Nachtigall.

Die Nachtigall ist die Botin der Liebenden, Antw. LB. Nr. 158, 6:

Nu segghet mi, nachtegale,

wel clein wilt voghelkijn,

woudt ghi mi die bootschap draghen,

waer mijn schoon lief mach sijn?

oder Nr. 56, 5 unserer Samml.:

O nachtegael, clein voghel,

woudt ghijder mijn bode sijn

en vlieghen tot den ruiter,

den alderliefsten mijn? Vgl. Nr. 89, 3.

In einem gar nicht volksthümlichen Liede, Antw. LB. Nr. 49. findet sich als Kehrvers:

Rast u, ghi nachtegale,

vliecht uit dat wilde wout,

gaet, secht haer dit altemale

ende groetse mi menichfout.

Selbst noch in neueren Volksliedern, Markt-Schipper bl. 78:

Nachtegaaltje, klein vogeltje koen,

wilje mijn liefje de boodschap doen?

Sie ist die Vertraute der Liebenden, weiß ihre Geheimnisse, Antw. LB. 194, 7:

Nu wil ic gaen trecken dat groene wout in,

die fiere nachtegael vraghen,

maer of si alle ghescheiden moeten sijn

en dat eens twee liefkens waren.

(oder in späterer Lesart bei Willems Nr. 59, 7:

waerom dat ghescheiden moeten sijn

dat twee ghelievekens weren)

und kann sie leicht ausschwatzen, darum Nr. 104, 7:

wij zullen den nachtegael binden

dat hoofdje al aan zijn voên,

dat hij niet meer zal klappen

wat twee zoete liefjens doen.

Sie nimmt Theil an dem Geschicke der Liebenden: als der Friese sein Liebesabenteuer bestanden hat, so singt sie ihm zu Ehren, Nr. 36, 5:

al onder een lindeken groene,

daer op so sanc die nachtegale

ter eren van dat Vriesken schone.

Sie erinnert durch ihren Gesang an die Stunden genossener Liebe, Antw. LB. 194, 1:

Het was te nacht, also soeten nacht

dat alle die voghelen songhen,

die fiere nachtegael hief op een liet ende sanc

met sijnder wilder tonghen.

Ja, noch am Grabe soll sie den Liebenden singen, Nr. 85, 5:

Schoon lief, en om die roozekens

zal ’t nachtegaelken springen,

en voor ons beî in elken mei

zyn zoete liedekens zingen.