Gebet am Dienstag.

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Und Gott sprach: Es sammle sich das Wasser unter dem Himmel an einem Ort.

Und Gott sprach: Die Erde lasse hervorsprießen Gras und Kraut und alles, was Samen hervorbringt.

Schöpfer des Himmels und der Erde! Du gebotest dem Wasser, daß es sich sammle in den Tiefen der Erde, Du bestimmtest den Kreislauf der Gewässer, daß sie aus den Quellen sich ergießen in die Bäche und die Bäche sich vereinigen zu Flüssen und Strömen, und „alle Ströme gehen in das Meer und füllen es nicht“, und die Dünste, die aufsteigen aus dem Meere, bewässern wiederum das Land, daß es fruchtbar werde. So gibt das Wasser Nahrung dem Menschen und den Tieren und wird nicht weniger in Ewigkeit. Und die Oberfläche hast Du bedeckt mit Gewächsen aller Art, die Samen hervorbringen und Früchte tragen in tausendfältiger Abwechselung für die Bedürfnisse des Menschen. Ehe der Mensch auf Erden wandelte, war sein Tisch ihm bereitet. Du hast Deine Gaben ihm gespendet, noch ehe er ihrer bedurfte, denn Du wolltest, daß er lebe und sich des Daseins freue, Du bist ein liebender Vater aller Deiner Geschöpfe, Du willst nicht, daß sie Mangel leiden. Wie sollte ich fürchten, daß Du mich vergessen werdest, das meines Leibes Nahrung mir fehlen könnte. Du segnest unserer Hände Werk, bald in reicherer Fülle, bald in geringerem Maße, aber was ich auch erwerbe, es ist nicht die Frucht meiner Anstrengung, sondern die Spende Deiner Gnade. „Du öffnest Deine Hand und sättigst alles, was da lebt, mit Wohlgefallen.“ Dir allein gebührt der Dank meines Herzens für den Segen, mit dem Du mich begnadigst, denn „Dein ist die Erde und was sie füllet“. Mit diesen Gedanken will ich Deine Gaben genießen und Deine Güte preisen.

Aber auch Du sei bei mir allezeit und gib Gedeihen dem Werke meiner Hände. Nicht meines Fleißes will ich mich rühmen, nicht meiner Weisheit und Geschicklichkeit will ich vertrauen, aber wenn Du dabei in meiner Hilfe bist, so wird der Segen mir nimmer fehlen. Amen!

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