Der Schwarzwälder im Breisgau
von
Johann Peter Hebel.
Z’ Müllen an der Post,
tausigsappermost!
Trinkt me nit e guete Wi[20]!
Goht er nit wie Baumöl i,
z’ Müllen an der Post!
Z’ Bürglen uf der Höh’,
nei, was cha me seh!
O, wie wechsle Berg und Tal,
Land und Wasser überal,
z’ Bürglen uf der Höh’!
Z’ Staufen uffem Märt[21]
hen sie, was me gehrt[22],
Tanz und Wi und Lustberkeit,
was eim numme ’s Herz erfreut,
z’ Staufen uffem Märt!
Z’ Friburg in der Stadt
sufer[23] isch’s und glatt,
riichi Here, Geld und Guet,
Jumpfere wie Milch und Bluet,
z’ Friburg in der Stadt.
Woni gang und stand,
wär’s e lustig Land.
Aber zeig mer, was de witt,
numme näumis[24] findi nit
in dem schöne Land.
Minen Auge g’fallt
Herischried im Wald.
Woni gang, se denki dra,
’s chunnt mer nüt uf d’ Gegnig[25] a
z’ Herischried im Wald.
Imme chleine Hus
wandlet i und us —
gelt, de meinsch, i sag der, wer?
’s isch e Sie, es isch kei Er,
imme chleine Hus.