39.

Dresden, d. 7. Jun. 1810.

Mein lieber Vater,

Gestern Abend sind wir hier zu Dresden angekommen, um übermorgen nach Teplitz, zur völligen Wiederherstellung meiner Gesundheit reisen. Ich bin jezt doch noch zu angegriffen, um die Reise nach Rammenau machen zu können; ich werde aber bei meiner Rükkehr aus den Böhmischen Bädern, etwa im August, ganz gewiß meine lieben Eltern besuchen

Ich bin im ganzen sehr gesund, nur ist der Gebrauch des einen Beins noch schwierig. Meine Frau, und mein Herrmann sind gleichfalls wohl. Wir bitten Sie herzlich, das beiliegende als ein kleines Feyertagsgeschenk anzunehmen.

Meine Frau, und mein Sohn grüßen herzlich.

Ihr Sie liebender Sohn
Gottlieb Fichte.