XV
Wir ringen. Wir ringen.
Doch wir wissen, wir werden die dunklen Gewalten
Einst noch bezwingen
Und unsere Kämpfe werden uns nicht dumpf behalten,
Sie werden nur unsere Kräfte entfalten
Und uns beschwingen
Und uns den Triumph bringen.
Durch alle Erdenkämpfe werden wir zuletzt
Das Herz unberührt
Doch noch heimwärtstragen
Und durch alles, was uns jetzt
Noch mit Schmerz verführt
Und zu Boden drückt.
Wenn auch jetzt noch dämonisch die Flammen über uns zusammenschlagen
Und unsere Augen rot das Leid benetzt,
Einst werden wir sagen:
Es ist uns schön geglückt.
O daß ein jeder auf seine herrliche Jugendzeit
Stolz sei und sich derer freut!
Wo wir den Wert der Dinge erforschen,
Das Alte vergessen,
Das Neue ermessen,
Fanatisch den alten hergebrachten Rechten
Entgegenwirken und aus den morschen,
Zerfallenen Reichen neue Reiche aufrichten
Und die Grenzen der neuen mit Ekstase verfechten.
Was wir dabei entheiligen,
Was zerstörerische Glut zerreißt,
Wird sich einst wunderbar an jedem Aufstieg beteiligen,
So daß sich am Ende doch alles als gut erweist.
So laßt uns glühen
Und ernst bestehen nach heißem Bemühen!