Breitenhof

mit einer Handvoll hölzerner Hütten und Häuser in seiner Anspruchlosigkeit. Christoph Müller von Berneck aus Joachimsthal erbaute es mit landesherrlicher Vergünstigung im Jahre 1593, nachdem dessen Vater vorher schon oberhalb Breitenhof am Rothenbach auf einem Kieslager Bergbau getrieben und dabei viel Magneteisenstein getroffen hatte. Dieser Hans von Berneck nennt seinen Grubenbau selbst ein altes Bergwerk und erhielt im Jahr 1569 schon die Erlaubniß zur Erbauung einer Vitriol-, Schwefel- und Zinnschmelzhütte mit dem Vorzuge, daß innerhalb 10 Jahren Niemandem gestattet sein solle, ein ähnliches Hüttenwerk anzulegen; jedoch in der Voraussetzung, daß sich der Besitzer befleißigen solle, sich mehrentheils aus kaiserlicher Waldung zu verholzen.

Diese Anlagen sind theilweise bis zur Gegenwart erhalten, periodisch betrieben und unter dem Namen »Vitriolwerk St. Christoph« bekannt. Wie lebhaft der von Berneck sein Berg- und Hüttenwerk betrieben haben muß, geht aus einer Bittschrift hervor, nach welcher er am 7. Nov. 1594 um die Erlaubniß zur Anlegung einer Mühle bat, »weil er täglich über 100 Personen halten müsse.«

Oberhalb Breitenhof mündet der Ortbach in das Schwarzwasserthal auf der Stelle aus, wo das Dorf