XIV
Aufgepeitscht, von roten Flammenschlünden
Irr umtobt, glüh ich in nächtiger Haft.
Weh zerfetzt, selig verblutend
Schau ich stier in ein entzücktes Land.
Brausend kreisen unermeßliche Ströme Blutes,
Unerschöpfliche Kelche spenden dunklen Wein,
Daß wir ganz trunken und sinnlos werden,
Daß unser Leib im wirbelnden Strudel der Lust verbraust.
Mond und Sterne, der leuchtende Glanz im nächtlichen Blau,
Erster Lichtschimmer vom kommenden Tag,
Zerstieben in Purpurglut.
Aber hoch, hoch über allem, über allem noch Begreifbaren
Der Welt, in letzter, höchster, traurigster Nachteinsamkeit
Spannt sich, spannt sich ein Schoß, spreizt sich zur Gruft,
Flammend enthüllen sich tiefste, nie erschaute Röten,
Scharlachen aufgetan, nie geahnt,
Deren brennende Reize kein irdisches Aug erfaßt . . .