Hebbel, Friedrich.
Geb. zu Wesselburen in Dithmarschen am 18. März 1813, gest. in Wien am 13. December 1863.
Was der zweite dieser Briefe an Innigkeit des Gefühls — bei einem so exclusiven und zurückhaltenden Manne wie Hebbel zweifach bedeutsam — kund thut, das kam aus wahrem, aufrichtigsten Herzen. Zwei verschiedenere Menschen kann es auf Erden kaum noch geben, als Tieck und Hebbel ihrem Seyn, Wesen und Dichten nach gewesen sind. Dennoch erkannten sie sich und waren gerecht gegen einander. Mit tiefer Rührung pflegte Hebbel von seinem letzten Besuche bei Tieck zu erzählen, wo dieser ihm aus dem Krankenbette heraus die Hand gereicht, ihn „vor seinem Abscheiden von der Erde“ noch einmal begrüßt, und ihm Lebewohl zugerufen hatte: „für dieses Leben!“