Gebet um Nahrung.
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Gütiger Vater im Himmel und auf Erden, der Du liebend sorgest für alle Deine Geschöpfe, daß sie nicht Mangel leiden an dem, was sie zu ihres Lebens Unterhalt bedürfen, o erhöre mein Gebet, das auch ich um meines Leibes und Lebens Wohlfahrt an Dich richte. Nicht Reichtum und Überfluß sind es, die des Menschen Glück und Tugend erhöhen oder befördern, und um diese Gaben flehe ich auch nimmer zu Dir. Weiß ich doch nicht, ob sie der Fröhlichkeit meines Herzens zuträglich, dem Heile meiner Seele nützlich sein würden. Aber Mangel und Entbehrung andrerseits sind der Fröhlichkeit des Herzens, des Heiles der Seele gefährliche Feinde. Im ihrem Gefolge sind Unmut und Unzufriedenheit, Selbstsucht und Neid. Der höchste Sieg der Tugend ist es freilich eben, auch in der Versuchung zu bestehen und den rechten Weg zu gehen, trotz aller Hindernisse. Wer aber soll die Gefahr lieben, nach der Prüfung sich sehnen? Darum gütiger Gott und Vater! neige Dein Ohr der Bitte meines Mundes: halte fern von mir und den Meinigen Not und Entbehrung, (daß nicht die schwere Sorge um das tägliche Brot meinen Mut niederbeuge), (daß auch meine Erhaltung nicht eine Last sei denen, die sie als Pflicht auf sich genommen haben), (daß nicht die harte Arbeit mich niederdrücke und jede fröhliche, freie und edle Regung des Herzens und der Seele unter ihrem Drucke verkümmere). Segne die Arbeit (meiner) unserer Hände, daß wir in Redlichkeit und Ehre die Früchte des Fleißes genießen und Dir mit zufriedenem Herzen danken. Amen!
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