ANHANG.
Die Kartenaufnahmen von Dr. O. Baumann werden unter dem Titel »Die kartographischen Ergebnisse der Massai-Expedition des Deutschen Antisklaverei-Komite« als Ergänzungsheft No. 110 zu Petermanns Mittheilungen veröffentlicht.
[[←]] I. Ueber Gesteine aus Deutsch-Ostafrika.
Von Dr. Hans Lenk.
Das von Herrn Dr. Oscar Baumann im Verlauf seiner letzten, in den Jahren 1892 und 1893 ausgeführten Reise in Deutsch-Ostafrika gesammelte und dem Mineralogischen Museum der Universität Leipzig zur Untersuchung und Bestimmung übergebene petrographische Material umfasst hauptsächlich Gesteinsproben aus dem südlich vom Victoria-Nyansa sich ausbreitenden, archäischen Hochlande von Unyamwesi und den sich zwischen jenem und dem Tanganyika-See ausdehnenden Gebirgen von Ussui und Urundi, die gleichfalls wesentlich aus altkrystallinischen Gesteinen bestehen. Ihnen schliesst sich eine Anzahl von Belegstücken jüngerer vulkanischer Gesteine an, welche zum Theil aus der, am Ostrande der afrikanischen Hochlandmasse hinziehenden und unter dem Namen des Ostafrikanischen Grabens bekannten Vulkanspalte selbst, zum Theil von ihren östlichen und westlichen Randgebirgen herrühren.
Nach der makroskopischen und mikroskopischen Sichtung lassen sich die vorliegenden Gesteine in folgende Gruppen vereinigen:
- Alte krystallinische Gesteine:
- Granit.
- Gneiss, Granulit, Glimmerschiefer, Hornblendeschiefer, Phyllit, Quarzit u. s. w.
- Aeltere Eruptivgesteine:
- Porphyr, Diabas, Gabbro u. s. w.
- Jüngere Eruptivgesteine:
- Kalksteine unbestimmten Alters; lacustre Ablagerungen, Sinterbildungen und Efflorescenzen der Gegenwart,
- Grauwacken und Sandsteine unbestimmten Alters,
- Vulkanische Tuffe.
- Trachyt, Basalt.
- Sedimentgesteine:
Dem Wunsche des Herrn Auftraggebers entsprechend folgt in den nachstehenden Zeilen eine kurze Schilderung der überwiesenen Gesteinssuite, zu welcher die Vorbemerkung gestattet sein möge, dass weder die zur Verfügung stehende Zeit, noch die durchschnittliche Beschaffenheit des Materials eingehendere petrographische Untersuchungen ermöglichte. Dem Charakter dieser Mittheilungen gemäss ist auch von Citaten aus der wissenschaftlichen Literatur — den Publikationen von Mügge, Thomson, Bonney, Tenne und Rosiwal, welche sich zum Theil auf das nämliche, zum Theil auf benachbarte Gebiete beziehen — abgesehen worden.
In der Gruppe