27. Stadtparkgänge.
Im Süden der Stadt ziehen sich am Chemnitzfluß die Anlagen des Stadtparkes hin. Hohe Eichen und Erlen beschatten die Promenadenwege. Zur Zeit der Rosenblüte erfreut man sich an Duft und Blütenpracht des köstlichen Rosariums. Die Chemnitzer Stadtgärtnerei hat mit großem Verständnis das Vermächtnis des Fabrikanten E. O. Clauß erweitert und ausgebaut, sodaß sich der Stadtpark neben viel besprochenen Promenaden anderer Städte wohl sehen lassen kann. An den Besuch des Parkes schließen sich kurze Spaziergänge an.
a) Treffurthbrücke – Stadtpark (½ Std.) – Wind (10 Min.) – Eichhörnchen (¾ Std.) – Markersdorf (¼ Std.) – Altchemnitz (½ Std.) – Stadtpark (½ Std.).
Wanderzeit: 2 Std. 40 Min.
Ausgangspunkt: Haltepunkt der Straßenbahn A oder L an der Treffurthbrücke. (Annaberger Straße).
Rechts über die Brücke bis zu Sachsens Ruhe. (Gartenwirtschaft). Nun rechts auf der Straße über den Mühlgraben. Noch ca. 2 Minuten weiter, dann links auf einem Fußweg in den Stadtpark. Unser Weg führt uns zum Claußdenkmal, einer Granitsäule mit Medaillon und der Inschrift: Dem Schöpfer dieser Anlagen, E. O. Clauß. Die dankbare Stadt Chemnitz. Wir gehen den Weg bis zur Brücke über die Chemnitz. Hier schließt sich ein neuer Teil an mit Weiher, schönen Eichen und dem Rosarium. Dann folgt ein Staudengarten mit Zierbeeten. Die Anlagen sollen nach und nach bis nach Markersdorf ausgebaut werden.
Wir gehen durch den Park bis an das Ende des Weihers. Dann rechts hinauf zur Parkstraße. Auf dieser nach links wandernd, genießen wir prächtige Blicke auf das Chemnitztal sowie auf die Höhen des Zwönitz- und Würschnitztales. Der Geiersberg tritt besonders hervor. Durch die Haydnstraße dann auf die Stollberger Straße. Rechts sehen wir das Gasthaus Wind.
Garten und eiserner Aussichtsturm, 328 m hoch gelegen.
Nun die Landstraße links weiter. Rechts das Bassin der Kappler Wasserleitung. Am Horizonte werden links der Adelsbergturm, geradeaus der Geiersbergturm sichtbar. Weiter am Helbersdorfer Friedhof vorüber. Die Straße bietet hübsche Aussicht. Sie führt schließlich zur Kolonie Markersdorf, einem Ortsteil von Markersdorf. Nun ca. 10 Minuten weiter zum Eichhörnchen. Bekannter Gasthof mit Garten.
394 m hoch gelegen. Herrliche Aussicht auf den ganzen Chemnitzer Talkessel. Einige Schritte vor dem Gasthaus zeigt ein Wegweiser links »Nach Markersdorf«. Diesem folgen wir und gelangen nach ¼stündiger Wanderung nach Markersdorf. Wir schneiden unterwegs einen Bogen ab, indem wir bei der Rechtsbiegung des Weges, den Rasenweg geradeaus wählen.
Markersdorf, Vorort von Chemnitz. Wir gehen die Dorfstraße hinab bis zur Markersdorfer Schmiede, bekanntes Gasthaus. Nach einigen Minuten teilt sich der Weg. Wir gehen nach rechts über den Mühlgraben und die Geleise der Chemnitz-Stollberger Bahn. Dahinter nach links. An der Haltestelle Ober-Altchemnitz vorbei. Nach Aufhören des Geländers gehen wir links den Fußweg weiter. Unterhalb der Schule, beim Altchemnitzer Gasthof, gehen wir links von dem Wege ab. Er führt über die Bahn, weiterhin durch Wiesen. Auf einer Brücke über ein Wehr. Nun am andern Ufer rechts auf diesem Uferweg zum Stadtpark zurück. Von diesem nach dem Ausgangspunkt Treffurthbrücke. Bequeme Wanderer können in Altchemnitz die Wanderung abbrechen und mit der Straßenbahn nach dem Stadtinnern zurückkehren.
b) Treffurthbrücke – Stadtpark (½ Std.) – Helbersdorf (5 Min.) – Markersdorfer Schmiede (½ Std.) – Harthau (40 Min.) – Altchemnitz – Neue Welt (20 Min.).
Wanderzeit: 2 Std. 5 Min.
Ausgangspunkt: Haltepunkt der Straßenbahn A oder L an der Treffurthbrücke.
In den Stadtpark siehe [27 a]. Im hinteren Teile des Parkes die Scheffelstraße rechts ab nach Helbersdorf. Die Dorfstraße links weiter. Die Straße senkt sich etwas bis zu einem Teiche. Hier rechts ein Weg in 5 Minuten zur Markersdorfer Schmiede.
Von der Schmiede aus etwa 30 Schritte abwärts gehen. Dann rechts den Berg hinan auf ein Gut mit Schieferdach zu. An der Zaunecke rechts weiter, am Zaune hin. Dann den Feldweg hinauf. An einer Sandgrube vorüber. Bei der Wegkreuzung bleiben wir auf unserem Wege. Er biegt links, geht über ein Bächlein und führt zum Harthwald. In diesem aufwärts. Rechts der Flurstein »Markersdorf-Harthau«. Ein Weg geht rechts ab, den wir nicht benutzen. Nach wenigen Minuten teilt sich der Weg: links den Rasenweg weiter. Der prächtige Waldweg dauert leider nur 8 Minuten, dann an Feld. Nun am Waldrande rechts hin. Bei schönen Ausblicken gelangen wir zur Talstraße und zu Dorf Harthau. Industriedorf mit 6500 Einwohnern. Große Kammgarnspinnerei.
Über die Würschnitzbrücke auf die Annaberger Straße. Diese nach links bis zu Großers Restaurant. Hier Wegetafel.
Nun die Talstraße weiter. Große Fabrikanlagen. Bei Stein 5,388 gelangen wir nach Altchemnitz. Endlich zum Endpunkt der Straßenbahn A bei Reichels Neuer Welt. Mit der Straßenbahn nach dem Stadtinnern zurück.