XXIV.
Gott siehet herab! und — horch! die Wetter schweigen,
Errettung kommt, woher Verderben kam;
Des Tages langersehnte Blicke zeigen,
Wie Gott uns schützte und was Gott uns nahm.
Aus der „Ueberschwemmung“ 1825.
Aber mit welchen Gefühlen sahen sich die dem Tode Entronnenen auf der Stätte ihres früheren, bei allen Entbehrungen ihnen doch so freundlichen, häuslichen Stilllebens! Wer möchte sie richten, daß nicht gleich der erste Aufblick Dank war. Kaum konnte das Leben als eine willkommene Gabe erscheinen, da ihnen Alles genommen, was das Leben in dieser Erdenzeit zur Erhaltung und zum Genuß fordert. Ausgeschwemmt war der Boden, wo die Mauern des Hauses gestanden, die das genügsame, und darum so reiche Glück eines liebenden Paares umschlossen. Das Gotteshaus war fort und damit der Verkünder des Evangeliums in dem innersten Leben seines Berufes auf’s Tiefste verwundet und von seinem zweiten Heiligtum, von dem stillen Herde seines häuslichen Glücks, waren ihm nur einige Trümmer geblieben, die kaum noch die Stätte desselben bezeichneten. Er und seine Gattin sahen mit Thränen auf die Verwüstung. Er gedachte seiner Bücher, auch nicht eins war ihm geblieben; sie dachte an die tausend kleinen Mittel und Zeugnisse der Wirtschaftlichkeit, auch keine Spur war übrig gelassen, woran sich ein neuer Hausstand anknüpfen ließ. Was Beide verloren, konnte eine Geldrolle aufwiegen; aber die Freude an Dem, was sie unter Sorgen und Mühen erworben, die Liebe zu Dem, was freundliche Erinnerungen ihrem Herzen teuer gemacht, das Band, mit welchem die Gewohnheit uns auch an ein sonst wenig beachtetes Eigentum bindet, die alte Traulichkeit, mit der uns ein Besitz anblickt, der gleichsam als treuer Freund und Genosse zu den Freuden und Leiden unseres häuslichen Lebens gehört, das Alles konnte kein Gold wieder erstatten. Und wäre dies auch möglich gewesen, woher der Ersatz? Standen sie nicht arm und bloß da? — Ohne Aussicht für die Zukunft! Ohne Aussicht auch nur für des Tages Bedürfnis! Das Leben aus der tobenden See gerettet, mußte es nicht vielleicht schon in den nächsten Tagen dem Hunger und dem Froste unterliegen? Durften sie jetzt schon vertrauend hinüberblicken zu den Küsten des festen Landes, von wo die Hülfe kommen sollte, ehe sie wußten, wie weit die Ueberschwemmung sich auch über Deiche und Dämme ergossen, wie weit die Milde und die Mittel ihrer Nebenmenschen reichen und wie schnell die Blicke von jenen Ufern auf ihren Zustand geleitet werden würden? Hatte doch wohl damals Keiner in unserm Vaterlande erwartet, daß für die Halligen so viel rasche Thätigkeit sich entwickeln, so reichliche Unterstützung ihnen zufließen werde, als die Folge bewährte; wie viel weniger konnten im ersten Augenblick, in dem vollen Gefühl ihrer furchtbaren Lage, die unglücklichen Halligbewohner selbst erwarten?
Hold und seine Gattin weilten trostlos auf der nun wüsten Stätte ihres früheren Glückes, und ihr Kind weinte vor Kälte. Sie wandten ihre Blicke umher und allenthalben sahen sie dieselbe Verwüstung. Leere Werften oder noch einzelne Pfähle hier und da, die ein zerrissenes Dach trugen! Nur eine Wohnung war weniger zerstört und konnte einigermaßen noch Schutz und Obdach bieten. Dahin lenkten sie ihre wankenden Schritte. Als Hold von der zerlöcherten Werfte hinabstieg, bemerkte er eine Platte von dem umgestürzten eisernen Ofen, unter der ein Buch hervorragte. Und er stand still, und eine dunkle Röte, wie die Glut der Scham, goß sich über sein bleiches Gesicht. — Dann aber flossen seine Thränen stärker, doch aus den Thränen hob sich ein leuchtender Blick zu dem umwölkten Himmel. Er faßte die Hand seiner Gattin, drückte sie fest und innig und sprach:
„Siehe, da redet der Herr wieder zu uns! Nein,“ und damit schloß er Weib und Kind in seine Arme, „wir wollen nun und nimmer verzagen. Er will, daß wir Ihn hören. Wie klar hat Er auf’s Neue geredet! Er selber hat mir am Abend zu schreiben gegeben, was mir am Morgen dienen sollte zur Stärkung meines schwachen Glaubens.“
Und nun erzählte er auf dem Wege zu der Zufluchtsstätte, was er in das Buch seiner „Gesichte“, denn dies war das gefundene, am gestrigen Abend zuletzt geschrieben:
„Und wieder war der Himmel geöffnet wie in der Zeit, da Jakob, der Sohn Isaaks, schlummerte auf dem Felde. Aus dem lichten Gewölk, das den Eingang zu der Stätte der Engel, die das Antlitz Gottes schauen, umwallte, ging herab die Himmelsleiter hinein in die schweigende Nacht der winterlichen Erde. Die Strebesäulen der Leiter waren wie zwei breite, von Morgendüften umflossene Sonnenstrahlen, und die Stufen wie Mondenschimmer, durchblitzt von Sternenlicht. Niederstieg ein Bote Gottes, anfangs anzuschauen wie ein weißes, duftiges Gewölk, das sich wieget am Sommertage in dem blauen Himmelsmeer; dann näher zur Erde schwebend erschien seine Gestalt, wie den Himmlischen die Gestalt einer frommen Seele erscheinen mag, wenn sie in dem verklärten Leibe, für den unser Auge keinen Blick hat, der Heimat beim Vater zueilt. Mein Auge aber sollte geöffnet werden, den Engel zu schauen auch in dieser Gestalt, denn eine feurige Kohle war mir bereitet in des Vaters Rat, weil meine Schwachheit gezagt hatte in Sorgen der Nahrung. Und der Engel betrat die Erde, winkte und schwebte mir voran leise und leicht, wie Sommerfäden durch die Lüfte ziehen. Wir wandelten über Berg und Thal hin durch die stille Winternacht, und mein Fuß strauchelte nicht auf der glatten Eisdecke und wurde nicht müde in dem weichen Schnee, als berührten meine Sohlen nicht den Grund unter mir. Auch an einzelnen nächtlichen Pilgern kamen wir vorüber, aber sie sahen uns nicht, denn auch meine Gestalt war vor Menschenaugen nicht da. Kam es mir doch selber vor, als hätte ich den schweren, dunklen Erdenschatten zurückgelassen auf seiner Schlummerstätte, und es pilgerte meine Seele in dem Kleide der zukünftigen Heimat. So kamen wir in eine große Stadt und die Thore öffneten und schlossen sich ohne Geräusch, wie eine Nebelwand auseinanderfließt und den Sonnenstrahl durchläßt, der, eine schlummernde Knospe zu wecken, mit raschem Blick auf die Flur niederleuchtet. In den Straßen war es öde und still, und wir schritten durch die langen Häuserzeilen wie zwei Lustwandler, die, verspätet auf ihrer Ausflucht, nun die Pforten ihrer Wohnung verschlossen fanden und eine gastliche Stätte suchen bei einem entfernten Freunde. So wandelte der Engel Gottes mit mir durch die weite Stadt, und die da schliefen in den hohen Palästen, träumten von dem Reichtum, den Ehren und den Wollüsten dieser Erde, wie zuvor; und die da schliefen in den Hütten der Armut, sorgten auch im Schlafe in Sorgen der Nahrung und waren voll Neid und Gier, wie am Tage; aber der Engel Gottes ging vorüber und Niemand merkte ihn. Nur über des Kindleins Angesicht, das noch unbekannt mit der Welt in der Wiege schlummerte, und noch nicht wußte, ob es reich oder arm geboren sei, mochte ein Lächeln hinwallen, schöner und lieblicher, als das Lächeln der Braut, die im Traum den Verlobten sieht. Da lag am andern Ende der Stadt eine hohe Kirche, deren schlanke Thürme sich in die Wolken streckten, durchbrochen vom leuchtenden Schein des Mondlichts, und deren breite Seiten und Säulenhallen dahin gebaut schienen, um die dahinterliegenden engen Gäßchen, die Heimat der Elenden und Verachteten, zu bedecken. Durch die hohen Fensterbogen glänzte Lampenschimmer, und wie wir an der gewölbten Pforte standen, läutete ein liebliches Glockenspiel zur Frühmette. Mich ergriff das Geläute vom Thurm und der Gesang der Priester am Altar mit heiligen Schauern, und es drängte mich hineinzugehen mit den einzelnen Andächtigen, die zum Gebet eilten. Der Bote Gottes aber winkte zu bleiben und wandte seinen Blick hinauf zu dem Gesimse des stattlichen Tempels. Da fiel ein Sperling, erstarrt in dem scharfen Winterfrost, herab vom Dache zu den Füßen des Engels. Dieser aber hob ihn auf und barg ihn mitleidig in die Falten seines Gewandes, ihn zu erwärmen an seinem Busen. Und als ob damit sein Geschäft aus wäre an dieser Stätte, schritt er rascher, und wie es mir schien, mit freudigerem Antlitz weiter vorwärts, hinein in das geächtete Viertel der Stadt, hinein in die dunklen, schmalen und gewundenen Gassen bis an die äußerste Ringmauer. Da stand eine Hütte, also verfallen, daß mir bange war, nur vorüberzugehen. Aber der Bote Gottes ging hinein und ich mußte ihm unwillkürlich folgen. Eine morsche Stiege hinauf, und noch eine, da traten wir in eine schmale Bretterkammer unter dem Dache. Das einzige Fenster der ärmlichen Behausung hatte über die Ringmauer hinweg die Aussicht auf das offene Feld und bot mit seinen geborstenen Scheiben dem rauhen Winde freien Eingang, zugleich aber auch dem vollen Mondstrahl, also daß ich alle Gegenstände deutlich erkennen konnte, als wäre es heller Tag. Vielleicht mochten auch meine Augen klarer sein, denn sonst. Auf dem Strohlager in der einen Ecke lag ein Sterbender, ich hörte es an dem Röcheln seiner Brust. Ach! er war der Versorger, der einzige, letzte Versorger der Seinen, die um sein Lager standen, sein Weib mit sechs Kindern und das siebente an ihrer Brust. Die Kinder rangen die Hände und weinten laut. Die Mutter aber blickte mit dem bleichen, starren Antlitz vor sich hin und hatte keine Thräne mehr. Nur der Säugling lag am Busen der Verzweiflung und sog die wenige Nahrung. Der Sterbende richtete sich mit matter Anstrengung auf und blickte mit den hohlen Augen hin auf die Seinen. In allen seinen Zügen lag die martervolle Sehnsucht nach einer Tröstung für sie, er pflückte krampfhaft mit den hagern Fingern in den Strohhalmen vor ihm, als hoffte er, noch eine Aehre zu finden, die ihn erinnere an den Gott, der den Hungrigen Brot giebt; aber die Halme waren leer, und sein Seufzer ward zum Verzweiflungsgestöhn. Die Kinder weinten lauter, und der Mutter brachen die Kniee, daß sie niedersank neben dem Gatten.
„Wohin führst Du mich?“ sprach ich leise zu dem Engel. „Hilf hier, wenn Du kannst, oder laß uns von hinnen gehen, laß mich weinen über das Elend des menschlichen Lebens.“
Der Engel aber antwortete, und seine Worte tönten wie das Wehen, das dem erwachenden Morgen vorangeht:
„Das Auge unseres himmlischen Vaters schauet herab auf alle seine Kinder im Staube. Die Hülfe ist in seinem Rat. Er wird auch hier Keinen verlassen und versäumen. Ich aber bin von ihm nur gesandt, daß die Seele des Sterbenden im Frieden von hinnen fahre.“
Bei diesen Worten lüftete er die Falten seines Gewandes, und der Sperling, neubelebt an seiner Brust, flatterte hervor und dem Fenster zu. Auf der Fensterbank lag der Rest einer Brodrinde, der letzte Vorrat der Armen. Und der hungrige Vogel ließ sich nieder und machte sich an die Brodrinde, und pickte geschäftig eine Krume nach der andern ab. Da floß es wie ein Strahl der Verklärung über das Antlitz des Sterbenden. Sein Auge beobachtete mit leuchtendem Blick jede Bewegung des Vogels, der bald an die eine, bald an die andere Seite hüpfend von der gefundenen Nahrung kostete. Und immer glänzender spiegelte sich die Freude, immer seliger der Friede in den Zügen des dem Tode nahen. Höher richtete er sich auf, als wäre ihm die jugendliche Kraft zurückgekehrt, eine Thräne des Dankes schimmerte in seinem nun zum Himmel gewendeten Auge; Vertrauen, Zuversicht, Hoffnung thronten auf seiner heitern Stirn. Dann schaute er zurück auf die Seinen, streckte die Hand aus über die Gattin und die Kinder hin, wies auf den Sperling am Fenster und rief mit voller, fester und klarer Stimme:
„Sehet die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen und euer himmlischer Vater nähret sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr, denn sie?“
Er sprach’s und sah nur noch, wie aus der Gattin Auge, das so lange thränenleer gewesen war, wieder eine milde Zähre floß, da — schied seine Seele in Frieden.“
XXV.
Hinauf zum Himmel, tiefgebeugte Seele,
In Thränen reift die Saat der Ewigkeit,
Daß sich der Mensch das bessre Teil erwähle,
mahnt ihn des irdischen Vergänglichkeit:
Das Zeitliche vergeht der Zeit zum Raube,
Doch ewig bleibt die Liebe und der Glaube.
Aus der „Ueberschwemmung“ 1825.
Am Morgen nach dieser Nacht der Verwüstung war die ganze Gemeinde, Männer, Frauen, Greise, Kinder, in dem einen Hause versammelt, das allein noch obdachfähig geblieben war! Alle übrigen Wohnungen waren teils gänzlich weggerissen, teils zu einem blosen Pfahlwerk geworden. Welche Aussicht für die Zukunft der unglücklichen Halligbewohner! Hab und Gut und Herden dahin! Für die kommenden Tage kein Obdach, kein Erwerb; für den Augenblick nicht einmal trockene Kleidung und Nahrungsmittel! Krankheit, Hunger, Frost, Blöße, Verzweiflung oder Tod in den Wellen mit der nächsten wiederkehrenden Flut: das war das Geschick, dessen Vorboten schon zu nahe waren, um sie zu übersehen. So lange noch nicht Alle die Zuflucht erreicht hatten, gaben die Erzählungen der einzeln Ankommenden immer neue Nahrung zur lauten Bewunderung der göttlichen Macht und Güte. — So war unter Andern eine Frau mitten in der ernsten Stunde, die zum ersten Male ihre mütterlichen Hoffnungen erfüllen sollte, von den Wellen auf ihrem Lager überrascht worden. Auf den Boden getragen, stürzte sie mit dem niederbrechenden Hause auf eine Heudieme hin. Hier klammerte sie sich an und hielt, von schweren Balken belastet, die mit jeder Woge sich hoben und senkten, die ganze Nacht aus, watete dann gegen Morgen bis über die Kniee im Wasser hin zu dem Hause, in welchem sie jetzt sogleich nach ihrer Ankunft eines gesunden Kindes[3] genas. — Als aber, außer Godber und Maria, Niemand mehr fehlte, wandten sich Aller Gedanken und Gefühle auf den Verlust, den sie erlitten, auf die Hoffnungslosigkeit ihres Zustandes, und Alle klagten, weinten und schluchzten mit einander. Nur Hold, dessen Aussicht für die Zukunft, nach Ueberwindung der ersten Not, weniger betrübend war, der seit dem Antritt seines gefahrvollen Kirchendienstes auf der Hallig sich oft ähnliche Lagen gedacht, und den der Herr, wie wir gesehen, bereits mächtig getröstet in seiner Trübsal, gewann bald wieder das Gedächtnis der Verpflichtungen, die sein Amt ihm auferlegte; und nie war ihm die Herrlichkeit seines Berufes so klar gewesen, als sie ihm in diesen Stunden ward. Er wandte sich bald an Alle, bald wieder an Einzelne; machte auf die wahrhaft wunderbaren Errettungen aufmerksam, von denen vorher Einer dem Andern erzählt; suchte das Vertrauen zu dem Vater zu wecken, der die Vögel unter dem Himmel nährt und die Blumen des Feldes kleidet; zeigte, wie so viele köstliche Sprüche gleichsam gerade für die Lage geredet seien, in welcher sie sich befänden, und ermunterte, da seine ersten Vorstellungen, eine Zuflucht auf dem festen Lande mit Hülfe des einzigen Schiffes zu suchen, das noch unzertrümmert an seinem Anker lag, zurückgewiesen waren, nun selbst dazu, mit voller Hingebung auf dem geliebten Boden der Heimat Alles zu erwarten, was im Rate Gottes beschlossen sei. Dem Tiefgebeugten floß seine Rede wie Manna in der Wüste und erinnerte ihn an den glimmenden Docht, der nicht verlischt, an das geknickte Rohr, das nicht zerbricht. Die Verzweifelnden strafte er mit mächtigem Wort: „Demütiget Euch unter die gewaltige Hand Gottes! Wer ist jemals zu Schanden worden, der auf Gott gehoffet? Wer ist jemals verlassen, der in der Furcht des Herrn geblieben ist? Haben wir Gutes empfangen von Gott, warum sollten wir denn auch nicht Uebles annehmen? Darum seid geduldig in der Trübsal!“ Und über Alle hin rief er: „Wenn ich nur Dich habe, Allmächtiger, so frage ich nichts nach Himmel und Erde. Wenn mir auch Leib und Seele verschmachten, so bist doch Du, Gott, allezeit meines Herzens Trost und mein Heil!“ Allmälig gewann seine Tröstung Eingang in die bekümmerten Gemüter, immer mehr schlossen sich ihm an und stimmten in seine Reden ein; und die Klagen verstummten, die Thränen flossen linder, und die Seufzer wurden zu stillen Gebeten.
Nun mahnten Frost und Hunger, eine nährende und wärmende Speise zu bereiten. War es auch möglich, ein Feuer anzuzünden, so fehlte es doch an Nahrungsmitteln, die nicht völlig vom Meerwasser durchnäßt waren, und vor Allem fehlte es an süßem Wasser zum Kochen, da die Ueberschwemmung alle Brunnen mit ihrer Salzflut gefüllt. Doch Hold erinnerte an das Weinfaß, das ihm und den Seinen zur Rettung gedient, und einige junge Leute gingen hin, es zu suchen.
Diese stießen bei ihrem Herumwandern auf Godber’s Leiche, die ihren Ruheplatz in der durch die Sturmflut wieder aufgerissenen Gruft des Kapitäns und der beiden Matrosen gefunden hatte. Gleichsam als sicheres Zeichen der Versöhnung war er also gebettet! Hätte er sich selber eine Grabstätte wählen sollen, er würde keine andere gewählt haben.
Der Mensch ist in Stunden besonderer Aufregung gar leicht geneigt, dem Zusammentreffen einzelner Umstände eine tiefere Bedeutung unterzulegen, als es vielleicht für ihn haben sollte. Wir wollen daher gern dem Leser das Urteil frei lassen, ob Hold Recht hatte, als er später im Gespräch mit seiner Gattin über die Auffindung der Leiche Godber’s in jener Gruft seiner früheren Schiffsgenossen sich dahin äußerte:
„Mir ist, als habe Gott mir dadurch eine große Beruhigung geben wollen. Ich kann nun an Godber denken ohne den geringsten Zweifel, daß ihm vergeben ist. Diese Vereinigung im Tode mit allen Denen, welche er mit Recht oder Unrecht als Opfer seiner Untreue betrachtete, kommt mir als eine bejahende Antwort vor auf die Frage der Ueberlebenden: ‚Ist seine Reue angenommen im Gericht?‘ Wir sollten in Frieden sein gedenken, darum sahen wir seine Leiche in Frieden schlummern neben Denen, deren Tod sein Gewissen beunruhigte. Ich wenigstens muß Gott danken, daß Er es also gefügt, und möchte um keinen Preis Godber’s Leiche an einer andern Stelle gefunden wissen. Er mußte erst den Weg dahin machen, wohin ihn die Sühne rief. Maria gehörte nicht dahin. Darum wurden ihre Leichen getrennt. Mit ihr versöhnten ihn die letzten Augenblicke seines Lebens; und sie sind nun vereint in den ewigen Hütten.“
Gewann unsere Erzählung Deine Teilnahme, lieber Leser, so scheide auch Du von Godber, ohne mit Unwillen seiner Schwäche zu gedenken. Wer hat die Gewalt der Leidenschaft ermessen, deren lodernde Flamme oft in einem unseligen Augenblick Alles verzehrt, was an Pflicht und Treue wir unser nennen, und wir stehen vor dem Aschenhaufen und fragen verwundert: „Wie konnte es doch so kommen?“ Richten wir uns selber, dann sei keine Strenge zu streng; urteilen wir aber über Andere, dann flüstere das Bewußtsein unserer Schwachheit das Gebet uns zu: „Herr, führe uns nicht in Versuchung!“
Das gesuchte Faß ward glücklicherweise wohlbehalten aufgefunden, geöffnet, und darauf wurden in Wein die vorrätigen Nahrungsmittel gekocht, deren Genuß nun den Durchnäßten und Durchkälteten eine erquickende Lebenswärme zurückgab.
„Bis hieher hat der Herr geholfen!“ rief Hold, nachdem Alle gesättigt waren. „Lasset uns hinziehen zu der Stätte, wo Sein Heiligtum stand, daß wir Ihm dort danken, wo wir so oft Seinen heiligen Namen angerufen haben. Dort im Angesicht der Zerstörung alles Dessen, was wir von Ihm hatten an zeitlichem Gut, wollen wir Ihn preisen, daß er unsere Lieben erhalten und Seine Liebe uns bewährt auch da, als Seine Hand schwer auf uns lag.“
Und er stimmte aus Luther’s Kernliede: „Aus tiefer Not schrei’ ich zu Dir!“ die folgenden Verse an, in welche die ganze Gemeinde auf dem Zuge zu der Stätte, wo die Kirche gestanden, mit einfiel:
Und währt es auch bis in die Nacht,
Und wieder an den Morgen,
So soll mein Herz an Gottes Macht
Verzweifeln nicht, noch sorgen.
So thut der Fromme rechter Art,
Der aus dem Geist erzeuget ward,
Und seines Gottes harret.
Ob bei uns ist der Sünden viel,
Bei Gott ist viel mehr Gnade.
Sein Arm zu helfen hat kein Ziel,
Wie groß auch sei der Schade.
Er ist allein der gute Hirt,
Der Israel erlösen wird
Aus seinen Nöten allen.
Als Hold die Kirchenwerfte betrat, die kaum in ihrer Zerstörung noch eine Werfte heißen konnte, und auf der auch kein Stein und kein Balken zurückgeblieben, die daran erinnern konnten, daß hier ein Haus gestanden, war das Erste, das ihm in die Augen fiel: Maria’s Leiche. Diese mußte mit der rückgehenden Flut hierher getrieben sein und lag in einer der Höhlungen der zerrissenen Werfte in einer fast sitzenden Stellung, so daß sie beim ersten Anblick als eine Lebende erschien, die hier einen Schutz vor den rauhen Winden gesucht. Alle drängten sich um Hold her, als er sich mit einer Thräne im Auge über den Leichnam niederbeugte. Er war so weich und wehmütig geworden, daß er die freudige, gottvertrauende Stimmung, in welcher er die Gemeinde hierhergeführt, vergebens wieder suchte.
So war denn dies jugendliche Leben dahin, das vom irdischen Glück nur geträumt. Als der Traum in Erfüllung gehen sollte, breitete der Morgen seinen scharfen Winterfrost über die Blüten der bräutlichen Hoffnung und sie welkten alle. Auch Du mit Deinem bescheidenen, einfachen Wesen, die Du geschaffen schienst, um friedlich über die Erde hinzugehen, unbeachtet vom Geschick, das die stolzen Herzen trifft und die reichen Gemüter prüft, auch Du mußtest bluten, ein stillduldendes Opfer der von Leidenschaften bewegten Welt. Doch der Stern eines schönern Morgens war ja aufgegangen in Deinem Herzen und weckte Blüten, die die Erde nicht geboten, wider die der feindliche Winterfrost nichts vermochte, die von dem Tau des himmlischen Friedens und von den Thränen des irdischen Schmerzes zugleich genährt, nur desto reicher sich entfalteten und desto lieblicher aufdufteten der Heimat zu. Nicht in ein anderes Land ist Deine Seele übergegangen, sie war ja schon hienieden losgebunden von den Fesseln zeitlicher Wünsche, war hienieden schon eine Pilgerin nicht zum Himmel, sondern im Himmel. Die Thräne, die auf Deine Leiche fällt, gilt nicht Dir, deren Glaube zum Schauen geworden ist, sie gilt der Welt, die nicht einmal für Dein anspruchsloses Herz eine ruhige Stätte hatte. Ja, wir sind Gäste und Fremdlinge auf Erden!
Indem Hold sich tiefer hinabbeugte, weniger um die Tote näher zu betrachten, als vielmehr, um seine Thränen zu verbergen, sah er neben Maria den goldenen Abendmahlskelch liegen, der seit 1459 der Gemeinde gedient[4]. Dieser Fund ergriff ihn wie eine Botschaft aus der Höhe. Mit siegender Kraft kehrte sein heiterer Glaubensmut in seine Brust zurück. Er faßte schnell das ihm und der Gemeinde so werte Kleinod, hob es hoch empor in der Linken, während seine Rechte wie segnend über den Häuptern der ihn umgebenden Gemeinde lag. Sein freudeverklärter Blick ruhte am Himmel, durch dessen leichte Wolken eben die Sonne brach, deren Strahl die grause Zerstörung umher beleuchtete, zugleich aber über das Antlitz Hold’s einen Schimmer ergoß, in welchem sich seine innere Gottesfreudigkeit klar und glänzend abspiegelte. So stand er auf der höchsten Stelle der zertrümmerten Werfte, den Mittelpunkt eines wunderbaren Gemäldes bildend. Zunächst an ihm Maria’s Leiche in halbsitzender Lage, wie eine fromme Schülerin zu den Füßen ihres Lehrers, das Gesicht mit dem mildesten Frieden des Todes in den Zügen gleichfalls dem Himmel zugewendet. Die Gemeinde ringsum in den mannigfaltigsten Stellungen mit mehr oder minder deutlichen Zeichen der Ermattung; Alle nur in leichter Kleidung, der man die Verwirrung der Nacht ansah, die Männer mit freiem Nacken und offener Brust, die Frauen und Mädchen mit dem langen, nassen Haar, das über die Schultern herabfiel; bei dem Einen das Antlitz ganz verklärt im Aufschauen zum Herrn, bei dem Andern ein Zug von Trauer und Wehmut beim neuen Anblick der Vernichtung ihres irdischen Glückes; die Kinder furchtsam umschauend und den Eltern sich anschmiegend, als sähen sie die Schreckbilder der vergangenen Nacht noch einmal zurückkehren. Dabei die zerrissene Werfte, hier in tiefen Höhlungen ausgewaschen, dort in steilen Abbrüchen und herumliegenden Erdhaufen einem gesprengten Festungswall gleichend. Auf der einen Seite das halbgesunkene Balkengerüst, der einzige Ueberrest der Wohnung Hold’s; auf der andern die Aussicht über die glatte Fläche des Landes hin, voll zerstreuter Trümmer, die durch einzelne Streifen des am Morgen gefallenen Schnees von dem dunklen, feuchten Grunde gehoben wurden. Weiterhin das Meer, dessen Wellen nach der Erschütterung des letzten Sturmes noch in ungewöhnlicher Bewegung waren und die Macht bezeugten, die solche Zerstörung angerichtet. Das Ganze gab ein Gemälde, das in seiner Wahrheit jede Schöpfung der Phantasie weit hinter sich zurückließ.
„Fürchte Dich nicht, Du kleine Gemeinde!“ rief Hold. „Siehe der Herr ist Dir nahe! Wie der Regenbogen nach der Sündflut der Welt ein Zeichen und Zeugnis war, daß Gottes Gnade fortan größer sein werde als ihre Schuld, so giebt Gott uns diesen Kelch, der so vielen Geschlechtern gedient, und der so manche Sturmflut überdauert hat, heute wieder zum Zeichen und Zeugnis, daß er sich unser erbarmen will mit alter Lieb’ und Treue. Fürchte Dich nicht, Du kleine Gemeinde! Der Gott, der Jesum Christum in die Welt gesandt, daß Er den Kelch der Versöhnung fülle mit Seinem Blute, der Gott spricht durch dies Gefäß der heiligsten Feier zu Dir: Ich will Dich nicht verlassen, noch versäumen! Herr, wir halten fest an Deinem Worte! Herr, wir bauen auf Deine Zeugnisse! Wer mag noch daran gedenken, was diese Nacht ihm genommen? Wessen Brust ist nicht durchströmt von dem Trost aus der Höhe? Wessen Herz schlägt nicht kindlich froh dem Vaterherzen droben entgegen? Er hat Seinen Boten vorausgesandt, diesen Kelch. Er ist da und teilet einem Jeden aus Seiner reichen Fülle. Er ist da und mit Ihm weltüberwindende Kraft und freudige Hoffnung. Er ist da, Du Tochter Zions, und hat aufgerichtet in Deinem Herzen Sein Heiligtum, dessen Grund ist der Fels der Zuversicht, dessen Säulen sind Licht und Gnade, dessen Altar ist Verheißung dieses und des zukünftigen Lebens, dessen Zinne ist Friede und Seligkeit. Arm und hülflos, wie wir aus dem Mutterschoße hervorgegangen sind, stehen wir wieder vor Ihm. Er will uns neugeboren werden lassen, daß wir fortan ganz die Seinen sind, genährt nur von der lautern Milch des Glaubens, stark nur in Seiner Stärke, reich nur in Seinem Reichtum, selig nur in Seiner Liebe. Herr, unser Gott, hier sind wir! Wir sind Dein; Deines Reiches Erben, nicht mehr Kinder der Zeit!
Das Zeitliche vergeht der Zeit zum Raube;
Doch ewig bleibt die Liebe und der Glaube!
[3] Dieser Knabe, in dem Kirchenbuche der nun der nächstgelegenen Insel zugepfarrten Gemeinde das vorletzte Kind, — die nach dem frühen Tode der erstgeborenen jetzt älteste Tochter des Verfassers dieser Novelle ist das letzte, — wurde in der Taufe: Johannes (Gott ist gnädig) genannt.
[4] Dieser Becher befindet sich jetzt in der Kunst- und Antiquitätenkammer in Kopenhagen.
Die
Collection Spemann
ist in der Absicht begründet, den guten alten Brauch einer eigenen
„Hand- und Hausbibliothek“
wieder zu Ehren zu bringen. Neben dem vollberechtigten Interesse an der anziehenden Zeitungslektüre wollen wir die Freude an dem abgeschlossenen Buche wieder zu wecken suchen.
Keine Litteratur der Welt besitzt einen solchen Reichtum von eigenen wie von angeeigneten Werken unvergänglichen, klassischen Wertes, als gerade die deutsche. Wie die Werke unserer deutschen Geisteshelden dem Fortschritt der Menschheit die Wege gewiesen, so hat die Litteratur der ganzen Welt durch unsere Uebersetzungskünstler auf uns zurückgewirkt. Franzosen und Engländer, Russen und Italiener, Spanier und Skandinavier, Römer und Griechen mußten ihr Bestes hergeben — durch musterhafte Uebertragungen sind sie in unsere Litteratur aufgenommen. Romane, Novellen und Dramen, schildernde und sachlich belehrende Reisebeschreibungen, Memoiren und Geschichtswerke, naturwissenschaftliche und medizinische Schriften — ein unermeßlicher Reichtum des Besten und Edelsten ist unser.
Aber wem ist es geboten, für die Stunden der Muße und geistigen Erbauung sich aus dieser reichen Fülle das Edelste und Beste, das Brauchbare und Gute auszusuchen und zusammenzustellen zu einem wahren litterarischen Hausschatz? Nur wenig Bevorzugten! Die Gesammtheit des Lesepublikums ist mehr oder minder darauf angewiesen, es dem Zufall zu überlassen, was er ihm bietet oder was äußere Mittel zu erlangen gestatten.
Da ist es nun die „Hand- und Hausbibliothek“, deren Zusammenstellung bewährte und kenntnisreiche Männer leiten, die beseelt sind von dem schönen Gedanken, die geistigen Errungenschaften weitesten Kreisen zugänglich zu machen — die „Deutsche Hand- und Hausbibliothek“ die mit jedem neuen Band jenen Hausschatz bereichert und vermehrt in wohldurchdachter Wahl. Ja noch mehr, die den Genuß dessen, was sie bietet und bringt, erhöht und erweitert durch Einleitungen der namhaftesten Forscher, durch biographisch-kritische Vorworte gewissermaßen die engere Bekanntschaft zwischen Autor und Leser vermittelt.
Das deutsche Buch ist fast sprichwörtlich geworden durch seine hohen Preise, die nur Wenige zu erschwingen im stande sind. Fünf bis sieben Mark ist der gewöhnliche Preis einer Oktavbandes. Wir wagen es und geben unsere Bände
gebunden für 1 Mark,
ein Preis, wie er noch nie und nirgends aufgestellt ist.
Wir geben unsere Bände gebunden in schönem und solidem, von Künstlerhand entworfenen Einband. So sind unsere Ausgaben nie dem Auseinanderfallen beim Lesen und ebenso nie der Fährlichkeit ausgesetzt, von ungeschickten Buchbindern verdorben oder in häßlicher Ungleichheit gebunden zu werden. Damit auch dem so ärgerlichen Verlieren beim Ausleihen vorgebeugt werde, hat jeder Band ein Bibliothekschild zur Einzeichnung des Namens des Besitzers. Da ferner alle Bände in gleichem Einband erscheinen, so kann der Bezug der Collection Spemann an jedem Ort Deutschlands und des Auslandes begonnen und fortgesetzt werden.
Jeder Band ist einzeln käuflich. Wir eröffnen aber auch ein Abonnement auf eine Serie von 20 Bänden. Alle zwei bis drei Wochen soll ein Band erscheinen und jeder Abonnent einer Serie erhält
den 20. Band gratis.
Damit ist Gelegenheit geboten, eine musterhafte Bibliothek für sich und die Familie für einen Betrag zu erhalten, welcher kaum den Abonnementsbetrag einer größeren Leihbibliothek überschreitet.
Wir hegen die Zuversicht, daß die Nation der „Deutschen Hand- und Hausbibliothek“ eine freundliche Aufnahme gönnen werde.
Inhalt der ersten Serien
(vorbehaltlich etwaiger Abänderung im Einzelnen).
Louise von François, Zwei Erzählungen. Mit einem biographisch-kritischen Vorwort von Joseph Kürschner.
Zwei Kabinettsstücke vollendeter Erzählungskunst, welche mit den besten Mitteln die tiefste und ästhetisch reinste Wirkung erzielt.
Karl Immermann, Der Oberhof. Mit einer Einleitung von Levin Schücking.
Die vorzüglichste deutsche Dorfgeschichte, die treffendste Schilderung westfälischen Bauernlebens, voll realistischer Wahrheit, anmutender Frische, zum Herzen sprechender Poesie.
Miguel de Cervantes Saavedra, Moralische Novellen. Eingeleitet von Otto von Leixner.
Durch Selbständigkeit und Mannigfaltigkeit der Stoffe nicht weniger als durch scharfe, lebensvolle Charakteristik ausgezeichnete Leistungen des berühmten Verfassers des „Don Quixote“.
J. Ch. Biernatzki, Die Hallig oder die Schiffbrüchigen auf dem Eilande in der Nordsee. Roman. Mit einer Einleitung von Heinrich Düntzer.
Mit fesselnder Anschaulichkeit geschriebene Nordseegeschichte, die das so eigenartige Lokalkolorit meisterhaft wiedergiebt und die Sturmflut von 1825 mit ergreifender Wahrheit schildert.
August Becker, Auf Waldwegen. Mit einer Einleitung von Joseph Kürschner.
Eine durch Einfachheit der Charakterzeichnung wie Naturwahrheit der Scenerie gleich ausgezeichnete Erzählung des wohlbekannten Verfassers von „Rabbis Vermächtnis“.
Nicolas Gogel, Russische Novellen. Mit einer Einleitung von Friedr. Bodenstedt.
Die mitgeteilten Novellen enthalten u. A. die vollendetste Leistung Gogols „Taraß Bulba“, eine Erzählung aus der Ukraine von überwältigender Schönheit und erhabener Einfachheit.
Sophie Junghans, Die Erbin wider Willen. Mit einem biographisch-kritischen Vorwort von Joseph Kürschner.
Eine Familiengeschichte im besten Sinne des Worte, die den Leser anheimelt und von der er mit dem vollen Bewußtsein scheidet, eine gute und liebe Bekanntschaft gemacht zu haben.
Alain René Lesage, Der Hinkende Teufel. Miteiner Einleitung von Ferd. Lotheißen.
Der hinkende Teufel Asmodi gewährt seinem Retter einen Einblick in alle Häuser Madrids, was zu den lebendigsten und köstlichsten Schilderungen von Scenen verschiedenster Art Anlaß giebt.
James Fenimore Cooper, Der Bravo. Mit einer Einleitung von L. Pröscholdt.
Diese der Geschichte Venedigs entnommene Erzählung des bedeutendsten amerikanischen Romanschriftstellers erregt durch reiche Handlung und ungemein lebendige Schilderungen bis zum Schluß anhaltende Spannung.
Ludwig Achim von Arnim, Die Kronenwächter. Roman. Mit einer Einleitung von Johannes Scherr.
Bedeutender historischer Roman aus dem Zeitalter Maximilians, großartig concipiert, ein treuer Spiegel des deutschen Lebens im Mittelalter, in echt poetischer Beleuchtung.
Levin Schücking, Etwas auf dem Gewissen. Mit einem biographisch-kritischen Vorwort von Joseph Kürschner.
Eine der besten neueren Leistungen des gefeierten deutschen Erzählers, von origineller, fesselnder Prägung.
Washington Irving, Alhambra. Mit einer Einleitung von L. Pröscholdt.
Eine der reizendsten Schöpfungen Irvings, welche alle Vorzüge des überaus gewandten Schriftstellers im hellsten Lichte zeigt und mehr bekannt zu werden verdient, als sie es ist.
Homers Odyssee. Uebersetzt von Voß. Mit einer Einleitung von Jakob Mähly.
Von Homers Epen, den hervorragendsten und unvergänglichen der Weltlitteratur, schildert die Odyssee die Irrfahrten und schließliche Heimkehr des Odysseus.
Ludovika Hesekiel, Von Lieb’ und Treue! Erzählungen. Mit einem biographisch-kritischen Vorwort von Joseph Kürschner.
Die höchst originelle Art des Erzählens, die L. Hesekiel so charakteristisch von vielen ihrer Kolleginnen unterscheidet, zeigt sich in diesem Bande um so mannigfaltiger, als es eine ganze Reihe einzelner Erzählungen sind, die sie bietet.
Charles Dickens (Boz), David Copperfield. Mit einer Einleitung von L. Pröscholdt.
Der beste Roman des berühmten Romanschriftstellers und vorzüglichen Humoristen, um so anziehender und interessanter, als der Dichter darin zum Teil seine eigenen Erlebnisse schildert.
A. Schroot, Der Dampf im Dienste der Menschheit. Mit zahlreichen Illustrationen.
In allgemein verständlicher Form gehaltene und anziehende Darstellung der Verwendung eines der wichtigsten Faktoren im industriellen und Verkehrsleben der Gegenwart, mit erläuternden historischen Rückblicken.
Wunderbare Reisen und Abenteuer des Freiherrn von Münchhausen. Mit einer Einleitung von Joseph Kürschner.
Die mehr dem Hörensagen nach, als aus der Lektüre im Publikum bekannten unglaublichen Lügengeschichten des Freiherrn Hieronymus von Münchhausen, die noch heute bei Jung und Alt allgemeinen Interesses gewiß sind.
Briefwechsel zwischen Schiller und Goethe. Eingeleitet von Robert Boxberger.
Eines der schönsten Vermächtnisse des unvergänglichen Dichterpaares, eine Fundgrube erhebender Gedanken, die lautersten Offenbarungen über die Beziehungen der großen Geister zu einander und zu ihrer Zeit, das unentbehrliche Supplement zu allen Ausgaben ihrer Werke.
Zehn Jahre geographischer Forschungen und Entdeckungen. Nach den Originalberichten der berühmtesten Reisenden zusammengestellt u. mit einer Einleitung versehen.
Treue und anschauliche Schilderung der großen Entdeckungsfahrten, welche während des letzten Jahrzehnts unternommen wurden, mit entsprechendem kritischen Beiwerk zur Erkenntnis ihrer wissenschaftlichen Bedeutung.
E. T. A. Hoffmann, Elixire des Teufels.
Diese für die Geschichte der romantischen Schule hochbedeutsamen Nachtstücke sind mit glühender Phantasie geschrieben, welche auch da, wo sie ins Ungeheuerliche gerät, die spannendste Illusion erzeugt.
Karl Julius Weber, Demokrites oder hinterlassene Papiere eines lachenden Philosophen. Ausgewählt und mit einer Einleitung versehen.
Höchst unterhaltendes Buch mit einer unerschöpflichen Fülle von Witz, Humor, Ironie, guten Einfällen und köstlichen Anekdoten, die auch dem schwärzesten Hypochonder ein Lächeln abnötigen.
Max King, Frauenherzen. Zwei Erzählungen. Mit einer Einleitung.
Zwei tief empfundene kleine Novellen, aus dem Herzensleben der Frau, ihren Irren und Erkennen, Leiden und Siegen, auf dem Hintergrund gut getroffener gesellschaftlicher Zustände.
Linguet, Enthüllungen aus der Geschichte der Bastille. Mit einer Einleitung.
Der Advokat Linguet, der seiner Zeit wohlbekannte Publizist, erzählt in diesem Buch seine Haft und Behandlung in dem berühmten französischen Staatsgefängnis kurz vor der französischen Revolution.
Frederick Marryat, Der Pirat. Mit einer Einleitung.
Ueberaus fesselnder und spannender Roman dieses namhaftesten Meisters der Seeromandichtung mit glücklich entworfener und durchgeführter Handlung, farbenprächtigen Schilderungen.
A. Schroot, Die Elektricität. Mit zahlreichen Abbildungen.
Zeitgemäßes Seitenstück zu desselben Autors Buch vom Dampf. Auf Grund der besten Quellen entworfene Geschichte der Dienstbarmachung der Elektricität im Dienste der Menschheit, unter Berücksichtigung der epochemachenden Fortschritte auf diesem Gebiet in unserer Zeit.
Joh. Jak. Engel, Lorenz Starck. Ein Charaktergemälde. Mit einer Einleitung.
Einer der vorzüglichsten Familienromane der deutschen Litteratur, sowohl durch inneren Gehalt wie durch die Darstellungsform ausgezeichnet.
Daniel Defoë, Leben und wunderbare Abenteuer Robinson Crusoës. Mit einer Einleitung.
Dieses zu den verbreitetsten Büchern der Welt gehörende Werk, aus zahlreichen Bearbeitungen für die Jugend bekannt, erscheint hier in der Originalfassung, die den Leser lebhaft fesseln und manche liebe Reminiscenz an die Kindheit auffrischen wird.
Wohlgefülltes Schatzkästlein deutschen Scherzes und Humors. Zu Nutz und Frommen lachlustiger Leser aus den Schächten deutscher Litteratur ans Licht befördert.
Reichhaltigste Sammlung alles Dessen, was an Scherz und Humor vereinzelt verschiedenen Orts vorkommt, zur Unterhaltung und Kürzung müßiger Stunden nicht minder, wie als Beitrag zur Erkenntnis deutschen Gemüts und Verstandes zusammengetragen.
Hans Christian Andersen, Der Improvisator. Roman. Mit einer Einleitung.
Der sinnige Kinderfreund, der liebenswürdige Märchenerzähler Andersen bietet in dem „Improvisator“ den Erwachsenen unter seinen Verehrern ein vollendetes Kunstwerk, das meisterhaft erzählt, ungemein ansprechend wirkt.
Aus dem Leben eines deutschen Reichsritters. Selbstbiographie Götz von Berlichingens. Mit einer Einleitung.
Eines der charakteristischen Memoirenwerke aus dem 16. Jahrhundert, bedeutsam zur Beurteilung des damaligen Adels und für den deutschen Leser um so interessanter, als der größte deutsche Dichter den Selbstbiographen zum Helden eines unvergänglichen Dramas machte.
Ludwig Ziemssen, Umwege zum Glück. Ein Roman. Mit einer Einleitung.
Sinnige anmutige Erzählung des beliebten Schriftstellers, der darin in ansprechendster Weise ein Vorkommnis im modernen Leben mit lebensvollen und lebensfrischen Farben ausführt.
Aus den Briefen der Madame de Sevigné. Mit einer Einleitung.
Die Briefe der Md. de Sevigné, eine der vorzüglichsten Schriftstellerinnen Frankreichs, zeichnen sich durch lebhaften Geist, wahres Gefühl aus und bieten die lebendigsten Schilderungen, charakteristischsten Aeußerungen und Anekdoten der franz. Hofverhältnisse im 17. Jahrhundert.
Konrad Arnold Kortüm, Die Jobsiade. Ein komisches Heldengedicht. Mit einer Einleitung.
Mit prächtiger Laune und vielem Witz geschriebenes niedrig-komisches Gedicht, das in seinem Genre als das beste Erzeugnis der deutschen Litteratur gilt und heute noch ebenso wie zur Zeit seiner Schöpfung wirkt.
Alessandro Manzoni, Die Verlobten. Eine mailändische Geschichte. Mit einer Einleitung.
Einer der vorzüglichsten historisch-nationalen Romane der Weltlitteratur, der das italienische Leben im 17. Jahrhundert mit Meisterschaft schildert, mit einer Wahrheit, einem Farbenreichtum, der das Geschriebene als Wirklichkeit erscheinen läßt.
Friedrich Freiherrn von der Trencks merkwürdige Lebensgeschichte. Mit einer Einleitung.
Selten haben die Schicksale eines Menschen so lebhaftes und allgemeines Interesse erregt, wie die des Freiherrn von der Trenck, dessen Lebensbeschreibung eine Fülle interessanter Momente darbietet.
Aus dem Leben eines Humanisten im 16. Jahrhundert. Selbstbiographie Thomas Platers. Mit einer Einleitung.
Hochinteressantes und kulturhistorisch wichtiges Memoirenwerk, eines durch Nacht zum Licht gelangten Mannes, der es vom Ziegenhirten bis zum Rektor der lateinischen Schule in Basel brachte.
Joseph Franz Isla, Geschichte des berühmten Predigers Gernudio von Campazas. Mit einer Einleitung.
Nächst dem „Don Quixote“ des Cervantes der bekannteste Roman der spanischen Litteratur, sittengeschichtlich höchst wertvoll und von packendem Humor.
H. J. Christoffel von Grimmelshausen, Der abenteuerliche Simplicissimus Teutsch. Mit einer Einleitung.
Die bedeutendste Sittenschilderung des 17. Jahrhunderts in der deutschen Geschichte. Die Arbeit zeigt die tiefsten Einblicke in das Kriegsleben, den Aberglauben der Zeit u. s. w. in buntestem Wechsel und das alles mit einer Frische und einem Humor von geradezu frappierender Wirkung.
Heinrich von Kleist, Mustererzählungen. Mit einer Einleitung.
Dieser Band eint die besten der durch ihren klassischen Stil, wie durch Schärfe der Charakteristik, vorzügliches Kolorit und lebendige Spannung ausgezeichneten Erzählungen des Dichters der „Hermannsschlacht“ und des „Käthchens von Heilbronn“.
Aus dem Briefwechsel Charlotte Elisabeths von der Pfalz. Mit einer Einleitung.
Eine der treffendsten Schilderungen von den Verhältnissen und Personen am Hofe des „großen Königs“ Ludwigs XIV. aus der Feder der scharfblickenden Witwe des einzigen Bruders des letzteren.
Wolfram von Eschenbach, Parzival. Mit einer Einleitung.
Die tiefe und gedankenreiche Schöpfung aus dem Anfang des 13. Jahrhunderts, die den ersten Platz unter den höfischen Epen der deutschen Litteratur einnimmt, dürfte in unseren Tagen mit um so mehr Interesse gelesen werden, als es zur Zeit ein deutscher Dichter unternommen hat, den Parzival als musikalisches Drama der Nation vorzuführen.
Wilhelm Hauff, Lichtenstein. Mit einer Einleitung.
Von dem besten deutschen Erzähler im ersten Viertel dieses Jahrhunderts die mit Recht beliebteste Erzählung, die auf einem prächtig gezeichneten historischen Hintergrund eine poetisch anmutende Herzensgeschichte abspielen läßt.
Ludwig Börne, Briefe aus Paris. Mit einer Einleitung.
Die geschichtlich hochinteressanten Aufzeichnungen, von denen Gottschall sagt, es seien „dithyrambische Philippiken, elegische Wehrufe, satyrische Bambocciaden, der blutrote Maskenscherz eines weichen Gemüts“.
Walter Scott, Kenilworth. Mit einer Einleitung.
Einer der berühmtesten historischen Romane des Schöpfers dieser Gattung, der in der Regierungszeit der Königin Elisabeth spielt und all’ die berühmten Vorzüge Scott’scher Erzählungskunst aufweist.
Georg Christ. Lichtenberg, Vermischte Schriften. Mit einer Einleitung.
Auswahl der besten Arbeiten des eben so geschmackvollen wie geistvollen Schriftstellers, der über den feinsten und schneidigsten Witz verfügte und die Ueberspanntheit in der Litteratur seiner Zeit mit Erfolg bekämpfte.
Saint Simon, Denkwürdigkeiten. Mit Erläuterungen und einer Einleitung.
Die Denkwürdigkeiten Saint-Simons, des Tacitus Frankreichs, werfen grelle Lichter auf den Hof Ludwig XIV. und Ludwig XV. und sind in unserer Ausgabe unter Vermeidung des weniger Wichtigen und Anziehenden wiedergegeben.
Caroline von Wolzogen, Agnes von Lilien. Mit einer Einleitung.
Dieser vortreffliche Roman der Schwägerin Schillers, der höchst ansprechende Schilderungen des deutschen Familienlebens enthält, wurde bei seinem ersten Erscheinen selbst von den beiden Schlegels für ein Werk Goethes gehalten.
Johann Heinrich Jung Stillings Lebensgeschichte. Mit einer Einleitung.
Der Verfasser dieser Autobiographie genoß wie bekannt des großen Altmeisters Goethes besondere Gunst, der auch die als ächtes Volksbuch wirkende erste Abteilung (Jugendgeschichte) selbst zum Druck beförderte.
Das Nibelungenlied. Ins Hochdeutsche übertragen und mit einer Einleitung versehen.
Das vollendetste deutsche Volksepos, in dem sich in reinster Unmittelbarkeit das ganze innere und äußere Leben des deutschen Mittelalters spiegelt.
Jean Jacques Rousseau, Die neue Heloise. Mit einer Einleitung.
In poetischer Sprache geschriebener Roman, welcher dem Autor einen seiner glänzendsten Erfolge verschaffte. Das reine Naturleben wird darin den abstoßenden Verhältnissen des wirklichen Seins gegenüber gestellt.
Mathias Claudius, Vermischte Schriften. Mit einer Einleitung.
Auswahl der besten, im Volkston gelungensten litterarischen Arbeiten des Wandsbecker Boten, die von edler, biederer Einfachheit zeugen, welche aus gutem, ehrlichen Gemüt hervorging.
Benjamin Franklins Selbstbiographie. Mit einer Einleitung.
Der hervorragendste Staatsmann Amerikas und einer der berühmtesten Schriftsteller dieses Landes erzählt hier die ebenso interessante wie lehrreiche Geschichte seines reichbewegten Lebens, das nicht nur dem engeren Vaterland, sondern den Interessen der ganzen Menschheit geweiht war.
Horace Walpole, Das Schloß von Otranto. Mit einer Einleitung.
In dieser Arbeit des geistvollen englischen Schriftstellers wird zum erstenmal die Feudalzeit für den Roman verwertet und man muß ihn als Ausgangspunkt der Romantik für Walter Scott bezeichnen.
Denkwürdigkeiten der Markgräfin von Ansbach. Mit einer Einleitung.
Originelle und anziehende Memoiren von historischem und kulturgeschichtlichem Interesse.
Edgar Allen Poe, Amerikanische Geschichten. Mit einer Einleitung.
Sammlung einer Reihe besonders ausgezeichneter Arbeiten des amerikanischen Dichters, der vorzüglich zu erzählen, spannend seine Stoffe zu entwickeln weiß und über eine ganz außergewöhnliche Phantasie verfügt.
Adalbert v. Chamisso, Vermischte Schriften. Mit einer Einleitung.
Daß Beste, was der Dichter schuf, der die lobenswerten Eigenschaften der Franzosen mit denen der Deutschen verband, ist hier zusammengetragen worden und giebt ein vollständiges Bild der eigenartigen Dichter-Individualität.
Joachim Nettelbecks Selbstbiographie. Mit einer Einleitung
Der mutige Retter Kolbergs, der Freund Schills und Genosse Gneisenaus, den alle deutschen Bürgertugenden zierten, giebt hier das Bild seines reichbewegten Lebens, dessen fesselnden Reiz niemand verkennen wird.
Edward George Bulwer, Eugen Aram. Mit einer Einleitung.
Vortrefflich geschriebener Roman des namhaften englischen Dichters und Staatsmannes, ausgezeichnet vor allem durch psychologische Feinheiten der Schilderung.
Giovanni Franceso Straparola, Erzählungen. Mit einer Einleitung.
Eine Folge ansprechender Novellen, die leicht und angenehm erzählt und in origineller Weise aneinander gereiht sind.
Till Eulenspiegel. Mit einer Einleitung.
Lange Zeit eines der beliebtesten Volksbücher, in denen eine Menge loser Streiche um eine Person gesammelt werden, die als „Held der Handwerks- und Landfahrerwitze“ ein noch heute nicht verschwundenes Dasein führt.
Historia von Dr. Johann Fausten, den weitbeschreyten Zauberer und Schwarzkünstler. Mit einer Einleitung.
Wiedergabe des berühmten alten Volksbuches, aus dem die zu einer außerordentlichen Fülle angewachsene Faustlitteratur hervorgegangen ist.
Jeder Band ist einzeln käuflich,
gebunden 1 Mark = 1 Frc. 35 Cts. = 60 Kr. ö. W. — Franko per Post 1 M. 25 Pf.
Anmerkungen zur Transkription
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- ... „Der König und sein Volk“, und als er durch den Pariser Julisturm ...
... „Der König und sein Volk“, und als [der] durch den Pariser Julisturm ... - ... versucht worden wäre mehr, möglich war. Mander saß mit ...
... versucht worden [wäre, mehr] möglich war. Mander saß mit ... - ... dem Oden Seiner Allgegenwart. Dort der Saum schützender ...
... dem [Odem] Seiner Allgegenwart. Dort der Saum schützender ... - ... sie zu einem Gewitter zu sammeln, wenn sie nicht so friedsamer ...
... [sich] zu einem Gewitter zu sammeln, wenn sie nicht so friedsamer ... - ... unserm Fuß einmal so bequem nud natürlich geworden ...
... unserm Fuß einmal so bequem [und] natürlich geworden ... - ... auch gar mit Zorn nnd Schelten entgegengetreten, er würde an ...
... auch gar mit Zorn [und] Schelten entgegengetreten, er würde an ... - ... Der junge Mander schwankte zwischen Unmut uud Scham ...
... Der junge Mander schwankte zwischen Unmut [und] Scham ... - ... bei jeder passenden Gelgenheit in mir den Seelsorger zeige. ...
... bei jeder passenden [Gelegenheit] in mir den Seelsorger zeige. ... - ... dabei gegenwärtig war, er jenem allmälig einen offenen Blick in ...
... dabei gegenwärtig war, er [jenen] allmälig einen offenen Blick in ... - ... Tages, der für die Hallig ein Tag der chmerzensreichsten Trauer ...
... Tages, der für die Hallig ein Tag der [schmerzens]reichsten Trauer ... - ... Schule der strengsten, aber zugleich heilsamsten Zuch auch für ...
... Schule der strengsten, aber zugleich heilsamsten [Zucht] auch für ... - ... sein zu könen. ...
... sein zu [können]. ... - ... der Scheidende dem Pastor und seiner Gattin darboten, ...
... der [Scheidenden] dem Pastor und seiner Gattin darboten, ... - ... Flutenschwall in’s Haus und zerspitterte im furchtbaren ...
... Flutenschwall in’s Haus und [zersplitterte] im furchtbaren ...