III
Es schwingen Sternenvölker ihre Arme,
Die Hacken, wirbelnd an den Sonnemond
Und Lavastrom sich wälzet, der mit warmem
Strahl bohret durch papierenen Horizont
Und schartige Flut die blonden Felder mähet,
Der flammenden Straßenbäume starre Front . . .
Du wieder leuchtend in den Abend spähest,
Du über allen Räumen weit und groß,
Ersehnter Hauch, der letzte Segel blähet.
Du bist das Lächeln spitz wie Schwerter Stoß
Und, Sonnenlanzen, wehen deine Haare.
Du brichst als Sturm in finsteren Städten los.
Ein Vogelheer, das sich zusammenscharet
Und kommet plötzlich überm Berg in Sicht,
Ein Wolkenschiff, das durch die Lüfte fahret . . .
Dich überglänzet grün Laternenlicht,
Dich überstimmen Ruf und Orgelpfeifen . . .
Doch weiß ich, daß du schlafest nicht.
Du steigst empor in langen Achterschleifen,
Du tropfest nieder als der Kerzen Flaum,
Du fließest hin am Weg als heller Streifen,
Dich hängend an der schönen Kleider Saum . . .
Palast mit Tanzmusik in Wüstenei —
Und stellst dich ein in böser Fratzen Traum.
Wir fahren auf, ganz Schweiß, mit Schlafgeschrei.