B. Das Thal von Mon-bijou mit der Géromontquelle.
Die Chaussee, welche sich südöstlich von Malmedy zum Dorfe Géromont, von da über Weismes und dann nach Aachen hinzieht, führt zunächst durch das Thal Mon-bijou. Dieses verdankt seinen Namen einem Privat-Parke, dessen Eingang man in etwa 10 Minuten von Malmedy aus erreicht. Das einige hundert Schritt weiter gelegene Wirtshaus „Zur schönen Aussicht“ wird von den Einwohnern des Städtchens zum Ruhepunkt oder auch wegen der daselbst stattfindenden Tanzbelustigungen besucht. Der Name des Hauses ist deshalb gewählt, weil man eine herrliche Aussicht von da aus über Feld und Wiese, über den Park und die Landhäuser des Thales genießt. Nahe beim Wirtshaus befindet sich links vom Wege in einer Wiese am Abhange des Felsens, etwa 390 Meter über dem Meere, die Quelle Géromont. Im vorigen Jahrhundert entfloß sie unter einer offenen Steinnische als eine schwache Quelle dem Felsboden. Erst wenige Jahre vor der Untersuchung, welcher Monheim sie gegen das Jahr 1823 unterzog, wurde sie gehörig gefaßt, verlor aber bald wieder durch das Eindringen von Süßwasser viel von ihrer Stärke, und es erforderte gegen das Jahr 1827 lange und kostspielige Arbeiten, um sie wieder in Stand zu setzen. Ein damals errichtetes Brunnenhaus mit der sinnigen Aufschrift: „In otio sine cura bibe et spem fove salutis“ (Sorglos trink in Muße und habe Hoffnung auf Rettung) hat seinen Zweck nur kurze Zeit hindurch erfüllt und ist schon vor vielen Jahren abgebrochen worden. Ein steinerner Behälter, welcher die Quelle umgiebt und überdeckt, ist leider noch der einzige Schutz, der ihr und den sie Aufsuchenden gewährt ist. Vielleicht wird auch hier ein praktisches Brunnenhaus errichtet werden.
Ehe man zu dem erwähnten Wirtshaus gelangt, kann man die Straße den Berg hinauf verfolgen, wo ein Spaziergang durch den Wald sehr erquickend ist.