Triumph

Wir wollen heut bei goldenen Wolken ankern,

In Traumbezirken jener Seligen Andern.

Wo Engel winkend mit den Beinchen schlänkern,

Da werden wir in milden Häfen landen.

Die Erde soll entfleuchen unseren Augen,

Die bald als Inseln wirbeln im Ozean

Beruhigter Bläue. Da des Äthers Lauge

Zersetzte unseres Körpers eklen Tran.

Laßt uns behaglich in den Lüften schreiten,

Die sind verwandelt, ölig und begehrlich-weich.

Verhaßten Bürgern wollen wir entgegenbreiten

Wohl Arme und ein Antlitz, himmlisch-bleich.

Da Wunden schillern groß als Sonnenseee.

Geschwüre schweben, Wolken sanfte Matten.

Ihr fühlet euch geborgen in der Nähe

Der Fächerstrahlen und von Teppichschatten.

Auswurf gesegnet sei und Schmerz gepriesen

Und jede Trennung schön und wunderbar!

Ins Heilige sei jeder Haß verwiesen!

Wir fassen uns ans Herze, innig-wahr.

Einst wankten wir durch Gassen wirre Netze,

Zerdacht die Stirnen und von Fluch bedrückt.

Tod deckte auf die Herrlichkeiten-Schätze,

Wir voll erlebend, stumm und unzerstückt.