40.
Teplitz, d. 7. August, 1810.
Mein theurer Vater,
Ich werde, wenn alles nach meiner Berechnung geht, künftigen Montag d. 13. Abends mit den meinigen, Sie besuchen; auch d. 14ten noch größtentheils bei Ihnen zuzubringen. Das Nachtlager jedoch werde ich, um Ihnen nicht unangenehme Weitläuftigkeiten, und Zurüstungen zu verursachen, zu Bischofswerda im Gasthofe nehmen
Ich hoffe Sie alle in der besten Gesundheit anzutreffen, und dann mündlich das mehrere. Jezt nimmt meine Frau, die lieber schreibt, denn ich, die Feder.
[Der nächste Satz von Johanna:]
Ich grüße Sie alle von ganzem Herzen, und hoffe Sie bald zu umarmen, Leben Sie wohl, auf ein glükliches Wiedersehn
Fichte.
Aufschrift:
Herrn Christian Fichte
zu
Rammenau
p. Bischofswerda.
Noch in demselben Jahre erlitt sein Vater einen Unfall, wobei namentlich auch Johanna sich zärtlich besorgt zeigt. Die im nächsten Briefe und später erwähnte Hannchen war Fichte's Nichte, die er zu sich genommen.