HERBST
Der Abendhimmel, grau und taub
Sei Tafel meinem Stift.
Der starren Bäume fahles Laub
Sei meines Liedes Gift.
Das Spiel von Liebe und von Tod
Kann warten keine Stund’.
Noch leuchtet ihm des Waldes Rot,
Noch sind die Karten bunt.
STIMMEN
Er:
Laß mich allein, ich falle zur Beute
Dem, was die tiefste Schmach du nennst.
Das „Morgen“ gilt mir nicht, nicht mehr das „Heute“,
Nur eine Stunde noch, die du nicht kennst.
Staub bin ich dann und fremder Stürme Raub und Erde:
Auf mir lastet die Nacht.
Bald schlummert ein Schmerz: Was in mir wacht,
Ist Kummer, Angst, Beschwerde.
Sie:
Du reißt dich los. Ich höre noch: Du sinkst.
Weiß nicht, in welchem Meer du ertrinkst.
Bin ich jetzt die Verlassene, Befreite?
War stets doch die zu jedem Schmerz Bereite.