Gebet bei einem freudigen Ereignis.
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Allgütiger Lenker der Schicksale! Wenn Sorge und Kummer mein Herz beschwerte, da fand ich den Weg zu Dir, da flehte ich um Deine Hülfe; wenn zaghaft ich bangte vor der Zukunft, da suchte ich demutsvoll Deinen Beistand! Wie wäre es sündhaft, wenn ich nun, da meine Seele voll ist der freudigen Erregung, nicht auch mich in Demut Dir nahen wollte, um meinen Dank vor Dir zu bekunden! Ja ich weiß es, alles Gute kommt von Dir, und so Du es nicht gewollt hättest, so hätten alle Mächte der Erde mir mein Glück nicht bereiten können. Aber auch zum Genusse desselben bedarf ich Deiner Gnade, darum will ich mit meinem Danke auch meine Bitte vereinigen. O Herr! gib mir Weisheit, das Geschenk Deiner Güte würdig anzuwenden, laß mich nicht übermütig sein und Dein vergessen, laß mich im Gefühle des Glückes nicht das Leid meines Nebenmenschen aus dem Auge verlieren. O Herr! mein Gott, bestätige auch Du die Freudigkeit, der ich so gern mich hingebe, damit ich nicht für Glück annehme, was nur Versuchung ist, damit es nicht ein trügerischer Schein sei, den ich für Wahrheit halte. Nicht vor Menschenaugen, sondern nur vor Deiner Allwissenheit ist das Ziel der Dinge offenbar, o, segne mich mit Deiner Huld, daß das Gute mich auch zum Guten führe. Weiß ich es doch, daß immer und immer das Beste von allem Gutem ist, Dich zu lieben, Dir zu vertrauen und in Deinen Wegen zu wandeln. Dazu gib mir Kraft und Willen heut und alle Tage meines Lebens! Amen!
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