IX.
Dresden, 23. Juny 1824.
Gegen Mitternacht.
Lassen Sie sich nochmals danken, Sie Liebster, für den heutigen schönen Tag, für Ihren Gruß und Segen auf den Weg.
Seyn Sie doch so lieb, beykommendes Buch der lieben Gräfin an Ihrem nahen Geburtstage zu den Gaben zu legen.
Ich bin sehr müde und darf doch nicht schlafen; ich gehe gar nicht zu Bette und krame. Leben Sie wohl, ängstigen Sie sich ja nicht über Ihren Cervantes; er ist nicht verlohren, aber ich habe ihn unstreitig irgendwo aufs Trefflichste niedergelegt.
Gute Nacht, ich umarme Sie tausendmal; wäre die gute Gräfin nur schon ganz wieder gesund!
Ihr
E. Malsburg.