Folgerungen für die Ausbildung eines deutschen Lebensstiles.

Es liegt in der deutschen Art, die Probleme der Zeit mit großem Ernst und Eifer mitzuerleben; zugleich aber haben wir auch bei uns besondere Probleme, für die vielleicht auch eine Philosophie des Lebens nicht nutzlos ist. Diese Probleme erwachsen aber vornehmlich aus der Schwierigkeit, die gemeinsamen Aufgaben der Menschheit mit ganzer Seele festzuhalten und dabei einen eigentümlich deutschen Lebensstil auszubilden.

1. Es hat aber diese Schwierigkeit zwei Hauptgründe: einmal sind uns die Grundelemente geistigen Lebens zunächst von draußen zugeführt, und es besteht die Gefahr, daß wir sie uns nicht genügend in Fleisch und Blut verwandeln; sodann aber enthält unser eigenes Wesen Gegensätze, die sich schwer miteinander ausgleichen lassen. Was jenes betrifft, so empfingen wir unsere Religion vom Christentum; gewiß entsprach im innersten Wesen des Christentums manches der deutschen Art, und hat der Deutsche diese Art eben durch das Christentum erst voll zur Geltung gebracht; aber alle Anerkennung dessen läßt die Frage offen, ob die Form, in der das Christentum vom sinkenden Altertum her an den Deutschen kam, nicht auch manches ihm Fremde enthält, und ob hier nicht eine Aufgabe vorliegt, die auch durch die Reformation noch nicht genügend gelöst ist. Die Kultur aber kam uns vom Altertum her, und am Empfangenen haben wir unsere eigene Art herangebildet, gerade an den Höhepunkten unseres Schaffens erwies sich die Berührung als fruchtbar. Und doch ist der Zweifel nicht abzuweisen, ob die Verbindung von Altem und Neuem vollauf gelungen ist, ob hier nicht auch Elemente in unser Leben eingeflossen sind, die wir als halbfremd empfinden, wie zum Beispiel selbst bei den Schöpfungen des späteren Goethe, ob demnach nicht auch hier noch manches zu klären und sichten bleibt. Endlich aber sind uns von den westlichen Völkern nicht nur äußere Lebensformen, sondern auch politische Ideale zugeführt; wir haben dadurch manche Aufrüttelung und Förderung erfahren, aber zugleich wird uns auch viel Fremdes auferlegt und oft zu bereitwillig aufgenommen. Jene Völker haben zum Beispiel einen eigentümlichen Begriff von Freiheit, der sich von dem in unserem Wesen angelegten wesentlich unterscheidet: jene erstreben mehr eine Gleichheit, während wir auf eine Gliederung nicht wohl verzichten können; so ist ihr Begriff von Demokratie sehr verschieden von dem, den wir gemäß unserer Art fordern müssen. Daß wir in all diesen Punkten viel zu nachgiebig sind, viel zu wenig unsere eigene Art herausarbeiten und zur Geltung bringen, kann kein Unbefangener leugnen. Der Deutsche bleibt hier sich selbst eine Aufgabe, eine Aufgabe gerade am heutigen Tage.

Daß aber die Herausarbeitung des eigenen Wesens so viel Mühe macht, das liegt zum guten Teil daran, daß dieses Wesen in sich selbst verschiedene, ja entgegengesetzte Bewegungsrichtungen trägt, ja daß es eine eigentümliche Doppelheit aufweist. Als Hauptgegensatz erscheint dabei der von Seele und Arbeit, er geht durch die ganze deutsche Geschichte. Einmal enthält unsere Art das Verlangen, eine selbständige Innenwelt zu bilden und von ihr aus, ja für sie das Leben zu führen. Zugleich aber enthält sie ein nicht minder starkes Verlangen, in der sichtbaren Welt zu wirken und sie den Zwecken des Menschen zu unterwerfen. Daraus entsteht leicht eine Gefahr für das Ganze des Lebens, denn wenn diese beiden Forderungen sich nicht genügend zusammenfinden, ja sich miteinander zerwerfen, so ist ein Sinken nicht zu verhüten; die seelische Tätigkeit wird sich dann leicht von der Welt ablösen und ins Formlose verlieren, die Arbeit aber zu sehr ein bloßstoffliches Sammeln und Anhäufen werden. Schon das treibt den Deutschen über den nächsten Stand der Dinge hinaus, daß zur Überwindung dieses Gegensatzes der Gewinn eines neuen Standortes unentbehrlich ist; ja man darf sagen, daß schon durch diesen Gegensatz der deutschen Art ein Zug zur Metaphysik unausrottbar eingepflanzt ist. Weitere Konflikte aber erzeugt die geistige Arbeit selbst. Denn einerseits sehen wir die Deutschen eifrig bemüht, alle Mannigfaltigkeit zusammenzuhalten, alle Gegensätze auszugleichen, nichts vom Lebensbestande aufzugeben, alles in eine Harmonie oder doch in eine zusammenhängende Bewegung zu bringen, kurz in einem versöhnenden Sowohl — Als auch zu denken. Nicht minder stark aber wirkt im deutschen Wesen das Verlangen, die Gegensätze mit vollster Schärfe hervorzukehren, das Unterscheidende jeder Seite zu betonen, alle Vermittlung oder Abschwächung als eine Verflachung abzuweisen, das Leben damit unter ein unerbittliches Entweder — Oder zu stellen. Jenes gewahren wir in Persönlichkeiten wie Leibniz, Goethe, Mozart, Hegel, die andere Art bei Luther, Bach, Kant, Schiller, Beethoven. Jene Art enthält die Gefahr einer Abschleifung und eines zu raschen Hinwegeilens über die Dunkelheiten des Lebens, diese die andere, das Leben auseinanderzureißen und auseinanderfallen zu lassen. So haben beide Seiten dem Ganzen des deutschen Lebens gegenwärtig zu bleiben. Das kann aber nur geschehen, wenn der Gesamtbegriff des Lebens aller besonderen Gestaltung überlegen bleibt, und somit jene beiden Richtungen gleichberechtigte Antriebe werden, die sich gegenseitig sowohl ergänzen als steigern können. Das alles steckt dem deutschen Leben hohe Ziele und legt ihm schwere Aufgaben auf, notwendig wird damit der Mensch auf größere Zusammenhänge gewiesen, und zu Hauptzügen seines Lebens werden tiefer Ernst und aufrichtige Ehrfurcht werden. Uns wird das Leben nicht leicht gemacht, und wir empfinden oft schmerzlich den weiten Abstand zwischen der von unserm eigenen Wesen geforderten Höhe und dem Durchschnitt des Alltags; vielleicht ist er größer als bei irgendeinem anderen der leitenden Völker. So haben wir jene Höhe stets mit allem Eifer neu zu erringen und müssen zugleich nach verschiedensten Richtungen hin einen Kampf gegen drohende Verflachungen führen. Zahlreich sind heute diese Verflachungen; wir möchten nur eine von ihnen erwähnen, da sie mehr empfunden als ausgesprochen zu werden pflegt, das ist die von der Reichshauptstadt, von Berlin, ausgehende Verflachung, der Berlinismus, wie es kurz heißen könnte. Wir hegen die aufrichtigste Hochachtung vor dem Eifer des Strebens und der Tüchtigkeit der Arbeit, die dort geleistet wird, wir wissen zugleich, wie viele Männer und Frauen dort übereinstimmend mit uns denken, aber das kann und darf uns nicht verhindern, die Gefahr für die innere Lebenshaltung zu bezeichnen, die von dortigen Massenwirkungen ausgeht. Mangels einer großen Tradition wird das Leben dort überwiegend auf den freischwebenden Verstand gestellt, und es erhalten damit unvermeidlich Reflexion, Kritik und Verneinung eine übergroße Macht; formale Gewandtheit und Geschicklichkeit, oft auch bloße Redefertigkeit, sollen geistigen Gehalt ersetzen; man kennt keine offenen Probleme; wie man sich selber fertig fühlt, so vollzieht man überall einen raschen Abschluß; die großen Lebensfragen, an denen aller Sinn und Wert unseres Daseins hängt, finden wohl ein lebhaftes »Interesse« und eine »geistreiche« Erörterung, aber nicht das Einsetzen einer Wesenstiefe und den ehrfurchtsvollen Ernst, worauf sie bestehen müssen. Daß Ernst und Ehrfurcht keine Gedrücktheit zu erzeugen brauchen, vielmehr mit innerer Frische und Fröhlichkeit ganz wohl vereinbar sind, das zeigt zum Beispiel die Gestalt eines Luther. Wehren wir uns also dagegen, daß uns für echte Kultur ein bloßer Kulturersatz aufgedrängt werde!

2. Weitere Schwierigkeiten bereitet die Frage, einen dem deutschen Wesen gemäßen Typus für unser Staatsleben zu erreichen, auch hier stehen wir in nicht geringer Verwicklung; das aber namentlich durch einen unausgeglichenen Streit zwischen alter und neuer Art. Unsere Geschichte war bei aller geistigen Fruchtbarkeit und aller Durchbildung der Einzelnen politisch wenig glücklich, war doch der Erbe des römischen Weltreichs schließlich zu kläglicher Ohnmacht gesunken und zu einem Spielball fremder Mächte geworden. Wir können daher nicht dankbar genug dafür sein, daß die Entwicklung des preußischen Staates einen festen Kern für die Sammlung der deutschen Stämme gewinnen ließ. Das aber trieb notwendig dort die politische Gestaltung in eine Einseitigkeit, indem allen anderen Aufgaben voran die Aufgabe trat, die Macht des Staates zu stärken und zu steigern. So entstand der Obrigkeitsstaat, der für jenen Zweck Hervorragendes geleistet hat, der überhaupt viel tüchtige Verwaltungsarbeit verrichtet und weiteste Kreise zu treuer Pflichterfüllung gebildet hat. Aber die selbständige Tätigkeit der Einzelnen sowohl als die der kleineren und größeren Kreise kam dabei zu kurz, der Obrigkeitsstaat wurde nicht genügend zum Volksstaat. Das wurde namentlich als ein Mißstand empfunden, als der industrielle, überhaupt der wirtschaftliche Aufstieg ein neues Deutschland erstehen ließ, neue Schichten der Gesellschaft emporhob, sie berechtigte Ansprüche auf selbständige Teilnahme am Staatsleben stellen ließ. Es ist eine Torheit, sich einer solchen aller menschlichen Willkür überlegenen Wandlung starr zu verschließen, aber es ist eine nicht geringere Torheit, die Verwicklung summarisch durch einfache Übertragung ausländischer, namentlich romanischer Staatsformen auf deutsche Verhältnisse lösen zu wollen. Dafür sollte man zu hoch vom deutschen Wesen und Geiste denken, um sich auf diesem Hauptlebensgebiet eine bloße Nachahmung genügen zu lassen. Wir haben unsere eigenen Begriffe von staatlichen und gesellschaftlichen Dingen, wir denken viel zu hoch vom Beruf, um ihn bei der Volksvertretung vollständig auszuschalten und alles Heil von der bloßen Masse zu erwarten; wir verlangen mehr Recht der Persönlichkeit, mehr Selbstverwaltung und Gliederung; da wir das Bewußtsein haben dürfen, für die innere Freiheit der Geister mehr getan zu haben als irgendein anderes Volk der Neuzeit, in Luther für die religiöse, in Kant für die philosophischmenschliche, in Goethe für die künstlerische Freiheit, so dürfen wir hoffen, daß es uns auch gelingen wird, für die unentbehrliche Freiheit im menschlichen Zusammensein eine Form zu finden, die unserer eigenen Art entspricht. Die erste Bedingung dessen ist aber, daß wir dieser Art deutlich inne werden, und daß wir von dem Zufälligen und Angreifbaren scheiden, was in ihr wesentlich und wertvoll ist. Dazu bedarf es wiederum energischer Selbstbesinnung durch Denkarbeit, dazu bedarf es auch einer Klärung der gemeinsammenschlichen Ziele, innerhalb derer wir unsere Aufgabe suchen müssen.

3. Eine weitere Aufgabe stellt uns endlich die durch den Weltkrieg erzeugte Lage. Wir haben im Verhältnis zu anderen Völkern schwere Enttäuschungen erfahren und sind zwingend auf die eigene Kraft zurückgeworfen. Das treibt dazu, unsere nationale Art stärker herauszuarbeiten und auch der Vergangenheit gegenüber mehr Selbständigkeit zu erringen. Aber es gilt dabei die Gefahr einer Verengung fernzuhalten, die Gefahr, uns vom Ganzen der Menschheit abzusondern, das doch vom Beisichselbstsein des Lebens her seinen unantastbaren Wert behält, die grundgeistigen Aufgaben vor den Forderungen des Tages zurückzustellen, auch über einem Hangen am Augenblick zu vergessen, daß wahre Gegenwart nicht innerhalb des Zeitlaufs liegt, sondern nur in Erhebung über ihn entstehen kann. Früher ließ uns das Streben nach Weite des Lebens oft die Sorge um seinen Charakter vergessen, nun wollen wir über dem erstrebten und höchst notwendigen Charakter nicht die Weite verlieren!

So dringen von allen Seiten her Forderungen auf uns ein, denen wir ohne eine Selbstvertiefung und ein Ergreifen innerer Zusammenhänge unmöglich entsprechen können. Zu einem glücklichen Fortgang bedarf es vor allem voller Wahrhaftigkeit und Selbständigkeit, damit ursprüngliches Leben in uns entstehen könne; entsteht es aber, so wird es mit seiner Weltüberlegenheit uns auch den Mut und die Kraft verleihen, das als notwendig Erfaßte gegen allen Widerstand durchzusetzen und allen Schein als bloßen Schein zu entlarven.

So ergab sich durchgängig eine große Unfertigkeit als dem deutschen Leben eigentümlich. Das ist ein Nachteil, gewiß; aber es ist auch ein nicht geringer Vorteil. Denn daß wir so viele noch zu lösende Probleme in uns tragen, das zeigt, daß wir uns noch keineswegs ausgelebt haben, sondern uns noch im Werden befinden und noch weiter wachsen können, daß wir trotz einzelner greisenhafter Züge im Kern noch ein jugendliches Volk sind. So werden wir auch, wenn wir auf eine glückliche Zukunft unseres Volkes hoffen, dabei vornehmlich auf unsere Jugend vertrauen. Sie hat in diesem gewaltigen Kriege in harten Kämpfen wie in ausdauerndem Ertragen eine herrliche Kraft und Gesinnung erwiesen; überträgt sie das in das Werk des Friedens, das vor uns liegt, so dürfen wir hoffen, daß sie sich auch den inneren Aufgaben gewachsen zeigen und durch mutige Arbeit an den großen Fragen unseren Glauben an den Sinn und Wert des menschlichen Lebens stärken wird.


[Sachregister.]

Altertum, sein Lebensgefüge [110].
Arbeit, Kern des modernen Lebens [18];
ihr emporbildendes Wirken [101];
ihre Größe und ihre Gefahren [146], [154].
Arbeit und Schaffen [55] ff., [58].
Arbeit und Seele, ihr Zusammentreffen im deutschen Wesen [163].

Berlinismus, seine Gefahr [165].
Beruf, seine Bedeutung und Wirkung [101].
Bildung, ihre Bedeutung und ihre Schranke [13].
Böses, seine Tatsächlichkeit [115] ff.;
Arten seiner Überwindung [119] ff., [140].

Christentum [111], [122];
Forderungen dafür [129];
sein Verhalten zur deutschen Art [162];
überragende Bedeutung Jesu für das Christentum [128].
Christlicher und stoischer Lebenstypus [119] ff.

Dasein und Tatwelt, ihr Verhältnis [86] ff.
Denken, seine Bedeutung für das Leben [51] ff., [65] ff.
Deutsche Art, ihre Größe und ihre Verwicklungen [161] ff.
Deutscher Lebensstil, Forderungen dafür [161] ff.
Ding an sich, Grenze dieses Begriffes [63], [156].

Einsamkeit, Gefahr und Überwindung [44], [149], [155].
Einzelgeschick und Gesamtgeschick [76] ff.
Entwicklung, ihre Schranke [73] ff.
Erbsünde, abgelehnt [115] ff.
Erfahrung, ihre Unentbehrlichkeit [87] ff.
Erziehendes Wirken des Lebens [100].
Erziehung, ihre Weltanschauung [109].

Festigkeit des Lebens, wie erreichbar [83] ff.
Form und Stoff [90].
Fortschritt, Problem des moralischen Fortschritts [118] ff.
Freiheit und Schicksal [153].
Freiheit des Handelns, ihre Notwendigkeit und ihre Möglichkeit [72].
Freundschaft, ihr emporbildendes Wirken [100] ff.

Gegenwart, Notwendigkeit einer zeitüberlegenen Gegenwart [78], [153].
Geistige Jugend, ihre Möglichkeit [153].
Gemeinschaft, ihre emporbildende Kraft [102].
Geschichte, ihre Bedeutung für das Lebensproblem [78];
Eigentümlichkeit der menschlichen Geschichte [106];
keine bloße Evolution [126].
Geschichte der Seele, ihre Bedeutung [126].
Gesellschaft, Schranke ihres moralischen Wirkens [118];
ihr Wirken auf den Einzelnen [147] ff.
Glaube und Werke [75].
Gottesbegriff, Doppelheit seiner Fassung [127].
Greisenalter [148], [155].

Heroismus, seine Notwendigkeit für das Leben [118], [143].
Historisches Bewußtsein, seine Bedeutung [112].

Ideen und Interessen [99].
Ideen und Prinzipien, ihre Macht in der Neuzeit [53].
Individualität, ihr emporbildendes Wirken [102].
Individualität und Persönlichkeit [68].
Individualkultur, ihre Bedeutung und ihre Grenze [37] ff.
Individualleben, sein Verlauf und seine Probleme [144] ff.
Innere Konflikte, ihre weitertreibende Kraft [142].
Intellektualismus, Möglichkeit seiner Überwindung [79], [109].
Jugendalter [144] ff.

Katholizismus und Protestantismus [127].
Kindesalter [144].
Kirche, ihre Notwendigkeit [159].
Klassische und romantische Kunst [71].
Konkurrenz, ihre Unentbehrlichkeit [99].
Kraftidee, Beherrscherin der modernen Kultur [82] ff., [111], [159].
Kultur, Geisteskultur und Menschenkultur geschieden [67];
Altern der Kulturen [125].
Kultur und Zivilisation [11].
Kunst, ihre Leistung [56], [90] [105].

Leben, notwendiger Ausgangspunkt [48] ff., [156];
sein Gesamtziel [131].
Lebensalter des Menschen [144] ff.
Lebensenergien [69], [83].
Lebensgebiete, ihre zusammenhaltende und richtende Kraft [107] ff.;
ihre höhere und ihre niedere Gestaltung [80] ff.
Lebensgeschichten [152].
Lebensstufen [50] ff.
Lebenstatsachen, unterschieden von subjektiven Erfahrungen [137].
Lebenszusammenhänge in der Weltgeschichte (griechische, christliche, moderne) [110] ff.
Leid, verschiedene Stellung der Lebensgefüge zu ihm [124];
als Bestandteil des Lebens [153] ff.
Liebe, ihre Grundbedingung [77];
ihr erhöhendes Wirken [100].
Liebe und Mitleid [54].
Lust, ihre Unzulänglichkeit [53].

Mannesalter [145].
Materielles, seine Bedeutung und seine Überschätzung [160].
Mensch, sein Hinauswachsen über die Natur [51];
Gefahr seiner Überhebung [158].
Menschenkultur und Geisteskultur [67], [80] ff.
Moderne Lebensordnung [111].
Moral, ihr universaler Charakter [74];
ihre Tatsächlichkeit [108].
Moralischer Stand der Menschheit, seine Schätzung bei den Denkern [114].
Mystik [87], [154].

Natur, ihre Übermacht [96];
ihr innerer Widerspruch [97];
ihre Gleichgültigkeit gegen den Menschen [97] ff.;
eine Stufe des Alls [104].
Naturalismus, sein Lebenssystem [19] ff.

Optimismus und Pessimismus, ihre verschiedene Beurteilung des moralischen Standes des Menschen [114] ff.

Persönlichkeit, verschiedene Fassungen [42];
Gefahr des Begriffes [70].
Persönlichkeit und Individualität [68].
Pessimismus, abgelehnt [142] ff.
Pflichtidee, ihre Zusammenhänge [65].

Raum und Zeit, als Beherrscher des Daseins [99] ff.;
Kampf des Lebens gegen sie [103] ff.
Religion, ihre Lebensordnung [4] ff.;
ihre Bewegung über den Menschen hinaus [66] ff.;
ihre echte und ihre unechte Art [80] ff.;
ihre gemeinsame Art [108];
Begründung der Wendung zu ihr [121];
ihre Art des Schließens [131], [143] ff.
Religiöse Pflichten, Ablehnung dieses Begriffes [127].
Routine, Gefahr und Überwindung [147], [154].

Schaffen und Arbeit [55] ff.
Sein im Leben [62].
Sozialethik, ihre Bedeutung und ihre Grenze [33] ff.
Sozialkultur [31] ff.
Soziologie, ihr innerer Widerspruch [94].
Stoizismus, als Lebenstypus [119] ff.

Tatwelt und Dasein, ihre Scheidung [62] ff.;
ihr Verhältnis [86] ff.
Tote Seelen [148].

Unsinnliche Welt, ihre Selbständigkeit und Macht [52].
Unsterblichkeitsproblem [132] ff.

Verneinungssucht der Gegenwart [44].

Weltgeschichtliche Bewegung der Menschheit [78] ff.
Weltlicher Idealismus, seine Lebensordnung [10] ff.
Weltkrieg, seine Wirkung [2], [15], [27], [40], [118], [139], [158].
Wirklichkeit, ihre verschiedene Fassung [103] ff.
Wirtschaftliche Fragen, ihr Überwiegen in der Gegenwart [160].
Wissenschaft, ihre Macht [108].

Zweifel, prinzipielle Auseinandersetzung mit ihm [134] ff.

[Namenregister.]

Aristoteles [101].
Augustin [133].
Bacon [20].
Comte [94].
Eckhart [6], [69], [126].
Fröbel [120].
Goethe [19], [105], [117], [133], [143], [149], [156], [162].
James (William) [126].
Kant [115], [133].
Leibniz [155].
Luther [70], [75], [131], [143].
Origenes [129].
Pascal [152].
Pestalozzi [130].
Plato [103], [117], [120].
Schiller [62], [99].
Schopenhauer [144].
Xenophanes [66].

[Fußnoten]

[1] Für eine solche Erörterung muß ich auf meine religionsphilosophischen Schriften verweisen, besonders auf die Schrift: »Können wir noch Christen sein?«