Begräbnis

Den Bleichgesichtern schlagen Fackeln Narben.

Die Trommel in die weite Runde bellt.

Ein Zuckerhut der Pyramide Zelt . . .

Fern nur geahnte Ufer hellen Lampenfarben.

Ein Fremder bricht sich schreiend das Genick.

Schief neigen schon der Segel weiße Bogen.

Ein seltener Hauch kommt übers Land gezogen . . .

Wir aber harren auf den Plätzen düsteren Geschicks!

Landschaften in den höheren Lüften wandeln

Und Sterne baumeln zwischendurch an Fäden.

Die Toten glotzen aus den Fensterläden.

Glutwogen überspülen Heimatstrande.

Da hebt sich auf des Niles Silberband

Und bäumt sich, fette Schlange, bös empor.

Kamele bluten um der Brunnen Rand.

Bei der Oase brüllt ein Löwenchor.

Die Mumien rütteln sich aus den Verbänden,

Sie tasten sich hinaus zum Labyrinth

Und graben Namen mit den Griffelhänden

In Wüstensand, der heiß vom Himmel rinnt.