RAUM XVIII.

NACHBILDUNG EINES ZIMMERS AUS DEM GRÄFLICH TAXIS’SCHEN SCHLOSSE REIFFENSTEIN IN TIROL, ausgeführt von der k. k. Staatsgewerbeschule in Innsbruck unter Mitwirkung der Filialfachschule Hall und der k. k. Fachschule für Tonindustrie in Bechyn (Ofen).

Das Interieur ist die freie Nachbildung eines aus dem Jahre 1490 stammenden, mit zwei Erkern versehenen, an den Wänden und an der Decke vollständig vertäfelten Zimmers im Schlosse. Die Vertäfelung des Raumes ist im Charakter der Spätgotik durchgeführt; reichgeschnitzte Maßwerkfriese zieren die Decke, polychromierte Wappen, schön profilierte Umrahmungen und Beschläge schmücken die Türe. Besonders reich ist der Unterzugbalken ornamentiert. Ein mit Schnitzerei gezierter Waschschrank steht, gleich den Sitztruhen an einer Wandseite, in Verbindung mit der Täfelung.

Der im Interieur befindliche Ofen und der Tisch sind Nachbildungen von mittelalterlichen Objekten aus Tirol.