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Landesverein Sächsischer Heimatschutz
Dresden
Mitteilungen
Heft
7 bis 9
Monatsschrift für Heimatschutz, Volkskunde und Denkmalpflege
Band XII
Inhalt: [Der Lößnitzer Weihnachtsberg, die Deutsche Weihnacht in der Jahresschau 1923] – [Vom Wendelstein zum Bendelstein] – [Die sächsischen Urnenfelder] – [Der Dresdner Totentanz] – [Herbstwanderung von Bienhof nach Gottleuba] – [Aus unsrer Tätigkeit] – [Herbstwege] – [Das Trompeterschlößchen zu Dresden] – [Volkskunde und Heimatschutz] – [Janko alias Hanka] – [Zur Weihe der Karl-Schmidt-Bank in Bienhof]
Einzelpreis dieses Heftes 2 Goldmark
Geschäftsstelle: Dresden-A., Schießgasse 24
Postscheckkonto: Leipzig 13987, Dresden 15835
Stadtgirokasse Dresden 610
Bankkonto: Commerz- und Privatbank, Abteilung Pirnaischer Platz, Dresden
Bassenge & Fritzsche, Dresden
Dresden 1923
Bitte um eine Beitragszahlung von 1 Goldmark
Dresden, den 23. November 1923
An unsre werten Mitglieder!
Nur schweren Herzens haben wir uns entschlossen, das beifolgende Heft, das Weihnachtsheft, das dritte Heft dieses Jahres, jetzt zu versenden. Die Gründe sind unschwer zu erraten. Die andauernde Markverschlechterung vermindert fast jede, uns auf dem Weg über das Postscheckamt, über die Girokassen, über die Banken zugehende Zahlung, während wir anderseits unsern Verpflichtungen in Goldmark nachkommen müssen. So sind uns bedauerlicherweise in letzter Zeit alle Beiträge, die über die genannten drei Institute gezahlt wurden, fast wertlos gutgeschrieben worden. Geht das in Zukunft so weiter, so stehen wir vor dem Eingang unserer Bewegung. Das veranlaßte uns, mit der Herausgabe dieses Heftes, das schon seit langem fertig ist, zu zögern. Wenn wir nunmehr den Versand wagen, so veranlaßt uns einerseits dazu der Umstand, daß es ein Weihnachtsheft ist, daß seine Beiträge eng mit dem großen Fest der Liebe verbunden sind, und anderseits die immer mehr zunehmende Einsicht bei den meisten Deutschen, daß auch unsre Beiträge wertbeständig, d. h. so gezahlt werden müssen, daß wir einen Nutzen und keinen Schaden davon haben.
Heute bitten wir um eine Beitragszahlung von 1 Goldmark nach dem Kurse des Zahlungseingangstages bei uns. Wir müssen daher recht herzlich bitten, diese Summe uns in wertbeständigem Gelde durch gewöhnliche Briefpost, Einschreibebrief oder Geldbrief übermitteln oder für den Fall, daß Post-, Giro- oder Bankverkehr gewählt wird, gleich den unvermeidlichen Entwertungszuschlag mit einzurechnen und den Beitrag auf 1.50 bis 2.— Goldmark zu erhöhen, damit wir keinen Schaden erleiden.
Die erbetene Summe von 1 Goldmark ist selbstverständlich der Mindestbeitrag, den wir zu fordern gezwungen sind in Rücksicht darauf, daß die Kosten dieses Heftes ganz erhebliche sind, und daß ja alle Veröffentlichungen heute weit höher bezahlt werden müssen, als in Friedenszeiten. Man nehme sich ein Beispiel an den Zeitungen, an den illustrierten Zeitschriften, die das zwei- bis dreifache des Vorkriegspreises kosten.
Um deswillen bitten wir alle diejenigen, die das weitere Durchhalten unsres Vereins anerkennen, die verstehen, was es heißt, daß wir heute noch genau dieselben Veröffentlichungen herausgeben wie vor dem Kriege, freiwillig nach ihrem Können die obenerbetene 1 Goldmark zu erhöhen und uns dadurch in die Lage zu versetzen, der ganz beträchtlichen Zahl der Erwerbslosen, der Kleinrentner, die wir ohne Beitragszahlung auch heute noch als Mitglieder führen, weiterhin unsre Hefte von der Heimat, vom Vaterland zugehen zu lassen.
Eine besondere Bitte haben wir an alle diejenigen, die bisher sich in dankenswerter Weise dem Einkassieren unsrer Beiträge widmeten. Wir haben ausdrücklich betont, daß der Kurs der Goldmark zum Tage des Einganges bei uns gerechnet wird, und wir möchten alle diejenigen, die nicht in der Lage sind, im Automobiltempo einzukassieren, bitten, die Beiträge in wertbeständigem Geld zu verlangen, damit uns das Einkassieren, für das wir herzlich dankbar sind, keine Verluste bringt, denn das liegt ja nicht in der Absicht der lieben Menschen, die uns helfen.
Das letzte Heft unsrer diesjährigen Mitteilungen ist ebenfalls in Druck und wird nach Weihnachten mit der Einforderung eines weiteren Beitrages versandt.
Wir fügen diesmal keine Zahlkarte bei, damit der Anreiz, die langwierige Postschecküberweisung zu wählen, nicht gar zu groß wird.
Allen denen, die uns bisher halfen, unsern Verein durchzuhalten als einen der wenigen, die die schwere Zeit bis hierher überstanden haben, sagen wir aufrichtigsten, herzlichsten Dank mit der Bitte, uns weiter treu zur Seite zu stehen, bis dem deutschen Vaterland wieder einmal die Sonne scheint.
Mit deutschem Gruß!
Landesverein Sächsischer Heimatschutz
O. Seyffert,
Hofrat Professor
Michael,
Oberregierungsrat
Band XII, Heft 7/9
1923
Die Mitteilungen des Vereins werden in Bänden zu 12 Nummern herausgegeben
Abgeschlossen am 1. Oktober 1923