Daß von Geheimnissen …
Daß von Geheimnissen, die uns umtönten,
Keins mehr in dem vergangenen Geiste lebt;
Daß von Begierden, Tanz und Mädchen, denen wir frönten,
Kaum ein Strumpf noch, ein Busen an uns vorüberschwebt.
Daß wir nie mehr unsern ersten Band Gedichte
Wachsen sehn aus den Buchläden der heimischen Stadt,
Als der Ruhm schon unsterblich die großen Gesichte
Im Käfig des kleinen, blauen Umschlags entzündet hat.
Freunde! Wir standen in Liverpool auf den Brücken,
Sahen die transatlantischen Dampfer im Riesenmeer;
Saßen im Damensalon und atmeten mit Entzücken
Goldne Tische gekräuselt im Dufte von Rosen und Teer.
Dann fuhr die gewaltige Fracht des Ozeaniden
Langsam aus wehenden Tüchern, Musik, vielen Tränen fort,
Wir erlebten in Versen die Abenteuer und schieden;
Schlummer, Schultag wieder empfing uns am alten Ort.
Sind wir die gleichen Straßen wie jene gezogen?
Ferne schon den stürmenden Kränzen entrückt,
In eroberter Stadt auf dem höchsten Bogen
Stehn wir, über die fliehende Wolke unsrer Erinnerung gebückt.
Südseeinseln sind uns gebaut auf spiegelndem Grunde,
Nah ist Liebe und Schmerz, die Flucht aus des Vaters Haus,
Es steigen in einer begeisterten Stunde
Viele Verlorene dankbar aus den Kanälen heraus.
Wenn der Leuchttürme einst entzündetes Feuer
Nicht mehr durch die toten Gefilde bricht:
Ihr Gefährten des Lebens, wie seid ihr uns teuer,
Da wir wandeln in des entfremdeten Mondes Licht.