Unser Heim
Von Professor Dr. Paul Wagner
Gottleuba liegt hinter uns; an der alten Postsäule vorbei haben wir den südlichen Ausgang erreicht, wo zwischen altem und neuem Friedhof der Fuhdebach sein Tal schlängelnd durchzieht. An der großen Heimatschutztafel, die den Naturschutzbezirk Östliches Erzgebirge verkündet, machen wir Halt. ([Abb. 1.])
Die sanfte Talmulde vor uns trug einst die Hufen eines deutschen Walddorfes, namens Erdmannsdorf, das schon im Jahre 1379 vom Böhmenkönig Wenzel an Thimo von Colditz verpfändet worden war. Im Hussitenkriege scheint das Dorf untergegangen zu sein; seine »wüste Mark« ist später in die Gemeinde Gottleuba einverleibt worden. Ein weißmarkierter Fahrweg kreuzt das Tal und führt über den Hackhübel nach der Ölsener Höhe und links am Sattelberg vorüber nach Schönwald–Nollendorf–Kninitz–Kulm. Ein uralter Verbindungsweg, der vom Elbtal bei Dohna nach Aussig und Prag führte, vielleicht ein Teilstück des »Kulmer Steiges«, der schon vor einem Jahrtausend strategische und verkehrspolitische Bedeutung hatte! Zu unserer Linken zieht eine ältere Talstraße (flankiert von zwei neuen Autostraßen) im »Leichengründel« aufwärts zum Sandsteinplateau des Wachsteines. Hier wurden die Leichen aus Hellendorf zum Gottleubaer Friedhof gebracht – der geschichtlich wohlbegründete Name ist heute durch das empfindsamere, aber nichtssagende »Mariengründel« ersetzt. Mit steiler Wand bricht der Wachstein gegen das Gehänge des Fuhdetals hin ab. Ein Teil des Plateaus führt den Namen »Wüstes Schloß«. Was man heute als Mauerreste einer Burg deutet, sind natürlich »gewachsene« Sandsteinquader – aber warum soll die Überlieferung nicht recht haben, daß hier oben einst eine Burg gestanden hat, die nicht nur den »Kulmer Steig«, sondern auch die über »Vierzehn Nothelfer« nach Peterswald führende Straße beherrschte?
Abb. 1 Heimatschutztafel: Naturschutzbezirk »Östliches Erzgebirge«
(Die Tafel mußte aus praktischen Gründen an dieser Stelle aufgestellt werden, ein vorbildlicher Aufstellungsort ist es nicht)
Wir gehen die rechte Autostraße bergan bis fast zur Wasserscheide, wo von Süden her ein Wald heranzieht. Die »Katrine« heißt er auf der Forstkarte. Vielleicht lag hier einst eine Kapelle in einem alten Bergbaugebiet; denn schon 1478 gewährten Kurfürst Ernst und Herzog Albrecht den »gewercken zu Ertmanstorff zcu sanct Katherin bey der Gotlouben« auf sechs Jahre Münzfreiheit[4]. Am Waldrande führt ein stellenweise quelligfeuchter Fußpfad südwärts, dem Hutstein zu. »Hutschken« steht auf der neuen Spezialkarte – eine mundartliche Form wie Wolfschken für Wolfstein bei Markersbach. Wir halten uns links vom Waldzipfel und erreichen am Ende einer hübschen Lärchenallee die von Ölsen nach Hellendorf führende Fahrstraße. Unser Weg kreuzt diese und führt durch Hochwald mit zahlreichen Bergbauhalden schließlich links abwärts ins Wiesental des »Dürrenbaches«. Wo wir die Talstraße erreichen, ist links am Wege eine größere Halde, rechts ein Stollenmundloch. Oben auf der Höhe neben dem »Apothekerborn« hat man vielleicht schon vor Jahrhunderten nach Silber gegraben. Im Jahre 1860 fing eine Gewerkschaft im Gebiete der alten Halden aufs neue an, die »Gotteszeche« abzubauen. Man legte einen zwanzig Meter tiefen Schacht an, fand auch Arsenkies und Schwefelkies. In der Hoffnung, daß in größerer Tiefe reichere Schätze der Ausbeutung harrten, trieb man 1861–1885 vom Tal aus den »Tiefen Gotteszecher-Stollen« dreihundertsechzig Meter tief in das Gneisgebirge, setzte auch den Schacht weiter fort. Aber 1885 kam die Grube zum Stillstand, nachdem man ganze acht Zentner Erz mit anderthalb Kilo Silber ausgebracht hatte[5].
Neben der Halde ragt eine prächtige Zottelfichte empor. Unter ihr steht eine neue Bank; zwei Schilder künden, daß dieser Platz »unterm Heimatschutz« steht und »Karl Schmidt« zum Andenken geweiht ist. ([Abb. 2.]) Fürwahr ein stimmungsvolles Denkmal für den Mann, der unserem Sachsenvolk den Heimatschutzgedanken gebracht und unseren »Landesverein« gegründet hat! Unmittelbar neben der Bank bildet eine Brücke den Eingang in den »Naturschutzbezirk Bienhof«, dessen Sicherung eine der letzten Taten Karl Schmidts gewesen ist.
Ein entzückendes, einsames Tal! Die breite Wiesenaue wird begleitet von zwei steil aufsteigenden Waldhängen. Links oben bildet der Waldsaum gleichzeitig die Landesgrenze; rechts reicht der »Cratzaer Wald« bis hinab in das feuchte Wiesenland und einige Prachtexemplare von Einzelfichten bezeichnen die Reviergrenze. ([Abb. 3.]) Hinter Buschwerk oft versteckt, murmelt der forellenreiche Bach; die Straße pendelt behaglich hin und her, bis endlich im Vordergrund eine Häusergruppe sichtbar wird: Hammergut Bienhof ([Abb. 4]). Das kleine »Zechelgut« mit seiner Scheune grüßt uns zuerst. Vornehm zurückgezogen ragt dahinter die steildachige Jagdvilla auf, die auf dem Grunde eines zweiten Gutes erbaut ist. Nur die alte Scheune mit ihrem bemoosten Strohdach, bewacht von einem knorrigen Eichbaum und einer Zypresse ist von jenem Gute noch erhalten, leider verschandelt das Zerrbild eines Bienenhauses mit vielgliedrigem Schieferdach das schöne Gesamtbild!
Abb. 2 Zottelfichte und Karl-Schmidt-Bank Zum Gedächtnis an den Gründer des Landesvereins Sächsischer Heimatschutz
Jenseit der Straße steht das Hauptgut. Ein alter vermauerter Torbogen zeigt den früheren Eingang in das damals mit Schankgerechtigkeit begabte Grundstück. Auf der Rückseite des Hofes steht eine Scheuer mit nordisch anmutenden Bauformen. Sie ist ein Neubau – aber nach dem Muster der früheren Scheune wiederhergestellt. Oberhalb des Hammergutes kreuzt ein Weg das Tal, der von Ölsen herabkommt und über die böhmische Grenze – am Schwarzen Kreuz vorüber – nach dem langgestreckten Industriedorf Peterswald führt. Schon mancher sächsische »Finanzer« hat im Gebiete dieses Weges seinen verdrießlichen Kleinkrieg gegen Schmuggler und Schieber ausgefochten!
Abb. 3 Grenzfichte bei Bienhof
Weiter talaufwärts ist das Wasser des Baches in einem stark verschlammten und verwachsenen Weiher aufgestaut, und eine Mühle mit Gastwirtschaft bildet das letzte sächsische Grundstück der weltabgeschiedenen Siedelung. ([Abb. 5.]) Denn nun sind wir in voller Natureinsamkeit. Unten die Wiesenaue, rechts der Pfarrbusch mit dem »Pfarrgründel« und dem »Ilmenborn« (Ulmen?), links der böhmische Hang mit dem »Friedhöfel«. Kaum, daß die schmale Linie des Fußweges das Naturbild schneidet, so unberührt erscheint die Landschaft – und doch ist sie ein Kunstprodukt; denn erst ums Jahr 1875 wurde der Talboden planiert und der Bachlauf an den böhmischen Hang gedrückt. Wie das Tal früher aussah, erkennen wir weiter hinten, wo die Grenzsteine zum Bach herabsteigen, wo das Wässerlein in vielen Windungen zwischen Baumgruppen und Alpenheckenrosen sich schlängelt und spärlich bewachsene Steinhaufen die Grasflächen unterbrechen. ([Abb. 6.]) An diesem hinteren Talstück haftet seit langem der Name »Mordgrund« – warum, ist nicht nachweisbar.
Abb. 4 Erholungsheim Bienhof, rechts Zechelgut
Überhaupt ist so manche geschichtliche Frage über dieses Gebiet noch nicht gelöst. Wann nahmen menschliche Siedelungen von ihm Besitz? Wer gab den Namen Bienhof? Wann ward hier ein Eisenhammer eingerichtet?
Zum ersten Male berichtet eine Urkunde von 1503, daß Thimo von Colditz auf Graupen dem Herzog Georg von Sachsen das Dorf Rosental überläßt, und daß er dafür samt allen Besitzern der Herrschaft Graupen das Recht erhält, »zu allen gezceittenn – allerley jaget im walde vnnd geholtze, der Binhoff genant, – zu gebrauchen.« 1537 sagt ein Bericht: »Das Wasser, das zwischen der Schonewalder vom Mordgrundt rain kompt, rainett zwischen m. g. H. (meinem gnädigen Herrn) und denn Schonewaldern im Binhoff.« 1572 befiehlt der Landesherr seinem Rentmeister, die Kammerschreiber Thomas Eling und Barthel Grenitz einzuweisen, da er sie mit der »wüsten margk an der behemischen grentz im Amt Pirnaw gelegen, der Bünnenhoff genannt, erblich begnadet hat.« Sie sollen dort eine häusliche Wohnung bauen, auch eine geringe, mäßige Nahrung von Ackerbau und Viehzucht einrichten. Dieselben Besitzer nennt eine Urkunde von 1579: »An dem wüsten Ort der Landes Grentz bey Peterßwalde gelegen, welchen mann den Binenhof nennet und mit dem vor 6 Jahren der Kurfürst Barthel Grentz, Schössern zu Colditz und Thomas Elling, Kammerschreibern, begnadet hat, lassen sich oft die behemischen Wilbrechtsbeschediger hören.« Dabei wird auch schon eine Mühle an der Landesgrenze erwähnt. 1594 wird das »Gütlein, Bünhof (auch Bienhoff)« genannt, an Hans Georgen von Sebottendorff zu Rottwerndorff verkauft; 1597 wird Hans von Lindenau zu Ottendorf als Käufer vom Hammergut Haselberg nebst dem daranstoßenden Bienenhoff erwähnt; 1598 soll der Amtmann zu Pirna Herrn von Lindenau sein »verkauft Hammerguth und Bienenhoff« auf Revers leihen. 1599 wird das »Hammergut« Bienhof von Julius Kluge käuflich erworben. (Meiche.)
Abb. 5 Blick auf Mühle und Hammergut Bienhof
Aus den bisherigen Stellen geht hervor, daß der Name Bienhof früher an jener Stelle haftet, als die Herren von Bünau sich von Lauenstein aus in Ölsen festsetzten, daß also die Deutung als »Bünauhof« sich kaum aufrechterhalten läßt. Ferner gab es damals hier noch keinen Eisenhammer. Es scheint, daß eine kleine Hammerschmiede – vielleicht als Absenker von dem älteren Haselberger Hammer – gegen Ende des sechzehnten Jahrhunderts angelegt worden ist. Der Wassergraben hierzu floß hinter der jetzigen Jagdvilla hart am Abhange hin, wo sich seine Spuren noch nachweisen lassen. Demnach hat sich der Hammer in dem weggerissenen Hause an Stelle der Villa befunden. Zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges war er aber schon nicht mehr im Betrieb, und der Name »Hammergut« dürfte dann das ganze Besitztum umfassen, das erst nachträglich in drei »Drittelhufengüter« aufgeteilt worden ist. Diese Teilung hat zwischen den drei Söhnen des erwähnten Kluge – Lorenz, Blasius und Julius – im Jahre 1659 stattgefunden. Die Familie Kluge hat lange hier gesessen: 1764 werden als Besitzer Christian, Johann Heinrich, Susanna und Johann Gottlieb Kluge, nebst Johanna Elisabeth Zechelin (wohl ebenfalls eine geborene Kluge) als Besitzer genannt; 1790 ist Johann Gottlieb Zechel Mitbesitzer.
Abb. 6 Mordgrund mit Rosa alpina
Das Jahr 1813 brachte den Bienhöfern böse Stunden. Am 6. November schleppten russische Soldaten den Häusler Gottlob Rehn zwischen ihren Pferden mit nach dem Bienhof, verprügelten und zerstachen ihn jämmerlich, zogen ihn bis aufs Hemd aus und ließen ihn gebunden liegen[6]. Am 9. November hielt ein Kosak einen brennenden Strohwisch an ein Dach, so daß dadurch der »ganze Bienenhof abgebrannt« und niemand etwas hat retten können. »Er hat dem Müller gesagt, wenn er dem Offizier nicht fünfzig Pfennige gäbe, käme er morgen wieder und würde auch die Mühle anbrennen.« Aus einer Eingabe der Gemeinde Hellendorf (19. Februar 1814) geht hervor, daß Bienhof in diesen Kriegstagen sechs Pferde, sieben Zugochsen, zwanzig Kühe, zwölf Kalben verloren hat, so daß kein Stück Vieh übriggeblieben ist. »Von den vier Wohnungen sind drei teils durch Brand, teils durch Niederreißen bis auf den Grund zerstört.« Das Einwohnerverzeichnis der Gemeinde Hellendorf von 1840 führt im »Hammerguth Bienhof« an: 1. Gottfried Zechel, 1/3 Hüfner, 2. Gottfried Kluge, 1/3 Hüfner, 3. Amtsverwalter Hendel auf Langenhennersdorf, 1/3 Hüfner (Schankgerechtigkeit), 4. Heinrich Kluge, Mühlenbesitzer, Dorfkramer und Schwarzbäcker. Nach der Einverleibung des Bienhofs in die Gemeinde Ölsen (1. Mai 1859) werden als übernommene Bewohner genannt: »Hammergutsbesitzer« Zechel, »Hammergutsbesitzer« Genäuß, Mühlenbesitzer Kluge, Tagearbeiter Renner.
Die Akten verraten noch mancherlei anderes, z. B. verbotenen Branntweinschank, lärmende Musik, Schlägereien zwischen Sachsen und Böhmischen – aber wir wollen rasch der Gegenwart zueilen und nur noch berichten, daß im letzten Jahrhundert die Besitzer mehrfach gewechselt, bis schließlich 1900 der Geheime Forstrat Klette die drei Güter von der Vorbesitzerin, der Stadtgemeinde Zittau, kaufte, um sich hier für die Ruhestandsjahre ein idyllisches Heim zu schaffen. Von Klette wurde das Landhaus erbaut, das wir nun besuchen wollen.
Beschattet von einem mächtigen Nußbaum grüßt uns der überdachte Eingang, an dem das freundlich einladende Schild »Unterm Heimatschutz« hängt. Eine geräumige, fast zu hohe Diele nimmt uns auf. Rings hängen an den holzgetäfelten Wänden farbige Naturaufnahmen all der seltenen Pflanzen des östlichen Erzgebirges. Auf einem Tisch liegen die Gesteine des Gebiets in Handstücken ausgebreitet. In bunten Vasen prangen Wiesenblumen und korallenrote Hirschholunderbeeren. Und nun ein Blick in die sieben reizenden Gastzimmer mit ihren weißlackierten Bettstellen, geblümten Steppdecken, mit Korbsesseln und Liegestühlen und an den Wänden heimatlichen Photographien erlesenster Art.
Wie ist diese anheimelnde Gaststätte entstanden? Als nach Klettes Tode die Gefahr bestand, daß das ganze Anwesen in fremde Hände käme, die vielleicht weniger schonungs- und liebevoll hier hausen würden – »neureiche« Jagdliebhaber etwa – da meinte unser Georg Marschner, der hier oben gar oft weilte: »Könnte nicht das ganze Bienhofgebiet eine Art Naturschutzpark und das Jagdhaus ein Arbeitszentrum zur Erforschung des östlichen Erzgebirges und zum Ausbau des Heimatschutzes in diesem Landesteil werden? Und da einmal Platz genug vorhanden ist, könnte man hier nicht denjenigen Männern, die sich uneigennützig in den Dienst der Heimatschutzbewegung stellen, eine Unterkunftsstätte schaffen und damit gleichzeitig eine Stätte, in der sich gleichgesinnte Mitarbeiter im beständigen Ideenaustausch neue Anregungen geben?« Der Vorstand des Heimatschutzes griff den Gedanken auf; edle Gönner ermöglichten durch Stiftungen die Pachtung und die innere Ausstattung. Der erste Teil der Aufgabe darf auch bereits als glücklich gelöst betrachtet werden; denn was Georg Marschner im Verein mit Arno Naumann namentlich in bezug auf die floristische Gliederung des östlichen Erzgebirges von ihrem Standquartier Bienhof aus geleistet haben, ist vorbildlich. Der zweite Plan ist noch im Ausreifen begriffen. Zahlreiche Gäste haben bereits die köstliche Abgeschiedenheit und Ruhe dieses Erdenfleckchens schätzengelernt, dem nur eins fehlte bisher: die bequeme Verpflegung. Seit kurzem ist auch diesem Übelstand abgeholfen; der neue Hausverwalter übernimmt die Verpflegung der Gäste gegen sehr mäßiges Entgelt. Bereits wird hoffnungsfroh weitergeplant: vier kleine Zimmer drüben im »Zechelhaus« harren noch der Ausstattung – und der Gönner hierzu. Denen aber, die unser Heim einmal aufsuchen wollen – und ihnen ist vor allem obiger Aufsatz gewidmet – ein herzliches Willkommen!
Bestimmungen über die Benutzung des Erholungsheims »Bienhof« des Landesvereins Sächsischer Heimatschutz
1. Das Heim »Bienhof« steht verdienten Mitarbeitern des Sächsischen Heimatschutzes – Mitgliedern des Vorstandes und der Naturschutzabteilung, Wanderrednern, Vertrauensmännern – für Tage und Wochen zur Verfügung.
2. Nach Maßgabe der Zimmergröße und der Bettenzahl können gleichzeitig auch deren erwachsene Familienangehörige Unterkunft finden. Kinder unter 12 Jahren sind unerwünscht um der Ruhe willen.
3. Der Preis für eine Nacht einschließlich Zimmerreinigung und Benutzung des Eßgeschirrs beträgt bis auf weiteres 75 Pfg. Bettbezug, Handtücher, Kerze und Streichhölzer müssen die Gäste selbst mitbringen. Einige Petroleumlampen können gegen Erstattung der Kosten zur Verfügung gestellt werden.
4. Die Anmeldung erfolgt ausschließlich bei der Geschäftsstelle des Landesvereins Dresden-A., Schießgasse 24. Nur ein von dieser ausgestellter schriftlicher Ausweis berechtigt zur Benutzung des Heims.
5. Besondere Leistungen, z. B. Aufwaschen des Eßgeschirrs, Zubereiten besonderer Mahlzeiten, Reinigen von Schuhen und Kleidern sind mit dem Hausverwalter zu verrechnen.
6. Für die Ordnung in Haus, Hof und Garten ist der Hausverwalter verantwortlich.
7. Die Oberaufsicht übt im Namen des Vereins Herr Georg Marschner aus. Er ist berechtigt, Anordnungen zu treffen, Wünsche und Beschwerden entgegenzunehmen.
8. Der geschäftliche Verkehr mit den Besitzern und ihrem gesetzlichen Vertreter liegt ausschließlich der Geschäftsleitung des Vereins ob.
Fußnoten:
[4] Die älteren urkundlichen Belege sind der handschriftlich im Hauptstaatsarchiv liegenden Arbeit von A. Meiche entnommen.
[5] Dieses klägliche Ergebnis hat aber die Stadt Gottleuba nicht abgehalten, eine Betriebsgenossenschaft zu gründen und 1923 den Stollen wieder fahrbar zu machen!
[6] Dies und das Folgende aus Hellendorfer und Ölsener Gemeindeakten.
Anmerkung der Geschäftsleitung des Heimatschutzes! Über das östliche Erzgebirge ist im Verlag der Firma v. Kommerstädt & Schobloch, Wachwitz-Dresden, ein Wanderbuch erschienen, das der Schriftleiter dieses Heftes, Professor Dr. Paul Wagner, herausgegeben hat und das eine wertvolle Ergänzung des Inhalts der vorliegenden Aufsätze bietet. Wir empfehlen dessen Anschaffung. Preis M. 2.50. Zu beziehen vom Heimatschutz, Dresden-A., Schießgasse 24.