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Landesverein Sächsischer Heimatschutz

Dresden

Mitteilungen
Heft
4 bis 6

Monatsschrift für Heimatschutz, Volkskunde und Denkmalpflege

Band XII

Inhalt: [Straße und Fuhrwerk im Müglitztal][Janko][Holznot und Waldesschönheit][Mein Wacholderhübel][Von meinen Besuchen bei den höchsten Herrschaften von Dresden][Die kursächsischen Postmeilensäulen][Osterreiten zu St. Marienstern][Volkskundler und Enthusiast][Eine sächsische Afrika-Expedition vor zweihundert Jahren][Am Dresdner Altmarkt]

Einzelpreis dieses Heftes M. 850 000.—, Bezugspreis für einen Band (aus 12 Nummern bestehend) M. 3 500 000.—, für Behörden und Büchereien M. 1 200 000.—. Mitglieder erhalten die Mitteilungen kostenlos, Mindestmonatsbeitrag M. 100 000.—, freiwillige Einschätzung erbeten

Geschäftsstelle: Dresden-A., Schießgasse 24

Postscheckkonto: Leipzig 13 987, Dresden 15 835

Stadtgirokasse Dresden 610

Bankkonto: Commerz- und Privatbank, Abteilung Pirnaischer Platz, Dresden
Bassenge & Fritzsche, Dresden

Dresden 1923

Dresden, den 17. August 1923

An unsre werten Mitglieder!

Ein neues Heft und dadurch viel Freude in den Kreisen der Heimatliebenden! Wie sehr unsre Hefte erwartet werden, konnten wir besonders in der letzten Zeit merken. Täglich kamen mindestens fünfundzwanzig bis dreißig Nachfragen; denn es rechneten wohl viele in der jetzigen Zeit äußerster wirtschaftlicher Not mit einem vollständigen Erliegen auch unsrer Mitteilungen. Wir haben in letzter Zeit tüchtig gearbeitet, um Werte zu schaffen, damit uns die Überwindung der jetzigen Zeit ein klein wenig leichter fällt, und wir einen Vorsprung haben, um nichts von dem einzubüßen, was unsre Bewegung seit 1914, seit ihrer Gründung herausgibt und veranstaltet.

Selbstverständlich ist, daß die Monatsbeiträge zu unserm Verein der Geldentwertung entsprechend aufgebessert werden müssen, und wir hoffen, daß sich niemand dieser Erkenntnis entzieht.

Dieses Heft unsrer Mitteilungen, das keine Einschränkung gegenüber früheren Heften aufzuweisen hat, kostet uns mit Papier, Klischees und Druckkosten vier Milliarden Mark; dazu kommen die Versandkosten einschließlich Postgeld in Höhe von einer Milliarde Mark, so daß unsre Selbstkosten für dieses Heft fünf Milliarden Mark betragen.

Den wirtschaftlichen Verhältnissen entsprechend, unsren Ausgaben einigermaßen anpassend, mußten wir uns entschließen, einen monatlichen Mindestbeitrag von 100 000 Mark zu erheben und unsre Mitglieder zu bitten, wenn irgend möglich, sofort nach Erhalt dieses Heftes uns den Beitrag für drei Monate, also zusammen mindestens 300 000 Mark auf unser Postscheckkonto (Dresden 15 835, Leipzig 13 987, Stadtgiro 610) zu überweisen. Alle diejenigen Mitglieder, die noch keine laufenden Beiträge in diesem Jahre zahlten, müssen wir bitten, den vom August ab gültigen Beitrag von monatlich 100 000 Mark ab 1. Januar d. J. bereits zum Ausgleich der Geldentwertung zu zahlen.

Wir bitten, beim Lesen dieser Zeilen die Zahlen mit den vielen Nullen nicht als Geldzahlen anzusehen, sondern vielmehr zu bedenken, was wir uns heute für 100 000 Mark kaufen können, dann werden alle unsre Mitglieder sich überzeugen, daß bei der Bemessung auch dieses Mindestbeitrages auf viele andere große Einnahmen Rücksicht genommen wurde; denn sonst könnten wir mit 1/8 Pfund Margarine monatlich nicht auskommen, bieten wir doch unsren Mitgliedern jährlich in unsren Mitteilungen Werte von heute 3 500 000 Mark, denn bei einem Grundpreis von 5 Mark, multipliziert mit der heutigen Schlüsselzahl von 700 000, ergibt sich dieser Tagespreis.

Wir werden wie bisher auf die wirtschaftlich Schwachen, auf die Kleinrentner, auf die vielen Bedauernswerten, die in der Zugehörigkeit zu unsrem Verein, in unsrer Zeitschrift, das letzte Bindeglied mit der Heimat, mit der Scholle, besitzen, mit den Erwerbslosen, mit den Lehrlingen und Schülern, in der Beitragszahlung Rücksicht walten lassen und sozial denken und handeln, so, wie dies stets von uns geübt wurde.

Auch diesmal hoffen wir zuversichtlich, daß uns das Durchhalten ermöglicht wird, und wir wollen nach Kräften arbeiten, damit dem Sachsenland, als einzigen in den deutschen Gauen, die Bewegung, der Verein für die Heimat, mit seinen Veröffentlichungen, mit seinen Vorträgen, mit seinem Wirken und Schaffen erhalten bleibt. – Wir bitten rasch zu handeln und keine Entwertung der Beträge eintreten zu lassen. Denkt, fühlt und handelt für uns, für die sächsische Heimat.

Dank und deutschen Gruß!

Landesverein Sächsischer Heimatschutz

Band XII, Heft 4/6

1923

Die Mitteilungen des Vereins werden in Bänden zu 12 Nummern herausgegeben

Abgeschlossen am 1. Juni 1923