VIII. Kapitel.
[106] Dhemang: Distriktshäuptling. Im zentralen und östlichen Java heisst dieser Beamte Wedhono.
[107] padie: Reis.
[108] Bandung: Abteilung (Regentschaft, Assistent-Residentschaft) in den Preanger-Regentschaften.
[108] patjol: Hacke, Karst, meisselartiger Spaten.
[108] banjir: Sturmflut, Sturzflut. Über diese Naturerscheinung hat Multatuli ergreifend berichtet in einem Schriftchen: „Zeige mir den Platz, wo ich gesäet habe!“, dessen Titel dieser Stelle des „Havelaar“ entlehnt ist. Näheres über die Schrift in meinem Biographie- und Auswahlbande, und zwar in der Ersten Auflage auf S. 82 u. 83; bei der veränderten und in Neudruck befindlichen Zweiten Auflage dürfte die Stelle sich etwas verschieben. Der Hauptteil der Schrift wird in einem späteren Bande noch veröffentlicht.
[109] dessah: Dorf.
[109] kris und klewang: Waffen. Über kris siehe unter Kap. XVII.
[112] maniessan: Süssigkeit, Konfituren. Der Genuss desselben beim Thee ist chinesischen Ursprungs.
[112] Radhen Wiera Kusuma, Distriktshaupt von Parang-Kudjang: der im „Havelaar“ oft wiederkehrende Schwiegersohn und Handlanger des Regenten. In seinem Hause spielte auch die im XVIII. Kapitel vermeldete Vergiftungsaffaire.
[120] djimats: Briefe oder andere Gegenstände, die aus dem Himmel fielen und Schwärmern und Bauernfängern zum Kredit verhalfen. Tout comme chez nous!
[121] garem glap: Schmuggelsalz. Die Herstellung und der Verkauf von Salz ist in Indien Regie. Es wurde in der That an der Südküste von Lebak viel Salz gemacht, und es war den armen Leuten nicht übel zu nehmen, wenn man bedachte, dass sie vielfach viele Meilen zu laufen hatten, um einen Gouvernements-Debitsplatz zu erreichen, wo sie einen hohen Preis bezahlen mussten. Mir gilt die Monopolisierung der Salzbereitung als unbillig und vor allem grausam gegenüber Strandbewohnern, denen das Seesalz ins Haus spült.