Förderung des Anbaues von Nußbäumen

Von Hans Jacob

Die Anpflanzung des Walnußbaumes ist infolge der Verwüstungen durch die Kriegsjahre für die Zukunft besonders bedeutsam geworden. Viele Nußbäume sind der Holzgewinnung wegen abgeschlagen worden. Der Walnußanbau soll und muß deshalb mit allen Mitteln gefördert werden. Allerdings nicht wahllos, mit unsicherem Ergebnis, sondern in planmäßiger Weise. Zur Pflanzung müssen solche Pflanzstätten ausgesucht werden, an welchen erfahrungsgemäß der Nußbaum gut gedeiht und sichere Erträge bringt. Nußbäume sind in geschlossenen Pflanzungen nur da anzubauen, wo auf einen Ertrag der Unternutzung verzichtet werden kann. Für Einzelpflanzungen aber, und hierzu ist der Nußbaum mehr als alle andern Obstarten geeignet, gibt es fast allerorts noch eine ganze Menge brauchbarer Stellen. So auf Gutshöfen, Dorfplätzen, an Wegescheiden und an andern Orten, wo die Bäume nicht nur durch ihre Früchte Segen bringen, sondern auch zur Verschönerung der Heimat beitragen. Während man für solche Plätze die Anpflanzung fertig vorgebildeter Bäume bevorzugen soll, dürfte für den Großanbau die Aussaat an Ort und Stelle in Betracht zu ziehen sein. Da eine spätere Veredelung der Nüsse erhebliche Schwierigkeiten bietet, hat man auf jeden Fall dafür zu sorgen, daß als Saatgut nur Nüsse allerbester Abstammung verwendet werden. Nur reichtragende, spätblühende, widerstandsfähige Sorten mit großen, mäßig dünnschaligen Früchten sind geeignet.