VIII
Ich, der Gottes Angesicht
Nacht für Nacht geschaut:
Ich dünke mir ein festlich grelles Flackerlicht
Dem abendlichen Tage anvertraut.
Ich bin ein Rausch verklungener Zeit,
Ein Traum trunkenster Herrlichkeit.
Es rauschen Bäume schwer im Wind,
Mein Wald, du wirst entlaubt.
Wir die aus dunkler Erde sind,
Wir neigen schwer das Haupt.
Wir sind ein Rausch verklungener Zeit,
Ein Traum trunkenster Herrlichkeit.
Wo lacht dem Leid der heilige Stern?
Erwachst du große Güte?
Ich hab dich liebe Welt so gern,
Ich hab dich lieben Herrn so gern,
Dich Jesu, Schmerzensblüte.
Auch du ein Rausch verklungener Zeit,
Ein Traum trunkenster Herrlichkeit.
Und hab ich alles recht bedacht,
Den Schmerz und auch die Freude,
Den hellen Tag, die dunkle Nacht
Und Lust und Liebe, beide —
Ich bin ein Rausch verklungener Zeit,
Ein Traum trunkenster Herrlichkeit.