Zweites Kapitel.

(Ort der Handlung: eine Wohnung in Rom.)

»Geehrter Herr, alles Reden ist unnütz. Ich habe nichts gegen Sie; aber ich kann meine Tochter nicht an ein Ragout von Liebe, Kunst und Hunger verheiraten – und sonst haben Sie, glaube ich, nichts zu bieten.«

»Mein Herr, ich bin arm, ich leugne es nicht. Aber hat denn der Ruhm keinen Wert? Der Senator Belem Fyoodle von Arkansas sagt, daß meine neue Statue der Amerika ein treffliches Werk der Bildhauerkunst ist und er die Ueberzeugung hegt, mein Name werde noch einmal berühmt werden.«

»Leeres Geschwätz! Was versteht der Esel aus Arkansas davon? – Auf den Marktpreis Ihrer marmornen Vogelscheuche kommt es an. Sechs Monate haben Sie daran herumgemeißelt und jetzt giebt Ihnen keiner hundert Dollars dafür. Nein, mein Herr. Weisen Sie mir fünfzigtausend Dollars vor und Sie können meine Tochter haben – andernfalls heiratet sie den jungen Simper. Sie haben sechs Monate Zeit, die Summe herbeizuschaffen. – Guten Morgen, mein Herr.« –


»Ach, ich Unglücklicher!«