Outjo.

Die Verhältnisse in diesem Bezirk lagen insofern günstiger, als in ihm eine volle Feldkompagnie garnisonierte, der noch dazu eine geringere Hererobevölkerung gegenüberstand. Der dort befehlende Hauptmann Kliefoth beschränkte sich daher gleichfalls nicht auf eine passive Verteidigung, sondern rückte auf die Nachricht von dem Falle der Station Waterberg am 12. Januar mit allen verfügbaren Kräften, etwa 500 Gewehren und einem Geschütz, nach dort ab. Am 16. Januar stieß die Abteilung etwa halbwegs Waterberg auf mehrere hundert Hereros und wurde von diesen mit Feuer begrüßt. Nach 1½stündigem Gefecht wurde die feindliche Stellung, unter einem diesseitigen Verlust von einem Schwerverwundeten, erstürmt. Nunmehr kehrte die Kompagnie nach Outjo zurück, um am 17. Januar mit 60 Gewehren und 2 Geschützen einen zweiten Vorstoß, und zwar in der Richtung auf Omaruru, zu unternehmen. Hierbei kam es am 29. Januar abermals zu einem Zusammenstoß mit einer Hererobande, in dem der Hauptmann selbst verwundet, der Gegner aber in die Flucht geschlagen wurde. Von jetzt ab beschränkte sich die Kompagnie auf Sicherung des Platzes Outjo, wohin sich mittlerweile die Masse der Farmer des Bezirks mit ihren Viehherden hatte retten können, sowie auf Beobachtung der Ovambos und der Franzfonteiner Hottentotten. Zu einem weit ausholenden Offensivstoß nach dem Hererolande waren dagegen die Kräfte der Kompagnie zu schwach, es lag auch ein solcher nicht in ihrer Aufgabe.