Tableaux de la Révolution Française.“ Leipzig 1867. Bd. I. S. 125.

[72] Pierre Manuel „La Police de Paris dévoilée, Tome I. A Paris L’an second de la liberté.“ „De la Police sur les prêtres.“ S. 292–321.

[73] Dieser lakonische, aber vielsagende Bericht erinnert fast wörtlich an ein deutsches Epigramm des 18. Jahrhunderts:

„Gestern schwor ich unter tausend Küssen

Im Genusse ihrer Zärtlichkeit

Ewige Verschwiegenheit —

Heute muss es der Chirurgus wissen!“

(Siehe C. J. Weber „Demokritos“ Stuttgart 1868 Bd. V. S. 166.)

[74] Der „Portier des Chartreux ou Histoire de Dom Bougre“ ist ein die Paederastie verherrlichender Roman, der dem Marquis de Sade von einigen zugeschrieben wird. Dies ist aber unmöglich, da die erste Ausgabe dieses Buches 1745 erschien, als de Sade erst fünf Jahre alt war. Vgl. Le C. d’J... „Bibliographie des ouvrages relatifs à l’amour etc.“ Neue Ausgabe von J. Lemonnyer, Lille 1897 Bd. II S. 496 (citiert als Lemonnyer).

[75] Hierzu bemerkt Manuel: „Ich finde nur einen Jesuiten bei den Dirnen. Es wäre mir angenehm gewesen, ihnen mehr Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.“ Diese Gerechtigkeit werden wir ihnen weiter unten in gebührender Weise zu Teil werden lassen. Die Jesuiten waren zu klug, um sich in Bordellen ertappen zu lassen.

[76] Casanova fand die Gräfin Limore als Maitresse „in Gesellschaft des Herrn von Saint-Albin, Erzbischofs von Cambrai, eines hochbetagten Liebhabers, der für sie die ganzen Einkünfte seines Erzbistums verschwendete“. „Jacob Casanova v. Seingalt’s Memoiren“ Deutsch v. L. v. Alvensleben u. C. F. Schmidt Bd. XIII. S. 99.

[77] „La Chasteté du Clergé dévoilée, ou Procès-verbaux des séances du clergé chez les filles de Paris, trouvés à la Bastille.“ Paris 1790. 2 Bde. Einer der Verfasser war Dominique Darimajou, Referendar am Rechnungshofe.

[78] Mitgeteilt in „Revue rétrospective.“ Bd. III. Paris 1834. S. 153–154.

[79] „L’espion Anglais.“ Bd. X. London 1784. Brief XIV „Suite et fin de la Confession d’une jeune fille.“ S. 309–327.

[80] Etwas anders sagt La Mettrie „Œuvres philosophiques“, 1741 citirt nach P. Garnier „Onanisme“ Paris 1888 S. 122: „Tout est femme dans ce qu’on aime, l’empire de l’amour ne connaît d’autres bornes que celles du plaisir.“ — Eine erotische Novelle „Confession galante d’une femme du Monde“ (Brüssel 1873) hat das Motto: „Dans la femme aimée tout est c..“

[81] Vgl. „Manuel des Confesseurs ou les Diaconales“. Par Bouvier, Verviers o. J. (Titelblatt).

[82] „L’espion anglais“ London 1784 Bd. I S. 241 ff.

[83] Montesqieu’s „Persische Briefe“ deutsch von A. Strodtmann, Berlin 1866 S. 247 (Brief 134).

[84] Peter Philipp Wolf „Allgemeine Geschichte der Jesuiten“. Zürich 1790. Bd. II. S. 390.

[85] J. C. Harenberg „Pragmatische Geschichte des Ordens der Jesuiten.“ Bd. II. Kap. 7. Abschn. XII. § 437. S. 1412 zitiert nach Wolf a. a. O.

[86] Wolf a. a. O. Bd. II. S. 321 u. 428.

[87] Wolf a. a. O. Bd. I S. 201 u. Bd. II S. 403.

[88] Wolf a. a. O. Bd. II S. 281.

[89] Wolf a. a. O. I S. 240.

[90] Juan de Mariana „De rege et regis institutione“, Toledo 1599.

[91] Wolf a. a. O. Bd. III. S. 290.

[92] Eine zuverlässige Darstellung giebt A. Kurtzel: „Der Jesuit Girard und seine Heilige. Ein Beitrag zur geistlichen Geschichte des vorigen Jahrhunderts“ in „Histor. Taschenbuch“ von Friedr. Raumer. N. F. 4. Jahrg. Leipzig 1843. S. 413–485. Dort auch zahlreiche literarische Nachweise. Die gründlichste neuere kritisch-bibliographische Untersuchung findet sich bei P. Fraxi „Centuria librorum absconditorum“ London 1879 S. 225–253.

[93] Die älteste derartige Erzählung erschien bereits 1729: „Les amours de Sainfroid Jesuite, et d’Eulalie fille devote. Histoire véritable. Suivie de quelques nouvelles nouvelles.“ A la Haye 1729.

[94] R. Wrede „Die Körperstrafen bei allen Völkern von den ältesten Zeiten bis zur Gegenwart.“ Dresden 1899. S. 167. P. Fraxi bemerkt: „The Marquis de Sade no doubt had it in mind when writing several of his cruelest chapters“ a. a. O. S. 253.

[95] G. Herman „Genesis.“ Das Gesetz der Zeugung. Bd. III. Leipzig 1899. S. 84 ff.

[96] G. Legué „Médecins et empoisonneurs au XVIIe siècle“ Paris 1896. S. 139–168.

[97] St. Przybyszewski „Die Entstehung und der Kult der Satanskirche“ in „Die Kritik“ 1879 No. 134, 135, 148, 149, 150.

[98] Vgl. Floegel, Geschichte des Grotesk-Komischen. 5. Aufl. m. 41 z. Teil sehr interess. Abbildungen. Leipzig 1888. S. 205 ff.

[99] J. C. Huysmans „La-bas“ Paris 1891. „En route“ Paris 1887. Siehe Näheres bei Herman a. a. O. S. 113 ff.

[100] „Histoire de Magdalaine Bavent, religieuse du monastère de Saint Louis de Louviers etc.“ Paris 1652. Die Geschichte der Magdalaine Bavent ist auch zu einem neueren Roman verarbeitet worden: „Le Couvent de Gomorrhe“ von Jacques Souffrance, Paris o. J.

[101] Schilderung derselben bei Herman a. a. O. S. 110 ff.

[102] E. u. J. de Goncourt „La femme au dix-huitième siècle.“ Paris 1898. S. 17.

[103] E. u. J. Goncourt a. a. O. S. 10.

[104] „La chronique scandaleuse.“ Paris 1789. Bd. IV. S. 110.

[105] H. Th. Buckle „Geschichte der Zivilisation in England.“ Deutsch von A. Ruge. Leipzig und Heidelberg 1874. Bd. I. S. 227 ff.

[106] Buckle a. a. O. S. 229.

[107] F. Lotheissen „Zur Sittengeschichte Frankreichs.“ Leipzig 1885. S. 136.

[108] Z. B. „Les Nonnes galantes“ des Marquis d’Argens. La Haye 1740. — „Les délices du cloître ou la nonne éclairée.“ 1760. — Wie sehr gesucht von den Wüstlingen die Liebe einer „femme dévote“ im 18. Jahrhundert war, schildern übrigens die Goncourts selbst sehr anschaulich a. a. O. S. 455. ff. Vergl. endlich noch „Lettres galantes et philosophiques de deux Nonnes, publiées par un apôtre du libertinage.“ Au Paraclet 1777, und unzählige andere, die Corruption in den Nonnenklöstern schildernde Schriften, die man bei Lemonnyer a. a. O. findet.

[109] Joseph Gorani „Mémoires secrets et critiques des cours et des mœurs des principaux etats de l’Italie.“ Paris 1794 Bd. II. S. 86.

[110] Alfred v. Reumont „Geschichte Toskanas seit dem Ende des florentinischen Freistaates.“ Gotha 1877. Bd. II. S. 173 ff.

[111] „Vie de Scipion de Ricci“ par de Potter, Brüssel 1825. Bd. I. Anhang Note 13 bis Note 47. S. 331–500 (Ausführliches Verhör der Angeklagten) — Auch bei A. Gelli „Memorie de Scipione de’ Ricci.“ Florenz 1865. Bd. I. S. 54 ff.

[112] G. Brandes „Essays“. 2. Band. 2. Auflage Leipzig, Verlag von H. Barsdorf 1897. S. 278.

[113] E. u. J. de Goncourt. „La femme au dix-huitième siècle;“ Paris 1898. B. 471.

[114] Eine ausgezeichnete Schilderung dieser Salons entwirft Karl Frenzel „Renaissance und Rococo.“ Berlin 1876 in dem Aufsatze „Pariser Gesellschaftsleben im achtzehnten Jahrhundert“ S. 298–331. — Vergl. auch E. du Bois-Reymond „Darwin versus Galiani“ in „Reden“. Bd. I. Leipzig 1886. S. 211 ff. — Den Einfluss der Salons kann man deutlich bei Sade in dem Bedürfnis der zahllosen „philosophischen Diskussionen“ erkennen.

[115] „Mémoires de Mme. d’Epinay“ Bd. I cit. nach E. u. J. de Goncourt a. a. O. S. 159.

[116] E. u. J. de Goncourt a. a. O. S. 175.

[117] E. u. J. Goncourt a. a. O. S. 181.

[118] Casanova erzählt in seinen Memoiren, dass ein gewisser Blondel seine eigene Frau nicht bei sich, sondern getrennt in einer „petite maison“ wohnen liess, damit sie ihm als Maitresse erschiene und so der Umgang mit ihr ihm mehr Genuss verschaffte. („Jacob Casanova von Seingalt’s Memoiren.“ Deutsch von L. v. Alvensleben u. C. F. Schmidt. Bd. XIII, S. 97.)

[119] L. S. Mercier „Tableau de Paris“. Hamburg 1781. Bd. II, S. 6–7.

[120] Friedr. Wilh. Basil. Ramdohr „Venus Urania“, Leipzig 1798. Bd. III, Abt. 2, S. 288.

[121] E. u. J. de Goncourt a. a. O. S. 173.

[122] F. Lotheisen „Litteratur und Gesellschaft in Frankreich zur Zeit der Revolution 1789–94.“ Wien 1872. S. 56.

[123] Rétif de la Bretonne „La fille entretenue et vertueuse, ou les progrès de la vertu“. Paris 1774. S. 175 ff.

[124] Rétif de la Bretonne „Die Zeitgenossinnen.“ Berlin 1781. Bd. VI, S. 9–10.

[125] Cénac Moncaut „Histoire de l’amour dans les temps modernes“. Paris 1863. S. 396.

[126] W. von Bechterew „Suggestion und ihre soziale Bedeutung.“ Leipzig 1899. S. 29–30.

[127] J. A. Dulaure. „Histoire physique, civile et morale de Paris“. Paris 1821. Bd. V, S. 145–147.

[128] Mad. G. Abricosoff „L’hystérie an XVIIe et XVIIIe siècle.“ Paris 1897.

[129] Abricossoff a. a. O. S. 73–74.

[130] E. u. J. de Goncourt a. a. O. S. 194.

[131] E. u. J. de Goncourt a. a. O. S. 196.

[132] E. u. J. de Goncourt a. a. O. S. 198.

[133] E. u. J. de Goncourt a. a. O. S. 199. — Ein Teil der „Justine“ spielt in Grenoble.

[134] Vergl. das Kapitel „Les furies de guillotine“ bei E. Lairtullier, „Les femmes célèbres de 1789 à 1795“. Paris 1840. Bd. II, S. 199–207.

[135] Lady Blennerhassett, „Frau von Staël.“ Berlin 1887. Bd. I, 6. 63.

[136] E. Legouvé, „Histoire morale des femmes.“ Paris 1864. S. 4.

[137] Das unglaublichste Beispiel der Verachtung der Frau findet sich bei Buckle a. a. O. I. S. 219–20, wo erzählt wird, dass die Schauspielerin Chantilly, die eben den Dichter Favart geheiratet hatte, von der französischen Regierung gezwungen wurde, gleichzeitig die Maitresse des Marschalls Moritz von Sachsen zu werden.

[138] Johannes Scherr, „Allgemeine Geschichte der Litteratur“. Stuttgart 1887. Bd. I, S. 267.

[139] Charles Aubertin, „L’esprit public au XVIIIe siècle.“ Paris 1873. S. 481.

[140] J. Janin, „Le marquis de Sade.“ Revue de Paris 1834. Bd. XI, S. 333.

[141] A. Schmidt a. a. O, Bd. II. Jena 1875. S. 86 ff.

[142] Paul Lacroix a. a. O. S. 506.

[143] P. Fraxi „Index librorum prohibitorum.“ London 1877. S. XXIX

[144] A. J. B. Parent-Duchatelet, „Die Sittenverderbnis des weiblichen Geschlechts in Paris“, übers. von G. W. Becker, Leipzig 1837. Bd. II. S. 183.

[145] Comte d’J*** (J. Gay) „Bibliographie des ouvrages relatifs à l’Amour etc.“ 3. éd. Turin 1871. 6 Bde. Neuerdings hat J. Lemonnyer eine neue vierte Ausgabe dieses höchst schätzbaren Werkes veranstaltet (Lille 1897–1900, 4 Bände), die wohl durch Nachträge, sowie durch vortreffliche Indices vervollkommnet ist, andrerseits aber zahlreiche drastische Zitate der alten Auflage fortgelassen hat, so dass die dritte Auflage immer noch unentbehrlich ist.

[146] Henry Cohen „Guide de l’amateur de livres à figures et à vignettes du XVIIIe siècle“ 3. éd. Paris 1876. Neue Auflage 1880. Das Buch zeigt viele Mängel.

[147] „Œuvres de Gentil-Bernard“. Paris 1834. Bd. I, S. 25–88.

[148] E. u. J. de Goncourt a. a. O. S. 154. est certaine. a. a. O. Gesang II, S. 51.

[149] L’Amour a ses auteurs — Agens secrets, dont l’atteinte est certaine, a. a. O. Gesang II, S. 51.

[150] E. u. J. de Goncourt a. a. O. 201. Sade erwähnt Crébillons „Sopha“, „Tanzai“, „Les égarements du cœur“, als Romane „qui flattaient le vice et s’éloignaient de la vertu“, in „Idée sur les Romans“ ed. O. Uzanne, Paris 1878. S. 23.

[151] „Le sopha, conte moral“ (!) A la Haye 1742. Nachgeahmt in „Le canapé couleur de feu“. London 1745.

[152] „Les Incas“. Paris 1767. Sade erwähnt Marmontel in „Idée sur les Romans etc.“ S. 24–25.

[153] „Thérèse philosophe ou mémoires pour servir à l’histoire de M. Dirrag et de Mlle. Eradicée“ à la Haye s. a. (1748).

[154] Henry Cohen a. a. O. col. 477. Caylus hat übrigens sehr viele schlüpfrige Romane geschrieben, was in jener Zeit seinen wohlverdienten Ruhm als Archaeolog nicht beeinträchtigen konnte.

[155] Vgl. die vortreffliche „Bibliographie anecdotique et raisonnée de tous les ouvrages d’Andréa de Nerciat“ par M. de C., Bibliophile Anglais, London 1876, wo auch die übrigen, hier nicht genannten Werke von Nerciat besprochen werden.

[156] A. Eulenburg „Der Marquis de Sade“ in „Die Zukunft“. Bd. VII. 1899, No. 26. S. 507. Nach neueren Forschungen soll weder die „Education de Laure“ noch „Ma conversion“ von Mirabeau geschrieben worden sein. Lemonnyer a. a. O. III. S. 1019.

[157] Carl FrenzelDiderot“ in „Renaissance und Rococo“. Berlin 1876. S. 284.

[158] „La Réligieuse“. Paris 1798. Das Modell für die tribadische Aebtissin in Diderot’s „Réligieuse“ soll die Aebtissin von Chelle gewesen sein, eine Tochter des Regenten, (H. Ellis u. J. A. Symonds „Das konträre Geschlechtsgefühl“ Leipzig 1896. S. 285).

[159] Choderlos de Laclos „Les liaisons dangereuses“. Paris u. Amsterdam 1782. 4 Bände.

[160] „Les crimes de l’amour. Precédé d’un avant-propos etc.“ Brüssel 1881. S. 158. Nach Villers wurde sogar, wie wir später sehen werden, die „Justine“ von einigen dem Laclos zugeschrieben.

[161] „Les amours du Chevalier de Faublas“, 3 éd. An VI de la République. (Erste Ausgabe 1787).

[162] „Bibliographie et Iconographie de tous les ouvrages de Restif de la Bretonne“ par P. L. Jacob, Bibliophile. Paris 1875.

[163] de Sade „Idée sur les Romans“ éd. O. Uzanne. Paris 1878. S. 31.

[164] Der Graf v. Tilly nennt ihn in seinen Memoiren (II, 430) den „Teniers des Romans“.

[165] A. Eulenburg a. a. O. S. 512.

[166] P. L. Jacob Bibliophile a. a. O. S. 54 u. 56.

[167] Memoiren des Grafen Alexander von Tilly, A. d. Französischen. Berlin 1826. Bd. II. S. 426–430.

[168] P. L. Jacob Bibliophile a. a. O. S. 33, 103, 161, 180, 441.

[169] „Les nuits de Paris, ou le Spectateur nocturne“. A Londres, Et se trouve a Paris 1788–1794, 16 Teile in 8 Bänden (mit 18 Bildern).

[170] P. L. Jacob Bibliophile a. a. O. S. 394.

[171] „Les Contemporaines ou aventures des plus jolies Femmes de l’âge présent.“ Leipzig und Paris 1780–1782, 17 Bände; „Les contemporaines-du-commun, ou aventures des belles Marchandes etc.“ ebenda 1782–1783, 13 Bände: „Les contemporaines-par-gradation“ ebenda 1783, 12 Bände.

[172] P. L. Jacob, Bibliophile a. a. O. S. 87.

[173] P. L. Jacob, Bibliophile a. a. O. S. 315.

[174] P. L. Jacob, Bibliophile a. a. O. S. 316.

[175] Der Verfasser war Senac de Meilhan, dem ebenfalls der „Portier des Chartreux“ zugeschrieben wird. (Jacob, Bibl. a. a. O. S. 460). Später erschienen zahlreiche neue Auflagen, die letzte in Brüssel 1866.

[176] Er war Verfasser einer populären Schrift über die Therapie der Syphilis. Siehe J. K. Proksch „Die Litteratur über die venerischen Krankheiten.“ Bonn 1889. Bd. I. S. 472, wo angeführt ist: Agyrony „Des bons effets d’un remède végétal antivénérien, autorisé par lettres patentes du Roi, enrégistrées au Parlament etc.“ Paris 1771.

[177] „L’observateur anglais.“ London 1778. Bd. 4, Brief III vom 21. Juli 1776. S. 40–47.

[178] Dieses Gedicht findet man in dem seltenen Buche „Il Libro del perchè“ (1757). Die französische Version „Parapilla“, um deren Autorschaft sich Charles Borde und Mirabeau streiten, ist abgedruckt in den „Contes-Grivois du dix-huitième siècle.“ Brüssel o. J. (H. Kistemaeckers) S. 27–67.

[179] „L’art de péter etc.“ En Westphalie 1776. Ueber die „Scatologie“, eine besondere Liebhaberei der Franzosen vergl. A. Hagen „Sexuelle Osphresiologie“ Chorlottenburg 1901 (Verlag von H. Barsdorf) S. 115 ff.

[180] „Idée sur les Romans“ ed. Uzanne etc. S. 22.

[181] Auch in den Romanen des Marquis de Sade ist fast immer das Sopha, selten das Bett, das Lager der Liebe.

[182] G. Brandes „Die Hauptströmungen der Litteratur des 19. Jahrhunderts“. Bd. I, 8. Aufl. S. 42–44. Leipzig 1900. Verlag H. Barsdorf.

[183] Cenac Moncaut a. a. O. S. 394.

[184] „Geschichte der Malerei“ von R. Muther, Leipzig 1900. Bd. V, S. 88–93.

[185] Garnier a. a. O. S. 125.

[186] J. Casanova v. Seingalt a. a. O. Band V, S. 121 ff.

[187] J. Casanova a. a. O. Band XI, S. 109 u. 128.

[188] J. B. Parent-Duchatelet a. a. O. Bd. II, S. 182.

[189] „La chronique scandaleuse.“ Paris 1791. Bd. II, S. 157.

[190] J. F. Reichardt’s „vertraute Briefe aus Paris, geschrieben in den Jahren 1802 und 1803.“ Hamburg 1805. Bd. II, S. 14.

[191] Arsène Houssaye „Histoire de l’art français au dix-huitième siècle“. Paris 1860. S. 29.

[192] Arsène Houssaye a. a. O. S. 418.

[193] J. G. Th. Grässe „Geschichte der Poesie Europas und der bedeutendsten aussereuropäischen Länder vom Anfang des sechzehnten Jahrhunderts bis auf die neueste Zeit.“ Leipzig 1850. S. 271.

[194] „Die Geschlechtsausschweifungen unter den Völkern der alten und neuen Welt etc.“ Neue Auflage o. O. S. 161.

[195] Casanova a. a. O. Bd. VIII, S. 140.

[196] E. u. J. de Goncourt „Histoire de la société française pendant le Directoire“. Paris 1855. S. 422.

[197] Cénac Moncaut a. a. O. S. 396.

[198] E. u. J. de Goncourt „La femme au dix-huitième siècle,“ S. 313–370.

[199] J. u. E. de Goncourt „Histoire de la société française pendant le Directoire.“ S. 420.

[200] J. Renouvier „Histoire de l’art pendant la Revolution.“ Paris 1863. S. 476. — „Schon mehr als 2000 Jahre tragen die Frauen Hemden,“ schrieb ein Journalist jener Zeit, „das ist zum Sterben langweilig.“ Er wollte die Frauen lieber ohne Hemd sehen, vollkommen nackt als „lebende Statuen“. Vergl. A. Houssaye „Notre-Dame de Thermidor.“ Paris 1806. S. 421.

[201] W. Rudeck „Geschichte der öffentlichen Sittlichkeit in Deutschland.“ 2. Aufl. 1905. Mit 58 Illustrationen. S. 85.

[202] A. Schmidt a. a. O. Bd. II, S. 66.

[203] E. u. J. de Goncourt „Histoire de la société française pendant le Directoire“. S. 183.

[204] „Eros.“ Stuttgart 1849. Bd. I, S. 234. — Die Italiener haben das Sprichwort:

Donna cui camminando il cul traballa

Se puttana non è, proverbio falla.

[205] Dulaure a. a. O. Bd. V, S. 585.

[206] „Eros“. S. 233.

[207] Muther a. a. O. Bd. V, S. 46.

[208] E. u. J. de Goncourt a. a. O. S. 184.

[209] P. L. Jacob, Bibliophile „Bibliographie et Iconographie etc.“ S. 32, Anmerkung.

[210] „La curiosité littéraire et bibliographique.“ Paris 1882. S. 148–149.

[211] „L’espion anglais.“ London 1784. Bd. II. Brief 24. S. 386–401. Vgl. auch die „Correspondance de Madame Gourdan“, herausgegeben von Octave Uzanne, Brüssel 1883, mit einer Einleitung über die „Sérails“ des 18. Jahrhunderts (S. I-LVIII).

[212] Nachträglich finden wir, dass auch Mairobert nicht der Erfinder dieses Wortspiels war, sondern dass schon viel früher eine Frau, Madame de Sévigné, in einem Briefe die Condome „cuirasses contre la volupté et toiles d’araignée contre le mal“ nennt. (L. Taxil „La corruption fin de siècle“. Paris 1894. S. 211).

[213] Dass die Gourdan die körperliche Beschaffenheit ihrer Mädchen genau kennen musste, beweist ein Brief eines Engländers an sie, der die Reize der gewünschten Person ausführlich beschreibt. („La chronique scandaleuse“. Band II, Seite 127.)

[214] F. W. Barthold „Die geschichtlichen Persönlichkeiten in Jacob Casanova’s Memoiren“. Berlin 1846. 2 Bände.

[215] J. Casanova a. a. O. Bd. V, S. 60 ff.

[216] „L’espion anglais“. London 1784. Bd. X, S. 363 ff.

[217] „Les bordels de Paris.“ 1790. S. 17.

[218] P. Fraxi a. a. O. S. XXXVIII.

[219] Rétif de la Bretonne „Le Pornographe, ou Idées d’un honnête homme sur un projet de règlement pour les prostituées.“ A la Haye 1769.

[220] P. L. Jacob, Bibliophile „Bibliographie et Iconographie de tous les ouvrages de Rétif de la Bretonne.“ Paris 1875. S. 422.

[221] J. Casanova a. a. O. VIII. S. 163. (III, 257).

[222] P. L. Jacob, Bibliophile a. a. O. S. 421–422.

[223] Dulaure a. a. O. Bd. V, S. 227–228. Die Schrift „L’ordre hermaphrodite, ou les secrets de la sublime Félicité, avec un discours prononcé par le chevalier H..., orateur au jardin d’Éden, chez Nicolas Martin, au Grand Mât,“ 1748, war uns nicht zugänglich.

[224] E. u. J. de Goncourt, „La femme etc.“ S. 176.

[225] Dulaure a. a. O. S. 227.

[226] Arthur Dinaux „Les sociétés badines.“ Paris 1867. Bd. I, S. 301–314.

[227] E. u. J. de Goncourt a. a. O. S. 176. Die Ausschweifungen derselben hat Andréa de Nerciat in seinen „Aphrodites“, einem „theoretischen und praktischen Kursus der Wollust“ beschrieben. (Lampsaque [Paris] 1793.)

[228] E. u. J. de Goncourt a. a. O. S. 177.

[229] Die geheimen pornologischen Klubs wurden auch nach Russland verpflanzt. In Moskau existierte unter Katharina II. ein „Club physique“ und ein „Club d’Adam“. Siehe Moreau a. a. O. S. 63.

[230] P. L. Jacob, Bibliophile a. a. O. S. 395.

[231] „La chronique scandaleuse.“ Paris 1789. Bd. IV, S. 111. Eine ähnliche Stelle hat auch Ovid in der „Ars amandi.“

[232] Das Manuscript derselben befindet sich in der Nationalbibliothek, Dép. des mss. fr., 11395; suppl. fr., 2996 (Maxime du Camp. „Paris, ses organes, ses fonctions et sa vie etc.“ Paris 1875. Bd. III, S. 323). —

[233] A. B. Parent-Duchatelet a. a. O. Bd. II, S. 205–206.

[234] Parent-Duchatelet a. a. O. II. S. 209–210.

[235] A. Schmidt a. a. O. Bd. II, S. 64.

[236] A. Schmidt a. a. O. II, S. 85.

[237] Parent-Duchatelet a. a. O. I, S. 239.

[238] A. Schmidt a. a. O. II, S. 66.

[239] Jules Janin a. a. O. S. 332.

[240] A. Schmidt a. a. O. II, S. 67.

[241] Parent-Duchatelet a. a. O. I, S. 13.

[242] L. S. Mercier „Tableau de Paris“. I, S. 393–395.

[243] La Mettrie „L’art de jouir“. A Cythère 1751. S. 103.

[244] „La chronique scandaleuse.“ Bd. IV, S. 190. Bei einem am 15. Juni 1731 von dem Direktor der Oper, Gruer veranstalteten Feste tanzten die Camargo und mehrere andere Tänzerinnen vollkommen nackt vor der Festversammlung. (Max Schönau „Allerlei Koulissenscherze.“ Charlottenburg o. J. S. 65–67.)

[245] J. Casanova a. a. O. Bd. V, S. 50–51.

[246] J. Casanova a. a. O. Bd. V, S. 52.

[247] Casanova a. a. O. V, 114–116.

[248] „Dialogue entre M. le Comte de Lau.... et Mylord All’Eye, au sujet des filles les plus célèbres de la Capitale.“ In: „L’Espion anglais.“ Bd. II, S. 86–113.

[249] Diese ausführlicheren Nachrichten über die Du Thé entnehmen wir der „Correspondance sécrète, politique et littéraire etc.“ London 1787. Bd. I, S. 57 u. 58.

[250] Maxime du Camp a. a. O. Bd. III, S. 324.

[251] Ein höchst interessantes Werk über die Pariser Theaterheldinnen des 18. Jahrhunderts sind P. Lacome’s „Thèmes variés. Les étoiles du passé“, Paris 1897. —

Ueber einen höchst obscönen Witz der berühmten Schauspielerin Arnould über die verrufenen Opernsängerinnen Château-neuf, Château-vieux und Château-fort vergl. „L’espion anglais“ II, S. 86. Ueber das pornographische Poëm einer anderen Schauspielerin P. L. Jacob, Bibliophile „Bibliographie etc.“ S. 8, Anmerkung.

[252] P. L. Jacob, Bibliophile „Bibliographie et Iconographie de tous ouvrages de Rétif de la Bretonne“. Paris 1875. Seite 145–147.

[253] Parent-Duchatelet a. a. O. Bd. I, S. 127.

[254] Parent-Duchatelet a. a. O. Bd. I, S. 233. — Ueber Soldatendirnen und einige andere Klassen von Prostituierten weiter unten.

[255] Parent-Duchatelet a. a. O. I, S. 70. — Es gab sogar vornehme Zuhälter, z. B. den Vicomte de Letorières. (Maxime du Camp. a. a. O. S. 324.)

[256] Parent-Duchatelet a. a. O. I, S. 81–82.

[257] Parent-Duchatelet a. a. O. I. 184.

[258] „La chronique scandaleuse.“ Bd. II, S. 38 ff.

[259] P. L. Jacob, Bibliographie a. a. O; S. 340–341. Casanova erzählt, dass Graf Jean Du Barry einer Dame in Bologna 100000 Taler für ihre 14jährige Tochter bot (XVII, S. 198).

[260] P. L. Jacob, Bibliographie a. a. O. S. 99–103. — Neue vortreffliche Ausgabe des „Pornographe“ von H. Mireur, Brüssel 1879 (mit Einleitung).

[261] Parent-Duchatelet a. a. O. Bd. I, S. 139–140.

[262] „Les crimes de l’amour etc.“ Brüssel 1881. S. 235–236.

[263] F. Lotheissen „Literatur und Gesellschaft in Frankreich etc.“ Wien 1872. S. 43.

[264] P. Joanne „Paris Diamant.“ Paris 1895. S. 33 u. 100.

[265] J. Casanova a. a. O. Bd. V, S. 37–38. II, 176.

[266] G. A. von Halem „Ein Blick auf einen Teil Deutschlands, der Schweiz und Frankreichs bei einer Reise vom Jahre 1790.“ Hamburg 1791. Bd. II, S. 1 u. S. 20.

[267] A. Chuquet „Paris en 1790. Voyage de Halem, traduction, introduction et notes.“ Paris 1890.

[268] P. Lacroix „XVIIIe Siècle. Institutions, Usages et costumes.“ Paris 1875. S. 368. Auf Seite 359 dieses Prachtwerkes findet sich eine colorierte Abbildung, die ein anziehendes Bild vom Leben und Treiben im Garten des Palais-Royal gewährt.

[269] E. u. J. de Goncourt „Histoire de la société française pendant le Directorat.“ S. 210.

[270] P. L. Jacob, Bibliophile „Bibliographie etc.“ S. 340.

[271] L. S. Mercier „Tableau de Paris.“ Bd. I, S. 267–271.

[272] „La chronique scandaleuse.“ Paris 1791. Bd. I, S. 202.

[273] „La chronique scandaleuse.“ Bd. II, S. 213.

[274] Rétif de la Bretonne „Le Palais-Royal.“ Bd. II, S. 17–230. „Die Geschlechtsausschweifungen unter den Völkern etc.“ o. O. u. J. S. 161–163. — Vgl. auch Hagen, die sexuelle Osphresiologie. Die Beziehungen des Geruchssinnes und der Gerüche zur menschlichen Geschlechtstätigkeit. 2. Aufl. Leipzig 1906. S. 191 ff.

[275] „Eros.“ Bd. I, S. 412.

[276] „Eros.“ Bd. I, S. 156.

[277] A. Schmidt a. a. O. II, S. 70.

[278] Parent-Duchatelet a. a. O. Bd. I, S. 70.

[279] „L’espion anglais.“ London 1784. Bd. II, S. 81.

[280] Dulaure a. a. O. Bd. V, S. 285; S. 307–310.

[281] Wie richtig de Sade beobachtet hat, wenn er in der „Justine“ (I, 5) die Onanie als ein Linderungsmittel von Schmerzen bezeichnet, beweisen die Ausführungen von Dr. Havelock Ellis in seinem neuesten Werke „Geschlechtstrieb und Schamgefühl.“ Leipzig 1900. S. 272 ff., wo er über mehrere Fälle von Masturbation zur Beseitigung von Schmerzen berichtet.

[282] „L’espion anglais.“ Bd. X, S. 271–272.

[283] La Mettrie „L’art de jouir.“ A Cythère 1751. S. 131.

[284] „La chronique scandaleuse.“ Bd. II, S. 167.

[285] S. A. Tissot „De l’onanisme, ou dissertation sur les maladies produites par la masturbation.“ Lausanne 1760.

[286] H. Rohleder „Die Masturbation.“ Berlin 1899. S. 19.

[287] Garnier a. a. O. S. 432 berichtet, dass Haller eine Clitoris von 7 Zoll Länge gesehen habe, ja dass Phantasten sogar eine von einem — Fuss Länge gesehen haben wollen!

[288] Die Franzosen bezeichnen mit dem Worte „Sodomie“ unsere Paederastie, während wir bekanntlich unter „Sodomie“ die Unzucht zwischen Mensch und Tier verstehen.

[289] „Ma conversion.“ London 1783. S. 165–168

[290] „L’espion anglais.“ London 1784. Bd. X, Lettre IX „Confession d’une jeune fille.“ S. 179–208; Lettre XI „Suite de la confession d’une jeune fille.“ S. 248–275; Lettre XIV „Suite et fin de la confession d’une jeune fille“.

[291] Wir finden in den Werken über Psychopathia sexualis den Spiegel nirgends erwähnt, der nach unserer Ansicht oft sehr viel Unheil anrichtet.

[292] Hier bediente sich Sapho — sagte Mairobert — wie auch später eines viel obscöneren Ausdrucks.

[293] a. a. O. S. 190.

[294] Hier sieht man wieder deutlich, wie der Marquis de Sade nach der Wirklichkeit gearbeitet hat. Dieses Reinigen der orificia corporis durch junge Mädchen kommt in seinen Romanen unzählige Male vor.

[295] Hierzu macht Mairobert folgende interessante Anmerkung: „Il y a grande apparence, que cette statue et le globe sont creux et remplis d’un air plus léger que celui de l’atmosphère du salon, en sorte qu’ils sont dans un parfait équilibre. Voila comme d’habiles physiciens présents à ce récit expliquèrent ce prodige qui tient beaucoup du roman. Ils citent même l’ouvrage d’un père Joseph Galien, dominicain, ancien professeur de philosophie et de théologie dans l’université d’Avignon qui en 1755 a publié ‚L’art de naviger dans les airs‘ établi sur des principes de physique et de géométrie.“ Bei E. Gerland „Geschichte der Physik“. Leipzig 1892. S. 199, finden wir diesen Galien als Vorläufer der Montgolfier nicht erwähnt, sondern nur den Pater Guzman in Lissabon.

[296] Ueber den Chevalier d’Eon siehe weiter unten.

[297] Gemeint ist das berühmte Werk von Nicolaus Venette (1633–1698) „De la genération de l’homme, ou tableau de l’amour conjugal“. Amsterdam 1688 unter dem Pseudonym Salionci; später unter wahrem Namen zahlreiche Neuauflagen.

[298] Hierbei wurde ein Vers des Kardinals Bernis erwähnt. — Der Kardinal Bernis kommt auch bei Sade vor.

[299] Diese Darstellung Mairobert’s ist nicht ganz richtig. Ursprünglich war das Gedicht altfranzösisch, von Jean de Nevizan verfasst. Franciscus Corniger übertrug es dann ins Lateinische. Später entstanden zahlreiche französische Nachübersetzungen z. B. von J. Blanchon. Man findet diese Versionen in dem pikanten Buche von Cl. Fr. X. Mercier „Eloge du sein des femmes“ Nouvelle édition. Brüssel 1879. Kapitel II, S. 35 ff. — Bayle hat im Artikel „Hélène“ seines berühmten Wörterbuchs nur die ersten sechs Verse zitiert, dem Scharfsinn des Lesers das Erraten der übrigen überlassend. Eine deutsche und spanische Version siehe im „Eros“. Stuttgart 1849. Bd. I, S. 231–234. Vergleiche ferner die Aufzählung dieser 30 Schönheiten in dem alten Werke „Geneanthropeia Jo. Benedicti Sinibaldi Archiatri et Professoris Romani.“ Rom 1642 col. 147. Auch die Aloysia Sigaea kennt dieselben.

[300] Kenner — und deren soll es nicht wenige geben — brauchen wir wohl kaum auf die vortrefflichen ästhetischen Werke von E. W. v. Brücke „Schönheit und Fehler der menschlichen Gestalt“ Wien 1891, und C. H. Stratz „Die Schönheit des weiblichen Körpers.“ 7. Auflage. Stuttgart 1900 hinzuweisen.

[301] „Apologie de la secte Anandryne ou Exhortation à une jeune tribade par Mlle de Raucourt, prononcée le 23. mars 1778“. „L’espion anglais.“ X, 208–228. Hier gilt die Rede zwar einer Mlle Aurore. Doch ist anzunehmen, dass die Raucourt immer dieselben Gedanken vorbrachte.

[302] Auch diese Schilderung ist wieder ein Beweis für unsere Ansicht von dem allmählichen Erworbenwerden der Homosexualität. Man gewöhnt sich an den neuen Reiz, der allmählich unentbehrlich wird. Man beachte, dass dieses Bekenntnis aus dem Munde einer echten Anhängerin des amor lesbicus kommt, die nicht etwa temporäre Tribade war.

[303] Poulet-Malassis hat in seiner Ausgabe dieser Abschnitte des „Espion Anglais“ („Anandria, ou Confession de mademoiselle Sapho“ Lesbos [Brüssel] 1866) den Schlüssel zu diesen Namen gegeben. „Furiel“ ist Mme de Fleury, „Urbsrex“ ist die Herzogin von Villeroy; „Terracenès“ ist die Marquise de Senecterre und „Téchul“ ist die Marquise de Luchet.

[304] Dass der Marquis de Sade stets Gelegenheit nimmt, seine Helden, besonders vor den Orgien mit einer grossen Rede über dieselben paradieren zu lassen, haben wir schon öfter hervorgehoben.

[305] „Eros“ Bd. II. S. 413.

[306] Fr. C. Forberg giebt eine kurze lateinische Darstellung dieser Feier und berichtet, dass in London am Ende des vorigen Jahrhunderts eine ähnliche Secte existiert habe. („Antonii Panormitae Hermaphroditus“ Coburg 1824 S. 365–366.)

[307] Françoise Clairien, genannt Saucerotte, genannt Raucourt, geboren zu Dombasle in Lothringen am 29. November 1753, starb in Paris am 15. Januar 1815. Sie erschien zum ersten Male am 23. September 1772 auf der Bühne als „Dido“.

[308] „Le livre moderne“ herausgegeben von Octave Uzanne, Paris 1891 Bd. IV S. 245–247.

[309] „La chronique scandaleuse“ Paris 1789. Bd. III. S. 32 und 280.

[310] Charles Geneviève Louis Auguste André Thimothée d’Eon de Beaumont geb. 1728 zu Tonnerre in Burgund, gestorben 1810 in London.

[311] d’Eon stellt allerdings die Sache so dar, als ob Beaumarchais von ihm zum Besten gehalten sei und wirklich an seine weibliche Natur geglaubt habe.

[312] d’Eon wollte hier einschalten: „als das Geschlecht der Dame durch Zeugen, Aerzte, Matronen und rechtsförmliche Urkunden erwiesen erscheint“, ein Zusatz, den Beaumarchais tilgte.

[313] Die ganze Darstellung der „Affaire d’Eon“ nach A. Bettelheim „Beaumarchais“, Frankfurt a. M. 1876. S. 356–370.

[314] J. Casanova a. a. O. Bd. V, S. 87. Ueber den Aufenthalt des Chevalier d’Eon in England vgl. den dritten Band dieser Studien („Das Geschlechtsleben in England“, Bd. II, Cap. 7), sowie die Schrift von H. Vizetelly „The true story of the Chevalier d’Eon“, London 1895.

[315] H. Ellis u. J. A. Symonds „Das conträre Geschlechtsgefühl“ Leipzig 1896. S. 186.

[316] „Bougre“ kommt von „Bulgar“, da man der Sekte der Bulgaren die erste Einführung des Lasters in Frankreich zuschrieb.

[317] „Erotica Biblion“ Cap. Kadhésh. Amsterdam 1890 (Neudruck) S. 114.

[318] A. Moll „Untersuchungen über die ‚Libido sexualis‘“ Berlin 1898 Bd. I. S. 460.

[319] Vgl. Bussy-Rabutin „Histoire amoureuse des Gaules“ Edition Auguste Poitevin Paris 1858 Bd. II S. 254–261.

[320] H. Ellis u. J. A. Symonds a. a. O. S. 127.

[321] A. Moll „Die konträre Sexualempfindung“ 2. Auflage Berlin 1893 S. 68.

[322] F. C. Forberg a, a. O. S. 164.

[323] „Eros“ I, S. 602. — Die „Hermaphroditen“ waren ein Paederasten-Club, wie aus der Schrift „Description de l’Isle des Hermaphrodites“ Köln 1724 hervorgeht. Vergl. ferner bezüglich der Verbreitung der Paederastie im 18. Jahrhundert die „Anecdotes pour servir à l’Histoire Sécrète des Ebugors“. Medoso MMMCCCXXXIII.

[324] A. Schmidt a. a. O. Bd. II S. 87–88.

[325] P. L. Jacob, Bibliophile a. a. O. S. 460. Diese Schrift enthält 6 Capitel: I. Des filles de joie; II. Des Sodomites; III. De la Bestialité; IV. De l’Inceste; V. Du Gamahuchage; VI. De quelques autres abus qui nuisent à la population.

[326] A. Moll „Untersuchungen über die ‚Libido sexualis‘.“ I, S. 499.

[327] Angesichts der Vorgänge im Potsdamer Waisenhause und anderer kultur-historischer Thatsachen erscheint diese Meinung des Marquis de Sade etwas sonderbar.

[328] W. M. Cooper „Der Flagellantismus und die Flagellanten“. Deutsch von H. Dohrn. Dresden 1899. S. 102–108.

[329] R. v. Krafft-Ebing „Neue Forschungen auf dem Gebiete der Psychopathia sexualis.“ 2. Auflage. Stuttgart 1891. S. 35–36. — Vergl. auch P. J. Moebius „J. J. Rousseau’s Krankengeschichte“. Leipzig 1889. Und K. G. Lenz, Ueber Rousseaus Verbindung mit Weibern. 2. Aufl. Berlin 1906. p. 8 ff.

[330] P. Fraxi a. a. O. S. XLIV.

[331] P. Fraxi a. a. O. S. XLIV-XLV. Dort findet sich auch eine Abbildung dieses merkwürdigen „Berkley Horse“.

[332] Vgl. „Studien“ Bd. III. Das Geschlechtsleben in England. Zweiter Teil. Kap. 6.

[333] G. Abricossoff a. a. O. S. 70. — Dass der Aderlass eine Modesache bei Aerzten und Laien war, bemerkt Dr. P. Hamonic („La Chirurgie et la Médecine d’autrefois“ Paris 1900 S. 90–91): „Le XVIIIe siècle a marqué l’apogée de la saignée. Jamais la phlébotomie n’a autant prévalu en chirurgie et en médecine. On pratiquait cette opération dans les circonstances les plus diverses. On en avait fait une panacée qui guérissait tout. Elle était plus répandue que la purgation. Bien des gens se faisaient saigner préventiment pour éviter des maladies qu’ils n’avaient pas, d’autres par habitude; il en était même qui n’obéissaient qu’à la mode.“

[334] „Gazette médicale de Paris“ vom 21. Juli 1849 S. 560.

[335] Ein uraltes Mittel der Perser ist das Gummi von Ferula Asa foetida (Stinkasant, Teufelsdreck), welches „beim Beischlafe zum höchsten Genusse verhilft, wenn man den Penis damit einreibt.“ (R. Kobert „Historische Studien aus dem pharmakologischen Institut in Dorpat“. Halle. 1893. Bd. III S. 188).

[336] Ueber das Opium als sexuelles Stimulans urteilt man heute anders. L. Lewin bemerkt darüber: „Durch einmalige oder nur kurze Zeit gereichte mittlere Opiummengen soll die Geschlechtstätigkeit erhöht werden. Diese Angabe muss insofern als unrichtig angesehen werden, als wohl während des Opiumrausches dem Opiumraucher eine Reihe von wollüstigen Bildern in der abnorm erregten, ungeordneten und wirren Sinnesthätigkeit auftauchen können, dass aber die dadurch hervorgerufenen Erectionen schnell vorübergehen und hiermit wohl nicht eine erhöhte Libido sexualis oder Potentia coeundi verbunden ist. Zu bemerken ist freilich, dass von Opiophagen eine erhebliche Steigerung der geschlechtlichen Funktionen in der ersten Zeit des Opiumgebrauches angegeben wird. Dieselbe macht später einer Impotenz Platz.“ (Artikel „Opium“ in Eulenburg’s „Real-Encyklopädie der gesamten Heilkunde“. Wien und Leipzig 1898 Bd. XVII S. 625.) — In einem der folgenden Bände dieser Studien gedenken wir über die Aphrodisiaca in cultur- und sittengeschichtlicher Beziehung zu handeln.

[337] C. Binz „Vorlesungen über Pharmakologie“ 2. Auflage. Berlin 1891 S. 690.

[338] „Eros“ Bd. I. S. 41–42.

[339] R. Kobert „Lehrbuch der Pharmakotherapie“. 1897. S. 488.

[340] Dulaure a. a. O. Bd. V. S. 434.

[341] Casanova a. a. O. S. 137.

[342] L. Waldenburg und C. E. Simon,„Handbuch der allgemeinen und speziellen Arzneiverordnungslehre“ 7. Auflage. Berlin 1870 S. 177. Viele Männer epilirten sich am ganzen Körper (H. Paschkis „Kosmetik für Aerzte“ Wien 1893 S. 28.) — Vgl. Stern, Medizin, Aberglaube und Geschlechtsleben in der Türkei. Berlin 1903. Bd. 2, p. 132.

[343] „La chronique scandaleuse“. Paris 1791. Bd. I, S. 139.

[344] F. Hering „Kosmetik nach Heinrich de Mondeville“. Inauguraldissertation. Berlin 1898. S. 17–18. (Unter der Aegide von J. Pagel).

[345] Nach J. Hyrtl „Handbuch der topographischen Anatomie“ 7. Auflage. Wien 1882 Bd. II, S. 191 sprechen auch Avicenna und Cornelius Agrippa von Mitteln, deren Gebrauch ein zerstörtes Hymen reproduzieren soll. In unseren kulturhistorischen Studien über die Aphrodisiaca werden wir diese interessante Frage weiter verfolgen.

[346] Weitere Mitteilungen über die Restauration der Virginität findet man im zweiten Bande dieser Studien: das Geschlechtsleben in England. Bd. 1, S. 370–377.

[347] P. Paschkis „Kosmetik für Aerzte“. Wien 1893 S. 27.

[348] „Eros“ II. S. 261.

[349] H. Paschkis a. a. O. S. 23.

[350] H. Ploss und M. Bartels „Das Weib in der Natur- und Völkerkunde“ 6. Auflage. Leipzig 1899. Bd. I, S. 750.

[351] „Les bordels de Paris“. Paris 1790. S. 17. — „Höre Hortense“, sagt der Graf in Mirabeaus „Ma conversion“ (S. 175 ff.) zu einer Dirne, „Ich habe von Dir einen Tripper bekommen. Das ist ja eine Regel. Ich beklage mich nicht darüber. Denn es ist ‚le bonbon du métier‘.“

[352] Casanova a. a. O. Bd. XI, S. 226. Dass die Ansteckung auf diesem Wege erfolgen kann, bestätigt auch R. Bergh, der selbst einen solchen Fall beobachtet hat. („Ueber Ansteckung und Ansteckungswege bei Syphilis“, Hamburg und Leipzig 1888. S. 21.)

[353] Parent-Duchatelet a. a. O. II, S. 227. — Eine höchst witzige Anecdote über eine Madame D**. erzählt die „chron. scand.“ (IV, S. 10): „On disait à un souper que Madame D**. avait la petite vérole (Blattern). Je n’en suis pas étonné, répondit quelqu’un, je l’ai toujours connue très modeste.“ — Grande vérole ist nämlich Syphilis.

[354] P. L. Jacob, Bibliophile a. a. O. S. 340 und S. 44.

[355] „L’espion anglais“. Bd. VI, S. 217–235. „Historique du spécifique du Docteur Guilbert de Préval“.

[356] Es war eine Auflösung von Sublimat in Kalkwasser. (Chr. Girtanner „Abhandlung über die Venerische Krankheit“ Göttingen 1789 Bd. III, S. 782.)

[357] Parent-Duchatelet a. a. O. II, S. 229.

[358] J. K. Proksch „Geschichte der venerischen Krankheiten“ Bonn 1895 Bd. II, S. 509; J. Schrank „Die Prostitution in Wien.“ Bd. I, S. 237. Wien 1886.

[359] Parent-Duchatelet a. a. O. Bd. II, S. 230.

[360] Girtanner a. a. O. Bd. III, S. 781.

[361] J. K. Proksch „Die Vorbauung der venerischen Krankheiten“. Wien 1872. S. 48 ff. — Die Litteratur über die „Affaire Guilbert de Préval“ bei Girtanner a. a. O. S. 782 und J. K. Proksch „Die Litteratur über die venerischen Krankheiten“. Bonn 1889. Bd. I, S. 473. — Als Kuriosum möge hier Linguet’s „Cacomonade, histoire politique et morale“ Köln 1769 erwähnt werden, eine Paraphrase von Voltaire’s bekannter cynischer Anecdote über den Ursprung der Syphilis im 4. Kap. des „Candide“.

[362] Casanova a. a. O. Bd. XI, S. 226.

[363] J. K. Proksch „Die Vorbauung der venerischen Krankheiten“. Wien 1872. S. 48.

[364] J. K. Proksch a. a. O. S. 50.

[365] Proksch a. a. O. S. 50–51. „Unter 48 Condomen der verschiedensten Grösse, die ich mir von Verschleissern und ohne eine Auswahl zu meinen Experimenten anschaffte, fand ich keinen einzigen, welchen ich als schlecht gemacht und unsicher bezeichnen könnte. Die meisten Condome liessen sich mittelst einer Compressionsluftpumpe bis an das Vierfache des Volums, welches sie im Zustande der Contraction hatten, ausdehnen, ehe sie mit einem starken Knalle platzten; kein einziger Condom barst, wenn ich die Ausdehnung seines Umfanges nur bis auf das Dreifache trieb, was ich an allen durch genaue Messungen sicher stellte. Bemerkenswert war bei diesen Versuchen der Umstand, dass die Condome nach einer stärkeren Ausdehnung knapp vor der Stelle abrissen, wo ich sie mittelst eines Bändchens an die Compressions-Luftpumpe befestigt hatte. Wäre es mir also möglich gewesen, die Condome auf eine Weise zu befestigen, die es zugelassen hätte, die ganzen Condome zu erweitern, so würde ich gewiss noch bedeutendere Ausdehnungen erzielt haben.“ Auch rasche und ungleichmässige Ausdehnungen ergaben dasselbe Resultat wodurch nach Proksch sichergestellt ist, dass, wenn „die Condome aus Kautschuk im unversehrten Zustande verkauft werden, sie durch den Beischlaf unmöglich zerrissen werden können, auch wenn sie noch so ungeschickt angelegt und gebraucht werden, und dass sie selbst bei ihrer stärksten Ausdehnung impermeabel bleiben. Damit sind die gewichtigsten Einwände, welche gegen die Schutzfähigkeit der Condome bis nun gethan wurden, widerlegt.“

[366] J. A. Dulaure hat in seinem grossen Werke „Des divinités génératrices ou du culte du Phallus chez les Anciens et Modernes“ Nouv. édit. Paris 1885 eine ausführliche Darstellung der Geschichte des Phalluscultus gegeben. — Wertvolle Beiträge dazu auch bei J. Rosenbaum „Geschichte der Lustseuche im Altertume“. 7. Auflage. Berlin 1904. S. 59–70.

[367] Dr. Iwan Bloch. „Kannten die Alten die Contagiosität venerischer Krankheiten?“ Deutsche med. Wochenschr. 1899 No. 5, teilt eine interessante Stelle aus den kürzlich wieder aufgefundenen Mimiamben des hellenistischen Dichters Herondas mit. In dem Mimiambus „Die beiden Freundinnen“ oder „Das vertrauliche Gespräch“ handelt es sich um einen Lederphallus, den die Frauen der Insel Kos unter einander zur Befriedigung ihrer Lüste benutzen, welche Unsitte damals selbst unter den ehrbaren Bürgerinnen ganz verbreitet war, wie aus dem Gespräche zweier Freundinnen hervorgeht. — Die Behauptung Bloch’s, dass die Syphilis im Altertums nicht existiert habe, scheint uns noch entschieden weiterer Beweise bedürftig zu sein.

[368] Selbst dieses Instrument wurde zu einer Satire gegen das Königtum missbraucht, in der Schrift „Le Godmiché Royal“ Paris 1790.

[369] W. Heinse in seiner Uebersetzung des „Petronius. Begebenheiten des Enkolp.“ Neue Ausgabe. Leipzig 1898. Bd. I, S. 70.

[370] Garnier a. a. O. S. 378.

[371] Derselbe Autor erzählt a. a. O. S. 125, dass die Chinesen auch diese Wollustapparate schon erfunden hatten, bevor sie mit Europäern in Berührung kamen, und dass man heute in Tient-sin künstliche männliche Glieder in „natürlichen Farben“ verkauft, sowie Bilder, welche Frauen darstellen, wie sie von „Tröstern“ Gebrauch machen. Selbst auf Porzellan wurden derartige Szenen gemalt. — Wir selbst haben in letzter Zeit mehrfach im Besitz von jungen Kaufleuten eine hektographierte Zeichnung gesehen, auf der dieser Apparat in Form einer grossen Maschine dargestellt war, die von einer Frau zum Zwecke der sexuellen Befriedigung in Bewegung gesetzt wird. So ähnlich wird man sich Sade’s „automatische Godmichés“ zu denken haben. — „Analuma, eigentlich die Gesellschaft der unverheirateten jungen Damen, ist ein sinnig-euphemistisch-verschämter Ausdruck für den Penis.“ (B. Friedländer „Notizen über Samoa“. Zeitschr. für Ethnologie. 1899. S. 31).

[372] Garnier a. a. O. S. 373.

[373] Paul Lacroix „XVIIIe Siècle. Institutions, Usages et Costumes.“ Paris 1875. S. 389.

[374] Paul Lacroix a. a. O. S. 390.

[375] ib. S. 388.

[376] Paul Lacroix a. a. O. S. 11.

[377] Brillat-Savarin „Physiologie des Geschmacks“, übersetzt von Carl Vogt. 2. Aufl. Braunschweig 1866. S. 269.

[378] P. L. Jacob, Bibliophile a. a. O. S. 263.

[379] ib. S. 269.

[380] ib. S. 56.

[381] Casanova a. a. O. Bd. XI, S. 224 ff.

[382] J. F. Reichardt a. a. O. Bd. III. S. 77–78.

[383] „Aline et Valcour“ Brüssel 1883 Bd. II, S. 293.

[384] Es ist eine interessante Frage, ob die Kleptomanie vornehmer Damen nicht mit sexuellen Perversitäten zusammenhängt, wie wir vermuten, nach den blossen Schilderungen, die Sade von der Wollust des Diebstahls entwirft. Der Fall Lombroso’s, in dem ein 15jähriges Mädchen stets während der Menstruation von Kleptomanie ergriffen wurde, spricht auch dafür. („Das Weib als Verbrecherin und Prostituirte“ Hamburg 1894. S. 527.)

[385] A. Bettelheim a. a. O. S. 615. — Wie diese Geldgier den moralischen und physischen Menschen corrumpiert, schildert unübertrefflich A. Schüle „Handbuch der Geisteskrankheiten“ 2. Auflage. Leipzig 1880. S. 194.

[386] G. Keben „Die Prostitution und ihre Beziehungen zur modernen realistischen Litteratur“. Zürich 1892 S. 52 führt ein bemerkenswertes Wort von Avé-Lallemant an: „Mehrere Räuber verfluchten auf dem Schaffot die Bordelle als die Ursache ihres Unglücks.“

[387] A. Schmidt a a. O. Bd. II, S. 33–36.

[388] A. Schmidt a. a. O. II, S 39–43.

[389] A. Schmidt a. a. O. II, 51.

[390] A. Schmidt a. a. O. Bd. II, S. 56. — Schmidt macht darauf aufmerksam, dass die einmal erweckten verbrecherischen Neigungen sich in einem Teile der französischen und besonders der Pariser Bevölkerung forterbten und daher in jedem späteren, die Bande der bürgerlichen Ordnung lockernden Zeitpunkt mit Unwiderstehlichkeit und Heftigkeit wieder hervorbrachen.

[391] G. Hermann a. a. O. S. 111.

[392] A. Kohut „Berühmte und berüchtigte Giftmischerinnen“. Berlin 1893. S. 55–65.

[393] Ueberraschend ähnlich (wenn auch natürlich in anderem Sinne) heisst es bei W. v. Bechterew „Suggestion und ihre soziale Bedeutung“ Leipzig 1899, S. 82 von der Suggestion überhaupt: „Es kann nicht zweifelhaft sein, dass suggestive Mikroben in gewissen Fällen gleich verderbenbringend wirken müssen wie physische Infektion... Der ‚psychische Bacillus‘ der Suggestion kann je nach seinem inneren Gehalt segenbringende, aber auch schädliche und verheerende Wirkungen entfalten.“

[394] „L’espion anglais“. Bd. VI. London 1783. S. 1–15. („Exécution de Desrues et son histoire“.)

[395] Jules Janin a. a. O. S. 322.

[396] Cesare Beccaria „Ueber Verbrechen und Strafen“, übersetzt von M. Waldeck. Berlin 1870. S. 63.

[397] Paul Lacroix „XVIIIe siècle. Institutions, Usages et Costumes.“ Paris 1875. S. 307 — Adlige wurden enthauptet.

[398] Paul Lacroix a. a. O. S. 307.

[399] P. Lacroix a. a. O. S. 309.

[400] Th. Carlyle „Die französische Revolution“ übersetzt von Franz Kwest. Halle 1899 Bd. II, S. 419.

[401] „Assassinat de Louis XV. et supplice de Damiens“ (Extrait par Lemonty des Mémoires manuscrits du duc de Croy Bd. XIV) in „Revue rétrospective“ Paris 1833 Bd. I, S. 357–370.

[402] Charles Monselet „Le Supplice de Damiens“ in: Bibliothèque choisie Band 1154 Paris 1873 S. 119.

[403] Monselet sagt hier: „Ich erzähle, gestützt auf Documente von unbestreitbarer Authenticität. Ich übertreibe nichts, was infam sein würde! Ich mildere sogar den Ausdruck und lasse nur die blossen Thatsachen reden. Ich bin zu dieser Erklärung genötigt, um fortfahren zu können.“ (a. a. O. S. 128.)

[404] Monselet a. a. O. S. 130.

[405] „Geschichte des Privatlebens Ludwigs XIV. u. s. w.“ A. d. Französ. Berlin u. Stettin 1781. Bd. III, S. 113.

[406] F. W. Barthold a. a. O. S. 261.

[407] Das Attentat des Damiens soll auf Anstiften der Jesuiten erfolgt sein. Vergl. P. P. Wolf „Allgemeine Geschichte der Jesuiten“. Bd. III, S. 316.

[408] J. Casanova a. a. O. Bd. VIII. S. 74–76.

[409] S. 77.

[410] „Revue rétrospective.“ Bd. I. S. 370.

[411] „L’espion anglais.“ Bd. VI. S. 14.

[412] Thomas Carlyle „Die französische Revolution.“ Halle 1899. Bd. II, S. 67–68.

[413] Th. Carlyle a. a. O. Bd. II, S. 165 und 185.

[414] Jourgniac St.-Méard „Mon Agonie de trente-huit heures“ in „Histoire parlamentaire de la Révolution Française“. Paris 1835. Bd. XVIII, S. 103–135.

[415] Maton de la Varenne „Ma résurrection“ ibid. S. 135–156.

[416] Abbé Sicard „Relation adressée à un de ses amis“ ibid. S. 98–103.

[417] Th. Carlyle a. a. O. S. 196. — Mercier sah aus einem Haufen von Leichen einen Fuss hervorragen. „Ich sah jenen Fuss“, sagt er, „ich werde ihn wieder erkennen am grossen Tage des Gerichts, wenn der Ewige, auf seinen Donnern thronend, richten wird über beide, Könige und Septembermänner.“ („Le nouveau Paris.“ Paris 1800. Bd. VI, S. 21.)

[418] Die Guillotine, deren Erfindung irrtümlich dem Arzte Joseph-Ignace Guillotin (1738–1814) zugeschrieben wird, war schon im Mittelalter bekannt. Die Köpfmaschine der französischen Revolution war nach den Vorschlägen des Chirurgen Louis von dem deutschen Mechaniker Schmitt angefertigt worden und wurde zum ersten Male im April 1792 auf dem Grèveplatz aufgestellt. Vergl. G. Korn „Joseph-Ignace Guillotin“ Inauguraldissertation. Berlin 1891, S. 20.

[419] Th. Carlyle a. a. O. Bd. II. „Schrecken an der Tagesordnung“. S. 358–398.

[420] „Les crimes de l’amour etc.“ Brüssel 1881. S. 262.

[421] Comte Fleury „Les grands Terroristes. Carrier à Nantes (1793–1794).“ Paris 1897. Besonders Seite 197–202.

[422] Comte Fleury a. a. O. S. 121.

[423] Comte Fleury a. a. O. S. 175.

[424] Auch über die Priester äusserte sich Carrier fast in denselben obscönen Ausdrücken, deren sich Sade ihnen gegenüber bedient. So sagte er von 60 verurteilten Priestern aus Angres: „Pas tant de mystère, f... tous ces bougres-là à l’eau.“ (Fleury a. a. O. S. 112.)

[425] Carlyle a. a. O. II, S. 374.

[426] Carlyle a. a. O. Bd. II, S. 402. — Ein Exemplar von Sades „Philosophie dans le Boudoir“ (Londres 1795. 2 vols. in 16o), das in Menschenhaut eingebunden ist, wird jetzt in Paris für 500 frs. ausgeboten.

[427] Arsène Houssaye „Notre-Dame de Thermidor“ Paris 1806. S. 361–368.

[428] Th. Achelis „Moderne Völkerkunde“. Stuttgart 1896. S. 3.

[429] Th. Achelis a. a. O. S. 4.

[430] Siehe Chr. Girtanner, a. a. O. Bd. I, S. 57–59.

[431] „Gilles de Rays, maréchal de France, dit Barbe-Bleue (1404–1440)“ par l’abbé E. Bossard et R. de Maulle. Paris 1886.

[432] A. Eulenburg „Sexuale Neuropathie. Leipzig 1895“ S. 116.

[433] A. Lacassagne „Vacher l’éventreur et les crimes sadiques“ Lyon u. Paris 1899. Seite 246–247.

[434] A. Eulenburg „sexuale Neuropathie“ S. 116. — Die dort erwähnte ungarische „Blutgräfin“ Elisabeth Báthory, die im 17. Jahrhundert lebte, ist Sade nicht bekannt gewesen. Vergl. „Die Blutgräfin (Elisabeth Báthory) ein Sitten- und Charakterbild“ von R. A. von Elsberg. Breslau 1893.

[435] J. Michelet „Histoire de France (Louis XV.)“ Bd. XVII. Paris 1879. S. 126 ff.

[436] Paul Moreau a. a. O. S. 64.

[437] Ch. J. D. de Lacretelle „Histoire de France pendant le 18me siècle“ Paris 1819. Bd. I, S. 271.

[438] „Biographie universelle“ Paris 1844. Bd. VII, S. 673. Die hier erzählte Anekdote über Charolais teilt auch Sade mit (Phil. dans le Boud. II, 131).

[439] E. u. J. de Goncourt „La femme etc.“ S. 275.

[440] A. Moll „Untersuchungen über die Libido sexualis“. Berlin 1808. Bd. I, S. 701.

[441] „Les crimes de l’amour etc.“ Brüssel 1881. S. 239. — Dort wird auch auf die „blutigen Ausschweifungen“ des im 17. Jahrhundert lebenden Duc d’Epernon hingewiesen.

[442] F. Lotheissen „Litteratur und Gesellschaft“ u. s. w. S. 104.

[443] „Justine und Juliette oder die Gefahren der Tugend und die Wonne des Lasters.“ Leipzig 1874. S. 14 und 18.

[444] J. A. Dulaure „Histoire physique, civile et morale de Paris“. Paris 1821. Bd. V, S. 19.

[445] Dies ist ein Nachdruck einer scatologischen Gedichtsammlung „Merdiana, recueil propre à certain usage“ Paris 1803. Die „Bibliotheca Scatologica“ (Paris 1853) enthält u. a. auch zahlreiche Titel von Schriften, die den menschlichen Excrementen alles erdenkliche Lob zollen.

[446] C. J. Weber „Das Papsttum und die Päpste“ Stuttgart 1834. Bd. III, S. 209.

[447] J. Casanova a. a. O. Bd. XVII, S. 104 und 189.

[448] F. W. Barthold a. a. O. S. 56. — Ein bezeichnendes Sprichwort der Venetianer heisst: La mattina una messetta, l’apodimar una bassetta, e la sera una donnetta. — Vgl. auch. Thomas Medwin, „Lord Byron-Erinnerungen“. 3. Auflage. S. 47 ff. Leipzig 1900. Verlag von H. Barsdorf.

[449] Sehr viel Material in dieser Beziehung enthalten die auf Kosten des Earl of Orford gedruckten „Leggi e Memoire Venete sulla Prostituzione fine alla caduta della republica“ Venedig 1780–1872.

[450] J. K. Proksch „Die Vorbauung der venerischen Krankheiten“ Wien 1872, S. 26.

[451] J. Casanova a. a. O. I, 125 ff und III, 186.

[452] Näheres bei A. Moll „Die konträre Sexualempfindung“ 2. Auflage. Berlin 1893. S. 44.

[453] H. Fuchs, Richard Wagner u. d. Homosexualität. Berlin 1903. S. 16–20.

[454] A. Moll a. a. O. S. 56–62.

[455] 4: „Histoire des Papes. Crimes, Meurtres, Empoisonnements, Parricides, Adultères, Incestes etc.“ Paris 1843. Bd. 7, S. 197.

[456] J. Casanova a. a. O. Bd. II, S. 41 und 177 und XVII, S. 186.

[457] A. Moll a. a. O. S. 51–52. — Italien hat auch den berühmtesten aller Paederasten-Romane hervorgebracht, das äusserst selten gewordene Buch „Alcibiade fanciullo a scuola“, Oranges 1652. (Französisch: „Alcibiade Enfant à l’Ecole“. Amsterdam 1866.)

[458] Joseph Gorani „Mémoires secrets et critiques des cours et des mœurs des principaux états de l’Italie“. Paris 1794. Bd. I, S. 79, 85–86.

[459] J. Casanova a. a. O. II, 15 und 45.

[460] „Eros“. Bd. II, S. 350.

[461] C. J. Weber „Das Papsttum und die Päpste“. Stuttgart 1834. Bd. III S. 157.

[462] J. Casanova a. a. O. XVII, S. 126–27.

[463] J. Casanova a. a. O. Bd XVII, S. 134; 177 ff.

[464] Bourgoing „Mémoires historiques et philosophiques sur Pie VI et son pontificat“ Paris An 7 de la République. S. 101 bis 111.

[465] P. Coletta „Geschichte des Königreich Neapel“ 2. Aufl. Cassel 1855. Bd. I, S. 246.

[466] C. J. Weber a. a. O. Bd. III, S. 255.

[467] J. Gorani a. a. O. Bd. II, S. 357.

[468] Bourgoing a. a. O. S. 120–121. — Der Lüstling und Klosterprior Severino bei Sade wird als Verwandter des Papstes Pius VI. bezeichnet (Justine II, 176.)

[469] Karoline nennt sich in ihren Briefen Charlotte. Daher heisst sie auch bei Sade so.

[470] v. Helfert „Maria Karoline von Oesterreich, Königin von Neapel“, Wien 1884.

[471] M. Brosch „Königin Maria Karolina von Neapel“ in: Historische Zeitschrift Bd. 53. München und Leipzig 1885. S. 72–94.

[472] P. Coletta a. a. O. Bd. I, S. 240.

[473] J. Gorani a. a. O. Bd. I, S. 96, 135, 209, 256–64. — J. Gorani, geboren 15. Febr. 1740 in Mailand, starb nach einem abenteuerlichen Leben am 13. Dezember 1819 in Genf.

[474] A. Gagnières „La Reine Marie-Caroline de Naples d’après les documents nouveaux.“ Paris 1886. S. 31. — J. C. Jeaffreson hat in seinem vortrefflichen kritischen Werke über „Lady Hamilton and Lord Nelson“ (London 1888) die wirkliche Natur des Verhältnisses zwischen Emma und Karoline vollkommen übergangen. — Ueber das Verhältnis beider vgl. auch das ausführliche Kapitel (III, 3) im zweiten Bande von „Das Geschlechtsleben in England“ („Studien“ Bd. 3.)

[475] Gagnières a. a. O. S. 66.

[476] J. Gorani a. a. O. Bd. I, S. 39–41, S. 20 ff; S. 98.

[477] K. M. Sauer „Geschichte der italienischen Litteratur“. Leipzig 1883. S. 63.

[478] A. Eulenburg „Der Marquis de Sade“ in: Die Zukunft. 1899. Nr. 26, S. 499.

[479] J. Janin „Le Marquis de Sade“. Revue de Paris. Bd. XI. Paris 1834. S. 327.

[480] „Journal de la cour et de Paris, depuis le 28. Novembre 1732 jusqu’au 30. Novembre 1733 in: Revue rétrospective.“ Paris 1836. Bd. VII, S. 118–119.

[481] J. Janin a. a. O. S. 328.

[482] Die Darstellung der Genealogie des Marquis de Sade im wesentlichen nach „Biographie ancienne et moderne.“ Paris 1837. Bd. 37, S. 217–224. In neuerdings veröffentlichten Dokumenten aus dem Archiv des Irrenhauses Charenton werden noch als zweiter Sohn des Marquis de Sade Armande, als dritter Jean Baptiste Joseph David de Sade genannt. Vgl. A. Cabanes „La prétendue folie du marquis de Sade“ in: Le Cabinet secret de l’Histoire, 4me Série, Paris 1900, S. 316 u. ö.

[483] Er hätte eigentlich nach dem Tode seines Vaters den Titel „Comte“ annehmen müssen, war aber als Marquis de Sade berüchtigt geworden, so dass ihm dieser Name blieb.

[484] P. Lacroix „XVIIIe Siècle etc.“ Paris 1875. S. 258 bis 259.

[485] O. Uzanne „Idée sur les Romans par D. A. F. de Sade“ Paris 1878 S. XIV-XV.

[486] Marciat „Le marquis de Sade et le Sadisme“ in: Lacassagne „Vacher l’Eventreur et les crimes sadiques“ Lyon 1889 S. 187.

[487] „Justine und Juliette u. s. w.“ Leipzig 1874 S. 11.

[488] „Les crimes de l’amour u. s. w.“ Brüssel 1881. S. 237.

[489] P. Fraxi a. a. O. S. 39.

[490] „La vérité sur les deux procès criminels du Marquis de Sade“ par Paul L. Jacob, Bibliophile, in „Revue de Paris“ 1837. Bd. 38, S. 138.

[491] J. Janin a. a. O. S. 331.

[492] P. Lacroix a. a. O. S. 137.

[493] Marciat a. a. O. S. 187–188.

[494] P. Lacroix a. a. O. S. 137–139.

[495] J. Scherr „Deutsche Kultur- und Sittengeschichte“ 9. Auflage. Leipzig 1887. S. 449.

[496] A. Eulenburg „Der Marquis de Sade“ a. a. O. S. 514 Anmerkung.

[497] Paul Ginisty „Lettres inédites de la Marquise de Sade“ in: „La Grande Revue“ 1899 Nr. 1, S. 1–31.

[498] P. Ginisty a. a. O. S. 17.

[499] a. a. O. S. 140.

[500] „Justine und Juliette“ S. 33–34.

[501] Marciat a. a. O. S. 190. Cabanes a. a. O. S. 261 bis 263.

[502] Cabanès a. a. O. S. 263.

[503] Cabanès sagt ähnlich: „S’il en avait eu le loisir, le marquis de Sade aurait pu donner à son autobiographie ce titre, que devait illustrer plus tard Silvio Pellico: Mes Prisons.“

[504] „Lettres de la Marquise Du Deffand à Horace Walpole depuis comte d’Orford, écrites dans les années 1766 à 1780 etc.“ Nouv. ed. corrigée. Paris 1812. Bd. I. S. 225–227; 228–229 (Brief 46 vom 12. und 13. April 1768).

[505] J. Janin a. a. O. S. 348.

[506] a. a. O. S. 500–501.

[507] a. a. O. S. 141.

[508] „Bibliographie et Iconographie de tous les ouvrages de Rétif de la Bretonne“ S. 418. — Dort auch die Erzählung Rétif’s.

[509] Cabanès a. a. O. S. 265–266.

[510] „Remarques médico-légales sur la perversion de l’instinct génésique“ in Gazette médicale de Paris No. 29 vom 21. Juli 1849. S. 559–560.

[511] Hier bildet Sade selbst das Vorbild für den aderlasswütigen Grafen Gernande in der „Justine“.

[512] P. Lacroix a. a. O. S. 142.

[513] Marciat a. a. O. S. 194.

[514] Lacroix a. a. O. S. 143.

[515] „Bibliographie et Iconographie de tous les ouvrages de Rétif de la Bretonne.“ S. 420.

[516] „Marseille à la fin de l’ancien régime“ par F. Dollieule etc. Marseille 1896. S. 49. — Casanova a. a. O. Bd. X. S. 224 ff.

[517] Marciat a. a. O. S. 195.

[518] Lacroix a. a. O. S. 144.

[519] Cabanès a. a. O. S. 272–282.

[520] Eulenburg a. a. O. S. 501.

[521] P. Ginisty a. a. O. S. 2–3.

[522] „Les crimes de l’amour.“ S. 181–182.

[523] P. Ginisty a. a. O. S. 3 ff.

[524] P. Ginisty a. a. O. S. 7–8.

[525] „Les crimes de l’amour etc.“ S. 182

[526] P. Ginisty a. a. O. S. 14.

[527] P. Ginisty a. a. O. S. 24 und 27.

[528] H. Schüle „Handbuch der Geisteskrankheiten“ 2. Aufl. Leipzig 1880. S. 221–225.

[529] Einzelnes hat sich aus den Tagebüchern noch erhalten. So teilt Cabanès a. a. O. S. 287–288 einige Urteile Sade’s über — geistige Getränke mit, von denen er verschiedene Sorten Branntwein aufzählt und als „gut“, „schlecht“, „abscheulich“, „nichts wert“ und „mittelmässig“ bezeichnet; ferner ein kurzes Verzeichnis seiner täglichen Ausgaben, unter denen solche für Orangenparfüm, Briefporto, Lichter, Federn, Blumen figuriren.

[530] Marciat a. a. O. S. 197.

[531] „Détention du marquis de Sade“ in: Revue rétrospective. Bd. I, Paris 1833, S. 256.

[532] Cabanès a. a. O. S. 288.

[533] Wie Dr. Ritti, der gegenwärtige Arzt von Charenton an Dr. Cabanès unter dem 27. December 1899 schreibt, ist es auch möglich, dass de Sade Charenton verliess, als diese Anstalt auf Befehl des „Comité du Salut public“ geschlossen wurde.

[534] P. Ginisty a. a. O. S. 31. — Sie starb in einsamer Zurückgezogenheit am 7. Juli 1810 zu Echauffour.

[535] O. Uzanne a. a. O. S. XLVIII.

[536] „Les crimes de l’amour etc.“ S. 183. Cabanès a. a. O. S. 291–292.

[537] ibidem S. 179.

[538] J. Janin a. a. O. S. 353.

[539] O. Uzanne a. a. O. S. XLV-XLVIII.

[540] Uzanne S. XXVI.

[541] J. Janin a. a. O. S. 353.

[542] Das von dem Verf. dieses Buches entdeckte Manuscript von Sades erstem Roman „Les 120 journées de Sodome ou l’école du libertinage“ wurde gleichfalls in der Bastille, in der Zeit vom 22. Oktober bis zum 27. November 1785 verfasst. Es erschien im Jahre 1904 in 200 Exemplaren als Privatdruck. A. d. U.

[543] O. Uzanne a. a. O. S. XXIX.

[544] Uzanne, ibid. S. 47 und 49.

[545] „Les crimes de l’amour etc.“ S. 138 ff.

[546] Marciat a. a. O. S. 203.

[547] „Les crimes de l’amour etc.“ S. 163.

[548] Cabanès a. a. O. S. 280–290.

[549] „Bibliographie et Iconographie de tous les ouvrages de Restif de la Bretonne“. S. 421.

[550] ibid. S. 422–423.

[551] Jules Michelet „Histoire de la révolution française“. Paris 1869. Bd. VI, S. 220.

[552] „Discours prononcé à la fête décernée par la Section des Piques, aux mânes de Marat et de Le Pelletier, par Sade, citoyen, de cette section et membre de la Société populaire“ abgedruckt in „Les crimes de l’amour etc.“ S. 265–272.

[553] „Revue rétrospective.“ Paris 1833. Bd. I, S. 257.

[554] Ueber den hochinteressanten Inhalt dieser Liste vergl. P. L. Jacob, Bibliophile „Curiosités de l’histoire de France“. Paris 1858. („La liste des nobles de Dulaure“. S. 265–348.)

[555] J. Janin a. a. O. S. 352.

[556] Biogr. universelle. S. 222.

[557] „Les crimes de l’amour etc.“ S. 263.

[558] „Les crimes de l’amour etc.“ S. 161 ff.

[559] „Les crimes de l’amour etc.“ S. 172 ff.

[560] Antoine Athanase Royer-Collard geb. 7. Februar 1768, seit 1806 Arzt der Irrenanstalt in Charenton, † 27. November 1825.

[561] „Les crimes de l’amour etc.“ S. 165–169.

[562] „Revue rétrospective“. Paris 1833. Bd. I. S. 263.

[563] Marciat a. a. O. S. 214.

[564] „Les crimes de l’amour etc.“ S. 170.

[565] Abgedruckt bei Marciat a. a. O. S. 215.

[566] „Revue rétrospective“ Paris 1833 Bd. I, S. 262.

[567] J. Janin a. a. O. S. 357.

[568] P. Lacroix a. a. O. S. 136.

[569] Charles Nodier „Souvenirs, épisodes et portraits pour servir à l’histoire de la révolution et de l’empire“ Paris 1831, Bd. II, S. 57 und S. 60.

[570] J. Janin a. a. O. S. 358. Nach Cabanès fand diese phrenologische Untersuchung später statt, und zwar bei der Exhumation der Leiche. (Cabanès S. 312.)

[571] J. Janin „Le Livre“ Paris 1870. S. 291–292.

[572] Sogar über die Kosten des Begräbnisses dieses merkwürdigen Mannes hat sich in Charenton ein Dokument erhalten. Sie betrugen 65 Livres. (Sarg 10 L., Grab 6 L., Träger 8 L., Prediger 6 L., Wachskerzen 9 L., für die Kapelle 6 L., Steinkreuz auf dem Grab 20 L.) Cabanès a. a. O. S. 312.

[573] „Cazin, sa vie et ses éditions“ Cazinopolis 1863. S. 140.

[574] „Les crimes de l’amour etc.“ S. 203.

[575] Gegen Ende des Jahres 1905 erschien hingegen eine vollständige deutsche Uebersetzung der „Justine und Juliette“ als Privatdruck. A. d. U.

[576] Hier dürfte wohl eine Anspielung auf den Aufenthalt des Marquis de Sade in Deutschland, der mit in jenes Jahr fällt, zu finden sein.

[577] In diesem Hinrichtungssaale liest ein Abbé die „Philosophie dans le Boudoir“, die bekanntlich erst im Jahre 1795 zum ersten Male erschien. Diese Lektüre der „Philosophie dans le Boudoir“ wird schon in der Cazin-Ausgabe der „Justine“ von 1792 erwähnt, als ersteres Werk noch gar nicht erschienen war. Das „beweist, dass Sade die ‚Philosophie‘ längst vor der ‚Justine‘ im Manuscript beendet hatte, sie jedoch aus irgend welchen Gründen, vielleicht weil sie dem ‚professeur du crime‘ in der ersten Fassung zu ‚milde‘ erschien, erst später herausgeben wollte.“ („Zeitschrift f. Bücherfreunde“ Mai/Juni 1900 S. 123.)

[578] Sollte hier nicht Madame Richard das Vorbild gewesen sein?

[579] Unzweifelhaft eine Erinnerung an den schrecklichen Tod l’Escuyer’s in der Franziskanerkirche zu Avignon. (1790.)

[580] Die Sodomie mit Ziegen muss ein uraltes spezifisch italienisches Laster sein. Die italienischen Soldaten, welche 1562 unter dem Herzog von Nemours Lyon belagerten, führten eine Unzahl Ziegen mit sich „couvertes de caparaçons de velours verts, avec de gros galons d’or“, zum Zwecke der Sodomie. (P. Bayle „Dictionnaire hist. et crit.“ éd. Des Maizeau, Amsterdam. 1740. Bd. I. Art. „Bathyllus“). Nach d’Artagnan waren es zweitausend Ziegen! („Mémoires de Mr. d’Artagnan“, Cologne 1701. Bd. I, S. 466.)

[581] Es gab wirklich einen Papst, der seine Ueberzeugung als Atheist offen ausgesprochen hat. Das war Alexander VI. Vergl. C. J. Weber „Das Papsttum und die Päpste“ Stuttgart 1834 Bd. III, S. 157.

[582] Hier klingen offenbar Eindrücke aus Gorani’s 1794 erschienenen Memoiren nach.

[583] Vergl. Anmerkung auf Seite 383.

[584] Dies Kapitel ist sichtlich dem Dialog III („Anatomie“) der „Aloysia Sigaea“ nachgebildet. Vergl. „Les dialogues de Luisa Sigea etc.“ Paris 1881. Bd. I, S. 47–71.

[585] Marciat a. a. O. S. 218.

[586] F. Drujon in „Le Livre“ herausgegeb. von O. Uzanne Sept. 1883 (Bibliogr. moderne) S. 589.

[587] Der Recensent in der „Zeitschrift für Bücherfreunde“ (Mai/Juni 1900 S. 123) bemerkt hierzu: „Dühren hält ‚Aline et Valcour‘ für ziemlich zahm. Im Vergleich zu der ‚Nouvelle Justine‘ und der ‚Philosophie‘ ist der Roman es auch; aber in den Geschmacksrichtungen der Hauptpersonen und in einzelnen Scenen (z. B. Band III bei dem Verhör der Leonore durch den, den köstlich bezeichnenden Namen Dom Crispe Brutaldi Barbaribos de Torturentia führenden Grossinquisitor) atmet er ganz Sadischen Geist aus.“

[588] „La France littéraire“ Paris 1827. Bd. 8, S. 303.

[589] „L’auteur des crimes de l’amour à Villeterque folliculaire“ in: Les crimes de l’amour etc. Brüssel 1881. S. 137–153.

[590] Fritz Friedmann „Verbrechen und Krankheit im Roman und auf der Bühne“ Berlin 1889, S. 8.

[591] J. Janin a. a. O. S. 358.

[592] A. Eulenburg „Der Marquis de Sade“ a. a. O. S. 513.

[593] Man trifft also auch bei Sade — wenn auch seltener — die sprichwörtliche Ignoranz der Franzosen in der Geschichte und Geographie.

[594] J. Renouvier „Histoire de l’art pendant la révolution“ Paris. 1863. S. 269.

[595] „Les crimes de l’amour etc.“ S. 209–210.

[596] A. Eulenburg a. a. O. S. 504.

[597] A. Eulenburg a. a. O. S. 499.

[598] Interessant ist der hier hervortretende Zusammenhang zwischen Materialismus und Pessimismus, der bei Sade mehr als einmal zu finden ist.

[599] A. Eulenburg a. a. O. S. 509–510.

[600] „Briefe von Alexander von Humboldt an Varnhagen von Ense“. 3. Auflage. Leipzig 1860. S. 190.

[601] A. Moll sagt („Untersuchungen über die Libido sexualis“. Bd. I, 202): „Ich habe den Eindruck, dass die Reizstärke, die die Jungfrauschaft bezw. Keuschheit des Weibes auf den Mann ausübt, auch bei uns abnimmt. Zum grossen Teile sind es heute mehr soziale Gründe oder die Eitelkeit, die den Mann hindern, ein defloriertes Mädchen zu heiraten. Die eigentlich abstossende Wirkung der Defloration durch einen anderen Mann ist nicht immer in genügender Stärke vorhanden.“

[602] Am bekanntesten wurden die „schrecklichen Folgen“ der sexuellen Abstinenz durch die erotischen Träume und Wahnideen des Pfarrers von Cours bei Réole in Guyenne, die Buffon in seiner „Histoire naturelle“ geschildert hat und die man am ausführlichsten im „Espion Anglais“, Bd. I, London 1784, S. 409 bis 456 dargestellt findet.

[603] Merkwürdiger Weise hat man auch vom Standpunkt der Moral aus die Ehe ein Verbrechen genannt. So z. B. Statius in den berühmten Versen der „Thebais“ Lib. II, 232–234:

Tacite subit ille supremus

Virginitatis amor, primaeque modestia culpae

Confundit vultus. Tunc ora rigantur honestis

Imbribus.

[604] Aehnlich Tertullian „De anima“ Cap. 30: Fames bella et voragines civitatum pro remedio deputanda.

[605] Einen sehr merkwürdigen Versuch, die Kindererzeugung unmittelbar zu beschränken, hat Weinhold empfohlen. Es soll nämlich jeder Jüngling im 14. Jahre infibuliert werden. Die Vorhaut wird vorgezogen, sanft zwischen zwei durchlöcherte Metallplatten eingeklemmt, mit einer hohlen Nadel durchstochen, sodass ein 4 bis 5 Zoll langer Bleidraht eingeführt werden kann. Dessen Enden werden hernach zusammengelötet und die Lötstelle gestempelt. Die Infibulation dauert so lange, bis der Betroffene genug besitzt, um zu heiraten oder uneheliche Kinder zu ernähren. Gegen eigenmächtiges Oeffnen harte Strafe und wiederholte Visitation. Weinhold versichert, die Operation, die selbst bei Juden möglich sei (?), ohne den geringsten Nachteil für die Gesundheit bei Onanisten u. s. w. vollzogen zu haben. Vergl. Karl August Weinhold „Von der Uebervölkerung in Mitteleuropa“ Leipzig 1827; „Ueber das menschliche Elend, welches durch Missbrauch der Zeugung herbeigeführt wird“ 1828 u. a. m.

[606] W. Roscher „System der Volkswirtschaft“ 20. Auflage Stuttgart 1892. S. 734.

[607] H. Eisenhart „Geschichte der Nationalökonomik“ 2. Auflage. Jena 1891. S. 80.

[608] Marciat a. a. O. S. 224 — Wie sehr das Bevölkerungsproblem die Menschen des 18. Jahrhunderts beschäftigte, beweisen auch die bekannten Anfangsworte des im Jahre 1766 erschienenen „Vicar of Wakefield“ von Oliver Goldsmith: „Meine Meinung war stets, ein wackerer Mann, der sich verheiratet und eine hübsche Nachkommenschaft auferzieht, leiste der Gesellschaft grössere Dienste, als einer, der ledig bleibt und blos von der Bevölkerung plaudert“.

[609] Hier spricht Sade also von dem Verbrechen als einem Verbrechen, nachdem er es vorher für eine naturgemässe und nützliche Handlung erklärt hat.

[610] „La curiosité littéraire et bibliographique“. Troisième Série. Paris 1882. S. 139–142.

[611] W. Roscher a. a. O. S. 192 ff.

[612] W. Roscher a. a. O. S. 185.

[613] Der heilige Hieronymus schildert als Augenzeuge, dass die Atticoten in Britannien sich von Menschenfleisch nährten und den Busen der Weiber und den Hintern als besondere Leckerbissen genossen. (R. Andree, „Die Anthropophagie“. Leipzig 1887. S. 14.)

[614] Bei den Menschenopfern der alten Mexikaner wurde zuerst das Herz den lebenden Opfern aus der Brust herausgerissen. (R. Andree a. a. O. S. 74.)

[615] A. Bettelheim „Beaumarchais“. Frankfurt a. M. 1886. S. 176 und 207.

[616] So bezeichnen wir den Kotfetischismus und die Leidenschaft, Kot zu essen, nach dem griechischen Wort τό ὑποχώρημα = Kot.

[617] B. Tarnowsky „Die krankhaften Erscheinungen des Geschlechtssinnes“ Berlin 1886 S. 70.

[618] Rabelais schildert in seiner „Gargantua“ ein „weltliches Kloster“, in dem vor den Zimmern der Frauen Haaraufputzer und Parfümeure stehen, „durch deren Hände die Männer gingen, wenn sie die Frauen besuchen wollten“ und die zugleich alle Morgen die Zimmer mit wohlriechenden Essenzen besprengten. (F. E. Schneegans, „Die Abtei Thélème in Rabelais’ Gargantua“. Neue Heidelb. Jahrbücher. Heidelberg 1898. Bd. VIII, S. 143–159). Vielleicht ist der Name des Paters Thélème im ersten Band der „Juliette“ diesem Kloster entlehnt.

[619] Vgl. auch den „Ergänzungsband“: Hagen, Dr. Alb. „Die sexuelle Osphresiologie. Die Beziehungen des Geruchssinnes und der Gerüche zur menschlichen Geschlechtsthätigkeit“, der dieses Thema ergiebig behandelt. Charlottb. 1901. Verlag von H. Barsdorf. — 2. Aufl. Berlin 1906.

[620] P. Garnier „Onanisme“ 6. Auflage. Paris 1888 S. 76–77.

[621] Parent-Duchatelet a. a. O. Bd. I, S. 63.

[622] G. Behrend. Artikel „Prostitution“ in Eulenburg’s „Real-Encyclopädie der gesamten Heilkunde“. 3. Aufl. Berlin und Wien 1898. Bd. XIX, S. 437

[623] A. Lacassagne „Vacher l’éventreur et les crimes sadiques“. S. 239.

[624] R. v. Krafft-Ebing „Neue Forschungen auf dem Gebiete der Psychopathia sexualis.“ 2. Auflage. Stuttgart 1891. S. 1 und 45.

[625] R. v. Krafft-Ebing a. a. O. S. 48.

[626] v. Schrenck-Notzing „Litteraturzusammenstellung über die Psychologie und Psychopathologie der Vita sexualis“. (3. Forts.) Zeitschrift für Hypnotismus. Bd. 9, Heft 2. Leipzig 1899. S. 111–112.

[627] A. Lacassagne a. a. O. S. 239.

[628] A. Eulenburg „Sexuale Neuropathie“ Leipzig 1895 S. 112. Das Wort „Lagnänomanie“ leitet Eulenburg von λαγνός (wollüstig) αἰνός (wild), und μανία ab; „Machlänomanie“ von μάχλος (wollüstig vom weiblichen Geschlecht) αἰνος und μανία.

[629] A. Moll „Untersuchungen über die ‚Libido sexualis‘“ Berlin 1898 S. 557.

[630] A. Eulenburg „Neuropathia sexualis“ S. 115.

[631] A. Eulenburg „Der Marquis de Sade“ a. a. O. S. 513–514.

[632] Marciat a. a. O. S. 216. Neuerdings hat auch Cabanès die Frage der Geisteskrankheit des Marquis de Sade berührt und sie verneint. Nach ihm litt derselbe mehr an „Satyro-graphomanie“ als an wirklicher Erotomanie. Cabanès a. a. O. S. 260.

[633] E. Kraepelin „Psychiatrie“ 6. Auflage. Leipzig 1899. Bd. II, S. 557–560.

[634] v. Schrenck-Notzing a. a. O. S. 111.

[635] Tarnowsky erklärt den Marquis de Sade für einen „geborenen Paederasten“ (?), der am Schlusse seines Lebens in „Altersblödsinn“ verfiel. Seine Werke enthalten nur „Ratschläge eines Geisteskranken“. („Die krankhaften Erscheinungen des Geschlechtssinnes“ Berlin 1886, S. 70–71). Ein kühnes Urteil!

[636] F. Drujon „Catalogue des ouvrages, écrits et dessins poursuivis, supprimes ou condamnés“ Paris 1879 S. 13, S. 111, S. 216.

[637] „Catalogue des écrits, gravures et dessins condamnés depuis 1814 jusqu’au 1er janvier 1850“ Paris 1850 S. 109.

[638] L. Lalanne „Curiosités bibliographiques“ Paris 1857. S. 401.

[639] E. Edwards „Libraries and founders of libraries“ London 1864 S. 85.

[640] Ch. Villers „Lettre sur le roman intitulé Justine ou les Malheurs de la Vertu“. Neudruck Paris 1877 S. 12.

[641] J. Janin a. a. O. S. 337.

[642] „Les crimes de l’amour etc.“ S. 205. Neuerdings wurde die erste Ausgabe der „Justine“ für 180 Fr. angeboten.

[643] ibidem S. 209.

[644] Léo Taxil „La corruption fin-de-siècle“ Paris 1894 S. 293.

[645] Lino Ferriani „Delinquenti che scrivono“. Como 1899.

[646] Marciat a. a. O. S. 247.

[647] R. v. Krafft-Ebing „Neue Forschungen auf dem Gebiete der Psychopathia sexualis“. Stuttgart 1891, S. 9.

[648] A. Eulenburg „Neuropathia sexualis“ S. 120.

[649] J. Janin a. a. O. S. 340 ff

[650] „Les crimes de l’amour etc.“ S. 203 und 209.

[651] Paul L. Jacob, Bibliophile a. a. O. S. 413–415.

[652] „Les crimes de l’amour etc.“ S. 211.

[653] Paul L. Jacob etc. S. 415.

[654] „Les crimes de l’amour etc.“ S. 212–214.

[655] Allen Bibliophilen sei die neueste, schön ausgestattete Monographie von Ulrich empfohlen. Sie enthält aber merkwürdiger Weise nichts über Villers’ Besprechung der „Justine“. (O. Ulrich „Charles de Villers. Sein Leben und seine Schriften.“ Leipzig 1899).

[656] „Briefe von Benjamin Constant, Görres, Goethe etc.“ Auswahl aus dem handschriftlichen Nachlass des Charles de Villers herausgegeben von M. Isler. Hamburg 1879. S. 98.

[657] Reichard sagt (a. a. O. III, S. 16): „Französische Sendungen, schweizerische und deutsche Nachdrucke und die Ankündigungen von Uebersetzungen jagten und kreuzten sich von allen Seiten.“ — Vergl. dazu die interessante Schrift „La presse périodique française à Hambourg, depuis 1686 jusqu’en 1848.“ Brüssel 1854. — In Hamburg erschien auch im Jahre 1807 jener berüchtigte ultratribadische Roman „Julie ou j’ai sauvé ma rose“ (2 Bände), dessen Heldin, nachdem sie mit Energie und Konsequenz die oft mehr als kühnen Angriffe zahlreicher Männer abgewehrt hat, schliesslich wohl ihrer ursprünglichen Neigung folgend, eins der vielen Opfer einer gefährlichen Tribade wird.

[658] M. Isler a. a. O. S. 152.

[659] „Lettre sur le Roman intitulé Justine ou les Malheurs de la Vertu par Charles de Villers“. Paris 1877.

[660] „Les Crimes de l’amour etc.“ S. 183–184.

[661] F. Drujon a. a. O. S. 130.

[662] „Les crimes de l’amour etc.“ S. 210.

[663] „Biographie universelle“ Bd. XXXV, S. 494–495.

[664] „Les crimes de l’amour etc.“ S. 242.

[665] H. Cohen „Guide de l’amateur de livres etc.“ Col. 418 bis 419.

[666] „Les crimes de l’amour etc.“ S. 237.

[667] ibidem S. 241.

[668] W. Roscher a. a. O. S. 719.

[669] M. Nordau „Entartung“ Berlin 1892 S. 43–152.

[670] A. Eulenburg „Neuropathia sexualis“ S. 109.

[671] Nordau a. a. O. S. 60.

[672] ibidem. S. 115–116.

[673] ibidem S. 105–107.

[674] „La Curiosité littéraire et bibliographique“. Troisième Série. Paris 1882. S. 169–174.

[675] Paul Bourget „Physiologie der modernen Liebe.“ Deutsch von A. Dittrich. Budapest 1891. S. 2. Dies Buch ist eine reiche Fundgrube für die Arten und Raffinerien der modernen französischen Liebe.

[676] A. Moll „Untersuchungen über die Libido sexualis“ Bd. I, S. 698–699. Deutsche Uebersetzung: „Gamiani oder zwei Nächte in Ausgelassenheit“. Von A. D. M. Holland 1873, 8o, 109 S.

[677] Eine wortgetreue Ausgabe der trefflichen Uebersetzung von Rode erschien kürzlich im Verlage von H. Barsdorf in Leipzig. Vgl. die Ankündigung am Schluss der „Bibliographie.“

[678] Heinrich von Kleist „Penthesilea“ 23. Auftritt.

[679] „Das einzige Buch Sade’s hielt er zurück, weil er es für mich zu gefährlich hielt: ich fand es erst nach seinem Tode sorgfältig versteckt in einem Schranke, welcher einen doppelten Boden hatte. Ich machte mich daran, das Buch zu lesen... Dieses Buch hat zweierlei Wirkungen, je nach dem Naturell des Lesers oder der Leserin, je nach der Empfänglichkeit und Auffassungsgabe derselben. So wie es Duvalin halb blasiert gemacht hatte, so fühlte ich einen Ekel vor diesen Abscheulichkeiten, die zu lesen mich viel Ueberwindung kostete.“ Memoiren einer Sängerin Bd. II, S. 12–13.

[680] W. Russalkow „Grausamkeit und Verbrechen im sexuellen Leben“ 3. Aufl. Leipzig 1899. S. 76.

[681] A. Eulenburg „Neuropathia sexualis“ S. 109.

[682] Fritz Friedmann „Verbrechen und Krankheit im Roman und auf der Bühne“ Berlin 1889 S. 27.

[683] Fr. Nietzsche „Jenseits von Gut und Böse“ 4. Aufl. Leipzig 1895. S. 108. (Aphor. 149.)

[684] ibid. S. 109 (Aphor. 155).

[685] Max Stirner „Der Einzige und sein Eigentum“ 2. Aufl. Leipzig 1892. S. 369, 372, 379.

[686] H. Ströbel „Stirner’s Einziger und sein Eigentum“ in Neuland, Band II, Nr. 2. Berlin 1897 S. 89.

[687] A. Eulenburg a. a. O. S. 117.

[688] A. Lacassagne „Vacher l’éventreur et les crimes sadiques“ Lyon und Paris 1899 S. 245–282. — Vgl. Laurent, Sadismus und Masochismus. 6. Aufl. Berlin 1904. Anm. d. V.

[689] „Remarques médico-légales sur la perversion de l’instinct génésique“ Gaz. méd. de Paris No. 29 vom 21. Juli 1849 S. 555 bis 564.

[690] a. a. O. S. 701 ff.

[691] „Psychopathia sexualis“. 5. Aufl. Stuttg. 1890 S. 46 ff.

[692] Einen ähnlichen Fall berichtet Tarnowsky a. a. O. S. 76.

[693] Brierre de Boismont a. a. O. S. 560.

[694] Russalkow a. a. O. S. 76, 77.

[695] A. Eulenburg „Neuropathia sexualis“ S. 118–119.

[696] Eulenburg a. a. O. S. 107.

[697] „Les crimes de l’amour etc.“ S. 264.

[698] „Deutsche medizinische Presse.“ 1899. Nr. 21. Wenn Eulenburg „Sexuale Neuropathie“ (S. 101) von einem Manne berichtet, der nudas feminas mit brennenden Lichtern in ano um sich herumtanzen liess, so ist diese Idee ganz offenbar von Sade suggerirt, der mehrere derartige Scenen schildert.

[699] „Kritisches zum Kapitel der normalen und pathologischen Sexualität“ von P. Näcke. Archiv für Psychiatrie. Berlin 1899. Bd. 32. Heft 2, S. 356.

[700] Voss. Zeitung vom 31. Juli 1899. — Wenn Herr Henri Albert im „Mercure de France“ (April 1900) mich wegen dieser Vergleichung der Dreyfusgegner mit Sadisten verspottet, so erwidere ich ihm, dass dieselbe so nahe liegt, dass ich sogar nicht einmal die Priorität habe. Denn sein Landsmann Octave Mirbeau hat in seinem vor meinem Buche erschienenen Roman „Le Jardin des supplices“ Paris 1900 S. XII dieselbe Analogie. „L’affaire Dreyfus nous en est un exemple admirable, et jamais, je crois, la passion du meurtre et la joie de la chasse à l’homme, ne s’étaient aussi complètement et cyniquement étalées.“ Nun, Herr Albert?

[701] Dass auch hier meine Ansicht, dass es sich um zwei Sadisten handelt, richtig ist, beweisen die geradezu ungeheuerlichen Enthüllungen des Abgeordneten Vigné in der Sitzung der französischen Deputiertenkammer vom 23. Nov. 1900. Voulet und Chanoine liessen Hunderte von Eingeborenen rein aus Vergnügen am Morden töten, liessen Hände und Köpfe abschneiden, mit Lanzen erstechen und dgl. Scheusslichkeiten mehr verüben. Freilich sind nicht blos Franzosen solche Bluthunde. Auch wir Deutschen haben einen Prinzen Prosper v. Aremberg!

[702] A. Eulenburg „Der Marquis de Sade“ S. 510.

[703] G. Roskoff „Geschichte des Teufels“. Leipzig 1869, Bd. II, S. 60.

[704] ibidem.

[705] Vossische Zeitung No. 520 vom 4. November 1899.

[706] S. Ribbing „Die sexuelle Hygiene und ihre ethischen Konsequenzen“. 9. Aufl. Leipzig 1892. S. 84–94.

[707] a. a. O. S. 94–95.

[708] A. Eulenburg „Neuropathia sexualis“ S. 120.

[709] H. Hössli „Eros. Die Männerliebe der Griechen etc.“ 2. Aufl. Münster i. d. Schweiz 1892. S. 113.

[710] B. Tarnowsky a. a. O. S. 90 und 101.

[711] Tarnowsky a. a. O. S. 141.

[712] a. a. O. S. 147.

[713] W. Stern „Kritische Grundlegung der Ethik als positive Wissenschaft“. Berlin 1897. S. 238.

[714] E. Du Bois-Reymond „Adalbert v. Chamisso als Naturforscher“. Leipzig 1889. S. 57.

[715] K. Fischer „Diotima“. Stuttgart 1852. S. 4.

[716] W. E. H. Lecky „Sittengeschichte Europas von Augustus bis auf Karl den Grossen“ übers. von H. Jolowicz. 2. Aufl. Leipzig und Heidelberg 1879. S. 120–121.

[717] Eine der schönsten von den vielen halb heidnischen Sagen des mittelalterlichen Irlands ist die von den Inseln des Lebens und des Todes. In einem gewissen See in Munster gab es zwei Inseln; in die eine konnte der Tod nicht dringen, aber Alter und Krankheit und Lebensüberdruss und Paroxysmen fürchterlichen Leidens waren dort heimisch und verrichteten ihr Werk, bis die Einwohner ihrer Unsterblichkeit müde, auf die gegenüberliegende Insel als auf einen Hafen der Ruhe schauen lernten, ihre Barken in das dunkle Gewässer steuerten, das Ufer erreichten und zur Ruhe gelangten. — Lecky a. a. O. I, S. 183.

[718] Titel und Schluss des Werkes geben also ein verschiedenes Datum an. Dies deutet auf eine wiederholte Durchsicht des Manuscriptes hin.

[719] Dies Manuscript wurde durch Vermittelung des Autors dieses Werkes angekauft und im Jahre 1904 zum Druck befördert. Anm. d. Verl.

[720] Ist das der bekannte Bibliophile und Kunsthistoriker Henri Béraldi?

Im Verlage von HERMANN BARSDORF In BERLIN W 30 erschien:

Das

KAMASUTRAM DES VATSYAYANA

(DIE INDISCHE LIEBESKUNST)

NEBST DEM VOLLSTÄNDIGEN KOMMENTARE DES YASODHARA.

Aus dem Sanskrit übersetzt und eingeleitet von

RICHARD SCHMIDT

Sechste, verbesserte Auflage. 500 Seiten. Broschiert M. 40.—, gebunden M. 50.—.

INHALT: I. Allgemeiner Teil. — II. Über den Liebesgenuß. — III. Über den Verkehr mit Mädchen. — IV. Über die verheirateten Frauen. — V. Über die fremden Frauen. — VI. Über die Hetären. — VII. Die Upanisad (d. erot. Geheimlehre).

Das Kamasutram ist das interessanteste Werk aus der ganzen großen Sanskritliteratur, und es dürfte kein Erzeugnis der Weltliteratur geben, das so wie das Kamasutram den engen Rahmen der Indologie sprengt und zu allen Völkern, auch den der Rasse nach fremdesten, seine allen verständliche Sprache redet. Es führt uns den Inder in aller Intimität der Häuslichkeit vor; denn der Inder war von jeher gewöhnt, auch das Allzumenschliche als etwas ganz Natürliches anzusehen, dessen man sich nicht zu schämen braucht.


BEITRÄGE ZUR INDISCHEN EROTIK

DAS LIEBESLEBEN DES SANSKRITVOLKES

nach den Quellen dargestellt von Prof. Dr. RICHARD SCHMIDT.

Zweite, durchgesehene Auflage. Lex.-8o. 692 Seiten.

Elegant broschiert M. 70.—. Originalband M. 80.—.

INHALT: Die erotische Literatur im Sanskrit. Die Stellung der Liebe im trivarga und ihre Definition. Der Liebhaber. Die Liebhaberin. Die Lehre vom Coitus. Die tithis und candrakalas. Die Liebkosungen. Nägelmale. Zahnmale. Haarzausen. Schläge und Schreie. Freien und Heiraten. Die verheiratete Frau. Verkehr mit den Frauen anderer. Die Hetären. Die Geheimlehre auf erotisch-sexuellem Gebiet usw. usw.

Die „Beiträge zur indischen Erotik“ sind der erste Versuch, alles zusammenzustellen, was in den bisher bekanntgewordenen Sanskritwerken über die Liebe gesagt wird.

Es ergänzt das „Kamasutram“.


Zur gefl. Beachtung: Diesem Werke muß mein ausführliches Verlagsverzeichnis beiliegen, bei evtl. Fehlen wolle man es direkt vom Verlage gratis und franko verlangen. Jede bessere Buchhandlung vermittelt den Bezug der darin angezeigten Werke. HERMANN BARSDORF VERLAG in BERLIN W 30, Barbarossastraße 21. II.

Im Verlag von H. Barsdorf in Berlin W. 30 erschien:

Geschichte der öffentlichen Sittlichkeit in Deutschland.

Von Dr. Wilhelm Rudeck.

Zweite vermehrte und verbesserte Auflage. 1905. Grosses Format 514 Seiten mit 58 Illustrationen.

Vornehm ausgestattet Mk. 32 —. In Originalband M. 42 —.


Dr. Wilhelm Rudeck, der bekannte Verfasser von „Medizin und Recht, ein Handbuch bei Ehescheidungs- und Vaterschaftsklagen,“ wendet sich mit dem vorliegenden Buche einem der auffälligsten Faktoren der moralischen Entwicklung zu: der Regelung des sexuellen Lebens innerhalb der Oeffentlichkeit. Die Entwicklung der Begriffe der öffentlichen Sittlichkeit hat das ganze moralische Aussehen der bürgerlichen Gesellschaft so vielfach umgestaltet, wie wohl nur noch die Frömmigkeit und Humanität!

Unter öffentlicher Sittlichkeit versteht der Verfasser die Summe aller Sitten einer Zeit, in denen Beziehungen zum sexuellen Leben enthalten sind. In welchen tatsächlich anerkannten und geübten gesellschaftlichen Normen sich das sexuelle Leben der einzelnen äussert, ob die Sexualität von der Oeffentlichkeit überhaupt ausgeschlossen, oder wie sie in ihr geduldet und geordnet wird, das ist das Thema, das eine Geschichte der öffentlichen Sittlichkeit zu behandeln hat.

In diesem Sinne könnte man also den Begriff der öffentlichen Sittlichkeit dem der öffentlichen Schamhaftigkeit gleichsetzen, übrigens auch aus dem Grunde, weil es sich selbstverständlich nicht um die Oeffentlichkeit des geschlechtlichen Aktes selbst, sondern um die näheren oder entfernteren Beziehungen zu ihm handelt.

Das beiliegende Inhalts-Verzeichnis bietet einen Ueberblick über Rudecks hochinteressantes Werk, das soeben in zweiter, vermehrter und verbesserter Auflage erschien — allein die Illustrationen sind von 32 auf 58 vermehrt. —

Im Verlag von H. Barsdorf in Berlin W. 30 erschien:

Apulejus, der goldne Esel.

Satyrisch-mystischer Roman. Uebersetzt von Rode. Nach dem Original von 1783. 2 Teile. 7. Aufl. mit 16 Illustrationen. 1922. Eingeleitet von M. G. Conrad.

Brosch. M. 20.—. Gebd. M. 28.—

Der berühmte antike Sittenroman des Apulejus aus Madaura liegt hier in einer neuen eleganten Ausgabe vor, welche die vorzügliche Uebersetzung von August Rode mit einem geistvoll-satyrischen, moderne Verhältnisse vom Standpunkte des Apulejus beleuchtenden Vorwort aus der Feder von M. G. Conrad darbietet. Kein Gebildeter wird ohne hohen geistigen Genuss dieses dem „Satyricon“ des Petronius ebenbürtige sittengeschichtliche Kunstwerk lesen, das nicht nur wegen der allbekannten reizenden Episode von Amor und Psyche den Leser fesselt. Die frivole Welt des ausgehenden Alterthums wird in diesem durch die Sorgfalt der Composition ausgezeichneten Romane wieder lebendig. Der bunte Wechsel der oft sehr verfänglichen Episoden, die merkwürdigen Situationen und kulturhistorisch wertvollen Schilderungen antiken Lebens, die mit dem glänzenden Schauspiel der aegyptischen Mysterien schliessen, machen die Lectüre zu einer höchst spannenden. Die alte, schon von Lucian verwendete Fabel von der Verwandlung eines Menschen in einen Esel, welche Apulejus zu dem Märchen vom „goldnen Esel“ verarbeitet hat, giebt dem Autor die Veranlassung, in der üppigen Lascivität einzelner Scenen und mit eigenartiger erotisch-satyrischer Phantastik ein getreues Bild der sittlichen Corruption in der römischen Kaiserzeit vorzuführen.

Im Verlage von HERMANN BARSDORF in BERLIN W 30 erschien:

Geschichte der öffentlichen Sittlichkeit in
DEUTSCHLAND

Von Dr. WILHELM RUDECK

Dritte Auflage. 514 Seiten. Lexikon-Oktav. Mit 58 interessanten Illustrationen. Elegant broschiert M. 32.—. Gebunden M. 42.—.


MEDIZIN, ABERGLAUBE UND GESCHLECHTSLEBEN IN DER
TÜRKEI

MIT BERÜCKSICHTIGUNG DER MOSLEMISCHEN NACHBARLÄNDER UND EHEMALIGEN VASALLENSTAATEN

Von BERNHARD STERN

Zwei Bände. Lexikon-Oktav. 854 Seiten. Broschiert à M. 32.—, gebunden à M. 42.—. EINZELN KÄUFLICH. BAND I behandelt Medizin, Aberglauben. — BAND II das intime Geschlechtsleben. Eine unerschöpfliche Fundgrube für Ärzte, Kultur- und Sittenschilderer usw.


Geschichte der öffentlichen Sittlichkeit in
RUSSLAND

KULTUR, ABERGLAUBE, SITTEN, GEBRÄUCHE

Von BERNHARD STERN

Zwei Bände. Lexikon-Oktav. Ca. 1000 Seiten. Mit vielen teils farb. interessanten Illustrationen. Preis für beide Bände broschiert M. 64.—, gebunden M. 84.—. EINZELN KÄUFLICH: I. Brosch. M. 32.—, geb. M. 42.—. II. Brosch. M. 32.—, geb. M. 42.—. ABTEILUNGSÜBERSCHRIFTEN (jede Abteilung zerfällt in zahlreiche Kapitel). I. BAND: I. Kultur und Aberglaube. II. Die russische Kirche, der Klerus, die Sekten. III. Russische Laster. IV. Russische Vergnügungen. V. Russische Leiden. ZWEITER BAND: VI. Russische Grausamkeit. VII. Weib und Ehe. VIII. Freie Liebe und wilde Ehe. IX. Unsittlichkeit (Prostitution, Onanie, Päderastie, Sodomie, Syphilis). X. Dokumente der Unsittlichkeit. (Gesetze gegen die Unsittlichkeit. Unsittlichkeit in Kunst und Literatur. Folkloristisches, geheime obszöne Lieder usw., erotische Erzählungen.)


SEXUELLE VERIRRUNGEN: SADISMUS UND MASOCHISMUS

Von Dr. E. LAURENT. Deutsch von DOLOROSA

Zehnte Auflage. 264 Seiten. Elegant brosch. M. 20.—. Originalband M. 28.—. INHALT: ERSTER TEIL: Wollust und Grausamkeit. Der Sadismus und die sadistischen Verbrechen: 1. Ursprung des Sadismus. 2. Ursachen des Sadismus. 3. Formen und Manifestationen desselben. 4. Sadismus des Weibes. 5. Leichensadismus. 6. Die sadistischen Verbrechen. 7. Der Sadismus in der Literatur. 8. In der Weltgeschichte. 9. Der Sadismus der Massen. 10. Verantwortlichkeit der Sadisten. 11. Gerichtliche Medizin und Sadismus. 12. Therapie des Sadismus. ZWEITER TEIL: Wollust und Leiden. Der Masochismus: 1. Begriff des Masochismus. 2. Ursprung des Masochismus. 3. Ursachen desselben. 4. Masochismus des Weibes. 5. Formen und Arten des Masochismus. 6. Masochismus und Selbstmord. 7. Masochismus in sozialer Hinsicht. 8. Bibliographie.

Dieses zumeist auf französischen Quellen beruhende Werk ist von der bekannten Schriftstellerin DOLOROSA geradezu meisterhaft übersetzt, es erfordert aber mehr wie jedes andere Buch außerordentlich starke Nerven, da der Verfasser in die tiefsten Abgründe der Nachtseite des menschlichen Lebens hinableuchtet.

Im Verlage von HERMANN BARSDORF in BERLIN W 30 erschien:

Neue Studien zur Geschichte des menschlichen Geschlechtslebens

(Folge der „Studien zur Geschichte des menschlichen Geschlechtslebens“ herausgegeben von Dr. EUGEN DÜHREN: 1. Band: Der Marquis de Sade und seine Zeit. 2.-4. Band: Das Geschlechtsleben in England.)

ERSTER BAND:

Marias jungfräuliche Mutterschaft

Ein völkerpsychologisches Fragment über Sexualsymbolik

Von A. J. STORFER

Mit Abbildungen. Elegant broschiert M. 12.—. In Originalband M. 20.—.

Inhalt: I. Einleitung. Über den Stoff. Über die Methode. — II. Analyse. Marias Darbringung: Der mythische Stoff. Weihe und Tempelprostitution. Fackel, Kerze. Der Segen des Priesters. Ausgebreitete Arme. Stufensteigen. Weben. Aufgelöstes Haar. Gottgeweihte Jungfrauen. Schleier, Lilie, Myrte. — Josefs Auserwählung: Der mythische Stoff. Stab, Rute. Wettbewerb. Sieg. — Marias Verkündigung: Der mythische Stoff. Schlange. Wort. Zunge. Hauch, Wind. Blick. Strahl, Regen. Flügel. Zweig, Szepter. Schwert, Einhornjagd, Mühle. — Maria-Symbole: Vorbemerkung. Arche, Schiff. Buch. Erde, Paradies. Brunnen, Quelle. Gefäß. Stadt, Festung. Tempel, Brautgemach, Bundeslade. Verschlossen. Tor, Tür, Fenster. Schwarz. — Die phallische Komponente der Christus-Vorstellung: Vorbemerkung. Ego et pater unum sumus. Die Geburt des Helden. Der Medizinmann. Vorhaut. Fisch. Esel. Hammer. Kreuz. Tod und Auferstehung. III. Schluß. Register.

ZWEITER BAND:

Isoldes Gottesurteil
in seiner erotischen Bedeutung

Von J. J. MEYER, Professor an der Universität Chicago

Mit einleitendem Vorwort von Prof. Dr. RICHARD SCHMIDT

Ca. 300 Seiten. Elegant broschiert M. 12.—. In Originalband M. 20.—.

Inhalt: Einleitung. Sitte, Sittlichkeit, Sittsamkeit. Das Weib ist Eigentum. Geringe Wertschätzung weiblicher Tugend. Warum ist Ehebruch ein Vergehen? Altdeutsche Anschauung vom Weibe. Anschauung im Mittelalter. Die Anstandspflicht der mittelalterlichen Frau war Ehebruch und Unzucht. Die mittelalterliche Anschauung von der Liebe. Sie ist allmächtige Urkraft; bringt Leid; bringt den Tod; bringt Freude und alles Große; bringt Ehre und ist Pflicht. Die Frau muß „lohnen“. Zorn gegen die, die nicht „lohnt“. Die „romantische“ Minne unwahr. Wirkliche Treue beim Mann nicht nötig, ja lächerlich. „Doppelte Moral.“ Verschwiegenheit in der Liebe. Die huote Rücksichtslosigkeit der Minner. Die Minne und die Religion. Das Mittelalter ist nicht die Zeit der wirklich romantischen Liebe. Nur Wolfram und Gottfried haben die vertiefte Liebe. Gottfrieds Anschauung von der Liebe. Ist sein Tristan unsittlich? Parteilichkeit für die Verliebten. Auch für Gottfried ist die Liebe eine unwiderstehliche Macht. Die Liebe ist die völlig freie Königin. Die bürgerliche Moral ist eigentlich die schlimmste Unsittlichkeit. Sein Ideal der Liebe und ihre Herrlichkeit. Gottfrieds idealistischer Pessimismus. Gottfrieds moralische Rechtfertigung seines Liebespaares. Seine Ansicht von den Betrügerstückchen der beiden und seine Parteilichkeit für sie. Religion und Liebe bei Gottfried. Beim Gottesurteil hat Isolde recht! Gott ist hantierlich wie ein Ärmel usw. usw. Parallelstellen. Register.


Russische Grausamkeit Einst und jetzt

Ein Kapitel aus der Geschichte der öffentl. Sittlichkeit in Rußland

Von BERNHARD STERN

279 Seiten mit 12 Illustrationen. Broschiert M. 20.—. Gebunden M. 28.—.

Inhalt: 1. Grausamkeit der Herrschenden. 2. Grausamkeit in der Verwaltung. 3. Todesstrafen und Gliederstrafen. 4. Prügelstrafen und Züchtigungsinstrumente. 5. Gefängnisse, Verbannung, Folter. 6. Sklavensinn und Leibeigenschaft. Grausamkeit im Familienleben.

Die Grausamkeit

Mit besonderer Bezugnahme auf sexuelle Faktoren

Von H. RAU

Vierte Auflage. 272 Seiten. Mit 24 Illustrationen. 1921.
Elegant broschiert M. 20.—. Gebunden M. 28.—.

Inhalt: Einleitung. 1. Die Grausamkeit in der Philosophie; 2. in der Psychologie; 3. in der Religion; 4. in der Rechtspflege; 5. in der Sklaverei; 6. in der Erziehung; 7. im Verbrechen; 8. im Kriege und im Volksleben; 9. in der Gegenwart; 10. in der Literatur. Jedes Kapitel enthält zahlreiche „Fälle“.