Entrückung

Mond in rosa Wolken steht,

Die verwittern schnell, verdunkeln.

Gletscher fern herüberweht.

Fenster und Laternen funkeln.

Heller Gärten Walzer nahen.

Nimm mich hin, du schöner Traum!

Menschen, Tiere, Häuser klagen.

Tief im Fluß vergeht ein Baum.

Ach, ich möchte weiter schicken

Körper dich von irdischem Ort!

Berge, Städte, Landschaft, Brücken

Stehn schon auf und wirbeln fort . . .

Waldung schwanket. In den Haaren

Wühlet knöcherne Hand.

Es kommen an die heiligen Scharen.

Es dröhnet mein Gewand.

Ich ward wie Meer, doch ohne Sturm,

Und Ebene ausgestreckt,

Aus meinem Munde wächst ein Turm,

Wald und Gebirg sich reckt.

Wie herrlich hin ich aufgegangen!

In meinen Augen schläft der Mond.

In meinem Blut schon Sterne fangen

Zu kreisen an mit leisem Ton.