Sizilianen.
Die Insel der Glücklichen.
Das Hängelämpchen qualmt im warmen Stalle,
In dem behaglich sich zwei Kühe fühlen.
Der Hahn, die Hennen, um den Sproß die Kralle,
Träumen vom wunderbaren Düngerwühlen.
Der Junge pfeift auf einer Hosenschnalle
Dem Brüderchen ein Lied mit Zartgefühlen.
Und Knaben, Kühe, Hühner lassen alle
Getrost den Strom der Welt vorüberspülen.
Souvenir de la Malmaison.
Die menschenblasse Rose legte ich
Auf deine kalten, überkreuzten Hände,
Und strich dein Haar zurück und pflegte dich,
Ob ich dein jubelnd Leben wiederfände.
Im Zimmer, irrgeflogen, regte sich
Ein Schmetterling, die alte Grablegende.
Dein Sarg schloß zu, der Kummer fegte mich
In fernes Land aus trostlosem Gelände.
Sommernacht.
An ferne Berge schlug die Donnerkeulen
Ein rasch verrauschtes Nachmittagsgewitter,
Die Bauern zogen heim auf müden Gäulen,
Und singend kehrte Winzervolk und Schnitter.
Auf allen Dächern qualmten blaue Säulen
Genügsam himmelan, ein luftig Gitter.
Nun ist es Nacht, es geistern schon die Eulen,
Einsam aus einer Laube klingt die Zither.
Nach der Hühnerjagd.
Erhitzt und müde, durstig, stark verbrannt,
Kehr' ich in meine Waldherberge ein.
Gewehr und Mütze häng' ich an die Wand,
Den Eimer sucht mein Hund und schlappt ihn rein.
Die junge Witwe lehnt am Schenkenstand,
Freundarm und stumm, im letzten Abendschein,
Dann lächelt sie verstohlen, abgewandt,
Der Gäste Aufbruch läßt uns bald allein.
Der Hohenfriedeberger.
Die Instrumente her! daß ihr euch sputet,
Wenn einst der Tod macht in mein Buch den Klecks,
Den großen Klecks, der alles überflutet.
Den Schlachtentrumpfer blast, und nicht perplex!
Den Hohenfriedeberger trommelt, tutet,
Mit seinen Pauken sei mein Leben ex!
Und komm' ich oben an so unvermutet,
Aufbrüll' ich: Vivat Fridericus Rex!