V.
Natürlich war es Strauß nicht ohne weiteres möglich, diese Rede glatt und ruhig von der Leber weg vorzutragen.
Der Staatsanwalt unterbrach ihn immer wieder und forderte ihn auf, zur Sache, zum Bericht seiner Taten und deren Erklärung zu kommen. Man wollte von ihm andere Töne, eine Entschuldigung, Argumente konkreter Natur hören, die sich praktisch verwerten ließen ... sei es für oder wider ihn.
Aber der Angeklagte ließ sich nicht beirren. Mit der Hartnäckigkeit des Monomanen, von einer Idee besessen und ganz gebannt und überzeugt brachte er seinen Vortrag zu Ende.
Natürlich fanden der Ankläger wie auch die Richter an dieser seltsamen Verteidigungsrede, voller Selbstbewußtsein und wissenschaftlicher Analyse, genügend Momente, die reizten und ärgerten. Niemand konnte sich diese Verstiegenheit der Diktion, dieses buchmäßige und weltfremde Wissen anders denn mit Heuchelei erklären. Und man machte aus dieser Überzeugung keineswegs ein Hehl.
„In dem einen Jahr, das er in Untersuchungshaft saß, hatte der Angeklagte hinreichend Zeit, sich diese Phrasen zurechtzulegen, und bei seiner Schlauheit und Verstocktheit nimmt es nicht wunder, daß er diese Apologie seiner Moral ohne mit der Wimper zu zucken, ohne ein Wort des Bedauerns über die Lippen bringt. Seine grenzenlose Eitelkeit läßt ihn die Realität, daß er als Angeklagter hier steht, vergessen.
Vor allem aber muß man sich wundern, daß er es fertig bringt, wo doch seine Verbrechen klar zutage liegen, von ihm selbst eingestanden wurden, immer wieder die Schuld auf andere zu wälzen. Nirgendwo die Erkenntnis, daß er selbst der am meisten Schuldige.
Immer wieder diese häßlichen Verdächtigungen fremder Personen, vor allem aber der eigenen Familie. Längst vergangene und vergessene Erlebnisse der Kindheit, die gewiß bitter gewesen sein mögen, als Entschuldigung für Verbrechen heranziehn zu wollen, die man als gereifter, welterfahrener Mann begangen hat, übersteigt die Fassungskraft eines jeden, selbst wenn er noch so sehr alle Milderungsgründe suchen und erkennen möchte.
Das ist nichts weiter als eine pseudowissenschaftliche Objektivität, die sich mit dem moralischen Begriff der Heuchelei deckt.“
So ungefähr lauteten die Argumente der Gegner, der Richter und Reporter.
Es war natürlich nicht anders zu erwarten.
Denn diese Rede, die in Wirklichkeit wie die Vorlesung eines Arztes über erbliche Belastung und infantile und sexuelle Bindung klang, enthielt keinerlei Erklärung im gemeinverständlichen Sinne der Gerichtsverhandlungen, wo man an Tränen und Verzweiflungsausbrüche, seien sie auch noch so einstudiert, gewöhnt ist. Oder an das dumpfe, resignierte Verstummen unter der Macht der Tatsachen, gegen die der schwache und zermürbte Mensch, wie er weiß, doch nicht aufkommen wird.
All das fehlt in dieser Verteidigungsrede des Emil Strauß, die als ein Kuriosum die Runde durch alle Zeitungen machte.
Und doch muß man und kann man nur sagen, daß es in Anbetracht der Intelligenz, der Empfindsamkeit dieses seltsamen Menschen, den das Bewußtsein seiner Verbrechen wirklich deprimiert, unglücklich macht, keine andere Möglichkeit für ihn gab, zumal da er von einem unbeugsamen Stolz erfüllt zu sein scheint, der keinerlei Selbsterniedrigung mehr erträgt. Er möchte einmal reinen Tisch machen mit seiner Vergangenheit, sein Gewissen erleichtern, und zwar Auge in Auge mit der Bestie, mit der er gerungen hat sein ganzes Leben lang: mit der Gesellschaft.
Seine Verteidigung ist in Wahrheit eine Anklage, und zwar die Anklage eines Menschen, der um die Zusammenhänge besser Bescheid weiß, tiefer in die Verstrickung des Lebens in Schuld und Verhängnis eingedrungen ist als seine Ankläger. Es ist zugleich die Selbstanalyse eines Geistes, der von diesem tiefen und erschütternden Erlebnis, daß durch seine Hände, wenn auch unbedacht, ein Mensch sein Leben lassen mußte, zu tiefst aufgewühlt, einen neuen Weg vor Augen hat und ihn beschreiten will mit aller Energie, die einem Fanatiker, einem Büßer in Einsamkeit nur innewohnen kann.
Alle Möglichkeiten dieses fruchtbaren und unermüdlichen, verwirrten, gehetzten und zugleich klaren Geistes sind in diesem Vortrag enthalten. Aus abgründiger, stärkstes Medium der Selbsterhaltung gewordener Ironie heraus weiß er, daß es für ihn keine Rettung geben wird vor diesen Menschen, die von Amts wegen berufen sind, zu verurteilen.
Für ihn lag damals schon ein anderes Wissen um die Welt und ihre Zusammenhänge dicht vor Augen. Neues Wissen, neue Weisheit kann man sagen, strömte aus der christlichen Lehre in dieses weite und willige Gefäß. Verkehrte den Inhalt des Widerspenstigen, des Kämpfers um den Sinn der Freiheit, der Gewalt nie weichend, in das Gegenteil: Nachgiebigkeit, Verachten der Materie und der sinnenfälligen Zusammenhänge.
Aus jedem Satze seines Bekenntnisses spricht neben der tiefen, verschlossenen, vergrämten, vergrabenen Reue das Wissen um ein Anderes, Unsagbares, Höheres.
Dieses Wissen ist seine privateste Erfahrung, sein jüngstes Gericht und der Öffentlichkeit nicht zugänglich. Das bedeutet vor allem der isolierte und unmenschliche Ton der gedachten Worte.
Das ganze Elaborat will nichts anderes bedeuten als eine Korrektur am eigenen Leben, eine Erleichterung, eine Enthüllung zu eigenem Nutzen und zugleich eine boshafte, raffinierte ... Strafe am Körper der Justiz, die ihn mit zehn Jahren zum ersten Male brandmarkte, ihm einen Verweis erteilte, der ihn vorbestraft machte.
Von diesen Vorstrafen spricht er ebensowenig wie von seinen Verbrechen, deretwegen er jetzt angeklagt ist. Sie existieren für ihn nicht, nicht in seinem Leben, es sind Verhängnisse, die eine dunkle Macht, von der Gesellschaft entfesselt, gegen ihn mobilmachte.
Vor allem haben sie jeden Sinn in seinem neuen Leben verloren, das anknüpfen möchte an seine Jugend, die er mit der Rede heraufbeschwört. Die aber den großen Riß nicht verbergen kann und will, der seine Seele zerspaltete, als seine Mutter, die tiefe Bindung an alles Gute und Schöne, starb. Mit ihr ertrank alles, was bis dahin noch einen Schimmer von Wärme und Liebe bot in einem ekelhaften, unsauberen und verlogenen Milieu. Dem er zwar überlegen und doch verfallen war, das nicht sein Milieu und doch Gewalt über ihn gewann, dem er nicht entrinnen konnte. Ein gräßlicher Zwiespalt öffnete sich zu Auswegen in Verbrechen, in Diebstähle, Vagabundage und schloß sich immer zugleich mit Kerkermauern.
Die boten zwar Schutz vor den Gefahren, vor der eigenen Schwäche. Man konnte lesen, lernen, Französisch, Englisch, Mathematik, Geschichte, Literatur betreiben. Aber zugleich mit der enorm aufschießenden Erkenntnis, mit der Überfülle des Wissens und dem Glauben an seine Macht quoll auch die Bitternis über das verfehlte Leben empor. Die Sehnsucht nach der Freiheit, nach der Geltung entsprechend den Qualitäten, die man sich selbst in der eifrigen Arbeit an den Büchern bewiesen hatte.
Aber das Wilde, die Empfindsamkeit des Überreizten, des allzu Ausgehungerten nach Leben und Freiheit überwältigt ihn sogleich, sobald die überhitzten Häuser der Großstadt, der Tumult der Millionen ihn umfängt.
Er bricht aus den guten Vorsätzen der Zelle aus. Der Trieb nach Macht, dem der Geschwächte nichts Gleichwertiges an Beharrung entgegenzusetzen hat, reißt ihn hastig und hastiger mit sich fort.
Immer wieder sind es schwere Einbrüche, die ihn aufs neue in den Kerker bringen. Bei all diesen Taten ist das Seltsame, daß er nie Anstrengungen macht, zu entkommen, zu leugnen, sich zu entlasten. Mit einer geradezu Entsetzen erregenden Grausamkeit gegen sich selbst, mit fatalistischer Gelassenheit sagt er trocken und offen die Wahrheit.
Er stiehlt aber er sagt die Wahrheit! Man kann jedes seiner Worte auf die Goldwage legen. Keinerlei Beschönigungsversuche oder Verdrehungen des Sachverhaltes finden sich in seinen Aussagen ... Mann gegen Mann steht er gelassen für seine Taten ein. Dabei ist er sich über die Schonungslosigkeit seiner Gegner vollkommen im klaren. Er gibt sich keinerlei Täuschung hin und findet reichlichen Hohn über die freieste Gerichtsbarkeit der Welt. Wie kaum ein Zweiter hat er sie am eigenen Leibe gespürt, seit der frühesten Kindheit schwingt sie die Geißel über seinem Haupte.
Als unverbesserlicher Einbrecher, dem es zur zweiten Natur geworden scheint, fremdes Eigentum zu rauben, wird im Jahre 1911 zum ersten Male Zuchthaus gegen ihn verordnet. Er war damals vierundzwanzig Jahre alt. Saß die drei Jahre ab. Ohne Klage, ohne einen Verweis. Wird entlassen und begeht sofort einen neuen Einbruch. Wird erwischt und wiederum zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt.
Sitzt auch diese Strafe ab und wird im Jahre 1917 entlassen.
Hier tritt eigentlich der jüngere Bruder, Erich Strauß, zum ersten Male deutlicher in Erscheinung.
Denn jetzt erhält der Kampf des Älteren einen doppelten Sinn. Wie ein Wilder setzt er alles ein, um seinen Bruder, der in der Entwicklung zurückgeblieben, an epileptischen Anfällen leidet, schwerhörig ist, vor dem gleichen Schicksal, dem er selbst verfallen scheint, zu bewahren.
Auch Erich hat sein gerüttelt Maß Strafen hinter sich. Aber es sind wohl zumeist geringere Delikte, wenn auch Diebstähle, die ihn ins Gefängnis brachten. Zusammen wohl zwei bis drei Jahre.
Erich erscheint neben seinem Bruder als der Unbedeutendere, der Ungeistige, und der Gewalt des Fanatikers durchaus hörig.
Aber zugleich ist er auch der Unglücklichere, durchaus bedauernswert, von Natur und durch Verhängnis an die Spuren eines in allem ihm überlegenen Menschen, des Einzigen, den es auf der Welt für ihn gibt, gekettet. Emil war für den Jüngeren Vater, Mutter, Bruder und Gott zugleich. Wußte er sich in Not, saßen ihm die Häscher auf den Fersen, erfand der Ältere den Ausweg. Rettete ihn aus dem Polizeipräsidium, aus dem Zuchthaus. Schwur, ihn zu befreien, und hielt Wort.
Dadurch gewinnt der Kampf, den Emil Strauß im Jahre 1917 begann, ein neues Gesicht.
Er ließ alle Bedenken fallen. Lebte in einer Welt, die keine war. In einem Schema, einem Irrgarten, in dem man Verbrechen rächt, die gestraft werden sollten. Strafen treiben ihn nur noch weiter.
Wie ein Hohn klingt es, wenn man bedenkt, daß er zur Erlangung guter Einbrecherwerkzeuge in das Kriminalmuseum selbst einbricht und sich mit allem versieht, was er zu seinem Erwerb braucht. Aus der Motivierung dieses Einbruches, die er der Polizei gibt, erhellt ohne weiteres, daß er sich seiner Überlegenheit voll bewußt ist und er unterstreicht doppelt die Ironie, die er den Behörden gegenüber immer an den Tag legte. Er sagte nämlich: „Wenn Ihr schon ein so hübsches Museum einrichtet und Reklame dafür macht, müßt ihr auch gestatten, daß wir es auch mal besuchen und uns anschaun.“
Dieser Diebstahl hat ihm die Sympathie der Behörden verscherzt. Diese fühlten sich irgendwie in ihrer Ehre gekränkt und hetzten jetzt mit allen Mitteln hinter ihm her. Es gelang ihnen zunächst, des Schwächeren, des Bruders, habhaft zu werden.
Erich befindet sich im Polizeipräsidium. Steht in Bewachung eines Polizisten auf einem der Korridore. Verhör auf Verhör, alle Fallen vermochten ihn nicht zu fangen. Er wird den Namen, den Aufenthalt seines Bruders nicht nennen und wenn sie ihn in Stücke reißen. Mit dem Instinkt des Blutes, das in ihnen lebendig, hüten sie den Namen ihrer Freunde, als sei es ihr eigener.
Erich wartet.
Da nähern sich Schritte über den hallenden Korridor. Ein hoher Mann in der Uniform eines Justizwachtmeisters tritt an den Häftling und dessen Begleiter heran, weist sich aus, übernimmt den Gefangenen, um ihn zum Untersuchungsgefängnis zu transportieren.
Die beiden verlassen das Präsidium, verlassen die Straße, die Stadt, sie sind wie vom Erdboden verschwunden. Es war niemand anders als Emil, der diesen Geniestreich ausheckte und durchführte.
Einem Hauptmann von Köpenick gelang es, die willenlosen, militärisch subordinierten Seelen einfacher Soldaten im Vertrauen auf die Allmacht der Uniform zu düpieren und ganz Europa in heiterstes Gelächter zu versetzen. Er lief weiter keine Gefahr, als daß er wegen Diebstahls eingelocht wurde. Hatte sonst ein reines Gewissen und Humor.
In diesem Falle aber mußte alles klappen oder alles war verloren. Denn gerade ihn suchten sie. Hinter diesen Türen lauerten seine schlimmsten Feinde. Irgendeine dieser Türen brauchte sich zu öffnen. Irgendein Blick dieser scharfen Augen seine Miene bloß zu streifen ... und beide waren verloren. Da gab es keine Wehr und kein Entrinnen.
Aber das Unmögliche gelang. Alle Berechnungen stimmten. Die Korridore lagen leer und unbewacht, die Menschen, die ihm begegneten, hielten ihn für einen Kollegen und grüßten womöglich. Aus ureigenstem Studium kannte er Schritt und Haltung eines Justizbeamten. Mit ewig geneigtem Kopf, der von Namen und Daten und Zahlen und Terminen raucht, schreitet der so Beamtete hastig und doch schlendernd seines Wegs.
Natürlich hatte er seine Helfer. Denn fragen durfte er nicht. Er mußte wissen, daß um zwölf Uhr mittags da und da der Beamte mit dem Gefangenen Erich Strauß auf den Abtransport warten würde.
Blieb nur das Problem der eigenen Haltung.
Die Uniform stimmte. Die Papiere ebenfalls.
Und seine Nerven hatte er in der Gewalt. Das Bewußtsein seiner Überlegenheit und seiner Mission ließ Zweifeln oder Angstgefühlen, nicht einmal klaren Gedanken über die Möglichkeit des Mißlingens Raum.
Es mußte sein, und so kannte er weder Furcht noch Zaudern. Übernahm ordnungsgemäß seinen geliebten Bruder und entführte ihn.
Allerdings nicht lange.
Denn jetzt setzten die Behörden alles in Bewegung. Es gab einen Kampf um die Ehre, Mann gegen Mann. Wer der Stärkere war.
Natürlich konnten sie diesem Ansturm nicht lange widerstehn. Das Gericht machte ihnen kurzerhand den Prozeß und schickte sie auf zehn Jahre oder mehr nach dem Zuchthaus.
Hier ist nun der Ort, wo eigentlich das Leben des Emil Strauß und seines Bruders, die beide nur ein einziges bilden, mit doppelten und dreifachen Gliedern und Kräften sozusagen, seinem Höhepunkt entgegenreift.
Das Duell zwischen der Intelligenz des Verbrechers und der Intelligenz der Polizei hatte bereits rein persönliche Züge angenommen.
Die Beamten kannten ihre Brüder und die Brüder kannten die einzelnen Jäger und ihre besonderen Fähigkeiten genau. Man gehörte zu einer Familie und setzte sich im Guten oder Bösen auseinander.
Emil Strauß gab den Kampf keineswegs auf. Aber er brauchte Zeit. Er mußte die Wärter in Sicherheit wiegen. Dank seiner Lammsgeduld, seiner guten Manieren hatte er es bald erreicht, daß man ihm weniger scharf auf die Finger sah. Seine ewig gleichbleibende Freundlichkeit hatte etwas Entnervendes, Einschläferndes.
Zwei Jahre hielt er es in Naugard aus.
Dann zersägte er die Gitterstäbe, kletterte über die Mauern. Wenige Stunden später war er wieder in Berlin.
Hier möchte ich eine kurze Charakteristik über Emil Strauß, die wohl auf diese Zeit seines Lebens Bezug hat und die sein Verteidiger, Herr Dr. Carl Loewenthal-Landegg, im „Tagebuch“ veröffentlichte, einflechten. Sie eröffnet eine merkwürdige Perspektive über den Denkprozeß unseres Helden. Offenbar gibt es für ihn oder gab es zumindest so etwas wie das legale Verbrechen oder Notwehr des einzelnen im Kampfe gegen den Staat. Eine Art von Urfehde mag ihm da vorgeschwebt haben. Irgendwo in dem Gefüge der Gesetze mußte es doch eine Masche geben, durch die ein gewandter „Jurist“ entschlüpfen konnte. Mit der höchsten Aggressivität gegen alles, was Gericht und Polizei hieß, scheint er eine subtile Kenntnis der einzelnen Paragraphen und so etwas wie Respekt vor dem Gewerbe des Anklägers zu besitzen. Beide leben von derselben Materie. Es fragt sich nur, wer am ersten dabei zu Grunde geht.
„Vor Jahren sah ich ihn zum ersten Male in meiner Sprechstunde ... Ein eleganter, hoch aufgeschossener Kavalier; tadelloser Gehpelz und modernster Zylinder, den geschmackvollen Spazierstock in der wildlederbekleideten Hand. Er bat mich in ruhigem, vornehmem Tone, seinen Namen verschweigen zu dürfen: nur eines Freundes wegen komme er, der sich infolge eines Konfliktes mit dem Gesetze verbergen müsse.
Ob ich ihm über gewisse Auslieferungsverträge Auskunft geben könne. Ich mußte die Antwort als „Rechts“-Anwalt ablehnen. Aber dann sprachen wir weiter über allerhand Fragen aus dem Strafrecht, und ich bewunderte seine Kenntnisse. Einer vom Fach, dachte ich mir ... vielleicht ein gescheiterter Referendar oder ausgeglittener Assessor. Dem widersprach ein Etwas, über das ich mir im Augenblick nicht klar wurde ...
Das Gespräch und sein Abschied sehr korrekt; nur alles sonderbar zögernd ...
Bald darauf hörte ich von einem der Schwerklienten, daß es Emil Strauß war: ... wieder einmal nach dem Ausbruch und eifrig gesucht ...“