Abschied.
Oft, wenn die stille Mitternacht
Einsam im dunkeln Parke wacht,
Wenn meine Fenster offen stehn,
Ein Sternlein durchs Gezweige leuchtet
Und Nachtluft mir die Stirne feuchtet,
Dann weiß ich, daß mich deine Augen sehn
In dieser stillen Mitternacht.
Doch dieser Erde weit entschwebt
Ist, was mich hier umgibt und mit mir lebt:
Mein still Gemach, der Park, der leise rauscht,
Der See, der über seine Ufer lauscht.
In ewige Fernen treiben wir dahin:
Du kennst den Ort nicht, wo ich bin
In dieser stillen Mitternacht.
Noch seh' ich dich; und dein Gesicht ist blaß.
Von Schauer wird mein Auge naß,
Und tausend Wünsche werden wach.
Doch schneller treibt der Park und das Gemach
Hin in den fernenklaren Raum –
Da lischt, ein Flackerlicht, dein Traum
In dieser stillen Mitternacht.