II

Ich wecke dich, verdrängte Kraft! O Anarchie!

Die Schienen steigen, Harfen, aufgerissen.

Die Länder überschwemmet weit der Sümpfe Vieh,

Versoffene Himmel auf die Erde pissen.

Verdammet ewig! Kraftlos, ausgegoren . . .

Hah! Ihr verröchelnd in verstopften Rinnen,

Versauten Kübeln. Gitterspitzen bohren

Euch durch die Schädel. Spinnen

Ihr, die ihr tastend steile Schächte ziehet

Und mischet euch in Stürze, die sich trüben.

Die Augen Glas und maßlos vorgetrieben,

Verbrannt ihr über Dächer gen den Himmel fliehet.

Verdammet ewig! Schwerterblitze schwingen,

Es brechet auf aussätzige Kastenbrust.

Da schreien Trommeln, alle Türme klingen.

Hah! Ungestört in nie erträumter Lust!

Verdammet ewig! Ordnet euch zum Zug!

Schon wallen Fahnen. Schwarze Chore klopfen.

Ihr ausgehöhlt von spitzer Hagel Tropfen,

Hinwegrasiert von steilgestellter Winde Flug . . .

Verdammet ewig! Eng das Himmelreich,

Nieder die Tore, wo ihr tretet ein,

Der Weg verschottert . . . regenaufgeweicht.

Hah! Vorwärts marsch in euer Qualdasein!

Hah! Zögert nicht! Verfault in grünen Ecken.

Da einer wahrte noch die Kerze gelb.

Wo Arme steif an Schimmelleichen stecken,

Wie Kreuze . . . Heiliges Nachtgewölb,

Das nicht mehr Mond durchfurchet, nicht die Schar

Der Feuersterne mehr, da es zu spät

Geworden. Netzehaar,

Das, finsterer Wald, traurig herniederweht.