I
Gott brauset mächtig in den Werken,
Die rings umwandeln sich, vergehend und geschehend.
Im donnernden Flug der weißen Wolkensärge,
In Wetterzorn und klirrendem Geträn.
Da wir des Abends wurden eingeliefert,
An hoher Decke klebte Perlenlicht.
Wir wollen uns behalten, nie verlassen,
Uns wenden zu das schreckliche Gesicht.
Es steigen kühl zu uns herein
Wälder, Wiesen und der Berge Flor,
Auch die Stadt will gegenwärtig sein
Mit Brutplätzen und der Menschen Chor.
Die sich zwängten durch die Gitterstangen,
Streuend Träume durchs Gezell —:
Klagemeer und Schrei hat sie empfangen,
Flackern böser Augen, fieberhell . . .
Ja, Bitternis ward in die Brunnen eingelassen.
Nicht herzet Goldluft mehr uns innig-lieb.
Gott, den wir in uns faulen lassen,
Verfärbt die Ströme unseres Blutes trüb.
Mit Mondes Sichel, jäh gekrümmt,
Pflügt auf er den verpönten Leib.
Wir haben Gott in Jammer eingenommen,
Berauschet uns an seinem giftigen Leib.
Gott schreit in uns nach blauer Heimat Frieden.
Gott gräbt empor sich in Erschütterungsstößen.
Der Schlafe Ruh sei ihm wie uns beschieden!
Daß wir in ihm, daß er in uns sich löse!