III.
Um Mitternacht des nächsten Tages saßen die Aerzte im Krankenzimmer des Sultans und flüsterten leise miteinander, denn sie waren in großer Not, da es um den Sultan sehr schlimm stand. Sie konnten es sich nicht verhehlen, daß, so oft sie ihn mit einer neuen Quantität Arzeneien auffüllten, sein Zustand immer bedenklicher wurde. Das machte sie traurig, denn sie hatten das erwartet. Der arme abgezehrte Sultan lag bewegungslos da mit geschlossenen Augen, und sein Lieblingssklave, der ihm die Mücken fortwedelte, weinte still vor sich hin. Da hörte der Knabe einen seidenen Vorhang hinter sich rauschen, drehte sich um und gewahrte den Ober-Eunuchen, der ihm aufgeregt winkte, zu ihm zu kommen. Geräuschlos auf den Zehenspitzen schlich der Sklave zu seinem geliebten Freund, welcher sagte:
»Nur du kannst ihn überreden, mein Kind, denn du bist des Sultans Liebling. Nimm dies hier. Wenn es der Sultan ißt, so ist er gerettet.«
»Bei Allah, er wird es essen.«
Es waren zwei große Scheiben rötlicher Wassermelone, frisch und saftig.