Freitagabend-Lied.

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Preise Gott nun, meine Seele!

Preise ihn, den Herrn der Herrn!

Wenn ich seine Wunder zähle,

Hört es Gott der Vater gern;

Reichen nimmer die Gedanken

Auch für seine Größe hin,

Gott kennt meines Geistes Schranken,

Weiß, daß nur ein Mensch ich bin.

Schöpfer ist er aller Dinge,

Und er bleibt es fort und fort;

Daß er eine Tat vollbringe,

Reicht sein Wille hin, sein Wort.

Schöpfer, doch erschaffen nimmer,

War er da vor aller Zeit,

Unverändert bleibt er immer

Bis in alle Ewigkeit.

Er ist Herr, und seinem Willen

Sind die Welten untertan,

Seine Vorschrift zu erfüllen,

Rollen sie auf ihrer Bahn.

Sterne, Monden, Erden, Sonnen

Wandeln hin auf sein Geheiß,

Seit zu wandeln sie begonnen;

Er bestimmte ihren Kreis.

Helfer ist er allen Seinen

Alle liebt er, groß und klein;

Wenn wir uns verlassen meinen,

Ist er Stütze uns allein.

Darum will ich nie verzagen,

Wenn mich Harm und Leid bedroht,

Fröhlich ihn zu bitten wagen,

Der da hilft aus aller Not.

Heilig ist er. Ihn verehren

Ist des Menschen Heiligkeit,

Ihm nur sei nun mein Begehren

Und mein Sabbat ganz geweiht.

Fröhlich ist mein Geist erhoben,

Seines Wertes sich bewußt;

Kann ich meinen Schöpfer loben,

Das ist heilige Sabbatlust.

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