Letzte Szene.

Gräfin. Chevalier.

Chevalier. Endlich! —

Gräfin. Lust und Rache sind gebüßt. Umarmen sie nun ihr Glück!

Chevalier. Mein Glück? Sie warfen es zu Boden, ich finde es nicht mehr, mich umgiebt Verwirrung, soll ich sie hassen oder anbeten? Sie bewundern, oder wie eine Eumenide fliehen? Bin ich ein Narr, ein Beklagenswerther, ein Glücklicher —

Gräfin. Ein Glücklicher! Sie lieben Sophien.

Chevalier. Ja!

Gräfin. Mich auch? Nicht wahr?

Chevalier. Ja, ja — wer mag es erklären — Gleich getheilt —

Gräfin. Getheilt, doch nicht gleich. Ihr Herz gehört Sophien, ihr Flattersinn, geleitet von glanzsüchtiger Eigenliebe, floh mir zu. Ich erwartete es, alles war Prüfung; ich erfand den Roman mit dem Vicomte —

Chevalier. Sie heirathen ihn nicht, Gräfin? Ein Fels weicht von meiner Brust —

Gräfin. Diese Freude ist ein Verbrechen an Sophien. An sie tragen sie meine Schuld ab. Entsagen sie Ansprüchen, die ihnen nur das Lob der Thoren, und den Tadel der Guten bringen. Bisher war die Jugend ihre Führerin, nun sei es —

Chevalier. Die Freundschaft!

Ende des Lustspiels.

Anmerkungen zur Transkription

Fußnoten wurden am Ende des jeweiligen Abschnitts gesammelt.

Die fehlende Überschrift »Fünftes Buch« wurde ergänzt. Einige Kapitelnummern erscheinen doppelt und einige Kapitelnummern fehlen. Dies wurde wie im Original belassen.

Der Originaltext ist in Fraktur gesetzt. Im Original g e s p e r r t hervorgehobener Text wurde in einem anderen Schriftstil markiert. Textstellen, die im Original in Antiqua gesetzt sind, wurden in einer anderen Schriftart markiert.

Die kräftig variierende und inkonsistente Schreibweise und Grammatik des Originals wurden weitgehend beibehalten. Offensichtliche Auslassungen von Satzzeichen sowie offensichtliche Buchstabenvertauschungen wurden stillschweigend korrigiert. Alle weiteren Änderungen sind hier aufgeführt (vorher/nachher):