V
Nun niemand mehr in dem Bezirke hungert,
Der, seidener Teppich, zwischen Monden hängt
Und niemand hutlos an den Ecken lungert
Und keiner bös sich in die Züge mengt —
Da flüchtet Priester mit der Klingel leis,
Die Dome blühen, Jahre arg beengt,
Und schlagen auf die Dächeraugen weiß,
Die Glocken dröhnend, bunte Blasen, schweben
Und singen im Verein des Höchsten Preis,
Derweil die Flüsse Silberarme heben
Und wirre Landschaft jubelt und zerrinnt,
Doch wir, erwacht von seligen Räuschen, beben
Und bleiben Tastende, verwahrlost, blind
Und suchen dich, die gleichet ewigem Wald,
Da wechseln Höhlen feucht mit Höhen lind.
Wir finden uns heraus als Wanderer alt.