Das Mädchen mit den hellen Augen
von
Theodor Storm.
Das Mädchen mit den hellen Augen,
die wollte keines Liebste sein;
sie sprang und ließ die Zöpfe fliegen,
die Freier schauten hinterdrein.
Die Freier standen ganz von ferne
in blanken Röcklein lobesam.
„Frau Mutter, ach, so sprecht ein Wörtchen,
und macht das liebe Kindlein zahm!“
Die Mutter schlug die Händ’ zusammen,
die Mutter rief: „Du töricht’ Kind,
greif zu, greif zu! Die Jahre kommen,
die Freier gehen gar geschwind!“
Sie aber ließ die Zöpfe fliegen
und lachte alle Weisheit aus;
da sprang durch die erschrocknen Freier
ein toller Knabe in das Haus.
Und wie sie bog das wilde Köpfchen,
und wie ihr Füßchen schlug den Grund,
er schloß sie fest in seine Arme
und küßte ihren roten Mund.
Die Freier standen ganz von ferne,
die Mutter rief vor Staunen schier:
„Gott schütz’ dich vor dem ungeschlachten,
ohn’ Maßen groben Kavalier!“
Aanten int Water[26]
von
Klaus Groth.
Aanten int Water,
wat vaern Gesnater!
Aanten in Dik[27],
wat vaern Musik!
De Wart is wat heesch[28]: Wat wat wat schüll wie eten?
Murt[29], inne Murt, inne Grund is dat fett!
Höja! de graue fangt lud[30] an to reden:
Quark un warm Water! Un alle ropt mit.
Aanten int Water,
wat vaern Gesnater!
Aanten in Dik,
wat vaern Musik!
De Rünnsteen hentlank all int Trünneln un Snappeln[31]!
Barbeent un plattföt[32] un jümmer vergnögt!
Hier is de Kaekenguß[33]! Beersupp mit Appeln!
Wackeli, gackeli — süh, wa se sökt[34]!
Aanten int Water,
wat vaern Gesnater!
Aanten in Dik,
wat vaern Musik!
Nu oppen Wall! un nu ropt wi de Günner[35]!
Nu kamt se an, un nu gift dat en Snack[36].
Nu fleegt wi dal[37], un nu dukt wi uns ünner!
All dat warm Water löppt blank vunne Nack!
Aanten int Water,
wat vaern Gesnater!
Aanten in Dik,
wat vaern Musik!
Wat wat wat wüllt wi? Nu wüllt wi na ’n Misten.
Hör! se döscht Weten[38]! Wi krupt daer de Rill[39]!
Kamt man! man sachden! op Töntjen[40] mit Listen!
Nückt mit den Kopp, un et gau[41], un swigt still!
Aanten int Water,
wat vaern Gesnater!
Aanten int Stroh —
wat vaern Halloh!
Dar kumt de Kaeksch[42]! Neiht man ut, brukt de Flünken[43]!
Hoch aewern Tun[44] un koppheister na ’n Dik!
Swimm’ as de Pocken[45], un flegen as Lünken[46],
klok as en Minsch — un so dick! un so dick!
Aanten int Water,
wat vaern Gesnater!
Aanten in Dik,
wat vaern Musik.
Matten[47] Has’
von
Klaus Groth.
Lütt Matten de Has’,
de mak sik en Spaß,
he weer bi ’t Studeern,
dat Danzen to lehrn,
un danz ganz aleen
op de achtersten[48] Been.
Keem Reinke de Voß[49]
un dach: das en Kost!
Un seggt: „Lüttje Matten,
so flink oppe Padden[50]?
Un danzst hier aleen
oppe achtersten Been?
„Kumm, lat uns tosam!
Ik kann as de Dam!
De Krei[51], de spelt Fidel,
denn geit[52] dat canditel[53],
denn geit dat mal schön
op de achtersten Been!“
Lütt Matten gev Pot.
De Voß beet[54] em dot;
un sett sik in Schatten,
verspis’ de lütt Matten:
de Krei de kreeg[55] een
vun de achtersten Been.