10. Von Singapore nach Batavia. Die Insel Java.

Vgl. den Karton auf der [Karte von »Hinterindien«] bei S. [155].

Koninklijke Paketvaart Maatschappij: Von Singapore innerhalb 24 St. nach Ankunft des Reichspostdampfers des Norddeutschen Lloyd aus Europa nach Batavia. Außerdem wöchentlich ein Dampfer direkt von Singapore nach Batavia in 2 Tagen. Rundreisekarten Singapore-Batavia-Soerabaja-Singapore I. $ 90, II. $ 54.
Stoomvaart Maatschappij Nederland alle 14 Tage von Singapore nach Batavia in 2 Tagen.

Messageries Maritimes alle 14 Tage im Anschluß an die ostasiatische Hauptlinie von Europa, in 2 Tagen von Singapore nach Batavia.

Die Fahrt von Singapore nach Batavia führt durch die Riouwstraße zwischen den Inseln Batam r. und Bintang l., passiert dann die »Linie« (den Äquator), zuweilen durch »Linientaufe« (Fest der Schiffsbesatzung mit Begießung von Wasser äußerlich und Rum innerlich) gefeiert, und geht an bewaldeten Inseln des Riouw- und Lingga- Archipels mit südlichem Kurs meist durch die schmale Bangkastraße, zuweilen zwischen den Inseln Bangka und Billiton durch die Gasparstraße. Die Zinninsel Bangka ist flach mit etwa 700 m hohen Bergen, ihr Hauptort Muntok am Westende wird von Dampfern angelaufen. Billiton (Blitong) ist ebenfalls bergig, bis 600 m hoch und reich an Zinn und Eisen; der Hauptort Tandjong-Pandang liegt an der Westküste. Bei der Ansteuerung der Bataviabai ist der weiße Leuchtturm auf einer kleinen Insel auffällig; die Küste ist flach, die hohen Berge des Hinterlandes geben ein prächtiges Bild, sind aber häufig im Dunst verdeckt.

Die Insel Java.

Vgl. die Karte bei S. [155].

Java, die kleinste, aber wichtigste der Großen Sundainseln, ist der reiche und stark bevölkerte Hauptsitz des niederländisch-ostindischen Kolonialreiches, das insgesamt 1,9 Mill. qkm (das 31/2fache des Deutschen Reiches) umfaßt, aber nur 38 Mill. Einw. zählt. Der Besuch Javas ist äußerst lohnend wegen der reichen tropischen Pflanzen- und Tierwelt, der zahlreichen Vulkane, der interessanten, freundlichen Bevölkerung, der buddhistischen und brahmanischen Denkmäler und des Charakters der Insel als einer ungewöhnlich blühenden tropischen Pflanzungskolonie. Die gute niederländische Verwaltung hat dafür gesorgt, daß die ganze Insel bequem und gefahrlos bereist werden kann.
Die Insel erstreckt sich von der Sundastraße im W. in 1060 km Länge bei 70-200 km Breite bis zur Balistraße im O. und ist mit Nebeninseln, Madoera etc., 131500 qkm groß. Bis zur jüngern Tertiärzeit befand sich an der Stelle von Java wahrscheinlich eine Gruppe von kleinern Inseln; dann begannen an zahlreichen Stellen vulkanische Ausbrüche, deren Auswurfsmassen (meist Schlamm und Asche, wenig Lava) den Archipel zu der heutigen langgestreckten Insel zusammenschweißten. So zeigt das heutige Java ein etwa 1000 km langes Gebirgsrückgrat, dem zahlreiche Vulkankegel aufgesetzt sind; gegen die Nordküste senkt es sich zu einem hügeligen Flachlande, das sich von der Ebene Ostsumatras (S. [157]) durch die geringe Ausdehnung des Sumpflandes sehr vorteilhaft unterscheidet. Der Landschaftscharakter wird, namentlich im Südteile der Insel, ganz von den Vulkangipfeln beherrscht; es gibt ihrer weit über 100, von denen fünf noch in jüngster Zeit tätig waren, während viele andre wohl nur scheinbar erloschen sind. Sie ordnen sich in einer Längsreihe und mehreren Querreihen an. Die Höhe der Vulkane ist sehr verschieden; 45 von ihnen sind höher als 2000 m, am höchsten ist der Semeroe mit 3680 m. Sie zeigen meist nicht Spitzkegel-, sondern mehr Flachkegelform, ihre Krateröffnungen haben teilweise mehrere Kilometer Durchmesser, und ihre Abhänge sind von regelmäßig angeordneten Regenrinnen zerfurcht und förmlich gerippt.
Das Klima ist entsprechend der Nähe des Äquators und der Inselnatur des Landes äußerst gleichmäßig. Die mittlere Jahrestemperatur von Batavia beträgt 26°, von der die höchste und die niedrigste durchschnittlich im Jahr vorkommende Temperatur nur um je 6,5° abweichen.


Es gibt demzufolge nur zwei Jahreszeiten, die feuchte und die trockne, die auf den beiden Längsseiten der Insel entgegengesetzt sind: auf der Nordseite fällt die Regenzeit in unsern Winter (Dezember bis Februar), die Zeit des NW.-Monsuns, auf der Südseite in unsern Sommer (April bis Oktober), die Zeit des SO.-Monsuns; letzterer liefert bedeutend mehr Feuchtigkeit. Das Innere hat keine ausgeprägte Regen-und Trockenzeit. Im Hochland entsprechen die Temperaturen etwa den Mai-und Junitemperaturen in Süddeutschland: Tosari, 1780 m hoch, hat 16° Jahrestemperatur, als kältesten Monat den August mit 15°, als wärmsten den Januar mit 17° (in dieser Umkehr des jährlichen Temperaturganges offenbart sich die Lage auf der Südhalbkugel der Erde!). Das Klima des Hochlandes ist für den Europäer durchaus zuträglich, nur das des feuchtheißen, fiebergeschwängerten Küstenstrichs (also auch der Städte Soerabaja und Batavia) ist gefährlich.
Die Pflanzendecke ist infolge der beständigen feuchten Wärme und der Regenfälle sehr üppig und läßt sich in den Mangroven-und Sumpfgürtel der Küste, die Flachlandvegetation, in der besonders Palmen und Bambus hervortreten, den tropischen Regenwald der untern Berghänge, den tropischen Gebirgswald und die Strauchvegetation der höchsten Gipfel gliedern. Ein nicht geringer Teil des Waldgebiets wird von Savannen eingenommen, die mit mannshohem Alang-Alanggras bestanden sind. Ein großer Teil des ganzen Landes ist in Kulturland, Reisfelder der Eingebornen und Pflanzungen der Europäer, verwandelt.
Die Tierwelt Javas weicht von der des hinterindischen Festlandes und Sumatras schon ziemlich stark ab. Zwar beherbergt die Insel noch den Tiger, das Nashorn und den Gibbonaffen, aber der Elefant, der Tapir, der Orang-Utan und der schöne Argusfasan fehlen ihr. Trotzdem ist die Fauna noch sehr reich, besonders an Affen, Vögeln (Pfau, Nashornvögel etc.) und prächtigen Schmetterlingen. Andre bekannte Bewohner der Insel sind Fliegende Hunde, Panther, wilde Hunde (Canis rutilans), Banteng (Bos banteng), Wildschweine (Sus ritlatus und verruccosus), Hirsche, sehr viele Schlangen, darunter Pytons, Eidechsen, Leistenkrokodile und Kaimane.
Die Bevölkerung Javas beträgt (1905) etwa 30 Mill. (darunter 65000 Europäer und Mischlinge, 300000 Chinesen und 19000 Araber) und ist mit 229 auf 1 qkm beinahe doppelt so dicht wie im Deutschen Reiche (vgl. S. [20]); dabei ist etwa ein Fünftel der Insel (Küstensümpfe, Alangsteppen, Bergwälder) noch Wildnis, und Großstädte gibt es nur drei. Die Hauptmasse der Bevölkerung besteht aus Malaien und sondert sich in zwei verschiedensprachige Hauptgruppen, die Sundanesen im W. der Insel, klein (1,57 m), untersetzt, kräftig, mit groben Gesichtszügen, und die etwas größern (1,61 m), feiner gebauten, hübschern Javaner im O., zu denen man auch die Bewohner der Nachbarinseln Madoera und Bali rechnet. Die Malaienbevölkerung Javas ist freundlich, bescheiden und unterwürfig, willig, aber nicht ausdauernd im Fleiß und für größere Anstrengungen ungeeignet und läßt sich von den eingebornen Fürsten und den Holländern völlig leiten; die natürliche Hinterlist und Rachsucht der Malaien kommt verhältnismäßig wenig zum Durchbruch. Die eigne Kultur der Malaien ist nicht gering, freilich auch von Vorderindien aus seit alters stark beeinflußt. Hausgewerbe sind Weberei und das Batiken, bei dem man weiße Arabesken und andre Muster auf farbigem Stoff dadurch erzeugt, daß man die Stellen, die weiß bleiben sollen, durch Aufgießen von Wachs vor dem Gefärbtwerden schützt. Hauptbekleidungsstück ist der Sarong, ein um den Unterkörper geschlagenes Tuch. Bei der Herstellung der auf Pfählen errichteten Häuser und der Gerätschaften finden Bambus und Rotangstricke die vielseitigste Verwendung. Unter den Vergnügungen spielen Hahnen-und andre Tierkämpfe sowie Schatten-und Puppenspiele (Wajang), in denen unter Orchesterbegleitung namentlich Szenen aus alten Heldenepen aufgeführt werden, die Hauptrolle. Hauptnahrungspflanze ist der Reis; seine Kultur erfolgt mit Hilfe des Wasserbüffels von den kleinen weilerartigen Dörfern (Kampongs) aus, die mit allerlei Fruchtbäumen (Kokos-, Areka-[Betelnuß-] und Sagopalmen) umpflanzt sind.


Unter der fremden Bevölkerung spielen außer den Europäern die Chinesen und die Araber die Hauptrollen. Erstere betätigen sich als Großkaufleute und Pflanzer, vor allem aber als Kleinhändler. Die Araber spielen als Wucherer, religiöse Fanatiker und Unruhestifter eine sehr unliebsame Rolle. Die Europäer sind als Beamte, Soldaten, Kaufleute und Pflanzer auf der Insel. Der europäische Plantagenbau steht in hoher Blüte und liefert für den Welthandel mannigfaltige Produkte, deren Zahl von den in Buitenzorg und Boeboelat bestehenden botanischen Gärten und Versuchsstationen noch immer zu erhöhen gesucht wird. Die Hauptkulturen liefern für den Welthandel Kaffee (besonders im trocknen Osten), Tee (viel, aber nicht gut), Kakao, Zimt, Zucker (aus den Zuckerrohrpflanzungen der östl. Ebene), Pfeffer, Reis, Kopra, Indigo, Cochenille, Tabak (in Mitteljava), Chinarinde (im feuchten Gebirgslande Westjavas) etc. Monopol der Regierung sind: Seesalzgewinnung, Sammeln der eßbaren Schwalbennester, Opiumverkauf, Pfandhäuser, dann Teakholzschläge der Tectona grandis in den Staatsforsten (Djattiwälder).
Die Industrie umfaßt viele Reismühlen und Zuckerfabriken, eine Chininfabrik, eine Petroleumraffinerie, Arrakbrennereien, Seifen-, Eis-und Mineralwasserfabriken und 52 Druckereien. Eisenbahnen sind auf Java (1909) 4200 km (einschließlich Nebenbahnen) im Betrieb.
Verwaltung. Die Insel Java ist in 23 Residentschaften geteilt. An der Spitze jeder Residentschaft steht ein mit großer Machtvollkommenheit ausgestatteter Resident mit Assistent-Residenten und Kontrolleuren, sämtlich Niederländer, dagegen sind die Vorsteher der Regentschaften, Distrikte und Dessa (Gemeindebezirke, aus mehreren Kampongs bestehend) angesehene Eingeborne, von denen die der beiden ersten von der Regierung ernannt, die der letzten von den Gemeinden gewählt und vom Residenten bestätigt werden. In den beiden »Fürstenländern« Soerakarta und Djokjakarta regieren einheimische Fürsten unter Oberaufsicht des Residenten. Der Landbesitz einer Dessa ist Gesamteigentum der Gemeinde und wird jährlich neu verteilt. Jeder Grundbesitzer hat Grundsteuer zu entrichten und Frondienste zu leisten.
Geschichte. Java erscheint schon bei seinem ersten Auftreten in der Geschichte (um 100-200 n. Chr.) als hochkultiviertes Land. Später wanderten aus Nordindien Hindu ein, die zwar als Rasse nicht bestehen blieben, sondern in den Malaien aufgingen; aber sie beeinflußten die Kultur und besonders die religiösen Verhältnisse sehr stark und gewannen auch vielfach die politische Herrschaft. Noch heute gehören die Ruinen sowohl der buddhistischen (Boro-Boedoer; S. [206]) wie der brahmanischen religiösen Bauwerke mit zu den schönsten Beispielen indischer Bauweise. Politisch zerfiel die Insel in eine Reihe von Hindureichen. Bis Ende des 15. Jahrh. war das mächtigste Reich das von Madjapahit. Um 1400 wurde von arabischen Kaufleuten der Islam eingeführt; Mohammedaner gründeten die Reiche Bantam und Mataram und eroberten Madjapahit um 1480. Bei Ankunft der Europäer auf Java bestanden hauptsächlich die Reiche Bantam, Jakatra, Tscheribon und später Mataram, das mächtigste von allen. Um 1520 hatten die Portugiesen Handelsverbindungen mit den Eingebornen angeknüpft; aber 1596 erschienen die Holländer, verdrängten die Portugiesen und siedelten sich an. Sie bemächtigten sich Jakatras, erbauten 1619 Batavia, wußten die einheimischen Fürsten durch Zwiespalt zu schwächen und zu unterwerfen und verjagten auch die Engländer, die ebenfalls Kolonisationsversuche gemacht hatten. 1684 nötigten sie den Sultan von Bantam, ihnen seine Hauptstadt einzuräumen; um 1700 wurde Tscheribon unterworfen, und 1742 ward Bantam ein Lehen der Holländisch-Ostindischen Kompanie. Vom Kaiser von Mataram gegen die Makassaren und Maduresen zu Hilfe gerufen, zwangen ihn die Holländer in ein Lehnsverhältnis. 1755 teilten sie das Reich in zwei Hälften, deren eine sie dem rechtmäßigen Erben gaben, der nun den Titel Susuhunan führte, während sie über die andre einen Seitenverwandten des Kaisers mit dem Titel Sultan setzten.


Die Fürsten wurden in strengster Abhängigkeit erhalten und mußten an ihren Höfen holländische Residenten aufnehmen, auch dulden, daß die Holländer bei ihrer Residenz ein Fort besetzt hielten. 1811 kam die Insel in den Besitz der Engländer. Nach dem Pariser Frieden erhielten die Holländer 1815 Java zurück. Eine der gefährlichsten Erhebungen war die 1825 von Diepo-Negoro; 1846, 1848-49 und 1908 mußten gegen die benachbarte Insel Bali Kriegszüge unternommen werden.
Literatur: J. Veth, Java, geographisch, ethnologisch, historisch (Haarlem 1896-1903); J. Giesenhagen, Auf Java und Sumatra. Streifzüge und Forschungsreisen im Lande der Malaien (Leipzig 1901); Haeckel, Aus Insulinde (Leipzig 1908).
Reisen in Niederländisch-Indien.
Beste Reisezeit ist Mai und Juni.
Ausrüstung. Reiseanzug im Gebirge wie in Deutschland, da die Nächte kalt und der Witterungswechsel oft schroff ist. An der Küste und in der Ebene ist Tropenausrüstung unentbehrlich, dazu Gesichtsschleier, baumwollenes Unterzeug, reichlich Wäsche, seidene oder leinene Jackettanzüge, dazu Tropenhelm. Abends trägt man in den Klubs und ersten Hotels geschlossene weiße Anzüge; für Festlichkeiten leichter Frackanzug ohne Futtereinlagen. Pyjamas und Sarong. In den Hauptplätzen auf Java kann man jede Ausrüstung zu mäßigen Preisen beschaffen. Weiße Anzüge in Singapore $ 21/2, in Batavia beim europäischen Schneider 8-10 Fl., beim Chinesen 6 Fl., in 24 St. herstellbar. Verpackung der Vorräte muß gegen Feuchtigkeit und Kakerlaken schützen, also am besten in Blechbüchsen.
Geld wie in den Niederlanden, 1 Silbergulden (Fl.) etwa = 1,70 Mk. = 100 cents oder 10 dubbeltjes.— Goldmünzen: 10-Guldenstücke.— Silbermünzen: Rijksdaalder = 21/2 Fl., gulden = 1 Fl., halve gulden = 1/2 Fl., kwartgulden, kwartje = 1/4 Fl., dubbeltje = 1/10 Fl.—Kupfermünzen: 21/2, 1 und 1/2 cent.
Banknoten der Niederländisch-Indischen Regierung und der Javasche Bank sind vollwertig, Banknoten des Mutterlandes (Niederlande) gelten etwas geringer. Falsche Rijksdaalder, Gulden und 1/2-Guldenstücke sind häufig!
Verkehrssprache: Für die niederländisch-indischen Namen beachte man, daß oe = u im Deutschen, ou = au, ui = eu, ij = e-i; für Kenner des Plattdeutschen macht das Holländische keine allzu großen Schwierigkeiten; die gebildeten Holländer verstehen meist Deutsch.—Die javanische Sprache, die von der Bevölkerung Mittel-und Ostjavas (im W. der Insel spricht man Sundanesisch, im O. viel Maduresisch), d. h. von etwa 18 Mill. Menschen gesprochen wird, ist ein Zweig des malaiisch-polynesischen Sprachstammes. Sie ist die Tochter der altjavanischen oder sogen. Kawisprache und enthält viele Lehnwörter aus dem Sanskrit. In der Umgangssprache ist der Unterschied zwischen der vertraulichen und der höflichen Rede ungemein scharf ausgeprägt. Die javanische Schrift hat sich entwickelt aus der alten Kawischrift, die einer altertümlichen indischen Schrift entstammt. Die beste Grammatik des Javanischen ist T. Roordas »Javaansche grammatika« (Amsterd. 1855), in kürzerer Fassung desselben »Beknopte javaansche grammatika« (das. 1875, 4. Aufl. 1893), Javanisch-Niederländisches Wörterbuch, ebenfalls von T. Roorda. »Praktische Grammatik der javanischen Sprache« von Bohatta (Wien). — Im Verkehr ist die malaiische Sprache sehr üblich (s. unter Singapore, S. [167]); ein sehr nützlicher Sprachführer ist für Deutsche: Hüttenbach, Anleitung zur Erlernung der malaiischen Sprache (Verlag von J. Haltermann, Medan-Delhi, S. [158], Sumatra), auch in Batavia zu haben, Preis 1 Fl.
Lebensweise vorsichtig wie in Indien (s. S. [51]). Märsche, Ritte nur morgens anzuraten; in der heißesten Tageszeit bleibe man im Hause oder ruhe im Schatten. Bad morgens und nach Bedarf nachmittags.



Gasthöfe gibt es jetzt auch in den kleinern Städten, sie sind meist recht gut, mit luftigen Zimmern, vorzüglichen Betten, Moskitonetzen. Empfohlen wird telegraphische Bestellung der Zimmer (nach kurzem Code des Touristenbureaus).—Die über das Land verteilten staatlichen Rasthäuser (ähnlich den brit.-ind. Dâk Bungalows), die sogen. Pesanggráhans, dienen nur den niederländ. Staatsbeamten und sind von Reisenden nur mit Erlaubnis der Provinzregierung zu benutzen.
Eisenbahnen (staatlich) sind in I. Klasse bequem und sauber, größere Bahnhöfe mit guten Wirtschaften, auf kleinern sind stets Früchte zu haben. (Man reist viel angenehmer als in Indien!) Nachts fahren keine Züge. Europäer benutzen auf Java auch die II. Klasse; in einigen Zügen Speisewagen. Freigepäck 30 kg, Handgepäck darf nur 20 kg wiegen.
Führer für Niederländisch-Indien: »Guide through Netherlands India of the Royal Packet Company«, herausgegeben von der Koninklijke Paketvaart Maatschappij (Amsterdam 1903).
Touristenbureau in Weltevreden (Batavia) und Rijswijk, Gang Pool, gibt freie Auskunft, verschafft Karten und Fahrpläne (Sprechzeit 71/2-1 u. 41/2-71/2 Uhr), gibt auch den Reiseführer »Trips in the Isle of Java« heraus.
Paß. Zum Reisen auf Java ist eine vom Residenten auszustellende »Toelatingskaart« erforderlich. Das Touristenbureau (s. oben) soll ermächtigt sein, diese Karte sofort auf Wunsch auszustellen. Für Reisen auf Sumatra, Borneo, Molukken, Celebes ist Reiseerlaubnis nötig, die vom Justizdepartement ausgestellt wird und durch das deutsche Generalkonsulat zu beschaffen ist.

Batavia.

Vgl. den Lageplan S. [196] und den [beifolgenden Stadtplan].

Ankunft zur See. Die meisten Dampfer laufen in den durch zwei lange Molen geschützten Hafen von Tandjong-Priok ein, der etwa 9 km östl. vom alten Hafenkanal vor der Stadt Batavia liegt. Aber auch die Bai von Batavia, in der die größten Dampfer und Segler mit feuergefährlicher Ladung ankern, ist durch Riffe und Inseln gut gegen Seegang geschützt; von den Dampfern auf der Reede gelangt man mit Dampfbarkassen zum Hafen. Die Dampfer der Koninklijke Paketvaart-Maatschappij, überhaupt alle Passagierdampfer, machen stets dicht am Kai im Hafen fest. Gepäck-Kulis erhalten 10 cents für jedes Stück; zunächst etwas umständliche (aber loyale) Zolluntersuchung im Zollamt (Zoll 6 Proz. vom Wert). Zur Einfuhr von Waffen bedarf es einer vorherigen Erlaubnis des Residenten. Gezogene Gewehre unter 91/2 mm Kaliber und ebensolche Repetierpistolen dürfen nur mit Erlaubnis des Generalgouverneurs eingeführt werden, deshalb empfiehlt es sich, solche größern Kalibers mitzunehmen. —Der Bahnhof zur Fahrt nach Batavia liegt neben dem Zollamt. Man kann sich telephonisch Gasthofswagen zum Bahnhof Noordwijk in Weltevreden bestellen; dann nehme man Fahrkarte bis dahin; nach 20 Min. umsteigen in Stat. Batavia, in der Unterstadt. Wer in Alt-Batavia zunächst Geschäfte hat (Geldwechseln), steige schon da aus. Neuerdings ist Weltevreden direkt mit Tandjong-Priok durch Bahn verbunden; man nimmt Fahrkarten bis Stat. Kemajoran in Weltevreden.
Gasthöfe liegen in Weltevreden; Hôtel der Nederlanden (deutscher Bes. Merten) in Rijswijk, in bester Lage (Pl. 1, B4), empfohlen; 100 Z., Pens. 6-10 Fl.; stellt Auto.—Hôtel des Indes (Pl. 2, B4), Molenvliet; 150 Z., gut, gelobt, Pens. von 6 Fl. an.—Grand Hôtel Java (G. G. Lion), Rijswijk (Pl. 3, B4) bei Stat. Noordwijk; 70 Z., F. 1, Lunch 1,50, Din. 2, Pens. 6 Fl.—Hôtel Wisse (Pl. 4, B4), Noordwijk, Ecke Molenvliet. —Bescheidener: Hôtel Ort (Pl. 5, B4), Molenvliet; Z. 2,50-4 Fl. Überall Pension tägl. von 6 Fl. an, bei längerm Aufenthalt billiger; Deutsch wird meist gesprochen. Neben europäischem Gabelfrühstück die gute »Reistafel«, Curryreis mit vielen scharfen Zutaten: Huhn, Fisch, Gemüse, Früchte etc., sehr gesund und nahrhaft.
Pensionen: Tramzicht; Weltevreden; Molenvliet; alle in Molenvliet Ost.


Restaurant: Restaurant-Hôtel der Nederlanden in der Benedenstad.
Post: In der Benedenstad, nahe Stat. Batavia, in Binnen-Nieuwpoortstraat (A2); in Weltevreden, Schoolweg, neben dem Theater und auf Rijswijk, Tanah abang, nahe Klub Harmonie, geöffnet 8-6 Uhr, an Posttagen bis 8 Uhr abds. Poste restante-Briefe gehen zum Postamt Weltevreden.— Telegraph im Postamt. Kabel nach Singapore, Banka und über Billiton nach Borneo.—Telephon in allen Gasthöfen; öffentliches Amt in Kali Besar Unterstadt.
Wagen: Sádo (aus: dos-à-dos); auch gedeckte Wagen (ebro und ropo), 1 St. 1 Fl.; Sänften (planki) nur in der Unterstadt. —Gasthofswagen.
Automobile stellen Hotel der Nederlanden, Hotel des Indes, Hotel Wisse, ferner »Het Centrum« (Noordwijk) und Fuchs (Parapatan und Tanah abang).

Lageplan von Batavia.

Straßenbahnen: Dampftram (trem setum) von der Unterstadt bis Meester-Cornelis alle 10 Min.—Elektrische Bahn nach Rijswijk und Tanah abang (A5) alle 10 Min.
Eisenbahnen: Staatsspoor (»S. S.«) nach Oberstadt (Pasar Senèn, C5), Meester-Cornelis, Bekasi, Keedoenggedeh und je eine Linie nach Tandjong-Priok und Anjer.—Nederland. Indie Spoorweg (»N. I. S.«) zur Oberstadt (Stat. Noordwijk und Koningsplein), Meester-Cornelis und nach Buitenzorg, von da Anschluß an das große staatliche javanische Bahnnetz,

Man kaufe den neuesten Fahrplan!


Dampferagenturen: Norddeutscher Lloyd, Behn, Meyer & Co. (Tel.-Adr.: Nordlloyd Batavia. Passagekontor Kali Besar West.—Koninklijke Paketvaart Maatschappij; Stoomvaart Mij. Nederland, beide Weltevreden, nahe Sluisbrug, auch Kali Besar Ost und Tandjong-Priok.—Rotterdamsche Lloyd: Internationale Crediet-en Handelsvereeniging »Rotterdam« in Weltevreden, nahe Sluisbrug und Kali Besar Ost.—Messageries Maritimes: Reynst & Winju (Tel.-Adr.: Messageries-Batavia), Kali Besar Ost.
Reisebureau: Weltevreden, Koningsplein (O5), besorgt Fahrkarten etc.; vgl. auch S. [195]: »Touristenbureau«.
Banken: Javasche Bank (A2), gegenüber der Post in der Unterstadt.— Nederlandsche Handel-Maatschappij, Korresp. der Berliner Disconto-Gesellschaft und der Deutschen Bank.— Nederlandsch-Indische Handelsbank, Unterstadt und Noordwijk.—Nederlandsch-Indische Escompto Maatschappij (Wechselstube in der Oberstadt bei Sluisbrug und in Tandjong-Priok am Landeplatz).—Chartered Bank of India, Korr. der Berliner Disconto-Gesellschaft. —Hongkong & Shanghai Banking Corporation, Korr. der Berliner Disconto-Gesellschaft u. der Allg. Deutschen Creditanstalt in Leipzig; die beiden letzten in Kali Besar West.
Theater (C4) am Komedieweg.
Konzerte in der Harmonie und im Konzertgarten am Waterlooplein, So. 51/2 bis 61/2 Uhr Nm., auch abds. im Botanisch-Zoologischen Garten (C5).
Konsulate: Deutsches Reich, in Weltevreden, Koningsplein West, nahe dem Museum, Generalkonsul Dr. Lettenbauer; Sekretär Schleifenbaum. Tel.-Adr.: »Germania«.—Österreich-Ungarn, Konsul Th. Quellhorst, Noordwijk, gegenüber Java-Hôtel.—Schweiz, Konsul A. E. J. Buß (in Firma Maintz & Co.), Kali Besar West.
Vereine: Deutscher Turnverein.— Vornehmster niederländischer Klub: Harmonie, Rijswijk; Militärklub Concordia, Waterlooplein (C4).
Ärzte.Apotheken.Krankenhäuser: Militärhospital am Hospitaalweg (C5); Diakonissenhaus Tjikini.
Buchhandlungen: G. Kolff & Co., Batavia, Benedenstad, Kali Besar 24. —In Weltevreden: Noordwijk, gegenüber dem Java-Hôtel.—H. M. van Dorp & Co., Benedenstad, gegenüber dem Bahnhof der N. I. S. (Reiseführer vorrätig).—Zeitungen: Het Bataviaasch Nieuwsblad; Java Bode; Het Nieuws van den Dag.
Photographen: Charls & van Es; Koene & Co. (beide Firmen deutsch).— Geschäftsadressen: van Arcken & Co., Uhrmacher und Juwelier.—Verkaufsstelle für Kuriositäten, Landeserzeugnisse »Ost und West« (staatlich unterstützt) in Weltevreden, nahe der Harmonie.
Zeiteinteilung für Java. Auf 7 Tage: 1. Tag Batavia; 2. Tag Buitenzorg; 3. Tag Fahrt nach Garoet; 4. Tag Besteigung des Papandajan; 5. Tag Bandoeng; 6. Tag Besteigung des Tangkoeban Prahoe; 7. Tag Rückfahrt nach Batavia.—Auf 14 Tage: 1. Tag Batavia; 2. Tag Buitenzorg; 3. Tag Fahrt nach Maos; 4. Tag Djokjakarta; 5. Tag Ausflug nach Boro-Boedoer; 6. Tag Fahrt nach Soerabaja; 7. Tag Fahrt nach Pasoeroean und Tosari; 8. Tag Besteigung des Bromo; 9. Tag Rasttag in Tosari; 10. Tag Rückfahrt nach Soerabaja; 11. Tag Fahrt nach Maos; 12. Tag Fahrt nach Garoet; 13. Tag Besteigung des Papandajan; 14. Tag Rückfahrt nach Batavia. Andre Reisepläne im Touristenbureau in Batavia und bei den Agenturen von Thos. Cook & Son in andern Plätzen (nicht in Batavia) zu erkunden.—Wer die reizende, weiche javanische Landschaft, über die ein lichtes wunderschönes Grün gebreitet ist (daher »Smaragdinsel«), aus dem die großen vereinzelten Vulkanpyramiden aufsteigen, genießen will, mag gern einen Monat auf Java verwenden.
Geschichte. Der niederländische Generalgouverneur Pieter Both legte 1610 bei Jakatra eine Faktorei an, die der berühmteste seiner Nachfolger, Jan Pieterzoon Coen, anstatt Amboinas 1619 zur Residenz machte.


Von den Engländern unterstützt, versuchten 1618 die Fürsten von Bantam und Jakatra die niederländische Besatzung zu vertreiben; doch 1619 besiegte Coen den Fürsten von Jakatra und besetzte sein Reich. Ein Fort wurde zum Schutz der nun Batavia getauften Stadt angelegt, das alle Angriffe des Susuhunan von Mataram, des Herrschers über Zentral- und Ostjava, überstand und sich schnell entwickelte. Als aber infolge eines Erdbebens 1699 die Mündung des Tjiliwong verschüttet und das Uferland sumpfig wurde, verlegte 1809 der Generalgouverneur Daendels die Residenz nach der 6 km landwärts gelegenen Ebene von Weltevreden und ließ die Befestigungswerke abtragen. 1811 wurde die Stadt von den Engländern besetzt, aber 1816 an die Niederlande zurückgegeben.

Batavia, Hauptstadt Niederländisch-Ostindiens und der gleichnamigen Residentschaft Javas, mit (1905) 138500 Einw. (darunter über 8000 Europäer und 28000 Chinesen), liegt nahe dem Westende der Nordküste, unter 6° 7' südl. Br., an der Südseite einer geräumigen, durch 17 kleine Koralleninseln geschützten Bai und am Flüßchen Tjiliwong, inmitten ausgedehnter Reisfelder und Kokospflanzungen. Die Unter-oder Altstadt (Benedenstad, AB2) enthält das große Stadthaus, eine Kirche, die Javasche Bank, die Zollgebäude, ein für Chinesen und ein für Eingeborne bestimmtes Hospital sowie ein Gefängnis für letztere, die Magazine der Regierung und der Niederländischen Handelsgesellschaften, die Kontore und Speicher der großen Handelshäuser und der Schiffsagenturen, ist aber nur noch von Malaien, Javanen, Arabern und Mauren, Mischlingen und Chinesen (im chinesischen Kampong) bewohnt, während die Europäer ihre ehemaligen Wohnhäuser in der Unterstadt nur während der Geschäftsstunden aufsuchen, sonst aber in dem neuen Stadtteil Weltevreden (= Wohlzufrieden; C4/5) wohnen, wohin der fast 4 km lange, gleichfalls europäische Stadtteil Molenvliet (AB3) über die Stadtteile Noordwijk und Rijswijk (B4) hinüberführt. Die luftigen großen Häuser, mit Veranden, liegen getrennt zwischen Zierbäumen. In Rijswijk das großartige Harmoniegebäude, das Palais des Generalgouverneurs, südl. angrenzend der schöne Rasenplatz Koningsplein (B4, 5), der ringsum von schönen Gebäuden, darunter die armenische Kirche, das Gebäude der Naturhistorischen Vereinigung, das Museum der Gesellschaft für Künste und Wissenschaften und die Wilhelmskirche, umgeben ist. An die NO.-Ecke von Koningsplein schließt sich die Zitadelle Prinz Frederik Hendrik (B4) und das neue Gebäude der Koninklijke Paketvaart Maatschappij. Östl. vom Tjiliwong liegen um den großen Platz Waterlooplein (C4) die römisch-katholische Kirche, das Theater, die Freimaurerloge, das Gefängnis für Europäer, das Regierungsgebäude (Het Paleis), das Laboratorium, Infanterie-und Artilleriekaserne (Kavallerie im Stadtteil Rijswijk); südl. das große Militärhospital und das Arsenal (C5). Hieran schließen sich die von Eingebornen und Chinesen bewohnten Kampongs.— Die Industrie beschränkt sich auf Kalkbrennerei, Ziegelfabrikation, Töpferei, Gerberei und Destillation von Arrak; Hausindustrie ist die Matten-und Korbflechterei, Batiken etc. Der Fluß Tjiliwong ist in ein Kanalnetz zerlegt, von dem Batavia durch-und umzogen wird. Da in der seichten innern Reede nur flachgehende Schiffe ankern können, hat man 9 km östl. bei Tandjong-Priok einen Hafen angelegt, der durch Kanal, Eisenbahn und Fahrstraße mit Batavia verbunden ist.—Ausfuhrartikel sind Kaffee, Zucker, Tabak, Gewürze, Pfeffer von Sumatra, Zinn aus Bangka und Billiton, Damaraharz, Indigo, Reis, Rotang, Gambir, Kopra, Bambushüte, Häute, Tee, Arrak, Palm-und Kajeputöl, Teakholz, Büffelhörner und Büffelhäute, Chinarinde, Kampfer, Kassia, Sandel-und Sapanholz, Tamarinden, während die Einfuhr in europäischen Manufakturen, Eisen, Luxusartikeln, Wein, Butter, Konserven besteht. Die Hälfte des Umsatzes fällt auf das Mutterland. Der Schiffsverkehr ist lebhaft.— Zu den Bildungsanstalten gehören das Gymnasium Wilhelm III., je eine höhere Bürgerschule für Knaben und Mädchen, 13 andre Regierungsschulen, 5 Privatschulen, die Parapatan-Waisenstiftung. Für Nichteuropäer bestehen 30 Schulen, außerdem 1432 mohammedanische Schulen. Eine medizinische Bildungsanstalt für eingeborne Ärzte (Doctors Djawa) ist am Militärhospital. Weiter sind zu nennen die Batavische Gesellschaft für Künste und Wissenschaften (1778 gegründet), die Gesellschaft für indische Sprach-, Länder-und Völkerkunde, die Gesellschaft für Landbau und Industrie, die Gesellschaft für Minenwesen (mit großen mineralogischen Sammlungen).—Batavia ist Sitz des Generalgouverneurs und der höchsten Regierungs-, Gerichts-und Militärbehörden, eines katholischen Erzbischofs, einer Handelskammer.—Die Umgebung ist bedeckt mit den von Eingebornen und Chinesen bewohnten Dörfern (Kampongs) inmitten ausgedehnter Kokospflanzungen und Reisfelder.

Rundfahrt. Früh zwischen 6 und 9 Uhr fahre man durch die schönen Straßen von Weltevreden im Wagen (durch Tanah abang, Kebon Sirih, Tjikini, Pegangsaan, Matraman, Kramat, Waterlooplein, Koningsplein) oder um 6 Uhr mit der Dampfstraßenbahn in die Benedenstad und gehe zum Kleine Boom (A1) durch das alte Tor des Bataviakastells, wo die alte Kanone Merians besar (oder djagoer) liegt, die von der eingebornen Bevölkerung als Fruchtbarkeitsspenderin verehrt wird. Nicht weit davon ist der sehenswerte Fischmarkt Pasar Ikan; dann über eine Zugbrücke und durch Kali Besar, wo die alten holländischen Kaufhäuser stehen; zurück zur Straßenbahn durch das chinesische Viertel (A2). Dann kann man Kaufleute etc. in der Altstadt im Geschäftsviertel besuchen, hierauf fahre man zum *Museum (B5) am Koningsplein (8-3 Uhr geöffnet, Mi. und So. frei); es enthält eine vollständige javanische ethnographische Sammlung: Häusermodelle, Hausgerät, Waffen, interessante Musikinstrumente, besonders das Gamelang (16 Kupferplatten über zwei Bambustragbalken, in C-Dur ohne halbe Töne), große und kleine Gongs in Holzgerüsten, groteske Wajang-Puppenfiguren für das javanische Schattenspiel, kunstvolle Sarongs, bunte Stroharbeiten, Modelle von Folterwerkzeugen und Hinrichtungsarten; in einer Schatzkammer sind Schmucksachen, mit Edelsteinen besetzte Kris, ein goldener Sultansthron. Auch die Archäologische Sammlung ist sehenswert; berühmt ist die *Münzensammlung. Vor der Bibliothek (Mi. und Sa. 71/2-9 Uhr Vm., So. 8-11 Uhr) steht ein kleiner Bronzeelefant (Geschenk des Königs von Siam).—Nach der Reistafel, zwischen 1-5 Uhr Nm., ruhen alle Holländer der Hitze wegen, die Straßen sind leer; nach 5 Uhr unternehme man Spazierfahrten in den prächtigen Straßen Weltevredens (s. oben) zu den Plätzen, wo die Musik spielt und die vornehme Welt Batavias promeniert. Dabei sieht man die Denkmäler von Jan Pieterzoon Coen, den Begründer der Stadt, das Waterloo-Denkmal mit Löwen, ein Siegesdenkmal mit Eisernem Kreuz, das Denkmal des Generals Michiels, letztere drei auf dem Waterlooplatz.

Von Batavia nach Buitenzorg.

Eisenbahn (am besten mit Morgenschnellzug, etwa 7 Uhr) von Batavia, Stat. Noordwijk, in etwa 11/4-21/2 St., für I. Kl. 43/4, II. 31/4 Fl. Man fährt durch Reisfelder und Obstgärten, Kaffeeplantagen und üppige Wälder mit hohen Palmen, Tamarinden, Banyans, Bananen, Farnen und Bambusgebüschen. Herrliche Ausblicke auf das Bergland Javas; die Bahn steigt durch die Vorberge bis (62 km) Buitenzorg.

Führer für Buitenzorg: Dr. W. Burck, »Wandelingen door den Botanischen tuin«, auch in deutscher Übersetzung zu haben; »Gids van Buitenzorg en Omstreken«, Verlag von Gr. Kolff & Co. in Batavia; Führer des Touristenbureaus (S. [195]).

Buitenzorg (spr. beutensorch, d. h. Ohnesorge = Sanssouci), 263 m ü. M. (Hôtel Bellevue, sehr gerühmt, man nehme eine »bergkamer«, Zimmer nebst Veranda, mit Aussicht aufs Gebirge [Vulkan Sálak], Pens. tägl. 6-8 Fl., Wagen am Bahnhof, man fährt 10 Min. durch die Allee Djalan besar; Hôtel du Chemin de Fer, am Bahnhof, Pens. 6 Fl., Restaurant), ist eine vornehme, entzückende Villenstadt, seit 1746 Residenz des Generalgouverneurs, mit Klubhaus, protestantischer Kirche, großem Markt, Rennplatz. Vor dem schönen Palais des Generalgouverneurs liegt eine große Wiese mit Gazellen und Hirschen. Zwischen 2 und 5 Uhr Nm. meist Gewitter mit starkem Regen in Buitenzorg, wonach man sich mit den Ausflügen einrichten muß. Mehrere Besuche erfordert die Hauptsehenswürdigkeit, der *Botanische Garten, der wissenschaftlich wertvollste, schönste und reichhaltigste Tropengarten der Erde, begründet 1817 von dem deutschen Botaniker Kaspar Georg Reinwardt, 1880-1909 unter Leitung des Prof. Dr. Melchior Treub, seit dessen Tod ist Dr. H. J. Wigman Direktor; ihm untersteht ein Stab von 24 meist niederländischen Naturforschern, die in Laboratorien arbeiten. Zum Garten gehören ein großartiges Herbarium, eine botanische Bibliothek von 20000 Bänden, ferner der Kulturversuchsgarten von Tjikömöh (72 ha, etwa 1/2 St. Fahrt von Buitenzorg) und der Gebirgsgarten von Tjibodas (mit Urwald 313 ha). Zum Besuch der Laboratorien und Sammlungen ist Erlaubnis im Kontor am Haupteingang einzuholen. Plan des Gartens erhält man gratis im Kontor. Der Garten ist nach wissenschaftlichen Grundsätzen geordnet, Art bei Art, bietet aber trotzdem wunderbare landschaftliche Bilder.

Durch das alte Steintor beim Chinesischen Marktplatz am Haupteingang, wo die Direktorialgebäude etc. liegen, gelangt man in eine vom Hortikulturist Teysmann 1828 angepflanzte Allee; jeder der hellen Riesenstämme trägt eine Schlingpflanze, meist Aroïdeen und Orchideen, darunter die Riesenorchidee Grammatophyllum speciosum (die bis 3000 Blüten gleichzeitig hat!) und Philodendron mit durchlöcherten Blättern. R., hinter dem Hause des Torwarts, findet man die riesige Liane (Entada scandens).


In dem Fahrweg, der nach r. führt, wächst die Amherstia nobilis mit roten Blütenzweigen und großen, flachen Schoten, ferner die Saracca mit gelbem Blütenbüschel; in der Nähe Pithecolobium und ein sehr großer Schattenbaum, Schizolobium excelsum. L. vom Wege stehen Farngruppen und ein Baum mit auffällig runder Krone, Xanthophyllum vitellinum (eine Polygalee); auch die schraubenförmig gewachsenen Pandanus-Arten sind sehr bemerkenswert. In der Nähe, unter den Zykadeen, ist eine große Orchideenkultur unter schattenspendenden Bäumen, der Plumeria acutifolia, der auf javanischen Kirchhöfen vielfach angepflanzt ist.— In der prächtigen Palmensammlung r. vom Seitenfahrwege fällt an einer Wegecke die ungewöhnlich hohe und schlanke Niboeng-Palme (Oncosperma filamentosa) auf, und weiterhin die rote Pinang (Cyrtostachys Rendah), dann die stachlige Zalacca, die aufrechtwachsende Königspalme (Oreodoxa) aus Brasilien, verschiedene Phoenix-Arten, darunter die Dattelpalme (Ph. dactylifera), viele Varietäten von Kokospalmen (Cocos nucifera), die Ölpalme (Elaeis Guinensis), Sagopalmen (Metroxylon) und die berühmte Coco-de-mer (Lodoicea Sechellarum) mit riesigen Wedeln und eigenartigen großen schwarzen Früchten. Von den Palmen l. stehen tropische Nadelbäume, Araukarien, Damara-Arten mit breiten blattartigen Wedeln u. a.—Im untern Garten, am Tjiliwong-Flusse, wachsen Mangroven (Rhizophorae), in der SO.-Ecke die Sonneratia acida, ein Sumpfriesenbaum, wie die Mangroven, mit Luftwurzeln, und der ägyptische Papyros (Cyperus papyrus).—Weiterhin am Fluß, nahe dem Badeplatz des Generalgouverneurs, stehen Myrtazeen, darunter Gewürznelkenbäume, Djamboes und Eukalyptus; gegenüber die Lontarpalme, der Eisenholzbaum und Ficus-Arten.—Am Nordende des Gartens findet man den Advokaatbaum, verschiedene Zimtbaumarten, Kroton-und Cearagummibäume, dazwischen Kassavasträucher (Manihot utilissima, »Mandiok«); in der Nähe Eisenholzbäume, der Paranußbaum (Bertholletia excelsa), blühende Barringtonia, Sandelholzbäume und verschiedene zu den Anonazeen gehörende indische Fruchtbäume sowie süßduftende Magnoliazeen. Gleichzeitig Blüten und Früchte trägt der Stelechocarpus Burahol; schönen Duft verbreitet die Myristica Horsfieldii. Zwischen den Diospyros-Arten (Ebenholzbaum, Kaki-Fruchtbaum, Styrax Benzoin und Gutta percha) und giftigen Apocyneen sieht man nahe dem Palast des Generalgouverneurs die Kigelia pinnata (mit wurstförmigen, etwa 40 cm langen und 10 cm dicken Früchten) und in einem Teich, am Nordende der alten Allee, die riesige Victoria regia, am Ufer die zierliche Urostigma Rumphii. Zwischen Sapindus Rarak (Frucht als Seife verwendbar) und andern Sapindazeen, wie das Filicium decipiens aus Ceylon, die amerikanische Cecropia; in der Nähe ein kleiner Teich mit Nymphäen, beschattet von einer riesigen Ficus elastica (mit Luftwurzeln). In der Nähe Mahagonibäume, ein Urostigma giganteum und der Cocabaum (Erythroxylon Coca).—Am untern Ende der großen Allee steht ein Baum mit Früchten wie Wachskerzen (Parmentiera cerifera).—Am Ende des großen Teiches mit schönen Lotosblumen steht der sogenannte »Baum der Reisenden«, die imposante Musazee Ravenala Madagascariensis.—Eine prächtige Livingstonia-Palmenallee führt zum Rosengarten, wo ein Denkmal Teysmanns steht. In der Nähe Rohrarten und der giftige Upasbaum nahe dem Orchideenhause; dort findet man außer zauberhaften Orchideen auch Passifloren, Maranten, Calatheen, Bromeliazeen, Dieffenbachia-und Anthurium-Arten. —(Haeckel, Haberlandt, Giesenhagen u. a. haben den Botanischen Garten ausführlich beschrieben.)
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Ausflug nach Gadok, etwa 12 km von Buitenzorg, zu Wagen auf guter Landstraße, vorbei an malerischen malaiischen Dörfern (Kampongs) über Batoe-Toelis (Inschriftenstein) mit schönem Ausblick auf die Umgegend.
Ausflug nach Sindanglaja (S. [202]), etwa 30 km von Buitenzorg, mit Wagen soll lohnend sein.

Von Buitenzorg durch die Preanger-Regentschaften nach Soerabaja.

Eisenbahn (vgl. S. [196]) von Batavia (Weltevreden) nach Soerabaja I. Kl. 39,25, II. Kl. 25 Fl.—Touristenkarte: Batavia-Soerabaja-Pasoeroean-Soerabaja (60 Tage gültig) I. Kl. 55,35 Fl.—Rundreisekarten: Batavia-Djokjakarta-Batavia (30 Tage gültig) I. Kl. 60,95 Fl.; Batavia-Garoet-Batavia (30 Tage gültig) I. Kl. 28,20 Fl.— Speisewagen in den Zügen zwischen Batavia und Soerabaja sowie im Java-Expreß Bandeng-Soerabaja; Mahlzeiten 1,50 Fl.—Da nachts keine Züge fahren, dauert die Reise bis zum Ostende der Insel 3 Tage. Man kaufe den neuesten Fahrplan.

Die Javanische Staatseisenbahn (von Buitenzorg ab) »Staatsspoor« (S. S.), die Java in der ganzen Länge durchzieht, läuft von Buitenzorg durch Hügelland über Brücken und Viadukte erst nach S., übersteigt den Paß zwischen dem Sálak-Vulkan (2215 m) und dem dreigipfeligen Gedeh-Vulkan (3023 m), wendet sich dann nach O., durchläuft Kaffee-und Teepflanzungen und Wälder mit schönem Blick auf die südlichen Vorberge (r. sitzen!) und erreicht nach 4 St. Fahrt

(60 km) Soekaboemi (d. h. Entzücken der Welt), 650 m ü. M. (Hotel Sela Batoe, mit Schwimmbad, Familienpavillons, Billardsaal, *Aussicht auf Baros und den Gedeh, 28 Z., F. 1, Lunch 1,50, Dîn. 2,50, Pens. 6 Fl., gelobt; Viktoria Hotel [deutscher Besitzer Lenné], in Park mit Einzelvillen, Pens. 6 Fl.; Wagen am Bahnhof). Der entzückende, als Erholungsaufenthalt beliebte Ort, zu längerm Aufenthalt geeignet, mit Rivieraklima, liegt in den Preanger-Regentschaften, der größten, reichsten und landschaftlich reizvollsten Residentschaft Javas, mit etwa 21000 qkm und 2 Mill. Einw.; Männer und Frauen haben auffallend schöne Körperformen. Das Javanische Märchentheater (vgl. S. [192]) ist sehenswert. In der Nähe (10 Min.) das gute Hotel und Sanatorium Sela Batoe (1700 m).—Ausflüge mit Wagen (3-6 Fl.) nach dem Kratersee *Sitoe Goenoeng (1300 m); zum Wasserfall Tjibeureum von 130 m Höhe; zur Barosbrücke (Aussicht); zum schmucken Javanendorf Tjisaët u. a.

Die Bahn führt weiter durch einen Tunnel und über eine kleine Schlucht nach (100 km) Tjiandjoer (579 m; guter Gasthof), unbedeutendem Ort in einem heißen Talkessel voller Reisfelder; Fortsetzung der Bahn s. unten.—Von hier fährt man, ohne sich aufzuhalten, mit Sádo (4-5 Fl.) oder Wagen (11 Fl.) auf prachtvollem Bergweg nach *Sindanglaja (1074 m; Hotel Sindanglaja, in herrlicher Lage, Pens. 6 Fl., vorzüglich, Arzt), einer ausgezeichneten Sommerfrische. In der schönen Umgebung liegt das (20 Min.) Sommerschloß Tjipanas des Generalgouverneurs; nahebei heiße Quellen zum Baden. Vom Poentjak, dem höchsten Punkte der Landstraße nach Buitenzorg, hat man schöne *Aussicht über das Preangerland; schöner Ruheplatz etwas weiterhin am Telaga Warna (d. h. Farbe wechselnder See, 200 m Tiefe).

Ausflüge. Die Umgegend bietet Gelegenheit zu schönen Ausflügen: nach Kandang-Badaq (d. h. Nashorns Lust), eine Schutzhütte mit Ausblick in den Bergen, 2392 m ü. M., in 21/2 St. zu erreichen, mit Pony und Kulis als Führer und Wegbahner durchs Dickicht; von da in 11/2 St. auf den Gipfel des Vulkans Pangerango (Mandalawangi, 3022 m) oder auf den gefährlichern Kraterrand des Gedeh (2962 m), zu dessen Besteigung man bei Vollmond abds. von Sindanglaja aufbreche, um bei Sonnenaufgang oben anzukommen; großartige *Aussicht und seltsam geformter, riesiger Krater von 250 m Tiefe und 700 m Breite.


Wegen Ausrüstung und bester Zeit zum Aufstieg hole man Rat im Hotel.—Beim Abstieg vorbei an dem Wasserfall des Koeripan-Wildbachs in tiefer Schlucht. —Von Sindanglaja aus besuche man den 14 km entfernten botanischen Berggarten Tjibodas (1425 m), zu Pferd oder mit Sänfte; hier ist ein herrlicher Park mit Zedern, Araukarien, Baumfarnen, Grasbäumen (Xanthorrhoea australis); dahinter ein Urwald mit drei 130 m hohen Wasserfällen, Lianen, Vogelnestfarnen, grauen Gibbonaffen und Felswänden.—Ferner Ausflüge nach Goenoeng Kasoer; nach den Wasserfällen von Tjibeureum, Tjikoendoel und vielen andern Punkten.

Von Tjiandjoer (S. [202]) führt die Bahn (r. sitzen!) über einen Viadukt über den Tjisokan-Fluß, r. prachtvoller Wasserfall, dann über die Schlucht des Tjitaroem-Flusses und über den Goenoeng Mesighit an steilen Abhängen entlang in das Tal hinunter nach

(160 km) Bandoeng (700 m; Hotel Preanger, Pens. 6 Fl.; Hotel Homann, 50 Z., Pens. von 6 Fl. an; beide sehr gut; deutsche Zeitungen; Wagen am Bahnhof; Hotel Wilhelmina, Mitte der Stadt, Pens. 5 Fl.), Hauptstadt der Preanger-Regentschaften mit etwa 22000 Einw., breiten Straßen mit Villen, vor dem großen Platze das luftige Regierungsgebäude (Mesighit), nebst Park; in der Nähe der Markt (pasar), ein Seminar für javanische Lehrer und ein Rennplatz (Rennen im Juli), von dem aus guter Blick auf die südlichen Bergketten. Bei Bandoeng ein Sanatorium. Gute Badeanstalt mit frischem Bergwasser in Tjiampelas, etwa 3 km vom Regierungsgebäude, mit Sänfte (1/2 Fl.) in 20 Min. zu erreichen (Bad 10 cents). Fahrt in 1/2 St. (21/2-3 Fl.) zum Wasserfall Tjoeroeg (13 m hoch), landschaftlich schön.

Besteigung des Tangkoeban-Prahoe (2075 m). Aufbruch von Bandoeng abds. (oder frühmorgens) mit Wagen auf guter Kunststraße über eine Bambusbrücke bis (24 km) Lembang (Hotel Bergzicht, deutscher Besitzer, Pens. 5 Fl, bei längerm Aufenthalt billiger, ein Monat 120 Fl.); dort Reitpferd nach dem Krater für 3,50 Fl., Sänfte 5 Fl. Nun vorbei an Chinarindenbaumpflanzungen im dichten Urwald bergauf; nach 2 St. erreicht man einen 2 km langen und 1 km breiten, 200 m tiefen Krater; bald erblickt man westl. daneben noch einen kleinern Krater von etwa 100 m Tiefe. Der größere, Kawa Ratoe (2000 m), ist noch tätig, aus der braunen Schlammfüllung steigen Schwefeldämpfe auf; am Ostrande sind Solfataren mit schönen Schwefelblumen. Die Wand zwischen beiden Kraterbecken ist schmal, man hüte sich vor dem Abrutschen! Der Abstieg, auch mit Führer in den westlichen Krater, Kawa Oepas (Giftkrater), ist gefährlich und sehr ermüdend. Vom Rande des Tangkoeban-Prahoe (d. h. gekentertes Boot) *Aussicht über Krawang auf die Sunda-See vor der Nordküste Javas.

Von Bandoeng durch das malerische (200 km) Tjitjalengka, in prächtiger Gebirgslandschaft mit zahlreichen Vulkanen, noch steigend bis (220 km) Tjibatoe (850 m; umsteigen in die Zweigbahn nach Garoet). Fortsetzung der Hauptroute S. [204].

Zweigbahn (20 km) südl. nach

Garoet (710 m; Touristenhotel Papandajan [Bes. A. Hacks, Hamburger, steht mit Rat und Tat zur Seite, sorgt in allem für seine Gäste], vortrefflich, empfohlen, mit Badeanstalt, 20 Z., Pens. 6 Fl.; Van Horcks Hotel, Pens. 5 Fl., schöner Garten, gelobt; Klub, für Fremde zugänglich; Automobile zum Besuch der Ausflugsorte), Bergstädtchen in schönster Lage, Gelegenheit zu schönen Spaziergängen; Fahrt in 40 Min. zum malerischen See *Sitoe Bagendit, Überfahrt über den See auf bedachtem Floß nach der andern Seite, wo man einen Hügel besteigt, von dem aus Blick auf 7 große Vulkane (in der Umgebung von Garoet sind 14 Vulkane, von denen der Goenoeng-Goentoer [Donnerberg; 2244 m] der unruhigste ist. Fahrt in 11/2 St. (3 Fl.) zum Wasserfall Tjitis am Fuße des Goenoeng-Goentoer.

Besteigung des Papandajan (2600 m). Aufbruch früh 5 Uhr von Garoet mit Dreigespann-Wagen (5 Fl.) in 21/2 St. Trabfahrt bis zum Dorfe Tjiseroepan (1222 m), 18 km südl. von Garoet; dort (Mundvorrat mitnehmen oder Frühstück [2 Fl.] in Villa Pauline) mit vorausbestellten Pferden (3,50 Fl.), für Damen Tragsessel (Tandu, 3,50 Fl.), Führer (75 cts.) und Kuli (50 cts.) aus dem Rasthause (pesanggrâhan) an Datura-Hecken entlang und dann im dichten Urwald steil bergauf; in etwa 2-3 St. gelangt man an einen gelblichen Hang von Lavagestein und Schwefelasche, dann zu Fuß durch eine abgestürzte Kraterwand in einen dampfenden Kraterkessel, der von drei Seiten noch Wände hat; aus zahllosen Spalten dringen zischend Säulen gelblicher Schwefeldämpfe empor. Unter Vorantritt der Führer kann man den Kraterboden stellenweise betreten, aber Vorsicht! der Boden ist hohl und bricht stellenweise leicht durch, auch kann man bei umspringendem Winde von den Schwefeldämpfen stark belästigt werden. Der Kraterrand wurde abgesprengt bei einem mächtigen Ausbruch des Papandajan 1772, wobei 40 Dörfer verwüstet und 3000 Menschen umkamen. Gute Bergsteiger sollten vom Kraterbecken an der Windseite bis zum obersten Kraterrande (noch 270 m höher) steigen, wo sie vom geodätischen Signal in 2600 m Höhe prächtige *Aussicht über die Gebirgsketten haben, soweit der Schwefeldampf es zuläßt. Am Fuße des Kraters liegt das Todestal (s. unten). Auf-wie Abstieg sind wegen des lockern Lavagerölls schwierig.
Ausflug zum Telaga Bodas. Aufbruch früh 5 Uhr von Garoet mit Wagen (hin und zurück 3,50 Fl.) bis (11 km) Wanaradja, dort Reitpferd (4,50 Fl.), Tragsessel mit 4 Kulis (5,50 Fl.) und Führer (1 Fl.); man steigt durch Kaffeepflanzungen und Urwald bis 1724 m ü. M. und erreicht dann den von hohen Kraterwänden eingeschlossenen Weißen See (Telaga Bodas), dessen milchige, grünlichweiße Farbe durch Schwefel und Alaun erzeugt ist. Man kann in 1/2 St. um den fast runden See von 600 m Durchmesser herumgehen, der den Krater des Geloenggoeng ausfüllt, und sieht dabei einen Wasserfall, heiße Quellen und eine Solfatara. Seit 1822 hat kein Ausbruch stattgefunden. Beim Abstieg geht man durch das 150-250 m tiefere kleine Todestal (Pedjagolan) an der NW.-Seite des Berges, von Gebüsch umgeben, mit kahlem, graugelblichem Boden, auf dem giftige Gase lagern, die kleine Tiere sofort töten.
Ausflug zum Tjangkoewang-See. Früh 1/2-6 Uhr mit Dreispänner (10 Fl.) über (9 km) Tjiboejoetan (Badeplatz mit kaltem Wasser) und Tjitjapar (kalter Schwimmplatz) zum See von *Lèlès (Tjangkoewang): von da zurück am See Sitoe Bagandit (s. oben) vorbei und über Tjipanas (heiße Quellen) nach Garoet (Ankunft gegen 1 Uhr mittags).
Besteigung des *Kawa Kemodjang, eines sehr aktiven Kraters, mit prächtiger Aussicht und auf großartig schönem Weg zu erreichen. Aufbruch 1/2-5 Uhr vom Hotel mit Dreispänner (4-5 Fl.) zum Dorf Tjiparai; von da mit Reitpferd (3 Fl.) oder Tragstuhl (4 Fl.) nebst Kuli zum Tragen der Frühstückstrommel und Führer. Rückkehr nach Garoet gegen 3 Uhr Nm.

Die Hauptbahnlinie führt von Tjibatoe (S. [203]) weiter über Tjamis bergab durch die fruchtbare Ebene von Tasik-Malaja, den üppigsten Teil des Preanger-Landes, und dann durch die Tiefebene der Residentschaft Banjoemas durch wildreiche Dschungeln und Sümpfe nach (380 km) Maos (guter Gasthof am Bahnhof u. a.), wo die Züge von Batavia und Soerabaja kreuzen. Der Java-Expreßzug geht von Bantoeng früh ab, kommt Nm. in Djokjakarta und abds. in Soerabaja an.

Man schütze sich in dieser Malariagegend besonders vor Moskitostichen durch Schleier und Rauchen!

Zweigbahn von Maos nach Tjilatjap, ein unbedeutender Seehafen und verrufenes Fiebernest, an der landschaftlich schönen Südküste Javas, der die lange »Blumeninsel« (Noesa Kembangan) vorgelagert ist.

Weiter über Gombong, Koboemen, Koeto Ardjo; nach 51/2 St. Fahrt

(560 km) Djokjakarta (meist kurz Djokja genannt; Hotel Toegoe [A. Herscheit], am Bahnhof, 40 Z., F. 1, Dej. 1,50, Din. 2, Pens. 5-6 Fl., gelobt; Hotel Centrum; Hotel Mataram, alle drei nahe dem Bahnhof), Hauptstadt des gleichnamigen Vasallenstaats, Sitz des Sultans und eines niederländischen Residenten mit starker Garnison im holländischen Fort Vredenburg und etwa 60000 Einw., davon 4000 Chinesen und 2000 Europäer. Der Sultanssitz, Kraton, ist ein mit 4 m hohen und 5 m breiten Mauern umgebenes Stadtviertel, in dessen Straßen 15000 zum Hofstaat des Sultans gehörige Javaner leben; mitten im Kraton, hinter zwei Toren und Gittern, ist der Palast des Sultans mit großem Harem. (Erlaubnis zum Besuch des Kraton ohne Audienz wird durch den Residenten gern erlaubt, wenn man ein kurzes Schreiben an ihn rechtzeitig einreicht; beste Besichtigungszeit Vm.; die Residentschaft stellt einen niederländischen Unterbeamten, der Deutsch spricht, zur Führung). Das Stadtleben ist sehenswert.—Rundfahrt. Vom Gasthof morgens mit Wagen 3 Fl.) durch eine Allee zum *Waterkastell, die Ruine eines mit Graben umgebenen märchenhaften Lustschlosses mit Bädern, Teichen, Irrgärten, Hallen und Türmen. (Man nehme einen Jungen als Führer.) Dann weiter über den großen Paradeplatz, wo sich abends bei Militärmusik die Europäer zeigen, in den Kraton (soweit ohne Erlaubnis zugänglich), ein Labyrinth von Höfen, Gärten und Tempeln, Häusern, Leibwachträumen, Elefantenställen, Leopardenkäfigen etc. Der Platz vor dem Schloß ist schön, die Schlösser sind nicht sehenswert. Man versäume nicht, über einen Markt in der Stadt (pasar) zu fahren und das Malen der Sarongs (Batiken) vor den Hütten anzusehen.

Ausflüge: 1) Nach Prambanan; mit der Bahn (Rückfahrkarte I. 1,75, II. 1 Fl.) von Djokja in 40 Min. nach dem Dorf Prambanan, der dritten Station der Bahnlinie Djokja-Solo, dann zu Fuß oder mit Wagen in 1/4 St. zum alten *Hindutempel von Prambanan; beim Tempel gutes Rasthaus mit Kaffeehaus. Drei Mauern umgeben die riesige Anlage; mitten zwischen 157 kleinen Dagobas stehen auf quadratischer Terrasse acht große Tempel, gopuraartige Aufbauten mit breiten Treppen. Der größte Tempel hat noch zwei Seitentreppen, im obern Tempelraum ist eine Schiwafigur, im Nebenraum seine Gattin Durga auf getötetem Stier; die Javanen nennen das schöne Erzbild »Lora Djonggrang«, eine Märchenprinzessin, der sie Frucht-und Blumenopfer bringen. Im dritten Tempelraum ist der elefantenköpfige Sohn beider, Ganesa. In einem andern Tempel ist ein großen Reichtum spendender steinerner Zebustier. Das Schönste sind die kunstvollen, oft naiv-lustigen Steinfriese an den Außen-und Innenwänden der Haupttempel; sie stellen die brahmanische Götterlehre und das indische Epos Ramâyana dar; vorzüglich erhalten ist die Geschichte vom treuen Affen Hanumân. Der Nebentempel zeigt groteske Darstellungen zu Ehren der Göttin der Fruchtbarkeit. Die Tempelanlage gilt als Grabstätte der alten hindustanischen Kaiser von Mataram, etwa im 8. Jahrh. erbaut.


—Rückweg zum Bahnhof nehme man über die Tausend Tempel (Tjandi Sèwoe), 20 Min. nördl., mit einem großen Mitteltempel, umgeben von 240 kleinen in vier Reihen; der Haupttempel ist beim Erdbeben 1867 beschädigt, zeigt aber noch vorzügliche Götterbilder; erwähnenswert sind die schönen Frauenfiguren an den Treppenmauern der Westseite, die eine Vision Buddhas darstellen. (Beschreibung des Tempels von Dr. Groneman beim Tempelwächter zu haben.)
2) Nach *Boro-Boedoer (wer in Djokja mit Mittagsschnellzug ankommt, hat auf dem Bahnhof sofort Anschluß mit der Dampfstraßenbahn nach Moentilan), 32 km nw.; 2 St. Fahrt mit Automobil (stellt Hotel Toegoe für 65 Fl. für 5 Personen, hin und zurück über Magelang); oder mit Dampfstraßenbahn, vom Bahnhof Djokja abgehend, nördl. durch gut bebautes Land, meist Reisfelder, Dörfer mit Märkten, bis nach (25 km) Moentilan; von da mit Zweispänner (3,5 Fl.; Dreispänner [7 Fl.] kaum nötig, Fuhrwerk bestelle man unterwegs beim Zugführer oder beim Bahnhofsvorstand) in das Hochland von Kadoe, das »Paradies von Java«, in dessen Mitte der wunderbare Tempel von Boro-Boedoer liegt, umgeben von Bergen, darunter die Vulkane Merapi (2875 m) und Merbaboe (3145 m). Man fahre zuerst zum Vortempel Tjandi-Mendoe, mit Riesensteinbild Buddhas. Etwa 4 km weiter, nach 15 Min. Fahrt, erreicht man nach Überschreiten eines Flusses den Hügelrücken, worauf, gegenüber dem Haupttempel, das (14 km) Rasthaus (pesanggrâhan) mit Wirtschaft (gut zum Essen und Übernachten) steht. Wenn Zeit ist, übernachte man dort, weil Sonnenunter- und-aufgang in Boro-Boedoer unvergleichlich schön sind. Der Tempelwächter ist ein Deutscher.—Der große *»Tempel« von Boro-Boedoer ist das großartigste buddhistische Bauwerk auf Java, erbaut im 8. oder 9. Jahrh., 1907-11 durch die Regierung gut renoviert. Er ist kein eigentlicher Tempel, sondern ein kuppelförmiges Denkmal ohne Innenraum zum Andenken Buddhas (Stupa). Auf quadratischer Grundfläche von 153 m Seitenlänge erhebt sich »jenes in Terrassen aufsteigende, seltsam grandiose Bauwerk, das an Mächtigkeit alle andern buddhistischen Tempelbauten so weit überragt, wie das Land, in dem es steht, an Schönheit den Standort jener übertrifft« (Hans Meyer). Der Unterbau besteht aus fünf 20eckigen, von 1,5 m hohen Steinmauern eingefaßten Terrassen übereinander, jede mit reichverziertem Tor in der Mitte, neben dem Treppenstufen zur höhern Terrasse hinaufführen. Alle Terrassen sind mit Buddhafiguren, Löwen und Stieren und reichen Ornamenten geschmückt. Über der obersten 20eckigen Terrasse erheben sich noch drei kreisrunde, die je 32, 24 und 16 (insgesamt 72) sitzende Buddhafiguren unter offenen (teilweise eingestürzten) Kuppeldächern (Dagobas) tragen. Als Krönung des ganzen Baues steht auf der obersten 37 m hohen Terrasse eine 6 m hohe Dagoba; sie enthielt früher einen Buddha, der jetzt vor dem Tempel steht. Leider sind viele Steinfiguren barbarisch verstümmelt; man zählt über 400 Buddhabilder. Von den 1500 Basreliefs sind fast 1000 noch gut erhalten und bilden den künstlerisch wertvollsten Teil des Ganzen; man erkennt auf ihnen Segelschiffe mit zwei Masten, prächtige Rüstungen, Speichenräder. *Aussicht prächtig von der Kuppel des Tempels, besonders bei Sonnenauf-und-untergang! (Beschreibung des Tempels von Dr. Groneman ist beim Tempelwächter zu haben; ausführlicher ist das Werk: »Die Buddhalegende in den Skulpturen des Tempels von Bôrô-Budur« von C. M. Pleyte, mit 120 Abbildgn., Amsterdam, Verlag de Bussy.)
Vom Tempel zurück kann man mit der Dampfstraßenbahn ab Moentilan 16 km nach Magelang (Hôtel Loze) fahren und von da mit Wagen in die Hochebene von Diëng (2171 m; gutes Rasthaus), die mit dem amerikanischen Yellowstone Park (II. Teil, S. [151]) verglichen wird.—Sehr schön ist die Wagenfahrt (17-20 Fl.) von Magelang durch das paradiesische *Kedoetal über den Pinggit-Paß (686 m) nach (35 km) Ambarawa (Hotel van Rheeden, genannt di Atas, gute Verpflegung, Pens. 4 Fl.; Hotel di Bawa), einem idyllischen Landstädtchen; von dort Eisenbahn nach Samarang (s. S. [207]).

Von Djokjakarta fährt die Bahn durch Reisfelder und große Dörfer am Fuße des Vulkans Merapi entlang, r. die scharfzackigen Felsen der südlichen Gebirge, nach dem Bahnknotenpunkt

(620 km) Soerakarta oder Solo (104 m; Hotel Slier, weit vom Bahnhof, Wagen zu haben), Hauptstadt des gleichnamigen Vasallenstaats mit 109459 Einw., darunter etwa 5000 Chinesen und 1200 Europäer, Sitz des Susuhunan (Kaisers) des ehemaligen Reiches von Mataram und des von diesem unabhängigen Prinzen Mangkoe Negoro sowie eines beide überwachenden niederländischen Residenten. Der Kraton, die Kaiserstadt, ist mit hohen Mauern umgeben; Eintrittserlaubnis erhält man durch ein Schreiben an den Residenten. Gelegenheit zur Teilnahme an Hoffesten mit interessanten, Jahrhunderte alten Hofbräuchen und schönen Tänzen der kaiserlichen Bedojohs (Tänzerinnen fürstlicher Abkunft), dazu Gamelang-(Orchester-) Spiel, »wajang-wong« (Schattenspiele; vgl. S. [192]) und »topèng« (Maskentanz). Der Kaiser erscheint stets von Zwergen, Lanzen- und Schildträgern und großem Hofstaat umgeben. (Gesuche um Audienz müssen vom Generalgouverneur befürwortet sein und mindestens vier Tage voraus beim niederländischen Residenten in Soerakarta angemeldet werden.)—Rundfahrt durch die Stadt sehr lohnend wegen des bunten Volkslebens; morgens besuche man den Markt (pasar). Sehenswert der schöne Palast (dalem) des Prinzen Mangkoe Negoro, mehrere Tigerkäfige und der Elefantenstall des Kaisers; kleiner Zoologischer Garten mit schönen Schlangen, Affen und Tigern. Prächtige Tamarindenalleen führen zum holländischen Fort Vastenburg, in der Mitte des Europäerviertels. Auch das lebhafte Chinesenviertel ist besuchenswert.

Von Soerakarta nach Samarang. Von der Hauptroute zweigt eine nördliche Linie ab und führt über Goendih und Kedoengdjatti (Zweigbahn nach Ambarawa, s. oben) nach

(125 km) Samárang, Seehafenstadt mit 96000 Einw. (5000 Europäer).

Gasthöfe: Hôtel du Pavillon, am Bodjongweg, Pens. 5,5-6,5 Fl.;—Hôtel Jansen, Heerenstraat, beide gut.— Hôtel Tjandi, für längern Aufenthalt, oberhalb der Stadt, Dampfstraßenbahn bis Djomblang, dann mit (voraus zu bestellendem) Gasthofswagen hügelaufwärts. Viele Pensionen; gute Restaurants.
Post u. Tel. neben dem Rathaus, Telephon neben dem Rathaus.—Wagen zu haben.—Straßenbahnen: vom Bahnhof zur Zentralstation und von da am Rathaus vorbei den Bodjongweg entlang zur Wohnung des Residenten; vom Bahnhof durch Oengaran-Allee südwärts bis Djomblang.— Eisenbahn nach Cheribon (Anschlußstrecke nach Krawang im Bau, zur Herstellung einer direkten Linie Batavia-Samarang) und über Soerakarta nach Soerabaja.—Dampfer der Koninklijke Paketvaart Mij., wöchentlich in 2 Tagen nach und von Batavia und in 1 Tag nach und von Soerabaja Landung in Samarang mit Dampfbarkassen (2 Fl.) oder Segelprauen (11/2 Fl.). Im Westmonsun ist die Landung oft gefährlich. —Dampferagenturen: Norddeutscher Lloyd, C. A. Bertsch (Tel.-Adr.: Nordlloyd, Samarang); Rotterdamsche Lloyd, Internationale Credieten Handelsvereeniging »Rotterdam«; Stoomvaart Mij. Nederland und Koninklijke Paketvaart Mij.; Messageries Maritimes.
Bank: Javasche Bank; Nederlandsche Handels-Maatschappij, Korr. der Berliner Disconto-Gesellschaft und der Deutschen Bank.—Konsulat: Deutsches Reich: Generalkonsulat in Batavia.

Die alte Stadt Samarang, nahe der Mündung des Ngaran oder Samarangflusses, war bis 1824 befestigt, wovon noch das Fort Prins van Oranje erhalten ist. Der neue Stadtteil liegt hauptsächlich an der von Kanarienbäumen und Tamarindenbäumen beschatteten Bodjong-Allee. Im Stadtgarten Mi. und So. Konzert. Eine Oberstadt liegt auf einem 100 m hohen Hügel etwa 3,5 km südl. von Samarang in Tjandi; dorthin führt die schöne Oengaran-Allee bis Djomblang, einen Teil des Chinesenviertels durchschneidend. Lohnende Wagenfahrt nach dem chinesischen Felsentempel Gedong Batoe. Am Westende der Stadt liegt das arabische und javanische Viertel, das bei Westmonsun früher oft überschwemmt wurde. Samarang bietet wenig für Vergnügungsreisende, ist aber der zweitgrößte Handelsplatz Javas; lebhafte Ausfuhr von Kaffee, Zucker, Kopra, Indigo und Büffelhäuten.

Von Soerakarta nach Soerabaja führt die Hauptbahnlinie durch die mitteljavanische Ebene zwischen den nördlichen Hügelketten und den südlichen Vulkangebirgen hindurch nach (95 km) Madioen (Hotel Madioen) und weiter über (175 km) Djomblang und (215 km) Modjokerto nach

(265 km) Soerabaja (Surabaya), Seehafenstadt mit (1905) 163611 Einw., darunter 8000 Europäer und 11200 Chinesen.

Ankunft zur See. Mit Dampfer der Koninklijke Paketvaart Mij. von Batavia dampft man, wenn im SO. der weiße Leuchtturm von Soerabaja in Sicht und der Lotse an Bord, durch das schwierige und sehr seichte Fahrwasser der Madoera-Straße, r. Java, l. die gebirgige, von den unzuverlässigen Maduresen bewohnte, mit üppigem Grün bewachsene Insel Madoera, vorbei an vielen ins Wasser hineingebauten Fischerdörfern, vor denen zahllose Fischerprauen segeln oder treiben, auf die mit Dampfern und Seglern meist dichtgefüllte Reede von Soerabaja, wo der Dampfer bei dem weißen Wachtschiff ankert, dicht beim Landungsplatz Oedjong, an der Mündung des Flusses Kalimas, beim Wilhelminatoren. Man landet im Tambangan (Ruderboot, wie Sampan) für 1/2 Fl. beim Zollamt (kleine Boom), wo stets, auch wenn man von Batavia kommt, Zolluntersuchung stattfindet; Einfuhr von Schußwaffen ist nur mit Erlaubnis (S. [195]) gestattet. Viel Gepäck lasse man mit Boot zum Gasthof schaffen; sonst nehme man beim Zollamt einen Wagen.
Ankunft am Bahnhof: Man steige womöglich an Hst. Stat. Goebeng bei Simpang aus, oder an Hst. Soerabaja (Kotta), je nach Wahl des Gasthofs.
Gasthöfe: Oranje Hotel, am Simpangweg; 72 Z. mit Bad u. Telephon, modern, Pens. 7-12 Fl., Auto.—Hotel Embong Malang (Wijnveld), gut; 40 Z., Pens. 6 Fl., am Djalan Embong-Malang, nahe Stat. Goebeng.—Hotel Sarkies, Pens. 6 Fl.—Hotel Simpang, am Simpangweg; 40 Z., Pens. 6 Fl.—Hôtel des Indes, in der untern Stadt; 50 Z., Pens. 5 Fl.—Hotel-Pension van Vlooten, Simpang.—N. V. Hotel & Pens. v. d. Blij, Embong Malang, Pens. 5 Fl.—Restaurants: Restaurant Grimm und Hellendoorn, die besten Kaffeehäuser auf Java, nahe dem Stadtpark und Stat. Soerabaja (Kotta).—Bierhaus eines Chinesen, beim Bültzingslöwen-Denkmal, europäisches Faßbier.
Post u. Tel. nahe dem Stadtbahnhof. —Telephon ebenda.—Kabel nach Celebes, Singapore, Australien, Borneo.—Wagen: Zweisp. (Kosongs) sind kaum teurer als Sádos.—Straßenbahn: vom Hafen zum Südende der Vororte.—Eisenbahn: nach Batavia über Soerakarta, nach Samarang etc.

Plan von Soerabaja.

Dampfer der Koninklijke Paketvaart Mij. wöchentl. in 3-4 Tagen nach und von Batavia über Samarang. —Dampferagenten: Koninkl. Paketvaart Mij., Geschäftshaus: Willems Kade.—Norddeutscher Lloyd, Behn, Meyer & Co., Societeitstraat (Tel-Adr.: Nordlloyd, Soerabaja).— Rotterdamsche Lloyd, Internationale Crediet-en Handelsvereeniging »Rotterdam«. —Stoomvaart Mij. Nederland.Messageries Maritimes, Anemaet & Co.
Banken: Javasche Bank; Nederlandsche Handels-Maatschappij, Korr. der Berliner Disconto-Gesellschaft und der Deutschen Bank; Hongkong & Shanghai Banking Corporation; Chartered Bank of India, China & Australia; Ned. Ind. Escompto Mij., Korrespondent der Deutsch-Asiatischen Bank (Behn, Meyer & Co.).
Theater: Javanische und chinesische im Hafenviertel, sind nicht empfehlenswert. —Zeitung: »Soerabaja Handelsblad«.
Konsulate. Deutsches Reich: Konsul G. Rademacher.—Österreich-Ungarn: Vizekonsul Bernhard Wolf. —Vereine: Simpangsche Societeit (Club) und Concordia, beide international; Deutscher Verein (eignes Haus in Genteng, deutschen Reisenden sehr zu empfehlen).—Ärzte: Dr. Grün, Genteng; Dr. van Steden, ebenda; Dr. van Hasselt, Simpang Doekoe.—Zahnarzt: Dr. Schöppe, Kaliassin.—Apotheke: De Vriendschap, Dir. P. C. Gilde in Aloen-Aloen.—Simpangsche Apotheke, Simpang.—Krankenhäuser: Militärkrankenhaus, auch für Zivilisten; Zivilkrankenhaus Ngemplak.

Soerabaja ist die erste Handelsstadt Niederländisch-Indiens und liegt auf 7° 14' südl. Br. Am schönsten ist das Stadtviertel Simpang mit dem *Simpang-und Scheepsmakerspark und schönen Villen, darunter das Haus des Residenten. In der Nähe des schönen Restaurant Grimm ist ein Denkmal zu Ehren des tapfern freiwilligen Krankenträgers v. Bültzingslöwen. In der eigentlichen Stadt stehen die Häuser nahe beieinander, auch sind die Wohnungen, Geschäftsräume, Läden der Europäer kaum von denen der Eingebornen getrennt, infolgedessen die Straßen schmutzig und häßlich sind. Reger Handelsverkehr herrscht auf dem Flusse Kalimas, an dem die Warenspeicher und großen Exportgeschäfte liegen. Am Nordende der Stadt liegt das alte Fort Prins Hendrik, nördl. davon am Hafen eine große Marinewerft mit Trockendocks und vielen Werkstätten sowie dem Kasino Modderlust. Der Handelshafen wird neu ausgebaut. Für Vergnügungsreisende bietet Soerabaja nichts. Der Handel der Stadt ist sehr bedeutend, Ausfuhr umfaßt Zucker, Tabak, Kaffee, Kopra; Einfuhr europäischer Waren ist groß.—Nahe südl. von Soerabaja liegen am Strande von Kalangandjar zwei Schlammvulkan-Hügel. (Von Soerabaja beste Dampfergelegenheiten zu Ausflügen nach Borneo, Celebes und den Molukken.)

Von Soerabaja auf den Bromo.

Eisenbahn bis Pasoeroean; dann mit Sádos (Zweispänner) für 21/2 Fl. in 11/2 St. nach Pasrepan und weiter mit Bergwagen für 3 Fl. (2 Personen) nach Poespo. Von hier zu Fuß oder zu Pferd (auch Tragsessel für Damen) in 3 St. nach Tosari, wo man übernachtet, um am andern Morgen vor Sonnenaufgang die Besteigung (am besten zu Pferd) des Bromo unternimmt.
Man kann auch an bestimmten Tagen mit Automobil von Soerabaja nach Tosari fahren (Mi. und Sa. Nm. für 75 Fl., zurück Do. und Mo. früh für 60 Fl.)

In Pasoeroean oder Soerabaja bestelle man telegraphisch Zimmer für die Nacht in Tosari, weil oben oft alles besetzt ist; der Agent in Pasoeroean besorgt auch Karten für 6 Fl. zur Fahrt nach Tosari.

Von Soerabaja mit der Bahn (Automobilverbindung s. oben) über Sidhoardjo und Bangil in etwa 3 St. nach (65 km) Pasoeroean, »Betelgarten« (Marine-Hotel; Hotel Morbeck), einer hübschen Hafenstadt mit 35000 Einw. (500 Europäer), Hauptstadt der gleichnamigen Residentschaft, die bei Malang den besten Kaffee und Tabak Javas sowie Zucker und Indigo liefert. Bank: Nederlandsche Handels-Maatschappij (Korr. der Berliner Disconto-Gesellschaft).

Von Pasoeroean im Sádos-Zweispänner (s. oben) durch schattige Alleen auf guter Straße durch das Dorf Gondang-wètan, mit lebhaftem Markt, in 11/2 St. nach Pasrepan am Fuße des Berges; von da mit kleinem Bergwagen (s. oben; wenig Gepäck, wollene Decke und Überzieher mitnehmen!) durch dichten tropischen Urwald steil bergauf nach Poespo (kleiner Gasthof und Sanatorium), 630 m. Nach Einnahme des Reistafelfrühstücks geht man in 3 St. hinauf bis Tosari; wem die Hitze zu groß, nehme Reitpferd (2 Fl.) nebst Saumpferd (2 Fl.) für Gepäck (größere Koffer werden von Poespo durch Kulis [je 60 cts.] hinaufgetragen), oder für Damen Tragsessel (3,60 Fl.) mit 6-8 Trägern (je 60 cts.). Ein guter Weg führt in vielen Windungen bergan durch den mit großen schwarzen und grauen Affen und überraschend buntfarbigen Vögeln belebten Urwald, zuletzt durch Felder, mit europäischen Gemüsen und Kartoffeln, Mais und Zwiebeln.

Tosari (1777 m; Sanatorium Tosari, 1845 begründet, Dir. und Arzt Dr. Fangmann, vorzüglich, angenehme Geselligkeit, Zimmer telegraphisch vorausbestellen, Telephon nach Pasoeroean, Pasrepan und Poespo, 104 Z., F. 2, Lunch 2, Din. 2,50, Pens. 7 Fl.; noch etwas höher das Kurhaus Tengger [1840 m], Inhaber J. Elfferich, Z. 5-6 Fl.), die höchste Sommerfrische Javas, wird wegen seines frischen und trocknen Bergklimas (Luftwärme zwischen 10 und 20° C) viel von Erholungsbedürftigen besucht. Schöner »europäischer« Garten am Kurhaus. Im April und Mai sowie Oktober und November ist Tosari am stärksten besucht. Spaziergang zum *Nymphenbad mit prächtigem Wasserfall in 40 Min.

Besteigung des Bromo. Von Tosari Aufstieg zum *Bromo (2300 m) möglichst früh vor Sonnenaufgang zu Pferde (besser als im Tragsessel); zu Fuß hin und zurück ist etwas anstrengend, da man sowieso zu Fuß klettern muß. Führer 90 cts.; Zeit zur Besteigung etwa 3-4 St. Die Gegend zeigt anfangs europäisch-alpinen Pflanzenwuchs (Wolfsmilch, Brombeeren, Kamillen, Rhododendron, Alpenveilchen, Edelweiß, Baldrian, Erdbeeren, Vergißmeinnicht etc.). Auf halber Berghöhe prächtiger Ausblick nach S., auf den höchsten Berg Javas, den Vulkan Semeroe (3676 m), dessen ovaler Riesenkrater von 9 km Durchmesser in 2125 m Höhe mit Asche ausgefüllt ist (nur der Kilaueakrater, S. [422], ist noch größer). Nach etwa 2 St. Ritt erreicht man den Moenggal-Paß (2482 m); der Weg teilt sich, l. erreicht man nach kurzer, steiler Steigung eine kleine Fläche, auf der eine Hütte steht; dort, am innern, schroffen Abhang, *Blick auf den etwa 200 m tiefer liegenden Sandsee des alten Tengger-Vulkans, dessen Riesenkrater von etwa 8 km Durchmesser mit Sand gefüllt ist; im Sandsee (Dasar) erheben sich vier kleine Vulkankegel: der Widodarèn, der Giri (von N. gesehen, hinter ersterm), der stets tätige Bromo und der alleinstehende Batok. Nun etwa 200 m mühsamer Abstieg (Pferde besser führen) zum Sandsee, dann Ritt über den Sand in 3/4 St. westl. und nw. um den Fuß des Batok zum Fuße des Bromo bis zu der neuen Steintreppe, die mit etwa 250 Stufen zum obern Kraterrand führt, wo die Pferde mit Kulis zurückbleiben. Dann Aufstieg zum obern Kraterrand des Bromo (2300 m). Auf 3/4-Höhe hört man schon das grollende Donnern und Dröhnen des Bromo; man glaubt, der Krustenrand zittere.


Oben ist eine breite Fläche, wo man das von den Kulis heraufgebrachte Frühstück verzehrt. Ein etwa 1/2 m breiter Fußpfad (nur Schwindelfreien zu empfehlen) führt in 1 St. um den 200 m tiefen Kratertrichter herum, dessen Anblick Hans Meyer wie folgt beschreibt:
»Aus dem Boden heben sich wiederum zwei kleinere Kegel, die zurzeit von kleinen, schmutziggrünen Teichen ausgefüllt sind und bisweilen große Blasen treiben. Dicht daneben aber gähnt unter einem überhängenden Fels ein feuriger Schlund, so furchtbar großartig, daß die Phantasie eines Höllenbrueghel keinen greulichern Höllenschlund hätte ersinnen können. Daraus fährt sausend, zischend und heulend eine Glutflamme, angefacht wie von Tausenden von Hochofengebläsen und tobend, daß man mühsam seine fünf Sinne zusammenhalten muß, und hoch über uns verdichten sich die Wasserdämpfe zu jener weißen Wolke, die wir schon vom Rande des großen Kraters aus beobachtet hatten. Ich machte trotz der Einwendung meines Führers einen Versuch, in den Krater hinabzuklettern, fand aber an der abschüssigen Wand und in dem nachrutschenden Sandschlamm so wenig Halt, daß ich schleunigst umkehrte.«
In der Nähe von Tosari liegt ein *Tenggeresen-Dorf, dessen Bambushütten viele kleine Kammern haben. Die Tenggeresen sind Ureinwohner, die noch der alten javanischen Naturreligion treu geblieben sind; sie sind ein sittsamer, friedlicher und fleißiger Volksstamm, deren Andachtsstätte der Bromo ist, in dessen Sandmeer sie sich an jedem zwölften Vollmond mit ihren Priestern (Dunkun's) in Festkleidern versammeln, dort Gelübde erfüllen (z. B. Tänzerinnen tanzen lassen); schließlich wird auf ein Zeichen des Oberpriesters unter Vorantritt aller Priester von Tausenden von Männern, Frauen und Kindern der etwa 220 m höhere Kraterrand des Bromo erstürmt; oben werden als Opfer Früchte, Hühner, Kleider, Münzen, Kuchen niedergelegt, von den Priestern gesegnet und dann in den Krater geworfen (wobei Jungen aber im innern Kraterrand auffangen, was sie fassen können). Das Opfer gilt für die Seelen der Verstorbenen, die ein Fegfeuer im Bromokrater durchmachen müssen, ehe sie auf den Gipfel des benachbarten, 1000 m höhern Seméroe, wo ihr Gott-Vater Batoro Guru lebt (die Walhalla!), gelangen.
Wer vom Tengger-Gebirge noch mehr sehen will, kehrt nicht nach Tosari zurück, sondern reitet durch den Sandsee nach dem Passe von Ngadisari, nach etwa 200 m Aufstieg wird der Oberrand des Tenggerberges wieder erreicht, auf dessen äußerm sanften Hang das von grünen Wiesen und Bäumen umgebene höchste Tenggeresendorf Ngadisari liegt. Nach 1-2 St. gelangt man weiter auf landschaftlich sehr schönem Gebirgsweg (mit vielen steilen Abhängen und schwierigen Stellen) nach Soekapoera, wo man in dem prachtvoll gelegenen Rasthaus, pasanggrâhan, übernachtet (gute, reine Betten). Man telegraphiere schon von Tosari zum Residenten von Pasoeroean um Erlaubnis zum Übernachten im Rasthaus. In Soekapoera bestelle man telegraphisch von Probolinggo einen Wagen zum Fuß des Gebirges. —Am andern Morgen recht früh zu Wagen (6 Fl.) in etwa 6 St. nach Probolinggo (Hotel Egener, gut), Bahnstation und kleiner, malerischer Seehafenplatz mit 8000 Einw., an der Madoerastraße, mit schönen Tamarinden-Alleen. Von hier zurück mit der Eisenbahn (100 km) über Soerabaja (S. [208]) nach Batavia (S. [195]).


Von Tosari sind sehr viele schöne Ausflüge auf guten Pferden (Tarif im Sanatorium) zu machen; die Leitung des Sanatoriums gibt Auskünfte und besorgt alles. Man muß stets sehr früh aufbrechen, da mittags meist Nebel eintritt. Sehr schön und bequem ist der Ritt nach dem *Penandjaan (2780 m); man hat das Sandmeer tief unter sich und schaut in den Bromokrater hinein. Prächtiger Rundblick!

II. China, Philippinen, Sibirische Bahn, Korea, Japan.
11.Südchina: Von Singapore nach Hongkong. Kanton. Macao. Philippinen: Manila S. [214]-[240]
Südchines. Meer S. [214]. — Südchina S. [215]. — Hongkong S. [220].
— Kanton S. [225]. — Macao S. [233]. — Von Hongkong nach
Manila S. [234]. — Philippinen S. [235].
12.Von Hongkong nach Schanghai. Yangtse-Fahrt S. [240]-[265]
Swatau. Amoy S. [241]. — Futschou S. [243]. — Kuschan. Jungfu. Ningpo S. [244]. — Insel Formosa S. [245]. — Ostchines. Meer. Schanghai S. [246]. — Yangtse-Fahrt Schanghai-Hankau-Itschang S. [254]. — Nanking S. [256]. — Minggrab S. [257]. — Kiukiang S. [258]. — Hankau S. [259]. — Itschang S. [262]. — Tschungking S. [263].
13.Nordchina: Von Schanghai nach Tsingtau, Tientsin und Peking S. [265]-[280]
Kiautschou S. [266]. — Tsingtau S. [267]. — Lauschangebirge S. [270]. — Tsinanfu S. [272]. — Küfu S. [273]. — Tientsin S. [275]. — Weihaiwei. Tschifu S. [278]. — Tongku S. [279].
14.Peking und Umgebung S. [280]-[301]
Große Chinesische Mauer S. [295]. — Minggräber S. [296]. — Jehol S. [297]. — Peking-Hankau S. [299].
15.Von Berlin nach Moskau und auf der Sibirischen Bahn überCharbin nach Wladiwostok, Dairen u. Peking S. [301]-[329]
Moskau S. [305]. — Tomsk S. [314]. — Krassnojarsk. Jenissei. Irkutsk S. [315]. — Baikalsee S. [316]. — Amurfahrt Srjetensk-Chabarowsk S. [317]. — Charbin S. [318]. — Wladiwostok S. [320]. — Chabarowsk S. [323]. — Von Charbin nach Dairen S. [323]. — Mukden S. [324]. — Chienshan. Dairen S. Port Arthur S. [327]. — Von Charbin nach Peking S. [328].
16.Korea S. [330]-[337]
Von Mukden nach Söul S. [331]. — Tschimulpo S. [332]. — Söul S. [333]. — Von Söul nach Fusan und Shimonoseki S. [336].
17.Japan. Von Schanghai nach Nagasaki, durch die Binnenlandsee nach Kōbe, über Osaka, Kyōtō nach Yokohama, Tōkyō und Nikkō S. [341]-[411]
Ostchines. Meer S. [348]. — Nagasaki S. [349]. — Eisenbahn Nagasaki-Moji. Kagoshima. Dazaifu. Hakata S. [353]. — Von Nagasaki durch die Binnenlandsee nach Kōbe S. [354]. — Shimonoseki S. [355]. — Eisenbahn von Kōbe über Osaka und Nara nach Kyōtō S. [356]. — Eisenbahn von Shimonoseki nach Kōbe S. [358]. — Kōbe-Hyōgo S. [361]. — Kyōtō S. [369]. — Über den Hiyei-zan zum Biwasee S. [377]. — Hozugawa S. [378]. — Momoyama. Eisenbahn von Kyōtō nach Yokohama S. [379]. — Yamada. Futami S. [382]. — Kunozan S. [383]. — Fuji-no-yama S. [384]. — Mianoshita. Über den Hakonesee und den Jikkokutoge nach Atami S. [386]. — Yokohama S. [388]. — Kamakura S. [391]. — Enoshima. Kanazawa S. [392]. — Tōkyō S. [393]. — Nikkō S. [404]. — Chuzenjisee S. [407]. — Yumotosee. Nyohō-zan S. [408]. — Ikao. Harnausee. Harunatempel S. [409]. — Asama-yama S. [411].
18.Von Yokohama über Honolulu nach San Francisco S. [411]-[423]
Stiller Ozean S. [411]. — Haiwai- (Sandwichs-Inseln) S. [413]. —
Honolulu S. [416]. — Kilauea. Mauna Kea. Mauna Loa S. [420].