Hermann Vogel †

Am 22. März 1921 hat in Krebes i. V. ein Künstler des Vogtlandes seine Augen für immer geschlossen, Hermann Vogel, der in drei Jahrzehnten als hervorragender Mitarbeiter der Münchener »Fliegenden Blätter« in aller Welt bekannt geworden ist, der aber, wie der Kundige weiß, als Malerpoet mit seinem Schaffen und Dichten tief in seinem vogtländischen Heimatboden wurzelt. Für die glühende Heimat- und Vaterlandsliebe Hermann Vogels (geb. 16. 10. 1854 in Plauen) geben viele seiner Bilder und Gedichte in den »Fliegenden Blättern« ergreifendes Zeugnis, vor allem aber auch seine phantasie- und humorvollen Bilder zu den Hausmärchen der Brüder Grimm (1892–1894) und den Kindermärchen von Rudolphi (1905). In Plauen, der Vaterstadt des Künstlers, soll in einem Hermann-Vogel-Zimmer des vogtländischen Kreismuseums eine Sammelstelle für das gesamte Lebenswerk des Künstlers, der ein Romantiker des Stiftes gewesen, geschaffen werden.

K. Rdgr.