Die Postsäule von Aue

Wenige Tage bevor das Heft 4/6 der »Mitteilungen« mit Dr. Kuhfahls Postsäulenaufsatz in meine Hände kam, war es mir gelungen, einen Rest der alten Auer Postsäule aufzufinden. Aufmerksam geworden darauf war ich bei Gelegenheit einer Ausstellung: »Die Gesamtentwicklung der Stadt Aue«, die ich eingerichtet hatte. Auf mehreren alten Bildern vom Marktplatz war dort eine Postsäule zu sehen, und zwar an der Ecke der jetzigen Markt- und Bahnhofsstraße (ehedem Lößnitzer Straße). Ältere Leute kannten sie noch. Der einstige Posthalter Walther hatte sie, als sie beseitigt werden sollte, in seinen Hof gestellt. Sein Sohn half mir, die Säule ausfindig machen. Sie dient jetzt als Steinbank an einem Hause Wiesenstraße 2, ist auf den sichtbaren zwei Seiten ziemlich abgenutzt, läßt aber noch ein Posthorn, den Namen Schneeberg, sowie Zahlenreste erkennen. Sockel und Spitze fehlen. Der Stein (Granit) weist unten ein Loch zur Befestigung auf und verjüngt sich obeliskenartig. Es besteht die Hoffnung, daß er wieder an geeigneter Stelle aufgerichtet wird.

Dr. Sieber, Aue.

Postmeilensäulen: Zum Aufsatz von Dr. Kuhfahl im Heft 4/6 XI sind uns und dem Verfasser erfreulicherweise eine Reihe von Mitteilungen zugegangen. Allen Einsendern sei bestens gedankt. Um weitere Ergänzungen wird gebeten. Dies neue Material wird später in einem Nachtrag veröffentlicht werden.

Die Schriftleitung.


Für die Schriftleitung des Textes verantwortlich: Werner Schmidt – Druck: Lehmannsche Buchdruckerei
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Weitere Anmerkungen zur Transkription

Offensichtliche Fehler wurden stillschweigend korrigiert. Die Darstellung der Ellipsen wurde vereinheitlicht.

Korrekturen:

S. 139: Heist → Geist
scrato = böser [Geist]