Fußnoten

[1] Diese und alle folgende derartige Angaben sind aus den Schriften des Central-Comité des statistischen Vereins vom Jahre 1837 genommen.

[2] Schwarzenberg brannte am 2. Mai 1824 bis auf das Schloß und die Kirche nieder, ist aber mit weit hübscheren Häusern, die dem Städtchen eine entsprechende Sauberkeit verleihen, völlig wieder aus der Asche hervorgegangen.

[3] In den ältesten Zeiten war es ein Kugelhammer, verfiel aber in eine Caducität. Am 9. Octbr. 1557 verlieh Kurfürst August dieses verfallene Werk an den Bergschreiber Hans Schwarz in Annaberg.

[4] In den Mittheilungen des statistischen Vereins für das Königreich Sachsen, 3. Liefer., S. 5, wird des Oswalds- oder Schwarzbaches, welche die Pöhla in Wildenau, kurz vor ihrer Vereinigung mit dem Schwarzwasser, aufnimmt, keiner Erwähnung gethan, ob es schon namhafte Bäche sind und Mühlen und Bergwerksmaschinen treiben.

[5] M. Körner in seinen Nachrichten über Bockau hält Druiden für gleichbedeutend mit Götzenpriestern, welche den suevischen Völkern angehörten, die nach Plinii, Senecae und Caesaris Berichten zwischen dem Rhein und der Elbe wohnten. Diese Priester, erzählt er weiter, haben unter Eichen und Buchen, auf welchen die Misteln oder Mispeln wuchsen, Gottesdienst gehalten; daher sei Drude oder Drudenfuß noch heut zu Tage ein Gegenstand des Aberglaubens unter den gemeinen Leuten. Dagegen will M. Oesfeld, in seinen historischen Beschreibungen vom Erzgebirge, Trute von Gertraut, Traut oder Traute, welches so viel als lieb heißt, ableiten, und dafür Trautenau oder Liebenau bei Halle als Beleg angesehen wissen.

[6] Schorlau, Zschorla heißt wendisch: die Quelle, daher zschörlen: quellen.

[7] Nach Melzer's Chronik von Schneeberg, S. 89, ist dieser Floßgraben im Jahre 1556 zu bauen angefangen und 1559 vollendet worden.

[8] Bockau ist, nach M. Körner, ein altes sorbisches oder wendisches Wort und heißt so viel als: Gott oder Gotteshain, Götzenhain. Es hieß in ältern Zeiten Boug und Bouh und böhmisch: Buh (lies: Buch). Ow, owe, iz, ina sind Distributivendungen, wodurch Heimath und Besitz bezeichnet wird. Deshalb ist Boukowe oder Boukow, Bukwiz und Bukwina entstanden. Auf den Kirchen- und Gerichtssiegeln befindet sich gegenwärtig ein aufrecht stehender Bock, weil die Einwohner nur der Aussprache, nicht aber der Etymologie zugethan scheinen.

[9] Es hat sich die Sage im Volke erhalten, das die jetzt allgemein bekannten Preißelbeeren ihren Namen von diesem Preißler empfingen, weil dieser sie erst in den Handel gebracht und genießbar zu machen gelehrt habe.

[10] Rittersgrün besteht eigentlich aus Ober-, Unter- und Hammer-Rittersgrün; diese bilden aber gegenwärtig eine Gesammtheit, die 157 Häuser mit 2319 Menschen zählt. Hammerrittersgrün hat eigene Gerichte.

[11] Aus einem Rescripte vom Churfürst Johann Georg III. d. d. Dresden den 27. August 1686 geht hervor, daß aus einer Menge alter Wäschen und Pochwerken kleine Häuser entstanden sind, nachdem jene wahrscheinlich aus Mangel an Erzen nicht mehr benutzt werden konnten.

[12] Die Schlacken von den Eisenhüttenwerken sehen himmelblau und smaragdgrün; sie werden gepocht, um das darin im Kleinen befindliche Eisen auszuwaschen, der Schlackensand aber wird in die Fluth getrieben, wo er abgerundet ihr Bett bedeckt.

[13] Am Zigeuner liegt die Grube Fridolin mit ihren schönen einfachen Säulen des Zinnsteins, Pistacit, Arinit, Sahlit u. s. w.

[14] Siehe des Pfarrers Schreiter zu Elterlein Geschichte des Prinzenraubes. Leipzig, bei Kummer 1804, S. 51.


Weitere Anmerkungen zur Transkription

Die unterschiedliche Schreibweise von Ortsnamen wurde beibehalten.

S. 17: Blaufarbarbenwerk → Blaufarbenwerk
mit dem Pfannenstieler Blaufarbenwerk oben

S. 32: Gäuse → Gänse
Oskar hütet die Gänse und Heloise sammelt Holz