Gobabis.
In diesem Bezirk zeigte sich bereits Anfang Januar eine gewisse Gärung. Viehdiebstähle waren immer vorgekommen, aber jetzt verweigerten die Diebe, wenn ertappt, das Wiederherausgeben des gestohlenen Viehs, und das war bisher nicht vorgekommen. Der Sohn des Kapitäns Tjetjo, Traugott, versprach zwar am 6. Januar noch in Gobabis viel, vermochte aber nichts davon zu halten. Nunmehr ritt der Distriktschef Oberleutnant Streitwolf am 7. Januar mit neun Reitern persönlich nach dem Schauplatz der Viehdiebstähle, bemerkte dort weitere verdächtige Anzeichen, riet daher auf seinem Weiterritte allen Farmern die Übersiedlung nach Gobabis an, setzte selbst mit seiner Patrouille den Weg bis Epukiro fort und ließ diese Station in Verteidigungszustand bringen. Querfeldein reitend, traf die Patrouille dann am 17. Januar wieder in Gobabis ein, fand es bereits belagert, konnte aber noch ohne Verluste hineinkommen. Die Feste war nunmehr von 27 waffenfähigen Männern besetzt. Ihre Umschließung hat dann bis zum 25. Januar gedauert. Von diesem Tage an beschränkte sich der Gegner auf Beobachtung, während seine Masse auf Kehoro am oberen Nosob abzog und sich dort anscheinend verschanzte. Durch Überfall genommen worden war die kleine Station Witvley. Oas hatte sich dagegen gehalten und wurde später freiwillig geräumt. Desgleichen zog sich auch die Besatzung von Epukiro nach Gobabis heran. Aminuis wurde ebenfalls geräumt, bald aber wieder besetzt.