Fußnoten.
[1] Ein damals berühmter Kunstreiter.
[2] In Korfu wurden alle Leichen von einiger Destinktion ohne Sarg in die unterirdischen Kirchengewölbe gesenkt, wo sie durcheinander verwesten, daher die Kirche einen allgemeinen Sarg hatte, in dem sie alle Toten abholen ließ und in welchem jeder während den Zeremonien in der Kirche ausgestellt wurde. Diese Leichen wurden nach beendigtem Gottesdienst und wenn die Kirche geschlossen war, aller Kleider beraubt und nackt in die Gruft geworfen. Nur bei Personen, die sich ein besonderes, wegen des geringen Raums der Kirche sehr teures Begräbnis erkauften, wurde eine Ausnahme gemacht. Die Soldaten wurden ohne Unterschied auf einem dazu bestimmten Platz vor der Stadt in die Erde verscharrt.
[3] Wir haben allen Grund zu glauben, daß der tote Verfasser dieser Denkwürdigkeiten selbst der Lebendigbegrabene war, wie aus einigen von ihm geschriebenen Briefen ziemlich klar hervorgeht, was er aber, wenigstens bei seinen Lebzeiten, nicht gerne Wort haben wollte.
[4] Man kann sich einen Begriff davon machen, wie die Zensur der freien Stadt Frankfurt gehandhabt wurde, wenn man erfährt, daß der Zensor vom Bürgermeisteramt die Instruktion hatte, alles zu streichen was er nicht verstünde. Dies kam daher, daß der gute Mann manche Artikel, die einen etwas verblümten Sinn gehabt, in aller Unschuld hatte stehen lassen, wodurch er dem hohen Senat mehr als einen Wischer vom Bundestag zuzog, wo er sich dann mit Unwissenheit über dessen Bedeutung entschuldigt hatte. – „So streichen Sie in Teufels Namen was Sie nicht verstehen,“ hatte ihm der jüngere Bürgermeister anbefohlen; da nun der gute Mann fast gar nichts verstand, so kann man denken, wie er strich. – Über Frankfurter Verhältnisse durfte ein für allemal in den Frankfurter Blättern gar nichts gedruckt werden, nicht einmal die gehorsamste Anfrage wegen irgend eines Übelstandes, denn – im Dunkeln ist am besten munkeln.
[5] Robert Blum! – Der Setzer.
Druck von F. E. Haag, Melle i. H.
Anmerkungen zur Transkription
Diese Ausgabe von 1916 wurde gegenüber der Erstausgabe von 1848/49 „um Weitschweifigkeiten und Wiederholungen verkürzt“, wie der Herausgeber im Nachwort konstatiert (Band 3). Die Kürzungen im Text wurden in der 1916’er Ausgabe folgerichtig in den Rubriken sowohl im Inhaltsverzeichnis am Anfang des Buches als auch am Beginn der jeweiligen Kapitel reflektiert. Wo dies versehentlich zu Diskrepanzen zwischen den beiden jeweiligen Rubriken geführt hatte, wurden in dieser eBook-Ausgabe nach eingehendem Vergleich mit der Erstausgabe die jeweils überzähligen Rubriken entfernt. Darüber hinaus wurde jedoch kein weitergehender Versuch unternommen, die generelle Übereinstimmung von Kürzungen im Text und im Inhaltsverzeichnis zu überprüfen.
Fußnoten wurden am Ende des Buches gesammelt.
Offensichtliche Fehler wurden stillschweigend korrigert. Weitere Änderungen sind hier aufgeführt (vorher/nachher):
- ... rücksichtslos ihren Leidenschaften die Zügel schließen. Bekannt ...
... rücksichtslos ihren Leidenschaften die Zügel [schießen]. Bekannt ... - ... das Echo ihres Gatten, dem sie, so sehr es sich tun ließ, in ...
... das Echo ihres Gatten, [den] sie, so sehr es sich tun ließ, in ... - ... Caserta begab, zog sich Murat maulend nach Capo die monte ...
... Caserta begab, zog sich Murat maulend nach Capo [di] monte ... - ... Einwohnern, die am Adriatischen Meer im Golf von Manfredona ...
... Einwohnern, die am Adriatischen Meer im Golf von [Manfredonia] ... - ... liegende Dörfer, so waren wir bald von dessen Bewohnern ...
... liegende Dörfer, so waren wir bald von [deren] Bewohnern ... - ... ‚Halt!‘ zu, während meine Albanese sein Gewehr anlegte. ...
... ‚Halt!‘ zu, während [mein] Albanese sein Gewehr anlegte. ... - ... ihm am Tage unseres Abmarsches wissen, daß ich sehr bedaure, ...
... [ihn] am Tage unseres Abmarsches wissen, daß ich sehr bedaure, ... - ... hatte, das uns mitteilte, daß es unmöglich zur Haustüre ...
... [hatten], das uns mitteilte, daß es unmöglich zur Haustüre ... - ... konnte. Madame Julius wollte ihr beste Freundin zur ...
... konnte. Madame Julius wollte [ihre] beste Freundin zur ... - ... suchte. Verdruß und manchen Ärger, die ich mir allerdings ...
... suchte. Verdruß und [mancher] Ärger, die ich mir allerdings ... - ... Kongresses hatte sie der Kaiser Alexander, der König von ...
... Kongresses [hatten] sie der Kaiser Alexander, der König von ... - ... Wege stehe. Ich machte ihm deshalb einen Besuch, teilte ...
... Wege [stehen]. Ich machte ihm deshalb einen Besuch, teilte ... - ... Hals haben. Anderseits muß ich gestehen, daß ich auch ...
... Hals [zu haben]. Anderseits muß ich gestehen, daß ich auch ...