Der Schatten.
Zwischen mir und meinem trunknen Leben
Wärmt ein Schatten sich an meiner Glut.
Wünschend saust mein ungestilltes Blut,
Doch er raubt mir schon im Niederschweben
Jeden Traum und jedes goldne Gut.
Meiner Schätze waren funkelnd viele,
Doch ich fühl' an meines Bechers Rand
Seines Schattenmundes wilde Kühle
Und am Griffe seine Schattenhand.
Schritt ich so verloren in die Lande,
Ließ mein Wandern keine Spur zurück.
Seine Spuren, halb verweht im Sande,
Sah mein schauernd rückgewandter Blick.
Selbst von meines Schlummers Grunde heben
Seine Hände jeden Schatz der Lust:
Schlafen muß ich steinern, traumbewußt
Zwischen mir und meinem trunknen Leben.